
News zu Demenz Risiko
Rauchen macht Gehirn zehn Jahre älter
Rauchen drosselt die Blutzufuhr ins Gehirn: Hirnzellen sterben ab, und das Risiko für Demenz nimmt zu. Das Gehirn altert schneller. Die abbauende Wirkung regelmässigen Rauchens auf Gedächtnis und Intelligenz entspricht etwa zehn Lebensjahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über zehntausend britischen Personen. [3040]
8. Februar 2012 – Ärzteblatt
Mittagsschlaf macht fit und gesund
Zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde Kurzschlaf (Powernapping) über Mittag kann das Risiko vorzeitigen Herztodes um ein Drittel senken. Die Leistungskraft am Arbeitsplatz nimmt zu, und im Alter sink das Risiko für Demenz. Zu diesem Schluss kommen Studien bei über zwanzigtausend Personen. [2909]
19. Juli 2011 – Ärztezeitung
Täglich ein Glas Wein gegen Demenz
Frauen, die täglich ein Glas Wein trinken, haben ein um ein Viertel geringeres Risiko, dement zu werden. Bei Männern reduziert sich dieses Risiko um 17 Prozent. Bier und Schnaps haben keine solche Wirkung. Besonders selten leiden mässige Weintrinker an vaskulärer Demenz, also jener Form, bei der das Gehirn zu wenig Blut bekommt. Das hat eine Studie an über dreissigtausend Angestellten eines amerikanischen Konzerns ergeben. [2856]
29. April 2011 – Ärztezeitung
Sprachen lernen schützt gegen Demenz
Wer mehrere Sprachen kann und diese ein Leben lang anwendet, hat im Alter weniger Probleme mit Demenz. Das zeigt eine Studie an über zweihundert Personen in Luxemburg. Dort spricht man üblicherweise mindestens zwei Sprachen. Wer drei beherrscht, hat laut Studie ein dreimal geringeres Risiko für Demenz. Mit fünf und mehr Sprachen sinkt es gar auf ein Fünftel. [2815]
24. Februar 2011 – Ärztezeitung
Hörverlust als Warnzeichen für Demenz
Je stärker mit fortschreitendem Alter das Gehör nachlässt, desto eher nimmt auch das Risiko für die meisten Formen von Demenz zu - Alzheimer ausgenommen. Ein Hörverlust von zehn Dezibel lässt das Risiko um etwa ein Viertel ansteigen. Das zeigt eine Langzeitstudie an über siebenhundert Senioren in Baltimore, USA. [2809]
15. Februar 2011 – Medpage Today
Stress macht anfälliger für Demenz
Frauen, die nach eigenen Angaben über Jahre hinweg immer wieder gestresst waren, haben ein deutlich höheres Risiko für Demenz als andere. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Göteborg. Mehrere Jahrzehnte lang sind sie insgesamt dreimal ausführlich befragt worden: Bei jenen, die einmal über Stress berichtet hatten, war das Demenzrisiko um 10 Prozent erhöht, bei zwei Stressberichten um 73 und bei drei um 151 Prozent, verglichen mit nie gestressten Frauen. Trotzdem sei Angst vor Stress nicht angebracht, wiegeln die Forscher ab: Die meisten gestressten Frauen bleiben gesund. [2690]
17. August 2010 – Scienceticker
Jedes zusätzliche Jahr Ausbildung nach der Schulpflicht verringert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken, im Durchschnitt um elf Prozent. Das haben britische und finnische Forscher berechnet, nachdem sie die Gehirne von über achthundert Personen untersucht hatten. Zwar kann Bildung die schädlichen Veränderungen der Nervenzellen nicht stoppen. Doch macht sie das Gehirn widerstandsfähiger dagegen. [2675]
28. Juli 2010 – Welt
Depressionen erhöhen das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz um 70 Prozent. Das zeigt eine Langzeitstudie an fast tausend Personen in den USA. Die Forscher vermuten direkte und indirekte Ursachen für diesen Zusammenhang: Einerseits kann Depression bestimmte Zellen im Hirn schwächen, andererseits fallen durch den Rückzug aus einem aktivem Sozialleben wichtige Anregungen weg. [2660]
7. Juli 2010 – Welt
Dicker Bauch fördert Alzheimer
Menschen, die Fett in Form eines «Rettungsrings» in der Mitte des Körpers ansetzen, haben ein kleineres Hirnvolumen als solche mit einem gesunden Verhältnis zwischen Bauchumfang und Körpergrösse. Als ideal gilt ein Waist-to-Height Ratio (WHtR) von weniger als 0,5 bei jungen Menschen und weniger als 0,6 bei Menschen ab fünfzig. Ein kleineres Hirnvolumen bedeutet eine geringere Reserve gegen Abbau, wodurch das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz im Alter zunimmt. [2603]
20. Mai 2010 – Daily Mail
Experten warnen vor Diabetes-Epidemie
Am Weltkongress für Diabetes in Dresden warnen Spezialisten vor den Folgen dieser Krankheit, die sich immer mehr ausbreitet: 70 Prozent der Herzinfarkte gehen inzwischen auf das Konto von Diabetes; hinzu kommen weitere oft tödliche Folgen wie Depressionen, Demenz, Impotenz, Erblindung, Amputationen und Krebs. Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist der Bauchumfang. Die beste Vorbeugung ist viel Bewegung und eine ausgewogene, nicht zu fette Ernährung. [2522]
12. April 2010 – Welt
Senioren, nehmt Gedächtnislücken ernst!
Wer über sechzig Jahre alt ist und öfter das Gefühl hat, sein Gedächtnis lasse ihn im Stich, sollte sich vorsehen. Denn das Risiko, messbar geistig abzubauen oder gar dement zu werden, steht bei über 50 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an 260 Personen, durchschnittlich 67 Jahre alt, in New York. Die üblichen Demenztests, zum Beispiel der Mini-Mental-Test, sprechen in dieser frühen Phase noch nicht an. [2375]
4. Februar 2010 – Ärztezeitung
Senken Blutdrucksenker auch Demenz?
Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten. [2301]
15. Januar 2010 – Ärzteblatt
Bewegung senkt Risiko für Demenz
Senioren, die sich regelmässig bewegen, können so ihr Risiko einer leichten Schwäche der geistigen Fähigkeiten um 30 bis 40 Prozent senken. Soweit das Zwischenergebnis einer zur Zeit laufenden Studie. Mit leichter Geistesschwäche steigt das Risiko einer schweren Demenz um das Fünf- bis Zehnfache einer geistig fitten Person. Am wirksamsten für die grauen Zellen ist offenbar mässige Intensität, zum Beispiel durch schnelles Gehen, Wandern, Aerobic, Krafttraining, Schwimmen, Tennis Doppel, Yoga, Kampfsport, Gewichtheben und Golf ohne Wagen. [2289]
13. Januar 2010 – Medpage Today
Menschen mit starken Knochen haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, und ihre geistigen Leistungen sind besser als bei jenen, die an Osteoporose leiden. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich zwischen je siebzig Menschen mit Alzheimer und solchen ohne Demenz in einer amerikanischen Studie. Man vermutet, dass ein Abbau des Hirns auf eine noch nicht bekannte Art auch zum Abbau von Knochenmasse führt. [2121]
14. August 2009 – PubMed PMID: 19661621
Zehn Risikofaktoren für Demenz
Doppelt bis vierfach zählen ein schwaches Abschneiden im Gedächtnis- und Intelligenztest und Magerkeit mit einem Body Mass Index von weniger als 19. Einfach bis doppelt zählt ein hohes Alter. Einfach zählen die folgenden sieben Faktoren: Eine ungünstige Variante des Apo-E-Gens (Alzheimer-Risikofaktor), Rückbildung der weissen Hirnmasse (erkennbar im Scanner), erweiterte Hohlräume im Hirn, Verkalkung der Halsschlagader, eine durchgemachte Bypass-Operation, schwache körperliche Fitness und Alkoholabstinenz. Letzteres könnte daran liegen, dass körperlich eingeschränkte Menschen oft keinen Alkohol mehr trinken. Laut einer kalifornischen Statistik können Senioren mit keinen oder nur wenigen Risikofaktoren zu 96 Prozent sicher sein, geistig fit zu bleiben. [2105]
5. Juni 2009 – PubMed PMID: 19439724
Zwischen dem Fett am Bauch und der Leistung des Hirns im Alter gibt es einen Zusammenhang, der sich im Lauf der Zeit sehr stark ändert. Wer nämlich im Alter von 65 und mehr Jahren dick ist, hat ein kleineres Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz als eine schlanke oder gar magere Person. Ganz anders sieht es im mittleren Alter um die 50 Jahre aus: Hier signalisiert zu viel Fett ein erhöhtes Risiko, im hohen Alter dement zu werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Senioren in den USA. [2062]
16. März 2009 – PubMed PMID: 19273752
Auch zu tiefes Cholesterin kann schaden
Zu hohe Werte von Cholesterin im Blut gelten als Risiko für Herz und Kreislauf. Doch zu tiefe Werte steigern auf der anderen Seite das Risiko für Selbstmord, aggressives und gewalttätiges Verhalten, Persönlichkeitsstörungen, Depression und Demenz. Dies ist in zahlreichen Studien bestätigt worden. Es lässt sich dadurch erklären, dass Cholesterin ein wichtiger Stoff für das Hirn ist. Um etwas Gutes für das Herz zu tun, ist viel Bewegung wahrscheinlich wichtiger als den Cholesterinspiegel zu senken. [2058]
10. März 2009 – PubMed PMID: 19263395
Personen, die selber nicht rauchen, aber oft dem Rauch anderer ausgesetzt sind, haben ein deutlich erhöhtes Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Personen im Alter von über fünfzig Jahren in England. Bei allen Personen ist die Belastung durch das Passivrauchen durch Messung des Kotinins im Blut nachgewiesen worden. Kotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins. [2049]
25. Februar 2009 – PubMed PMID: 19213767
Gewicht beeinflusst Risiko für Alzheimer je nach Alter
Wer im mittleren Alter zu stark zunimmt, hat ein erhöhtes Risiko für Alzheimer im hohen Alter. Wer dagegen im hohen Alter abnimmt, hat auch ein erhöhtes Risiko. Die Demenz tritt zum Teil erst viele Jahre oder gar Jahrzehnte nach dem Gewichtsverlust auf. [2007]
19. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19061195
Das zweitausendste Gesundheitstelegramm
In den letzten sieben Jahren sind an dieser Stelle 2000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Die häufigsten Themen sind Ernährung, Bewegung und Fitness, Herz und Kreislauf, Risikofaktoren wie Rauchen und Passivrauchen, Alzheimer und andere Formen der Demenz, das psychische Wohlbefinden und ein gesundes Alter. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. [2000]
10. Dezember 2008 – PubMed
Herzschwäche verdoppelt Risiko für Demenz
Menschen, die an Herzinsuffizienz, das heisst an einem schwachen Herzen leiden, sind mit einem rund doppelt so hohen Risiko von Defiziten in ihren geistigen Leistungen betroffen wie der Durchschnitt der Bevölkerung. Dabei droht auch die Gefahr, dass die Patienten ihre Medikamente nicht oder falsch einnehmen, so dass sich die Krankheit weiter verschlimmert. [1966]
23. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18683451
Gute Nasen bleiben geistig fit
Senioren, die Substanzen im Blindtest an ihren Gerüchen gut zu erkennen vermögen, haben die besten Chancen, innerhalb der nächsten fünf Jahre geistig fit zu bleiben: Ihr Risiko von Gedächtnisverlust und Demenz ist etwa sechsmal geringer als bei jenen mit einer schlechten Nase. [1960]
15. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18662205
Zuviel und zuwenig Zucker ist Risiko für das Hirn
Schwankungen des Blutzuckers bekommen dem Hirn schlecht, deckt doch dieses Organ seinen gesamten Energiebedarf aus Zucker. Zu den negativen Folgen der Zuckerkrankheit (Diabetes) gehört deshalb auch Demenz im Alter. Für die Patienten ist es deshalb sehr wichtig, den Blutzucker genau zu überwachen und im grünen Bereich zu halten. [1954]
7. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18669193
Risiko fürs Herz ist auch Risiko für Demenz
Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck, schlechte Cholesterinwerte und Diabetes sind Risikofaktoren nicht nur für Herz und Kreislauf, sondern auch für Alzheimer und andere Formen von Demenz. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung zahlreicher in den letzten Jahren publizierter Studien. [1937]
12. September 2008 – PubMed PMID: 18675769
Sport hilft vorbeugend gegen Demenz
Bei Menschen, die regelmässig körperlich aktiv sind, ist das Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken, um 45 Prozent geringer als bei Sportmuffeln. Für alle Formen von Demenz zusammen ist das Risiko um 38 Prozent und für Parkinson um 18 Prozent geringer. Das zeigt eine Auswertung von sechzehn medizinischen Studien mit insgesamt über hundertsechzigtausend Personen, von denen über dreitausend später erkrankt sind. [1900]
3. Juli 2008 – PubMed PMID: 18570697
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