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Gesundheitstelegramm | Demenz

Stress macht anfälliger für Demenz
17. August 2010 - Frauen, die nach eigenen Angaben über Jahre hinweg immer wieder gestresst waren, haben ein deutlich höheres Risiko für Demenz als andere. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Göteborg. Mehrere Jahrzehnte lang sind sie insgesamt dreimal ausführlich befragt worden: Bei jenen, die einmal über Stress berichtet hatten, war das Demenzrisiko um 10 Prozent erhöht, bei zwei Stressberichten um 73 und bei drei um 151 Prozent, verglichen mit nie gestressten Frauen. Trotzdem sei Angst vor Stress nicht angebracht, wiegeln die Forscher ab: Die meisten gestressten Frauen bleiben gesund.  [2690]
Quelle: Scienceticker  
 
Jede dritte Demenz könnte vermeidbar sein
10. August 2010 - Etwa ein Drittel aller Fälle von Demenz beruht auf Faktoren, die sich durch die Lebensweise positiv beeinflussen lassen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an der Universität von Montpellier in Südfrankreich. Laut dieser Studie ist ein niedriger Bildungsstand für 10 Prozent aller Fälle von Demenz verantwortlich. Depressionen (10 Prozent), Ernährung (6,5 Prozent) und Diabetes (4,9 Prozent) sind weitere vermeidbare Ursachen. Trotzdem lassen sich zwei Drittel der schädlichen Faktoren nicht beeinflussen. Einer der wichtigsten davon ist das Alzheimer-Gen (Apo-E) mit 7,1 Prozent.  [2685]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Bildung hilft gegen Alzheimer
28. Juli 2010 - Jedes zusätzliche Jahr Ausbildung nach der Schulpflicht verringert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken, im Durchschnitt um elf Prozent. Das haben britische und finnische Forscher berechnet, nachdem sie die Gehirne von über achthundert Personen untersucht hatten. Zwar kann Bildung die schädlichen Veränderungen der Nervenzellen nicht stoppen. Doch macht sie das Gehirn widerstandsfähiger dagegen.  [2675]
Quelle: Welt  
 
Depressionen fördern Demenz
07. Juli 2010 - Depressionen erhöhen das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz um 70 Prozent. Das zeigt eine Langzeitstudie an fast tausend Personen in den USA. Die Forscher vermuten direkte und indirekte Ursachen für diesen Zusammenhang: Einerseits kann Depression bestimmte Zellen im Hirn schwächen, andererseits fallen durch den Rückzug aus einem aktivem Sozialleben wichtige Anregungen weg.  [2660]
Quelle: Welt  
 
Junge Sportler werden schlaue Senioren
06. Juli 2010 - Menschen, die schon in der Kindheit sportlich aktiv gewesen sind, leiden wahrscheinlich im Alter weniger an Alzheimer oder an anderen Formen von Demenz. Besonders deutlich ist dieser Zusammenhang bei Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie an über neuntausend Personen. Doch auch wer den frühen Einstieg verpasst hat, für den ist es nie zu spät, mit Sport anzufangen. Dabei kommt es weniger auf die Intensität an als darauf, regelmässig aktiv zu sein.  [2659]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Dicker Bauch fördert Alzheimer
20. Mai 2010 - Menschen, die Fett in Form eines «Rettungsrings» in der Mitte des Körpers ansetzen, haben ein kleineres Hirnvolumen als solche mit einem gesunden Verhältnis zwischen Bauchumfang und Körpergrösse. Als ideal gilt ein Waist-to-Height Ratio (WHtR) von weniger als 0,5 bei jungen Menschen und weniger als 0,6 bei Menschen ab fünfzig. Ein kleineres Hirnvolumen bedeutet eine geringere Reserve gegen Abbau, wodurch das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz im Alter zunimmt.  [2603]
Quelle: Daily Mail  
 
Demenz: Dank Farben länger in eigener Wohnung
11. Mai 2010 - Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz finden sich in der eigenen Wohnung besser zurecht, wenn die Wände farbig gestrichen sind. Auch durchsichtige Türen sind von Vorteil, damit die Bewohner den Raum dahinter erkennen und sich so besser orientieren können. Solche Veränderungen sollte man möglichst bald nach der Diagnose anpacken, damit sie sich im Langzeitgedächtnis verankern können. Dieses funktioniert bei Alzheimer meist besser als das Kurzzeitgedächtnis. Ebenso wichtig ist es, die Betroffenen mit entscheiden zu lassen, raten Demenzfachleute der Uni Dresden.  [2586]
Quelle: Welt  
 
Olivenöl dämpft Entzündungen
20. April 2010 - Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus.  [2541]
Quelle: Telegraph  
 
Mit leichter Demenz noch fahrtüchtig
15. April 2010 - Drei Viertel der Menschen im Frühstadium einer Demenz würden die praktische Fahrprüfung noch bestehen. Zu diesem Schluss kommen Ärzte der amerikanischen Akademie für Neurologie. Sie raten davon ab, feste Vorgaben für ein Fahrverbot aufzustellen. Der richtige Zeitpunkt, mit dem Fahren aufzuhören, hänge von vielen Faktoren ab: Wichtige Hinweise seien etwa ein Rückgang der gefahrenen Kilometer, Unsicherheit bei Fahrten in der Nacht oder bei Regen, zunehmende Verstösse gegen Verkehrsregeln oder gar leichte Unfälle.  [2530]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Experten warnen vor Diabetes-Epidemie
12. April 2010 - Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung.  [2522]
Quelle: Welt  
 
Impfung gegen Alzheimer macht wieder Fortschritte
11. März 2010 - Nach Rückschlägen in den vergangenen Jahren haben Forscher an der Psychiatrischen Uniklinik Zürich drei verschiedene Antikörper für eine Impfung gegen Alzheimer entwickelt. Sie werden voraussichtlich schon bald für die Prüfung am Menschen zugelassen. Zehn weitere Impfstoffe aus anderen Labors werden zur Zeit schon an Patienten erprobt, viele weitere befinden sich in der Pipeline. Ein vielversprechender Ansatz der Zürcher Forscher besteht darin, in geistig rüstigen Senioren nach natürlichen Antikörpern gegen Alzheimer zu suchen, diese zu züchten und Patienten im Frühstadium der Demenz damit zu behandeln.  [2469]
Quelle: Spiegel  
 
Wer schief im Bett liegt, könnte dement sein
01. März 2010 - Patienten, die sich schräg oder nahe am Rand ins Bett legen, leiden öfter als andere an einer Demenz. Das zeigt eine Studie in Leipziger und Würzburger Kliniken. Diese Beobachtung soll sich als weitere Methode zur Früherkennung nutzen lassen, ähnlich etwa dem bekannten Uhrzeichentest. Grund für die Schieflage ist eine gestörte räumliche Wahrnehmung.  [2444]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Senioren, nehmt Gedächtnislücken ernst!
04. Februar 2010 - Wer über sechzig Jahre alt ist und öfter das Gefühl hat, sein Gedächtnis lasse ihn im Stich, sollte sich vorsehen. Denn das Risiko, messbar geistig abzubauen oder gar dement zu werden, steht bei über 50 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an 260 Personen, durchschnittlich 67 Jahre alt, in New York. Die üblichen Demenztests, zum Beispiel der Mini-Mental-Test, sprechen in dieser frühen Phase noch nicht an.  [2375]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Senken Blutdrucksenker auch Demenz?
15. Januar 2010 - Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten.  [2301]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Gen für langes Leben hält auch Geist fit
14. Januar 2010 - Ein Gen, das den Cholesterinspiegel im Blut steuert, kommt in einer Variante vor, deren Träger überdurchschnittlich alt werden. Sie leiden auch deutlich seltener als andere Menschen an Alzheimer und anderen Formen von Demenz. Diese zweite Wirkung des Gens ist an einer Studie mit über fünfhundert Senioren in den USA kürzlich entdeckt worden.  [2294]
Quelle: Spiegel  
 
Bewegung senkt Risiko für Demenz
13. Januar 2010 - Senioren, die sich regelmässig bewegen, können so ihr Risiko einer leichten Schwäche der geistigen Fähigkeiten um 30 bis 40 Prozent senken. Soweit das Zwischenergebnis einer zur Zeit laufenden Studie. Mit leichter Geistesschwäche steigt das Risiko einer schweren Demenz um das Fünf- bis Zehnfache einer geistig fitten Person. Am wirksamsten für die grauen Zellen ist offenbar mässige Intensität, zum Beispiel durch schnelles Gehen, Wandern, Aerobic, Krafttraining, Schwimmen, Tennis Doppel, Yoga, Kampfsport, Gewichtheben und Golf ohne Wagen.  [2289]
Quelle: Medpage Today  
 
Ginkgo schützt kaum vor Demenz
01. Januar 2010 - Mit Kapseln und Tabletten aus Ginkgo biloba machen einige Hersteller hohe Umsätze. Ginkgo soll unter anderem den geistigen Abbau bei Alzheimer und anderen Formen von Demenz bremsen. Doch diese Wirkung ist jetzt in einer Studie an über 3000 Personen in den USA nicht bestätigt worden: Ginkgo wirkt nicht besser als ein Scheinpräparat (Placebo). Ein Hersteller kritisiert die Studie mit dem Argument, dass die Geisteskraft der untersuchten Personen auch mit Placebo kaum abgenommen habe. Ginkgo nütze aber nur dann, wenn die Hirnleistung bereits angegriffen sei.  [2247]
Quelle: Spiegel  
 
Mehr Bauchmasse, weniger Hirnmasse
22. Dezember 2009 - Dicke Menschen haben im Alter vier bis acht Prozent weniger Hirnmasse als schlanke, sagt eine Studie der Universität von Pittsburgh, USA. Dieser Unterschied gibt den dicken Senioren eine weniger grosse Reserve gegen den drohenden Abbau durch Demenz, vermuten die Forscher.  [2228]
Quelle: Express  
 
Starke Knochen, starkes Hirn
14. August 2009 - Menschen mit starken Knochen haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, und ihre geistigen Leistungen sind besser als bei jenen, die an Osteoporose leiden. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich zwischen je siebzig Menschen mit Alzheimer und solchen ohne Demenz in einer amerikanischen Studie. Man vermutet, dass ein Abbau des Hirns auf eine noch nicht bekannte Art auch zum Abbau von Knochenmasse führt.  [2121]
Quelle: PubMed  PMID: 19661621
 
Wirkt Vitamin D auch gegen Demenz?
18. Juni 2009 - In den letzten Jahren sind immer mehr günstige Wirkungen von Vitamin D entdeckt worden. Es stärkt unter anderem die Knochen, wirkt gegen zahlreiche Arten von Krebs und gegen Entzündungen, unter anderem auch im Bereich von Herz und Kreislauf. Neuerdings gibt es Hinweise, dass Vitamin D auch das Nervensystem vor Schäden schützt und somit Alzheimer und anderen Formen von Demenz entgegenwirkt. Forscher wollen dies jetzt durch Studien nachweisen.  [2112]
Quelle: PubMed  PMID: 19494440
 
Zehn Risikofaktoren für Demenz
05. Juni 2009 - Doppelt bis vierfach zählen ein schwaches Abschneiden im Gedächtnis- und Intelligenztest und Magerkeit mit einem Body Mass Index von weniger als 19. Einfach bis doppelt zählt ein hohes Alter. Einfach zählen die folgenden sieben Faktoren: Eine ungünstige Variante des Apo-E-Gens (Alzheimer-Risikofaktor), Rückbildung der weissen Hirnmasse (erkennbar im Scanner), erweiterte Hohlräume im Hirn, Verkalkung der Halsschlagader, eine durchgemachte Bypass-Operation, schwache körperliche Fitness und Alkoholabstinenz. Letzteres könnte daran liegen, dass körperlich eingeschränkte Menschen oft keinen Alkohol mehr trinken. Laut einer kalifornischen Statistik können Senioren mit keinen oder nur wenigen Risikofaktoren zu 96 Prozent sicher sein, geistig fit zu bleiben.  [2105]
Quelle: PubMed  PMID: 19439724
 
Stoff aus Fettzellen wirkt gegen Alzheimer
07. Mai 2009 - Wer sich im Alter Sorgen um zuviele Fettpolster macht, könnte sich vielleicht irren: Leptin, ein Stoff, den die Fettzellen bilden, hat sich als wirksam gegen Alzheimer erwiesen. Allerdings nicht beim Menschen, sondern bei besonders gezüchteten, für Demenz anfälligen Mäusen. Ins gleiche Bild passt die Beobachtung, dass viele Alzheimer-Patienten stark abgenommen haben, bevor die ersten Symptome aufgetreten sind. In ihrem Blut findet sich dann nur noch sehr wenig Leptin.  [2091]
Quelle: PubMed  PMID: 19387109
 
Handbewegung schauen hilft gegen Demenz
03. April 2009 - Soziale Kontakte gelten als ein wichtiger Faktor, der bis zu einem gewissen Grad vor Demenz schützen und deren Fortschreiten bremsen kann. Sie aktivieren das Hirn auf vielfältige Weise. Ein überraschendes Detail hat man nun in Holland entdeckt: Menschen mit Alzheimer, die eine halbe Stunde pro Tag anderen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Hände bewegen, können sich Gesichter von Menschen besser merken als Patienten, die eine halbe Stunde pro Tag Naturfilme anschauen. Man vermutet, dass das Anschauen von Handbewegungen bestimmte Nervenzellen aktiviert, so genannte Spiegelneurone. Diese befinden sich in Regionen des Hirns, die von Alzheimer besonders stark betroffen sind.  [2076]
Quelle: PubMed  PMID: 19321984
 
Dicke Senioren geistig fitter
16. März 2009 - Zwischen dem Fett am Bauch und der Leistung des Hirns im Alter gibt es einen Zusammenhang, der sich im Lauf der Zeit sehr stark ändert. Wer nämlich im Alter von 65 und mehr Jahren dick ist, hat ein kleineres Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz als eine schlanke oder gar magere Person. Ganz anders sieht es im mittleren Alter um die 50 Jahre aus: Hier signalisiert zu viel Fett ein erhöhtes Risiko, im hohen Alter dement zu werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Senioren in den USA.  [2062]
Quelle: PubMed  PMID: 19273752
 
Licht und Bewegung bessere Schlafmittel im Alter
11. März 2009 - Von älteren Menschen mit leichter Demenz, die noch nicht in einem Heim betreut werden müssen, leidet etwa ein Drittel an Schlafstörungen. Viele nehmen deshalb Schlafmittel, doch deren Wirksamkeit ist umstritten. Ihr grosser Nachteil sind die Nebenwirkungen, die auch Demenz fördern können. Bessere Alternativen sind deshalb Lichttherapie, Bewegung und eine gute Schlafhygiene, zum Beispiel Einschlafrituale und Entspannungstechniken. Diese Empfehlung von Psychiatern aus Houston, Texax, dürfte auch für geistig noch rüstige Menschen ratsam sein.  [2059]
Quelle: PubMed  PMID: 19256583
 
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