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Gesundheitstelegramm | Demenz

Wer schief im Bett liegt, könnte dement sein
01. März 2010 - Patienten, die sich schräg oder nahe am Rand ins Bett legen, leiden öfter als andere an einer Demenz. Das zeigt eine Studie in Leipziger und Würzburger Kliniken. Diese Beobachtung soll sich als weitere Methode zur Früherkennung nutzen lassen, ähnlich etwa dem bekannten Uhrzeichentest. Grund für die Schieflage ist eine gestörte räumliche Wahrnehmung.  [2444]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Senioren, nehmt Gedächtnislücken ernst!
04. Februar 2010 - Wer über sechzig Jahre alt ist und öfter das Gefühl hat, sein Gedächtnis lasse ihn im Stich, sollte sich vorsehen. Denn das Risiko, messbar geistig abzubauen oder gar dement zu werden, steht bei über 50 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an 260 Personen, durchschnittlich 67 Jahre alt, in New York. Die üblichen Demenztests, zum Beispiel der Mini-Mental-Test, sprechen in dieser frühen Phase noch nicht an.  [2375]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Senken Blutdrucksenker auch Demenz?
15. Januar 2010 - Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten.  [2301]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Gen für langes Leben hält auch Geist fit
14. Januar 2010 - Ein Gen, das den Cholesterinspiegel im Blut steuert, kommt in einer Variante vor, deren Träger überdurchschnittlich alt werden. Sie leiden auch deutlich seltener als andere Menschen an Alzheimer und anderen Formen von Demenz. Diese zweite Wirkung des Gens ist an einer Studie mit über fünfhundert Senioren in den USA kürzlich entdeckt worden.  [2294]
Quelle: Spiegel  
 
Bewegung senkt Risiko für Demenz
13. Januar 2010 - Senioren, die sich regelmässig bewegen, können so ihr Risiko einer leichten Schwäche der geistigen Fähigkeiten um 30 bis 40 Prozent senken. Soweit das Zwischenergebnis einer zur Zeit laufenden Studie. Mit leichter Geistesschwäche steigt das Risiko einer schweren Demenz um das Fünf- bis Zehnfache einer geistig fitten Person. Am wirksamsten für die grauen Zellen ist offenbar mässige Intensität, zum Beispiel durch schnelles Gehen, Wandern, Aerobic, Krafttraining, Schwimmen, Tennis Doppel, Yoga, Kampfsport, Gewichtheben und Golf ohne Wagen.  [2289]
Quelle: Medpage Today  
 
Ginkgo schützt kaum vor Demenz
01. Januar 2010 - Mit Kapseln und Tabletten aus Ginkgo biloba machen einige Hersteller hohe Umsätze. Ginkgo soll unter anderem den geistigen Abbau bei Alzheimer und anderen Formen von Demenz bremsen. Doch diese Wirkung ist jetzt in einer Studie an über 3000 Personen in den USA nicht bestätigt worden: Ginkgo wirkt nicht besser als ein Scheinpräparat (Placebo). Ein Hersteller kritisiert die Studie mit dem Argument, dass die Geisteskraft der untersuchten Personen auch mit Placebo kaum abgenommen habe. Ginkgo nütze aber nur dann, wenn die Hirnleistung bereits angegriffen sei.  [2247]
Quelle: Spiegel  
 
Mehr Bauchmasse, weniger Hirnmasse
22. Dezember 2009 - Dicke Menschen haben im Alter vier bis acht Prozent weniger Hirnmasse als schlanke, sagt eine Studie der Universität von Pittsburgh, USA. Dieser Unterschied gibt den dicken Senioren eine weniger grosse Reserve gegen den drohenden Abbau durch Demenz, vermuten die Forscher.  [2228]
Quelle: Express  
 
Starke Knochen, starkes Hirn
14. August 2009 - Menschen mit starken Knochen haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, und ihre geistigen Leistungen sind besser als bei jenen, die an Osteoporose leiden. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich zwischen je siebzig Menschen mit Alzheimer und solchen ohne Demenz in einer amerikanischen Studie. Man vermutet, dass ein Abbau des Hirns auf eine noch nicht bekannte Art auch zum Abbau von Knochenmasse führt.  [2121]
Quelle: PubMed  PMID: 19661621
 
Wirkt Vitamin D auch gegen Demenz?
18. Juni 2009 - In den letzten Jahren sind immer mehr günstige Wirkungen von Vitamin D entdeckt worden. Es stärkt unter anderem die Knochen, wirkt gegen zahlreiche Arten von Krebs und gegen Entzündungen, unter anderem auch im Bereich von Herz und Kreislauf. Neuerdings gibt es Hinweise, dass Vitamin D auch das Nervensystem vor Schäden schützt und somit Alzheimer und anderen Formen von Demenz entgegenwirkt. Forscher wollen dies jetzt durch Studien nachweisen.  [2112]
Quelle: PubMed  PMID: 19494440
 
Zehn Risikofaktoren für Demenz
05. Juni 2009 - Doppelt bis vierfach zählen ein schwaches Abschneiden im Gedächtnis- und Intelligenztest und Magerkeit mit einem Body Mass Index von weniger als 19. Einfach bis doppelt zählt ein hohes Alter. Einfach zählen die folgenden sieben Faktoren: Eine ungünstige Variante des Apo-E-Gens (Alzheimer-Risikofaktor), Rückbildung der weissen Hirnmasse (erkennbar im Scanner), erweiterte Hohlräume im Hirn, Verkalkung der Halsschlagader, eine durchgemachte Bypass-Operation, schwache körperliche Fitness und Alkoholabstinenz. Letzteres könnte daran liegen, dass körperlich eingeschränkte Menschen oft keinen Alkohol mehr trinken. Laut einer kalifornischen Statistik können Senioren mit keinen oder nur wenigen Risikofaktoren zu 96 Prozent sicher sein, geistig fit zu bleiben.  [2105]
Quelle: PubMed  PMID: 19439724
 
Stoff aus Fettzellen wirkt gegen Alzheimer
07. Mai 2009 - Wer sich im Alter Sorgen um zuviele Fettpolster macht, könnte sich vielleicht irren: Leptin, ein Stoff, den die Fettzellen bilden, hat sich als wirksam gegen Alzheimer erwiesen. Allerdings nicht beim Menschen, sondern bei besonders gezüchteten, für Demenz anfälligen Mäusen. Ins gleiche Bild passt die Beobachtung, dass viele Alzheimer-Patienten stark abgenommen haben, bevor die ersten Symptome aufgetreten sind. In ihrem Blut findet sich dann nur noch sehr wenig Leptin.  [2091]
Quelle: PubMed  PMID: 19387109
 
Handbewegung schauen hilft gegen Demenz
03. April 2009 - Soziale Kontakte gelten als ein wichtiger Faktor, der bis zu einem gewissen Grad vor Demenz schützen und deren Fortschreiten bremsen kann. Sie aktivieren das Hirn auf vielfältige Weise. Ein überraschendes Detail hat man nun in Holland entdeckt: Menschen mit Alzheimer, die eine halbe Stunde pro Tag anderen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Hände bewegen, können sich Gesichter von Menschen besser merken als Patienten, die eine halbe Stunde pro Tag Naturfilme anschauen. Man vermutet, dass das Anschauen von Handbewegungen bestimmte Nervenzellen aktiviert, so genannte Spiegelneurone. Diese befinden sich in Regionen des Hirns, die von Alzheimer besonders stark betroffen sind.  [2076]
Quelle: PubMed  PMID: 19321984
 
Dicke Senioren geistig fitter
16. März 2009 - Zwischen dem Fett am Bauch und der Leistung des Hirns im Alter gibt es einen Zusammenhang, der sich im Lauf der Zeit sehr stark ändert. Wer nämlich im Alter von 65 und mehr Jahren dick ist, hat ein kleineres Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz als eine schlanke oder gar magere Person. Ganz anders sieht es im mittleren Alter um die 50 Jahre aus: Hier signalisiert zu viel Fett ein erhöhtes Risiko, im hohen Alter dement zu werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Senioren in den USA.  [2062]
Quelle: PubMed  PMID: 19273752
 
Licht und Bewegung bessere Schlafmittel im Alter
11. März 2009 - Von älteren Menschen mit leichter Demenz, die noch nicht in einem Heim betreut werden müssen, leidet etwa ein Drittel an Schlafstörungen. Viele nehmen deshalb Schlafmittel, doch deren Wirksamkeit ist umstritten. Ihr grosser Nachteil sind die Nebenwirkungen, die auch Demenz fördern können. Bessere Alternativen sind deshalb Lichttherapie, Bewegung und eine gute Schlafhygiene, zum Beispiel Einschlafrituale und Entspannungstechniken. Diese Empfehlung von Psychiatern aus Houston, Texax, dürfte auch für geistig noch rüstige Menschen ratsam sein.  [2059]
Quelle: PubMed  PMID: 19256583
 
Auch zu tiefes Cholesterin kann schaden
10. März 2009 - Zu hohe Werte von Cholesterin im Blut gelten als Risiko für Herz und Kreislauf. Doch zu tiefe Werte steigern auf der anderen Seite das Risiko für Selbstmord, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depression und Demenz. Dies ist in zahlreichen Studien bestätigt worden. Es lässt sich dadurch erklären, dass Cholesterin ein wichtiger Stoff für das Hirn ist. Um etwas Gutes für das Herz zu tun, ist viel Bewegung wahrscheinlich wichtiger als den Cholesterinspiegel zu senken.  [2058]
Quelle: PubMed  PMID: 19263395
 
Psychopharmaka fördern Demenz
05. März 2009 - Schlaf- und Beruhigungsmittel, Medikamente gegen Depression und Psychosen schwächen die geistigen Leistungen bei älteren Menschen, insbesondere die Aufmerksamkeit, das Planen, Setzen von Zielen, die Beurteilung des eigenen Handelns und die Fähigkeit, dieses auf intelligente Weise zu steuern. Sie fördern damit die Neigung zu Demenz. Zu diesem Schluss kommen Tests an über zweihundert Betagten mit Demenz in Holland: Je höher der Konsum an Psychopharmaka, desto schlechter die Leistung in den Intelligenztests. Am wahrscheinlichsten ist die Erklärung, dass die Mittel Demenz fördern. Es könnte aber auch sein, dass dementen Personen mehr Mittel verschrieben werden. Um dies zu klären, sind weitere Studien nötig.  [2055]
Quelle: PubMed  PMID: 19243660
 
Schadet Milch der Gesundheit?
02. März 2009 - Die meisten Experten für Ernährung empfehlen Milch und Michprodukte, weil sie wertvolle Bestandteile enthalten, zum Beispiel Kalzium für die Knochen und Eiweiss für den Aufbau der Muskeln. Doch nun schlägt ein Fachmann aus Osnabrück Alarm. Nach seiner Theorie fördert Milch zahlreiche Zivilisationskrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes, Krebs, Übergewicht und sogar Demenz. Schuld daran sei ein schlechter Einfluss der Milch auf die Regulierung des Insulins und des Wachstums. Vor allem Schwangere sollten Milch meiden, da die entscheidenden Weichen für den Stoffwechsel schon beim Fetus gestellt werden. Da sich in der Milchfrage die Experten offenbar uneins sind, gilt wohl weiterhin die alte Regel der Ernährung: Möglichst vielseitig, und nichts im Übermass konsumieren, auch Milch nicht.  [2052]
Quelle: PubMed  PMID: 19232475
 
Passivrauchen fördert Demenz
25. Februar 2009 - Personen, die selber nicht rauchen, aber oft dem Rauch anderer ausgesetzt sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Personen im Alter von über fünfzig Jahren in England. Bei allen Personen ist die Belastung durch das Passivrauchen durch Messung des Kotinins im Blut nachgewiesen worden. Kotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins.  [2049]
Quelle: PubMed  PMID: 19213767
 
Emotionales Gedächtnis bleibt am längsten erhalten
06. Februar 2009 - Bei Personen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden, ist es wichtig, über Dinge zu reden, die mit Gefühlen verbunden sind. Denn bei solchen ist das Gedächtnis noch besser erhalten als bei Dingen, die nur sachlich von Belang sind. Dies zeigt ein Test in Holland, bei dem Personen sich an sachlich neutrale und an gefühlsbetonte Wörter erinnern mussten. Sowohl Gesunde als auch leicht demente und Personen mit Alzheimer konnten sich an die gefühlsbetonten Wörter deutlich besser erinnern als an die neutralen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Wörter mit positiven oder negativen Gefühlen verbunden sind.  [2036]
Quelle: PubMed  PMID: 19171949
 
Alkohol und Demenz: Auf die Dosis kommt es an
29. Januar 2009 - Wie schnell bei älteren Menschen leichte Gedächtnisschwächen zu einer richtigen Demenz werden, hängt unter anderem auch von Alkoholkonsum ab. Am längsten leistet das Hirn gegen den Abbau bei jenen Menschen Widerstand, die nur wenig bis mässig Alkohol trinken. Etwas schneller entwickelt sich Demenz bei Abstinenten, und am schnellsten bei starken Trinkern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über hundert Patienten in China. Eine ähnliche J-förmige Kurve findet man auch beim Zusammenhang zwischen Alkohol und den Krankheiten von Herz und Kreislauf.  [2030]
Quelle: PubMed  PMID: 19154211
 
Vitamin B 12 für gesundes Hirn im Alter
14. Januar 2009 - Um sein Hirn im Alter fit zu halten und Demenz möglichst gut vorzubeugen, lohnt es sich, mehr als nur die minimal empfohlene Menge an Vitamin B 12 zu sich zu nehmen. Gute Quellen für Vitamin B 12 (Cobalamin) sind Milch, Milchprodukte und Fleisch.  [2019]
Quelle: PubMed  PMID: 19116332
 
Gewicht beeinflusst Risiko für Alzheimer je nach Alter
19. Dezember 2008 - Wer im mittleren Alter zu stark zunimmt, hat ein erhöhtes Risiko für Alzheimer im hohen Alter. Wer dagegen im hohen Alter abnimmt, hat auch ein erhöhtes Risiko. Die Demenz tritt zum Teil erst viele Jahre oder gar Jahrzehnte nach dem Gewichtsverlust auf.  [2007]
Quelle: PubMed  PMID: 19061195
 
Demente äussern weniger Schmerz
11. Dezember 2008 - Personen, die an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz leiden, äussern deutlich seltener Schmerz als Personen mit intakten geistigen Fähigkeiten. In ihrem Verhalten ist dagegen kein solcher Unterschied festzustellen: Die typischen, Schmerz anzeigenden Bewegungen und Reflexe sind bei dementen und nicht dementen Personen in gleichem Masse vorhanden. Eine genaue Beobachtung ist deshalb wichtig.  [2001]
Quelle: PubMed  PMID: 19054191
 
Das zweitausendste Gesundheitstelegramm
10. Dezember 2008 - In den letzten sieben Jahren sind an dieser Stelle 2000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Die häufigsten Themen sind Ernährung, Bewegung und Fitness, Herz und Kreislauf, Risikofaktoren wie Rauchen und Passivrauchen, Alzheimer und andere Formen der Demenz, das psychische Wohlbefinden und ein gesundes Alter. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind.  [2000]
Quelle: PubMed  
 
Herzschwäche verdoppelt Risiko für Demenz
23. Oktober 2008 - Menschen, die an Herzinsuffizienz, das heisst an einem schwachen Herzen leiden, sind mit einem rund doppelt so hohen Risiko von Defiziten in ihren geistigen Leistungen betroffen wie der Durchschnitt der Bevölkerung. Dabei droht auch die Gefahr, dass die Patienten ihre Medikamente nicht oder falsch einnehmen, so dass sich die Krankheit weiter verschlimmert.  [1966]
Quelle: PubMed  PMID: 18683451
 
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