
News zu Demenz
Neues Medikament gegen Alzheimer-Plaques
Ein Antikörper-Medikament aus einem Forschungslabor von Roche in Basel greift die für Alzheimer typischen Eiweiss-Plaques im Gehirn an und löst sie zum Teil auf. Ob sich damit auch die Demenz bessert, bleibt aber fraglich. Denn die Plaques sind vielleicht gar nicht die Ursache der Krankheit, sondern nur eine Begleiterscheinung. [2961]
17. Oktober 2011 – Ärztezeitung
Mehr Demenz bei Mangel an Vitamin B12
Senioren mit einem Mangel an Vitamin B12 im Nervensystem erkranken in den folgenden Jahren eher an Demenz als ihre Altersgenossen mit genug Vitamin. Das zeigt eine Studie mit über hundert Personen in den USA. Gute Quellen für B12 sind Innereien, Fisch und Fleisch. Unklar bleibt aber, ob mehr Konsum vor Demenz schützt, denn auch bei normalem B12-Spiegel im Blut können Nervenzellen Mangel leiden. [2949]
29. September 2011 – Focus
Mittagsschlaf macht fit und gesund
Zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde Kurzschlaf (Powernapping) über Mittag kann das Risiko vorzeitigen Herztodes um ein Drittel senken. Die Leistungskraft am Arbeitsplatz nimmt zu, und im Alter sink das Risiko für Demenz. Zu diesem Schluss kommen Studien bei über zwanzigtausend Personen. [2909]
19. Juli 2011 – Ärztezeitung
Demenzkranke erhalten zu viele Beruhigungsmittel
Jede dritte Person mit Demenz erhält starke Beruhigungsmittel (Neuroleptika) verschrieben, obwohl solche Mittel schneller zum Tod führen. Das sagt der Pharma-Kritiker Gerd Glaeske, Professor der Universität Bremen. [2888]
16. Juni 2011 – Ärztezeitung
Frauen: Besseres Gedächtnis mit Testosteron
Ältere Frauen leisten im Gedächtnistest mehr, wenn sie mit einem Testosteron-Spray auf der Haut behandelt worden sind. Das zeigt ein Versuch mit 39 Frauen in Melbourne. Der Spray erhöht den Hormonspiegel auf Werte, die für junge Frauen typisch sind. An Demenz leiden mehr Frauen als Männer, wobei Testosteron den Unterschied ausmachen könnte. Bei Frauen ist der Testosteronspiegel etwa zehn- bis zwanzigmal niedriger als bei Männern. [2883]
8. Juni 2011 – UPI Health News
Täglich ein Glas Wein gegen Demenz
Frauen, die täglich ein Glas Wein trinken, haben ein um ein Viertel geringeres Risiko, dement zu werden. Bei Männern reduziert sich dieses Risiko um 17 Prozent. Bier und Schnaps haben keine solche Wirkung. Besonders selten leiden mässige Weintrinker an vaskulärer Demenz, also jener Form, bei der das Gehirn zu wenig Blut bekommt. Das hat eine Studie an über dreissigtausend Angestellten eines amerikanischen Konzerns ergeben. [2856]
29. April 2011 – Ärztezeitung
Demenz: Unruhe und Wut können Schmerz bedeuten
Wenn Demenzkranke sich gegen Pflege sträuben oder durch unruhiges Verhalten auffallen, sind oft Schmerzen der Grund. Das sagt der deutsche Schmerzexperte Norbert Griessinger: Durch Demenz leide auch die Fähigkeit, Schmerzen durch Worte äussern zu können. Verdächtige Zeichen von Schmerz sind deutlich hörbarer Atem, Stöhnen, Grimassen, ängstlicher Gesichtsausdruck, starre Haltung, geballte Fäuste und das Ablehnen von körperlicher Nähe. [2848]
19. April 2011 – Ärztezeitung
Gedächtnistraining bremst Alzheimer
In einem frühen Stadium von Alzheimer kann Gedächtnistraining oder Gehirnjogging neue, bisher ungenutzte graue Zellen aktivieren. So kann sich das Gedächtnis um ein Drittel verbessern. Dies kann das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen, wenn auch nicht ganz stoppen. Während gesunde Personen durch Gehirnjogging kaum besser werden, holen Personen mit leichter Demenz deutlich auf. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie mit dreissig Senioren. [2839]
1. April 2011 – Ärzteblatt
Demenz: Kranke leben zu Hause länger als im Heim
Im Pflegeheim ist die Sterblichkeit bei Demenzkranken etwa doppelt so hoch wie bei jenen, die zu Hause von Angehörigen gepflegt werden - bei vergleichbarem Alter und Krankheitsgrad. Das zeigt eine Studie bei über hundertsiebzig Patienten mit Alzheimer und vaskulärer Demenz in Deutschland. Als Ursachen für den Unterschied kommen mehr menschliche Kontakte und weniger Einsatz von Psychopharmaka in den eigenen vier Wänden in Frage. [2822]
7. März 2011 – Ärztezeitung
Sprachen lernen schützt gegen Demenz
Wer mehrere Sprachen kann und diese ein Leben lang anwendet, hat im Alter weniger Probleme mit Demenz. Das zeigt eine Studie an über zweihundert Personen in Luxemburg. Dort spricht man üblicherweise mindestens zwei Sprachen. Wer drei beherrscht, hat laut Studie ein dreimal geringeres Risiko für Demenz. Mit fünf und mehr Sprachen sinkt es gar auf ein Fünftel. [2815]
24. Februar 2011 – Ärztezeitung
Hörverlust als Warnzeichen für Demenz
Je stärker mit fortschreitendem Alter das Gehör nachlässt, desto eher nimmt auch das Risiko für die meisten Formen von Demenz zu - Alzheimer ausgenommen. Ein Hörverlust von zehn Dezibel lässt das Risiko um etwa ein Viertel ansteigen. Das zeigt eine Langzeitstudie an über siebenhundert Senioren in Baltimore, USA. [2809]
15. Februar 2011 – Medpage Today
Bewegung gut gegen zwei Dutzend Krankheiten
Regelmässige Bewegung senkt die Risiken der folgenden Krankheiten: Krebs des Dickdarms, der Prostata und zahlreicher anderer Organe; Herzinfarkt, Herzschwäche und Angina pectoris; Schlaganfall; Alzheimer und andere Formen von Demenz; Depression, Diabetes Typ 2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Osteoporose und Impotenz. Die Liste umfasst mehr als zwanzig verschiedene Krankheiten. Sie basiert auf einer Auswertung von vierzig Studien, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht worden sind. [2752]
17. November 2010 – AOL Health
Spaziergänge halten das Gehirn fit
Senioren, die pro Woche zehn bis fünfzehn Kilometer gehen, haben in wichtigen Regionen des Gehirns mehr graue Zellen als die Bewegungsmuffel unter ihren Altersgenossen. Das zeigt eine Studie der Universität von Pittsburgh, USA. Dadurch sind sie besser vor Alzheimer und anderen Formen von Demenz geschützt. [2738]
22. Oktober 2010 – BBC
Mit Vitaminpillen lässt sich Demenz bestimmt nicht heilen, aber vielleicht vorbeugen und verlangsamen. Vitamin B kann die Zellen des Gehirns gegen Abbau widerstandsfähiger machen. Dies zeigen Studien in England und Norwegen. Vitamine wirken allerdings nur solange die Krankheit in ihren Anfängen steckt. Vitamin B kommt natürlich in Reis, grünem Gemüse, Eiern, Fisch und Fleisch vor. Bei Vitaminpräparaten ist Vorsicht geboten, da zu hohe Vitamindosen andere Krankheiten fördern können, zum Beispiel Krebs. [2708]
10. September 2010 – Spiegel
Stress macht anfälliger für Demenz
Frauen, die nach eigenen Angaben über Jahre hinweg immer wieder gestresst waren, haben ein deutlich höheres Risiko für Demenz als andere. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Göteborg. Mehrere Jahrzehnte lang sind sie insgesamt dreimal ausführlich befragt worden: Bei jenen, die einmal über Stress berichtet hatten, war das Demenzrisiko um 10 Prozent erhöht, bei zwei Stressberichten um 73 und bei drei um 151 Prozent, verglichen mit nie gestressten Frauen. Trotzdem sei Angst vor Stress nicht angebracht, wiegeln die Forscher ab: Die meisten gestressten Frauen bleiben gesund. [2690]
17. August 2010 – Scienceticker
Jede dritte Demenz könnte vermeidbar sein
Etwa ein Drittel aller Fälle von Demenz beruht auf Faktoren, die sich durch die Lebensweise positiv beeinflussen lassen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an der Universität von Montpellier in Südfrankreich. Laut dieser Studie ist ein niedriger Bildungsstand für 10 Prozent aller Fälle von Demenz verantwortlich. Depressionen (10 Prozent), Ernährung (6,5 Prozent) und Diabetes (4,9 Prozent) sind weitere vermeidbare Ursachen. Trotzdem lassen sich zwei Drittel der schädlichen Faktoren nicht beeinflussen. Einer der wichtigsten davon ist das Alzheimer-Gen (Apo-E) mit 7,1 Prozent. [2685]
10. August 2010 – Ärzteblatt
Jedes zusätzliche Jahr Ausbildung nach der Schulpflicht verringert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken, im Durchschnitt um elf Prozent. Das haben britische und finnische Forscher berechnet, nachdem sie die Gehirne von über achthundert Personen untersucht hatten. Zwar kann Bildung die schädlichen Veränderungen der Nervenzellen nicht stoppen. Doch macht sie das Gehirn widerstandsfähiger dagegen. [2675]
28. Juli 2010 – Welt
Depressionen erhöhen das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz um 70 Prozent. Das zeigt eine Langzeitstudie an fast tausend Personen in den USA. Die Forscher vermuten direkte und indirekte Ursachen für diesen Zusammenhang: Einerseits kann Depression bestimmte Zellen im Hirn schwächen, andererseits fallen durch den Rückzug aus einem aktivem Sozialleben wichtige Anregungen weg. [2660]
7. Juli 2010 – Welt
Junge Sportler werden schlaue Senioren
Menschen, die schon in der Kindheit sportlich aktiv gewesen sind, leiden wahrscheinlich im Alter weniger an Alzheimer oder an anderen Formen von Demenz. Besonders deutlich ist dieser Zusammenhang bei Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie an über neuntausend Personen. Doch auch wer den frühen Einstieg verpasst hat, für den ist es nie zu spät, mit Sport anzufangen. Dabei kommt es weniger auf die Intensität an als darauf, regelmässig aktiv zu sein. [2659]
6. Juli 2010 – Ärzteblatt
Dicker Bauch fördert Alzheimer
Menschen, die Fett in Form eines «Rettungsrings» in der Mitte des Körpers ansetzen, haben ein kleineres Hirnvolumen als solche mit einem gesunden Verhältnis zwischen Bauchumfang und Körpergrösse. Als ideal gilt ein Waist-to-Height Ratio (WHtR) von weniger als 0,5 bei jungen Menschen und weniger als 0,6 bei Menschen ab fünfzig. Ein kleineres Hirnvolumen bedeutet eine geringere Reserve gegen Abbau, wodurch das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz im Alter zunimmt. [2603]
20. Mai 2010 – Daily Mail
Demenz: Dank Farben länger in eigener Wohnung
Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz finden sich in der eigenen Wohnung besser zurecht, wenn die Wände farbig gestrichen sind. Auch durchsichtige Türen sind von Vorteil, damit die Bewohner den Raum dahinter erkennen und sich so besser orientieren können. Solche Veränderungen sollte man möglichst bald nach der Diagnose anpacken, damit sie sich im Langzeitgedächtnis verankern können. Dieses funktioniert bei Alzheimer meist besser als das Kurzzeitgedächtnis. Ebenso wichtig ist es, die Betroffenen mit entscheiden zu lassen, raten Demenzfachleute der Uni Dresden. [2586]
11. Mai 2010 – Welt
Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus. [2541]
20. April 2010 – Telegraph
Mit leichter Demenz noch fahrtüchtig
Drei Viertel der Menschen im Frühstadium einer Demenz würden die praktische Fahrprüfung noch bestehen. Zu diesem Schluss kommen Ärzte der amerikanischen Akademie für Neurologie. Sie raten davon ab, feste Vorgaben für ein Fahrverbot aufzustellen. Der richtige Zeitpunkt, mit dem Fahren aufzuhören, hänge von vielen Faktoren ab: Wichtige Hinweise seien etwa ein Rückgang der gefahrenen Kilometer, Unsicherheit bei Fahrten in der Nacht oder bei Regen, zunehmende Verstösse gegen Verkehrsregeln oder gar leichte Unfälle. [2530]
15. April 2010 – Ärzteblatt
Experten warnen vor Diabetes-Epidemie
Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung. [2522]
12. April 2010 – Welt
Impfung gegen Alzheimer macht wieder Fortschritte
Nach Rückschlägen in den vergangenen Jahren haben Forscher an der Psychiatrischen Uniklinik Zürich drei verschiedene Antikörper für eine Impfung gegen Alzheimer entwickelt. Sie werden voraussichtlich schon bald für die Prüfung am Menschen zugelassen. Zehn weitere Impfstoffe aus anderen Labors werden zur Zeit schon an Patienten erprobt, viele weitere befinden sich in der Pipeline. Ein vielversprechender Ansatz der Zürcher Forscher besteht darin, in geistig rüstigen Senioren nach natürlichen Antikörpern gegen Alzheimer zu suchen, diese zu züchten und Patienten im Frühstadium der Demenz damit zu behandeln. [2469]
11. März 2010 – Spiegel
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