
News zu Depressiv
Menschen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut leiden weniger als andere an Depressionen. Das zeigt die Auswertung einer Studie mit über zwölftausend Personen in Dallas, Texas. Besonders günstig wirkt Vitamin D bei Menschen, die schon einmal depressiv waren. Genug Sonne auch in der dunklen Jahreszeit kann helfen, den Vitaminpegel zu erhöhen. [3017]
6. Januar 2012 – UPI Health News
Fitter, geistig beweglicher und weniger depressiv - so zeigte sich eine Gruppe von Senioren nach Karatekursen - im Vergleich mit anderen, die an Gymnastik oder Gedächtnistraining teilgenommen hatten. Das zeigt eine Studie der Universität Regensburg. Die komplizierten Bewegungsabläufe beim Karate trainieren neben der körperlichen Fitness auch das Gedächtnis. [2982]
16. November 2011 – Medizinauskunft
Riskanter Rauchstopp mit Champix
Das Medikament Champix zur Entwöhnung vom Nikotin ist seit 2007 auf dem Markt. Es enthält den Wirkstoff Vareniclin. Eine neue Studie warnt jetzt vor schweren Nebenwirkungen: Das Mittel kann depressiv machen bis hin zum Selbstmord. Das Risiko übersteige den Nutzen, sagt einer der beteiligten Forscher dazu. [2973]
3. November 2011 – Spiegel
Im Durchschnitt 70 Nebenwirkungen pro Medikament
Jedes Medikament hat im Durchschnitt 70 unerwünschte Nebenwirkungen. Bei den am häufigsten verschriebenen Medikamenten sind es sogar etwa hundert. Am meisten Nebenwirkungen zeigen Antidepressiva, antivirale Medikamente und solche gegen Parkinson und andere Nervenkrankheiten. Einzelne Medikamente bringen es sogar auf über fünfhundert Nebenwirkungen. Die reine Zahl sagt allerdings noch nichts über die Gefährlichkeit aus. Viel eher geht es darum, dass die Hersteller sich damit vor Klagen auf Schadenersatz schützen. [2874]
25. Mai 2011 – UPI Health News
Glücklicher nach erfolgreichem Rauchstopp
Wer mit dem Rauchen aufhört, fühlt sich danach glücklicher als zuvor, leidet seltener an Angst und Depression. Das zeigt eine US-Studie. Wer aber scheitert und wieder mit dem Rauchen beginnt, fühlt sich deprimiert. Dass Rauchen angeblich Angst und Stress abbaue, ist ein Mythos, der auf erste Erfahrungen zurückgeht: Ganz am Anfang wirkt Nikotin tatsächlich antidepressiv - aber nur so lange, als man sich noch nicht daran gewöhnt hat. Danach kehrt sich diese Wirkung ins Gegenteil. [2783]
30. Dezember 2010 – Süddeutsche Zeitung
Nachtruhe im Dämmerlicht bekommt sibirischen Zwerghamstern nicht gut: Nach einigen Wochen zeigen sie ein deutlich depressiveres Verhalten als Artgenossen, die in völliger Dunkelheit schlafen. Schuld daran sei ein Mangel an Melatonin - ein Stoff, den das Gehirn in der Dunkelheit bildet, erklären die Forscher. Menschen scheinen ähnlich zu reagieren. So fördert Fernsehkonsum bis spät in die Nacht die Neigung zu Depression. [2753]
18. November 2010 – Telegraph
Antidepressivum Reboxetin nutzlos, gar schädlich
Präparate wie Edronax oder Solvex, die den Wirkstoff Reboxetin enthalten, wirken nicht besser als Placebo, erzeugen aber unangenehme oder gar schädliche Nebenwirkungen. Zu diesem Schluss kommt eine unabhängige Qualitätstudie, die im angesehenen Fachblatt British Medical Journal veröffentlich worden ist. Frühere Studien hätten nur deshalb positiv ausgesehen, weil der Hersteller negative Daten verheimlicht und gezielt nur die positiven veröffentlicht habe, sagen die Experten. [2736]
20. Oktober 2010 – Süddeutsche Zeitung
Depressive sehen die Welt grau in grau
Depressionen schwächen die Netzhaut, so dass sie Kontraste zwischen Schwarz und Weiss weniger gut wahrnimmt, als dies bei guter Stimmung der Fall ist. Das zeigen Tests an der Uni Freiburg im Breisgau. Die Wirkung ist ähnlich wie wenn man den Kontrastregler am Fernseher auf tiefere Werte stellt. Die Forscher überlegen nun, ob sie einen Sehtest zur Messung von Depressionsgraden entwickeln könnten. [2670]
21. Juli 2010 – Daily Mirror
Passivrauchen kann depressiv machen
Aktive, aber auch passive Raucher haben ein höheres Risiko für Depression. Das Risiko steigt mit der Nikotindosis. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Gift durch Rauchen oder durch Aufenthalt in verqualmter Luft aufnimmt. Das zeigt eine Langzeitstudie an über fünftausend Nichtrauchern und über zweitausend Rauchern in Grossbritannien. Bei allen hat man Abbauprodukte des Nikotins im Speichel gemessen, um die konsumierte Nikotinmenge zu berechnen. [2640]
11. Juni 2010 – Süddeutsche Zeitung
Antidepressiva gegen zweiten Infarkt
Nach einem Herzinfarkt wird etwa jeder fünfte Patient depressiv. Dadurch steigt das Risiko, bald wieder einen Infarkt zu erleiden. Dieses Risiko lässt sich durch eine Behandlung mit Antidepressiva deutlich senken. Laut einer deutschen Studie sinkt so das Risiko eines Zweitinfarkts um zwei Drittel und damit auf das Niveau von nicht depressiven Patienten. [2629]
2. Juni 2010 – Ärztezeitung
Verhaltenstherapie hilft gut gegen Depression
Um mehr als 50 Prozent sind die depressiven Symptome zurückgegangen bei einer Mehrheit von 61 Prozent der Patienten, die mit Verhaltenstherapie behandelt worden sind. Diesen Erfolg meldet die Uni Mainz. Dort haben sich in acht Jahren über zweihundert Menschen gegen Depressionen behandeln lassen, im Durchschnitt in 35 Therapiesitzungen. Drei Viertel der Patienten haben die Behandlung bisher nach Plan abgeschlossen. [2619]
28. Mai 2010 – Ärztezeitung
Mehr Schokolade, mehr Depression
Hebt Schokolade die Stimmung? Einige Studien scheinen das zu bestätigen. Doch nun zeigt eine neue Studie in Kalifornien: Je höher der Schokoladekonsum, desto depressiver die Stimmung. Wie kommt es dazu? Der Griff zur Schokolade könnte, bewusst oder unbewusst, ein Versuch der Selbstbehandlung sein, um sich wieder besser zu fühlen. Der umgekehrte Fall, dass Schokolade depressiver macht, lässt sich aber auch nicht ausschliessen. Fazit: Die Frage, wie Schokolade auf die Stimmung wirkt, ist noch völlig offen. [2553]
27. April 2010 – BBC
Anti-Grübel-Therapie hilft gegen Depression
Grübeln ist nicht nur ein Symptom, sondern verstärkt die Depression. Mit einer gezielten Anti-Grübel-Therapie haben Psychologen der Ruhr-Uni Bochum bei vierzig depressiven Patienten gute Erfolge erzielt: Die Stimmung und das Selbstwertgefühl haben sich markant verbessert. Die Terapie setzt an zwei Punkten an. Erstens hinterfragen die Patienten die falsche Hoffnung, Grübeln würde Probleme lösen. Zweitens lernen sie, ihre Gedanken gezielt in eine andere Richtung zu lenken. [2526]
14. April 2010 – Focus
Seit der Golfprofi Tiger Woods seine Affären öffentlich gestanden und mit Sexsucht erklärt bzw. entschuldigt hat, glauben zahlreiche Briten, auch daran zu leiden. Die wenigen Kliniken, die eine Behandlung dagegen anbieten, können den Ansturm neuer Patienten kaum mehr bewältigen. Um die neue Krankheit streiten sich inzwischen auch Experten. Sex-Therapeut Steve Pope meint, die Diagnose könne Leben retten, da Sexsüchtige oft depressiv und selbstmordgefährdet seien. Doch sein Kollege Glen Wilson zweifelt daran, ob Sexsucht überhaupt als Krankheit einzustufen sei. [2513]
6. April 2010 – Ärztezeitung
Gespräch mit Tiefgang macht glücklich, Smalltalk nicht
Verglichen mit Depressiven verbringen glückliche Menschen doppelt so viel Zeit mit Gesprächen über bedeutende Themen, aber nur ein Drittel so viel Zeit mit Smalltalk. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch an einem psychologischen Institut der Uni von Arizona: Freiwillige hatten vier Tage lang ein kleines Aufnahmegerät mit sich herumgetragen und einen Fragebogen über ihre Stimmungslage ausgefüllt. [2460]
8. März 2010 – Telegraph
Ausdauertraining gegen Depressionen
Zwei- bis dreimal pro Woche je eine halbe Stunde Joggen, Radfahren oder schnelles Gehen empfiehlt ein Forscher der Uni Tübingen depressiven Menschen. In einer Studie hat er nämlich festgestellt, dass ein Faktor im Blut, der das Wachstum von Nerven fördert, durch das Training wieder auf normale Werte ansteigt. Bei Depressiven ist dieser Spiegel dieses Faktors deutlich tiefer als bei Menschen mit ausgeglichener Stimmung. [2415]
16. Februar 2010 – Berliner Zeitung
Schleckmäuler haben eher Hang zu Depression
Kinder, die sich besonders zu Süssigkeiten und Süssgetränken hingezogen fühlen, neigen stärker als andere zu Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreihundert Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren in den USA. Die Ursachen für den Zusammenhang bleiben vorerst unklar. Ähnlich wie Alkohol wirkt auch Süsses auf die Belohnungszentren im Hirn. Depressive Kinder könnten Schleckmäuler werden, um sich besser zu fühlen, vermutet die leitende Forscherin der Studie. [2403]
11. Februar 2010 – BBC
Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs
Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung. [2402]
11. Februar 2010 – Ärzteblatt
Internet-Süchtige eher depressiv
Menschen, die zwanghaft viel Zeit auf Websites mit Chat, virtuellen Gemeinschaften, Sex und Spielen verbringen, sind fünfmal eher depressiv als durchschnittliche Nutzer des Internet. Das zeigt eine Online-Umfrage bei über tausend Nutzern von sozialen Netzwerken. Die Umfrage ist allerdings nicht repräsentativ. Schon frühere Studien haben einen Zusammenhang zwischen Internetsucht und Depression ermittelt. Das Web macht aber kaum depressiv, sondern zieht einfach Depressive und Ängstliche besonders an. [2378]
4. Februar 2010 – Standard
Antidepressivum hilft nach Schlaganfall
Nach einem Hirnschlag erholen sich die geistigen Fähigkeiten der Patienten besser, wenn sie ein Antidepressivum vom Typ SSRI bekommen. Dieses Medikament hindert die Zellen daran, den Botenstoff Serotonin zu schnell aufzubrauchen. Serotonin regt die Aktivität der grauen Zellen an und hebt die Stimmung. Daneben sind sie auch für Wachstum und Regeneration von Nervenzellen wichtig. [2365]
2. Februar 2010 – Focus
Ist Depression Folge einer Entzündung im Gehirn?
Da die üblichen Medikamente gegen Depression nur schlecht wirken, steht die bisher führende Theorie unter Druck, wonach ein Mangel an Botenstoffen wie Serotonin und Noradrenalin die Ursache sei. Nun haben Psychiater der Uni Magdeburg in den Gehirnen verstorbener Depressiver deutliche Zeichen für Entzündungen entdeckt. Sie haben sich in den Zellen entwickelt, die die Nervenzellen im Gehirn stützen und nähren. Für die neue Theorie spricht auch, dass eine Erkältung aufs Gemüt schlägt und dass Entzündungshemmer die Wirkung von Antidepressiva verstärken. [2343]
26. Januar 2010 – SonntagsZeitung
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen. [2333]
24. Januar 2010 – Telegraph
Studenten: Nicht mit Doping an die Prüfung!
Von dem Hirn-Doping mit Medikamenten rät eine deutsche Expertin entschieden ab. Sie hatte im Auftrag des Forschungsministeriums die Wirkung von Aufputsch- und Beruhigungsmitteln auf das Abschneiden an Prüfungen untersucht: Die gewünschte Wirkung lässt sich nicht nachweisen. Sicher ist nur, dass Ritalin, Antidepressiva und Betablocker auch unerwünschte Nebenwirkungen haben. Die Mittel sind nur auf Rezept zu haben. Wer sie ohne Rezept im Internet kauft, läuft Gefahr, sich durch gefälschte Präparate ernsthaft zu schädigen. [2314]
19. Januar 2010 – Ärztezeitung
Hirnschrittmacher bessert schwere Depression
Elektrische Impulse über eine winzige implantierte Sonde im Hirnstamm haben eine schwer depressive Frau in Heidelberg von ihrem Leiden befreit. Eine bestimmte Region im Hirnstamm ist bei der Depression zu aktiv und lähmt dadurch andere Impulse. Diese Region namens Habenula wird durch den Schrittmacher beruhigt. Die neue Methode soll jetzt in einer umfangreichen Studie weiter erprobt werden. [2277]
10. Januar 2010 – Focus
Nur schwerste Depressionen bessern durch Medikamente
Der überwiegenden Mehrheit von Menschen, die wegen Depression einen Psychiater aufsuchen, können Antidepressiva nicht helfen. Zu diesem deprimierenden Schluss kommt eine Auswertung von sechs klinischen Studien mit insgesamt über siebenhundert Patienten. Bei mässigen bis starken Depressionen wirken die Mittel nicht oder kaum besser als Placebo. Bei leichten Depressionen sind sie erst recht nicht angezeigt, da der mögliche Schaden durch Nebenwirkungen grösser ist als der mögliche Nutzen. Bessere Chancen bieten in solchen Fällen Entspannungstechniken und eine Änderung der Einstellung durch kognitive Verhaltenstherapie. [2268]
7. Januar 2010 – Ärzteblatt
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