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Gesundheitstelegramm | Depressiv

Depressive sehen die Welt grau in grau
21. Juli 2010 - Depressionen schwächen die Netzhaut, so dass sie Kontraste zwischen Schwarz und Weiss weniger gut wahrnimmt, als dies bei guter Stimmung der Fall ist. Das zeigen Tests an der Uni Freiburg im Breisgau. Die Wirkung ist ähnlich wie wenn man den Kontrastregler am Fernseher auf tiefere Werte stellt. Die Forscher überlegen nun, ob sie einen Sehtest zur Messung von Depressionsgraden entwickeln könnten.  [2670]
Quelle: Daily Mirror  
 
Passivrauchen kann depressiv machen
11. Juni 2010 - Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen.  [2640]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Antidepressiva gegen zweiten Infarkt
02. Juni 2010 - Nach einem Herzinfarkt wird etwa jeder fünfte Patient depressiv. Dadurch steigt das Risiko, bald wieder einen Infarkt zu erleiden. Dieses Risiko lässt sich durch eine Behandlung mit Antidepressiva deutlich senken. Laut einer deutschen Studie sinkt so das Risiko eines Zweitinfarkts um zwei Drittel und damit auf das Niveau von nicht depressiven Patienten.  [2629]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Verhaltenstherapie hilft gut gegen Depression
28. Mai 2010 - Um mehr als 50 Prozent sind die depressiven Symptome zurückgegangen bei einer Mehrheit von 61 Prozent der Patienten, die mit Verhaltenstherapie behandelt worden sind. Diesen Erfolg meldet die Uni Mainz. Dort haben sich in acht Jahren über zweihundert Menschen gegen Depressionen behandeln lassen, im Durchschnitt in 35 Therapiesitzungen. Drei Viertel der Patienten haben die Behandlung bisher nach Plan abgeschlossen.  [2619]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Mehr Schokolade, mehr Depression
27. April 2010 - Hebt Schokolade die Stimmung? Einige Studien scheinen das zu bestätigen. Doch nun zeigt eine neue Studie in Kalifornien: Je höher der Schokoladekonsum, desto depressiver die Stimmung. Wie kommt es dazu? Der Griff zur Schokolade könnte, bewusst oder unbewusst, ein Versuch der Selbstbehandlung sein, um sich wieder besser zu fühlen. Der umgekehrte Fall, dass Schokolade depressiver macht, lässt sich aber auch nicht ausschliessen. Fazit: Die Frage, wie Schokolade auf die Stimmung wirkt, ist noch völlig offen.  [2553]
Quelle: BBC  
 
Anti-Grübel-Therapie hilft gegen Depression
14. April 2010 - Grübeln ist nicht nur ein Symptom, sondern verstärkt die Depression. Mit einer gezielten Anti-Grübel-Therapie haben Psychologen der Ruhr-Uni Bochum bei vierzig depressiven Patienten gute Erfolge erzielt: Die Stimmung und das Selbstwertgefühl haben sich markant verbessert. Die Terapie setzt an zwei Punkten an. Erstens hinterfragen die Patienten die falsche Hoffnung, Grübeln würde Probleme lösen. Zweitens lernen sie, ihre Gedanken gezielt in eine andere Richtung zu lenken.  [2526]
Quelle: Focus  
 
Modekrankheit Sexsucht
06. April 2010 - Seit der Golfprofi Tiger Woods seine Affären öffentlich gestanden und mit Sexsucht erklärt bzw. entschuldigt hat, glauben zahlreiche Briten, auch daran zu leiden. Die wenigen Kliniken, die eine Behandlung dagegen anbieten, können den Ansturm neuer Patienten kaum mehr bewältigen. Um die neue Krankheit streiten sich inzwischen auch Experten. Sex-Therapeut Steve Pope meint, die Diagnose könne Leben retten, da Sexsüchtige oft depressiv und selbstmordgefährdet seien. Doch sein Kollege Glen Wilson zweifelt daran, ob Sexsucht überhaupt als Krankheit einzustufen sei.  [2513]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Gespräch mit Tiefgang macht glücklich, Smalltalk nicht
08. März 2010 - Verglichen mit Depressiven verbringen glückliche Menschen doppelt so viel Zeit mit Gesprächen über bedeutende Themen, aber nur ein Drittel so viel Zeit mit Smalltalk. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch an einem psychologischen Institut der Uni von Arizona: Freiwillige hatten vier Tage lang ein kleines Aufnahmegerät mit sich herumgetragen und einen Fragebogen über ihre Stimmungslage ausgefüllt.  [2460]
Quelle: Telegraph  
 
Ausdauertraining gegen Depressionen
16. Februar 2010 - Zwei- bis dreimal pro Woche je eine halbe Stunde Joggen, Radfahren oder schnelles Gehen empfiehlt ein Forscher der Uni Tübingen depressiven Menschen. In einer Studie hat er nämlich festgestellt, dass ein Faktor im Blut, der das Wachstum von Nerven fördert, durch das Training wieder auf normale Werte ansteigt. Bei Depressiven ist dieser Spiegel dieses Faktors deutlich tiefer als bei Menschen mit ausgeglichener Stimmung.  [2415]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs
11. Februar 2010 - Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung.  [2402]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Schleckmäuler haben eher Hang zu Depression
11. Februar 2010 - Kinder, die sich besonders zu Süssigkeiten und Süssgetränken hingezogen fühlen, neigen stärker als andere zu Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreihundert Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren in den USA. Die Ursachen für den Zusammenhang bleiben vorerst unklar. Ähnlich wie Alkohol wirkt auch Süsses auf die Belohnungszentren im Hirn. Depressive Kinder könnten Schleckmäuler werden, um sich besser zu fühlen, vermutet die leitende Forscherin der Studie.  [2403]
Quelle: BBC  
 
Internet-Süchtige eher depressiv
04. Februar 2010 - Menschen, die zwanghaft viel Zeit auf Websites mit Chat, virtuellen Gemeinschaften, Sex und Spielen verbringen, sind fünfmal eher depressiv als durchschnittliche Nutzer des Internet. Das zeigt eine Online-Umfrage bei über tausend Nutzern von sozialen Netzwerken. Die Umfrage ist allerdings nicht repräsentativ. Schon frühere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Internetsucht und Depression ermittelt. Das Web macht aber kaum depressiv, sondern zieht einfach Depressive und Ängstliche besonders an.  [2378]
Quelle: Standard  
 
Antidepressivum hilft nach Schlaganfall
02. Februar 2010 - Nach einem Hirnschlag erholen sich die geistigen Fähigkeiten der Patienten besser, wenn sie ein Antidepressivum vom Typ SSRI bekommen. Dieses Medikament hindert die Zellen daran, den Botenstoff Serotonin zu schnell aufzubrauchen. Serotonin regt die Aktivität der grauen Zellen an und hebt die Stimmung. Daneben sind sie auch für Wachstum und Regeneration von Nervenzellen wichtig.  [2365]
Quelle: Focus  
 
Ist Depression Folge einer Entzündung im Gehirn?
26. Januar 2010 - Da die üblichen Medikamente gegen Depression nur schlecht wirken, steht die bisher führende Theorie unter Druck, wonach ein Mangel an Botenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin die Ursache sei. Nun haben Psychiater der Uni Magdeburg in den Gehirnen verstorbener Depressiver deutliche Zeichen für Entzündungen entdeckt. Sie haben sich in den Zellen entwickelt, die die Nervenzellen im Gehirn stützen und nähren. Für die neue Theorie spricht auch, dass eine Erkältung aufs Gemüt schlägt und dass Entzündungshemmer die Wirkung von Antidepressiva verstärken.  [2343]
Quelle: SonntagsZeitung  
 
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen.  [2333]
Quelle: Telegraph  
 
Studenten: Nicht mit Doping an die Prüfung!
19. Januar 2010 - Von dem Hirn-Doping mit Medikamenten rät eine deutsche Expertin entschieden ab. Sie hatte im Auftrag des Forschungsministeriums die Wirkung von Aufputsch- und Beruhigungsmitteln auf das Abschneiden an Prüfungen untersucht: Die gewünschte Wirkung lässt sich nicht nachweisen. Sicher ist nur, dass Ritalin, Antidepressiva und Betablocker auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die Mittel sind nur auf Rezept zu haben. Wer sie ohne Rezept im Internet kauft, läuft Gefahr, sich durch gefälschte Präparate ernsthaft zu schädigen.  [2314]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Hirnschrittmacher bessert schwere Depression
10. Januar 2010 - Elektrische Impulse über eine winzige implantierte Sonde im Hirnstamm haben eine schwer depressive Frau in Heidelberg von ihrem Leiden befreit. Eine bestimmte Region im Hirnstamm ist bei der Depression zu aktiv und lähmt dadurch andere Impulse. Diese Region namens Habenula wird durch den Schrittmacher beruhigt. Die neue Methode soll jetzt in einer umfangreichen Studie weiter erprobt werden.  [2277]
Quelle: Focus  
 
Nur schwerste Depressionen bessern durch Medikamente
07. Januar 2010 - Der überwiegenden Mehrheit von Menschen, die wegen Depression einen Psychiater aufsuchen, können Antidepressiva nicht helfen. Zu diesem deprimierenden Schluss kommt eine Auswertung von sechs klinischen Studien mit insgesamt über siebenhundert Patienten. Bei mässigen bis starken Depressionen wirken die Mittel nicht oder kaum besser als Placebo. Bei leichten Depressionen sind sie erst recht nicht angezeigt, da der mögliche Schaden durch Nebenwirkungen grösser ist als der mögliche Nutzen. Bessere Chancen bieten in solchen Fällen Entspannungstechniken und eine Änderung der Einstellung durch kognitive Verhaltenstherapie.  [2268]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Meditation halbiert Depression
05. Januar 2010 - Eine Behandlung mit Meditation, kognitiver Verhaltenstherapie und Yoga, speziell für Depressive entwickelt, kann die Zahl und Dauer künftiger depressiver Phasen um die Hälfte senken. Zu diesem Schluss kommt die britische Mental Health Foundation. Die Vereinigung beklagt, das Angebot für diese Behandlung sei zu gering, obwohl sie besser wirke als Antidepressiva. Sie zielt darauf ab, die Patienten einerseits zu entspannen, Stress abzubauen und sie andererseits zu ermuntern, ihre eigenen Gefühle und Gedanken besser zu akzeptieren.  [2258]
Quelle: BBC  
 
Früh zu Bett, weniger depressiv
04. Januar 2010 - Jugendliche, die erst nach Mitternacht zu Bett gehen, leiden um 24 Prozent häufiger an Depressionen als ihre Altersgenossen, die schon um zehn Uhr nachts schlafen gehen. Wichtigster Punkt ist offenbar die Schlafdauer: Mit fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht liegt das Risiko einer Depression um 71 Prozent höher als bei acht Stunden pro Nacht. So deutlich der Zusammenhang, so fraglich die Ursache und Wirkung. Es ist denkbar, dass Schlafmangel depressiv macht. Genauso plausibel ist aber die Annahme, dass Menschen mit einer ausgeglichenen Psyche leichter Schlaf finden.  [2253]
Quelle: Spiegel  
 
Depressive können Freude nicht festhalten
23. Dezember 2009 - Das Belohnungszentrum im Hirn, das sich bei Lust und Freude aktiviert, spricht auch bei depressiven Menschen an. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie an der Uni von Wisconsin und widerspricht damit bisherigen Erkenntnissen. Das Problem der Depressiven sei, dass die Lust- und Freudenkurve im Lauf der Zeit rasch abfällt, während Gesunde in der Lage seien, die Freude zu halten oder gar noch zu steigern. Diese Fähigkeit auch bei Depressiven zu fördern könnte demnach ein neuer Ansatz zur Behandlung sein.  [2232]
Quelle: Focus  
 
Die Ehe ist gut für die Psyche
16. Dezember 2009 - Verheiratete Frauen und Männer sind seltener depressiv und seltener abhängig von Alkohol und Drogen. Endet allerdings die Ehe durch Scheidung oder Tod, schnellen diese Risiken in die Höhe und sind dann höher als bei Singles. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von Studien mit mehr als dreissigtausend Befragten in fünfzehn Ländern. Sie zeigt auch, dass sowohl Männer als auch Frauen von einer Ehe profitieren - nicht bloss die Männer, wie oft behauptet worden ist.  [2204]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
Bewegung kann gegen Depressionen helfen
10. Dezember 2009 - Eine häufige Ursache von Depressionen ist Bewegungsmangel, vermutet die Wiener Psychiaterin Liane Saxer-Novotny. Sie rät zu weniger Internet und Fernsehen, mehr sozialen Kontakten und regelmässiger Bewegung an der frischen Luft. Wichtig ist aiuch ein regelmässiger Tag-Nacht-Rhythmus. Gefährlich ist die Flucht in Süchte oder in die Arbeit. Hält eine depressive Phase länger als 14 Tage an, spricht man von einer Depression. Bessert sie sich trotz Selbsthilfe nicht, sollte man den Gang zu einer Fachperson nicht scheuen.  [2182]
Quelle: Standard  
 
Betablocker sind zweischneidige Schwerter
25. September 2009 - Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen.  [2137]
Quelle: PubMed  PMID: 19702791
 
Fitte Dicke fühlen sich besser
13. März 2009 - Frauen, die mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 und mehr medizinisch als fettleibig gelten, fühlen sich deutlich besser, wenn sie fit sind. Sie sind mit ihrem Leben grundsätzlich besser zufrieden und sind weniger depressiv. Auch schätzen sie ihre Gesundheit und ihr körperliches Aussehen realistischer ein als jene, die kaum Sport treiben. Selbst wenn es einer Frau also nicht gelingen sollte, durch Sport abzunehmen, so kann sie doch viel besser mit ihrem Gewicht leben.  [2061]
Quelle: PubMed  PMID: 19218668
 
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