
News zu Diabetes Risiko
Mit vier Tassen Kaffee pro Tag ist das durchschnittliche Risiko für Diabetes vom Typ 2 um 23 Prozent geringer als mit nur einer Tasse. Zu diesem Befund kommt eine Studie mit mehr als vierzigtausend Personen in Deutschland. Sie bestätigt Ergebnisse aus früheren Studien. Zwei weitere gute Nachrichten der deutschen Studie: Herz und Kreislauf bleiben auch bei hohem Kaffeekonsum so gesund wie ohne Kaffee; auch für Krebs spielt Kaffee keine Rolle. [3055]
29. Februar 2012 – Ärztezeitung
Bei Schlafmangel steigt Risiko für Diabetes
Wer Nacht für Nacht nur fünf Stunden schläft, hat ein fünffach höheres Risiko für Diabetes als bei einer Schlafdauer von sieben Stunden. Das zeigt eine Studie mit mehr als dreitausend Mitarbeitern der Stadtverwaltung von Hokkaido. Was dieser Zusammenhang bedeutet, bleibt allerdings unklar: Schlafmangel könnte Diabetes begünstigen, oder Faktoren, die zu Diabetes führen, könnten auch den Schlaf beeinträchtigen. [3044]
14. Februar 2012 – Ärztezeitung
Cholesterinsenker fördern Diabetes
Statine senken zwar den Cholesterinspiegel, lassen aber bei Frauen nach dem fünfzigsten Lebensjahr das Risiko für Diabetes um die Hälfte ansteigen. Das ist aus Daten von über hundertfünfzigtausend Frauen in den USA berechnet worden. Frauen, die sonst gesund ist und Statine nur vorbeugend nehmen, sollten das mit ihrem Arzt kritisch überdenken. Jedenfalls lohnt es sich, die Zuckerwerte im Auge zu behalten. [3034]
31. Januar 2012 – Ärztezeitung
Herz: Wie stark wirken Risikofaktoren?
Rauchen, zu hoher Blutdruck, zu hohes Cholesterin und Diabetes sind die vier wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Krankheit. Ihre Wirkung ist jetzt mit Daten aus 18 Langzeitstudien neu berechnet worden: Mit zwei oder mehr Risikofaktoren im Alter von 45 Jahren wird im Durchschnitt die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen vor dem achtzigsten Altersjahr erkranken. Mit null Risikofaktoren erkranken 1,4 Prozent der Männer und 4,1 Prozent der Frauen. [3032]
27. Januar 2012 – Ärzteblatt
Schichtarbeit: Auf Blutzucker achten
Wer jahrelang Nachtschicht arbeitet, tut gut daran, seinen Blutzuckerspiegel im Auge zu behalten: Nach drei Jahren Wechsel zwischen Tages- und Nachtschichten kann das Risiko für Diabetes um 20 Prozent ansteigen, nach zehn Jahren um 40 und nach zwanzig Jahren sogar um fast 60 Prozent. Das zeigt eine Studie mit über hunderttausend Frauen in den USA. Entscheidend ist der jahrelange Wechsel zwischen Tages- und Nachtarbeit. Kurzzeitige Nachteinsätze sind kein Problem. [3006]
20. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Frauen: Süssgetränke schaden dem Herzen
Frauen, die pro Tag mehr als eine Dose Cola oder ein anderes Süssgetränk konsumieren, setzen im Vergleich mit anderen um die Taille mehr Fett an. Auch bewegen sie sich seltener und haben erhöhte Fettwerte - alles Risikofaktoren für Herz und Kreislauf. Auch das Risiko für Diabetes steigt. Männer vertragen zwar mehr Zucker, sollten aber dennoch Mass halten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über viertausend Personen in den USA. [2991]
30. November 2011 – Ärztezeitung
Männer anfälliger für Diabetes
Je mehr Fett ein Mensch ansetzt, desto eher neigt er zu Diabetes vom Typ 2. Bei Männern ist das stärker ausgeprägt als bei Frauen: Schon bei einem um 2 Punkte niedrigeren Body Mass Index haben sie das gleiche Diabetes-Risiko wie Frauen. Das zeigt eine schottische Studie mit über neunzigtausend Personen. Entscheidend ist die aus genetischen Gründen gesündere Fettverteilung bei Frauen. [2959]
13. Oktober 2011 – BBC
Rotes Fleisch fördert Diabetes
Fleisch vom Rind, Schwein oder Lamm erhöht das Risiko für Diabetes vom Typ 2 in jeder Form - egal ob frisch oder zu Wurst oder Konserven verarbeitet. Das zeigt die Auswertung von Daten einiger hunderttausend Personen in den USA. Die Verarbeitung macht das Fleisch also nicht ungesünder, was der bisherigen Annahme widerspricht. [2919]
11. August 2011 – Focus
Mehr als drei Stunden Fernsehen täglich erhöht das Risiko, an einer Zivilisationskrankheit wie Diabetes oder Herzinfarkt vorzeitig zu sterben, um zehn bis zwanzig Prozent. Das haben amerikanische Forscher aus Daten von acht grossen medizinischen Studien errechnet. Europäer sitzen im Durchschnitt drei bis vier Stunden vor dem Fernseher, Amerikaner sogar fünf Stunden. [2891]
21. Juni 2011 – Ärztezeitung
Rauchen verdoppelt Risiko für Diabetes
Tabakrauch, egal ob durch Rauchen oder Passivrauchen eingeatmet, verdoppelt das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt die Organisation diabetesDE. [2882]
7. Juni 2011 – Ärztezeitung
Milch senkt Risiko für Diabetes
Wer viel Milch trinkt und Joghurt, Käse und andere Milchprodukte konsumiert, kann sein Risiko für Diabetes vom Typ 2 um bis zu 60 Prozent senken. Das zeigt eine Langzeitstudie an über dreitausend Personen in den USA. Die günstige Wirkung beruht offenbar auf der trans-palmitoleischen Fettsäure, die nur in Milch vorkommt und die der Körper nicht selbst bilden kann. Die Fettsäure senkt auch den Cholesterinspiegel und dämpft Entzündungen. [2777]
22. Dezember 2010 – Focus
Stillen halbiert Diabetes-Risiko
Mütter, die ihren Babys die Brust geben, haben ein halb so hohes Risiko, später an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Mütter, die nicht stillen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Frauen in den USA. [2699]
30. August 2010 – Ärztezeitung
Weniger Diabetes mit Vollkornreis
Wer täglich braunen Vollkornreis statt weissen, polierten Reis isst, kann sein Risiko für Diabetes vom Typ 2 um etwa 16 Prozent senken. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie an fast zweihunderttausend Personen in den USA. Brauner Reis lässt den Blutzuckerspiegel weniger rasch ansteigen als weisser Reis. Daneben könnte auch eine Rolle spielen, dass Konsumenten von braunem Reis sich auch sonst gesünder ernähren als der Durchschnitt. [2645]
16. Juni 2010 – Ärzteblatt
Passivrauchen fördert Diabetes
Wer am Arbeitsplatz oder zu Hause regelmässig dem Tabakrauch von anderen ausgesetzt ist, hat ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Personen, die weder aktiv noch passiv rauchen. Das zeigt eine Studie an über 800 Personen in Deutschland. [2623]
31. Mai 2010 – Standard
Bei Männern, die in die Jahre kommen, kann der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron stabil bleiben. Setzt sich jedoch am Bauch zu viel Fett an, sinkt der Testosteronspiegel. Das zeigt eine grosse europäische Studie. An Testosteronmangel leiden nur etwa fünf Prozent der älteren Männer. Unter den Patienten in Arztpraxen steigt dieser Anteil jedoch auf ein Drittel bis die Hälfte. Die wichtigsten Risikofaktoren sind, neben zu hohem Bauchumfang, Diabetes, Bluthochdruck und schlechte Blutfettwerte. Als wirksame Vorbeugung gilt regelmässige Bewegung, auch beim Sex. [2557]
28. April 2010 – Ärztezeitung
Zehntausend Schritte sollst du gehen
Ein Manager geht im Durchschnitt etwa dreitausend Schritte am Tag, ein Verkäufer fünftausend. Nur Postboten und Hausfrauen mit Kindern kommen auf das von Gesundheitsexperten empfohlene Minimum von zehntausend Schritten. Um dies annähernd zu erreichen, genügen den meisten Menschen zusätzliche dreitausend Schritte. Dies entspricht einem Fussmarsch von einer halben bis dreiviertel Stunde. Es reicht schon, auf dem Weg zur Arbeit eine oder zwei Tramstationen früher auszusteigen. Das Risiko von Diabetes kann damit um 27 Prozent sinken, wie eine japanische Studie zeigt. [2532]
16. April 2010 – Ärztezeitung
Experten warnen vor Diabetes-Epidemie
Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung. [2522]
12. April 2010 – Welt
5 am Tag schützt kaum vor Krebs
Die weltweite Kampagne, die fünfmal am Tag Obst und Gemüse empfiehlt, schützt kaum vor Krebs. Nur um winzige 3 Prozent, statistisch zwar signifikant, aber praktisch unbedeutend, sinkt das Risiko laut einer Langzeitstudie an fast einer halben Million Menschen in den USA. Zehnmal grösser ist jedoch die positive Wirkung auf Herz und Kreislauf: Hier sinkt das Risiko um 30 Prozent. Hinzu kommen ein besserer Schutz gegen Diabetes und zahlreiche weitere positive Wirkungen. «Fünf am Tag» ist also weiterhin ein guter Rat. [2517]
8. April 2010 – Ärztezeitung
Schwangerschaft: Bewegung tut dem Baby gut
Regelmässige leichte Bewegung in der Schwangerschaft macht das werdende Baby gesünder: Es wächst und gedeiht ebenso gut wie im Bauch einer Schwangeren, die sich nicht bewegt. Hingegen setzt es weniger Fett an. Dies senkt das Risiko für Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes im späteren Leben. [2512]
6. April 2010 – BBC
Bauchumfang zeigt Diabetes-Risiko an
Frauen mit über 80 cm und Männer mit über 94 cm Bauchumfang haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes vom Typ 2. Das zeigt die Studie einer Schleswig Holsteiner Krankenkasse mit dem Uniklinikum Hamburg-Eppendorf bei dreihundert Werktätigen. Als noch genaueres Mass für die Gesundheit gilt heute das WHtR (Waist to Height Ratio) - Bauchumfang geteilt durch die Körpergrösse: Es berücksichtigt die Tatsache, dass grössere Menschen auch mehr Bauch haben dürfen. [2507]
30. März 2010 – Ärztezeitung
Diabetes-Risiko: Fitness besser als Medikamente
Bei Insulinresistenz (Prädiabetes) nützt es nichts, mit Medikamenten den Blutdruck oder den Blutzuckerspiegel zu senken, denn das kann die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2 nicht stoppen. Zu diesem Schluss kommen verschiedene Studien an insgesamt über neuntausend Patienten in vierzig Ländern. Doch wer übergewichtig ist und sein Gewicht um 5 Prozent senkt, kann das Risiko für Diabetes deutlich reduzieren. Nur Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes wirksam vor. [2481]
17. März 2010 – BBC
Vitamin D kann Risiko für Diabetes halbieren
Bei Menschen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut kommt Diabetes nur halb so häufig vor wie bei jenen mit einem niedrigen Spiegel. Auch das Risiko für Herzkrankheiten sinkt um ein Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung von zwei Dutzend Studien mit insgesamt gegen hunderttausend Personen. Sie zeigen allerdings nicht, ob Vitamin D tatsächlich die Ursache ist: Es kann das Risiko halbieren - oder die Krankheit erhöht den Bedarf, was den Spiegel senkt. [2435]
24. Februar 2010 – Die Zeit
Migräne verdoppelt Risiko für Herzinfarkt
Gewöhnliche Migräne lässt das Risiko eines Herzinfarkts auf den doppelten Wert einer Person ohne Kopfschmerzen ansteigen. Leiden die Patienten zusätzlich unter Aura, das heisst Lichtempfindlichkeiten und Sehstörungen, steigt das Risiko gar auf den dreifachen Wert. Auch das Risiko für Schlaganfälle steigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. Kein Grund zur Panik, sagen Experten. Sie raten Migränikern nur, ihre Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin, Übergewicht und Neigung zu Diabetes gut zu kontrollieren. [2404]
12. Februar 2010 – Süddeutsche Zeitung
Gallensteine zeigen Risiko für Diabetes an
Wer an Gallensteinen leidet, hat ein über vierzig Prozent höheres Risiko für Diabetes. Das zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Ernährungsforschung an den Daten von 25000 Personen. Gallensteine und Diabetes haben eine gemeinsame Ursache - der Körper vermag nicht (mehr) richtig auf das Insulin zu reagieren. Menschen mit Gallensteinen tun also gut daran, ihren Blutzucker messen zu lassen. Im Unterschied dazu gibt es keinen Zusammenhang zwischen Nierensteinen und Diabetes. [2345]
27. Januar 2010 – Standard
Gesunde Fettpolster bei Frauen
Am Po, um die Hüften und an den Oberschenkeln sind Fettpolster für Frauen nicht schädlich, sondern sogar ausgesprochen gesund: Sie senken das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes. Diesen Schluss ziehen britische Forscher aus den bisher veröffentlichten Studien. Nur um die Taille und am Bauch schaden Fettpolster mehr als sie nützen. Der Body Mass Index scheint also bei Frauen nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein. Ob das Fett weg soll oder doch besser bleibt wo es ist, entscheidet frau wohl besser nach dem Blick in den Spiegel oder aufs Messband. [2285]
12. Januar 2010 – BBC
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