
News zu Depression Frau
Bei Frauen, die regelmässig Kaffee trinken, sind Depressionen seltener als bei Kaffee-Abstinentinnen. Der Schutz ist nicht sehr ausgeprägt, doch sinkt das Risiko immerhin um bis zu zwanzig Prozent. Das zeigt eine Studie in den USA. Keine Wirkung zeigt koffeinfreier Kaffee. [2948]
28. September 2011 – Ärzteblatt
Cholesterin gut für die Stimmung
Niedrige Werte für Cholesterin fördern Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit etwa achtzehnhundert Personen in Frankreich. Bei Frauen ist für gute Stimmung das HDL-Cholesterin verantwortlich, das auch als gesund für den Blutkreislauf gilt. Nicht so bei Männern: Ihre Stimmung hebt das LDL-Cholesterin. Wer also glaubt, mit Cholesterinsenkern die Gesundheit zu fördern, könnte dies mit seelischen Leiden bezahlen. [2673]
26. Juli 2010 – Ärztezeitung
Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs
Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung. [2402]
11. Februar 2010 – Ärzteblatt
Hirnschrittmacher bessert schwere Depression
Elektrische Impulse über eine winzige implantierte Sonde im Hirnstamm haben eine schwer depressive Frau in Heidelberg von ihrem Leiden befreit. Eine bestimmte Region im Hirnstamm ist bei der Depression zu aktiv und lähmt dadurch andere Impulse. Diese Region namens Habenula wird durch den Schrittmacher beruhigt. Die neue Methode soll jetzt in einer umfangreichen Studie weiter erprobt werden. [2277]
10. Januar 2010 – Focus
Sex: Gewalt gekoppelt mit Ansteckungsrisiko
Frauen, die sexuell missbraucht worden sind, haben ein deutlich höheres Risiko, mit Aids oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu werden als Frauen, die keine sexuelle Gewalt erlebt haben. Die Unterschiede zeigen sich bei fast allen Risikofaktoren: Depression, Drogen, Sex gegen Drogen oder Geld, früher erster Sexualkontakt, zahlreiche Partnerwechsel und die Unfähigkeit, auf sicherem Sex zu bestehen. Dies zeigt eine Studie an über zweihundert Frauen in den USA. [1999]
9. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19049353
Jede vierte Person, die zur Zeit raucht, leidet an Depression, aber nur jede sechzehnte, die noch nie geraucht hat. Bei jenen, die mit dem Rauchen aufgehört haben, ist es im Durchschnitt noch jede siebte. Das zeigt eine Befragung von über achtzehnhundert Frauen und Männern an der Psychiatrischen Uniklinik Basel. Das Ergebnis lässt sich auf zwei Arten erklären: Rauchen kann Depression fördern, und Depressive könnten mehr zur Zigarette greifen. [1858]
2. Mai 2008 – PubMed PMID: 18424908
Depression: Frauen suchen Hilfe, Männer sterben
Depression komme bei Frauen zwei- bis dreimal häufiger vor als bei Männern, sagt die Statistik. Nun kommen österreichische Psychiater zum Schluss, dies liege bloss daran, dass Frauen eher als Männer Hilfe suchen. Bei Männern ist nämlich Selbstmord deutlich häufiger als Frauen. Auch neigen Männer eher als Frauen dazu, das Leiden durch Sucht- und riskantes Verhalten zu überspielen. [1842]
10. April 2008 – PubMed PMID: 18381057
Antidepressiva können Knochen schwächen
Medikamente vom Prozac-Typ (SSRI) gegen Depression fördern den Knochenschwund bei älteren Frauen und Männern. Zu diesem Schluss kommen Studien an den Universitäten von Minneapolis und Portland. Fazit: Diese Medikamente sollten nur bei schweren Depressionen verschrieben werden. [1649]
9. Juli 2007 – PubMed PMID: 17592096, 17592097
Depression zu 60 bis 70 Prozent umweltbedingt
Die Ursachen einer schweren Depression liegen bei Frauen im Durchschnitt zu 60 Prozent in der sozialen Umwelt, bei Männern sogar zu 70 Prozent. Der Rest gilt als erblich bedingt, unabhängig von der Umwelt. Diese Zahlen stützen sich auf die größte Studie an Zwillingen, die je durchgeführt worden ist. Sie umfasst über 15000 Zwillingspaare in Schweden. [1227]
26. Januar 2006 – Am J Psychiatry 2006;163:109
Depression: Soziales Netz schützt Frauen besser
Frauen neigen mehr als Männer zu Depression, und sie pflegen in der Regel mehr nahe persönliche Beziehungen als Männer. Beides hängt offenbar zusammen. Denn ein Mangel an Intimität und ein Zuviel an Einsamkeit schlägt Frauen viel stärker auf das Gemüt als Männern. Das zeigt eine Studie an über tausend Zwillingspaaren. [990]
1. März 2005 – Am J Psychiatry 2005;162:250
Diabetes vom Typ 2 kann vor Depression schützen. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Frauen in England. Dieser positiven Wirkung stehen aber so schwere, lebensbedrohende Schäden gegenüber, dass man nicht darauf verzichten sollte, die Krankheit zu behandeln. [669]
16. Dezember 2003 – British Medical Journal 2003;327:1383
Krebs: Weniger Stress dank Internet
Frauen mit Brustkrebs, die per Internet Kontakt mit Leidensgenossinnen aufnehmen, sind weniger gestresst und leiden weniger an Depressionen. [398]
25. Februar 2003 – Respiratory + Critical Care 2003;167:538
Frauen, die männlichen Samen mit der Vagina aufnehmen, leiden seltener an Depressionen. Hormone, die die Stimmung aufhellen, sollen die Ursache sein. Allerdings dürfte eine ungewollte Schwangerschaft, eine Ansteckung mit Aids oder anderen Geschlechtskrankheiten diesen Effekt mehr als zunichte machen. [178]
1. Juli 2002 – Lancet 2002;359:2251
Hormone helfen Frauen nur bei Wallungen
Frauen nach den Wechseljahren reagieren verschieden: Bei Wallungen helfen Hormone gegen Depressionen, aber ohne Wallungen können sie das allgemeine Wohlbefinden sogar beeinträchtigen! [41]
14. Februar 2002 – JAMA 2002;287:591
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