
News zu Darmkrebs Risiko
Steaks vom Grill fördern Darmpolypen
Rotes Fleisch, z.B. vom Rind oder Lamm, erhöht das Risiko für Darmpolypen, falls es stark erhitzt wird. Weisses Fleisch, z.B. vom Huhn oder Fisch, belastet die Darmschleimhaut nicht, ebenso wenig wie schonend gegartes rotes Fleisch. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über sechstausend Personen in den USA. Polypen können eine Vorstufe zu Darmkrebs sein. [2984]
18. November 2011 – Ärztezeitung
Pro Gramm Ballaststoff ein Prozent weniger Darmkrebs
Mit jedem Gramm Ballaststoff in der täglichen Nahrung sinkt das Risiko für Darmkrebs um ein Prozent. Das haben britische Experten aus 25 Studien mit fast zwei Millionen Teilnehmern berechnet. Besonders viel Ballaststoffe sind in Haferflocken und anderen Getreide- und Vollkornprodukten enthalten. [2979]
11. November 2011 – Telegraph
Krebsrisiko: Weniger Darmpolypen dank Sport
Polypen im Dickdarm sind Vorstufen von Darmkrebs. Sportlich aktive Menschen haben um 16 Prozent weniger Polypen als nicht aktive; bei fortgeschrittenen Polypen sind es sogar 30 Prozent weniger. Wie wirksam Sport Darmkrebs vorbeugt, lässt sich daraus nicht vorhersagen, denn nur ein kleiner Teil aller Polypen entwickelt sich bis zum Krebs. [2821]
4. März 2011 – Ärzteblatt
Äpfel enthalten bestimmte Antioxidantien, die auch dann noch wirken, nachdem sie Magen und Dünndarm passiert haben. Im Dickdarm machen sie freie Radikale unschädlich, die Krebs fördern. Das hat die Untersuchung von Stuhlproben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gezeigt. Bei Tieren senken die Antioxidantien aus dem Apfel das Krebsrisiko um 50 Prozent. [2385]
6. Februar 2010 – Ärztezeitung
Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht. [2341]
26. Januar 2010 – Medical News Today
Wer sich einmal in zehn Jahren den Darm spiegeln lässt, ist besser vor Darmkrebs geschützt: Sein Risiko, dass sich Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium entwickelt, ist dann nur etwa halb so hoch wie bei Personen, die keine Vorsorge machen lassen: 6,1 gegenüber 11,4 Prozent. Mit einer Darmspiegelung (Koloskopie) kann der Arzt Vorstufen von Krebs erkennen und entfernen. [2257]
5. Januar 2010 – Ärzteblatt
Bewegung steigert Chance gegen Darmkrebs
Wer an Darmkrebs leidet, tut gut daran, viel Sport zu treiben: Die Chance zu überleben ist bei körperlich aktiven Menschen mehr als doppelt so hoch wie bei Bewegungsmuffeln. Dies zeigt eine Studie an über sechshundert Männern an einem Krebsinstitut in Boston. Frühere Studien haben schon mehrfach gezeigt, dass Bewegung auch das Risiko senkt, Darmkrebs zu bekommen. [2222]
20. Dezember 2009 – Standard
Milch senkt Risiko für Darmkrebs
Menschen, die viel Milch trinken, haben ein um etwa zwanzig Prozent geringeres Risiko, an Krebs des Dickdarms zu erkranken als solche, die wenig oder keine Milch trinken. Dies ist das Fazit aus sechzig Studien mit insgesamt über zwanzigtausend Fällen von Dickdarmkrebs. Die günstige Wirkung ist teilweise auf das Kalzium in der Milch zurückzuführen. Auch Milchprodukte senken das Risiko. [2018]
13. Januar 2009 – PubMed PMID: 19116875
Viel Kalzium und wenig Fett gegen Darmkrebs
Wer täglich mindestens 900 Milligram Kalzium zu sich nimmt und fettarm isst, hat ein um die Hälfte niedrigeres Risiko für Krebs des Dickdarms als eine Person, die täglich weniger als ein halbes Gramm Kalzium, aber viel Fett zu sich nimmt. Zusammen mit viel Fett schützt Kalzium jedoch kaum noch vor dem Krebs. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Personen in den USA. [1544]
26. Februar 2007 – JAMA 2007;297:709
Folsäure ein zweischneidiges Schwert?
Das Vitamin Folsäure kann das Risiko für Darmkrebs unter Umständen erhöhen. Zu diesem überraschenden Schluss kommt eine schwedische Studie an über sechshundert Personen. Bisher hatte man Folsäure zum Schutz vor Darmkrebs sogar empfohlen. Doch offenbar hängt die Wirkung stark von der Dosis ab: Bei mittleren Dosen erhöht sich das Risiko, bei hohen Dosen fällt es wieder. Die Diskussion um die Anreicherung von Lebensmitteln mit Folsäure dürfte damit neu lanciert sein. [1452]
1. November 2006 – Gut 2006;55:1461
Gelbe Farbstoffe gegen Darmkrebs
Flavonoide sind gelbe Farbstoffe, die in Früchten und im Tee vorkommen. Sie senken das Risiko für Darmkrebs. Das zeigt eine Studie an über sechstausend Personen in Italien. [1400]
21. August 2006 – Cancer EB&P 2006;15:1555
Metabolisches Syndrom fördert Darmkrebs
Das Risiko für Krebs des Dickdarms nimmt bei Männern um fast achtzig Prozent zu, wenn drei oder mehr Komponenten des metabolischen Syndroms zutreffen: Hoher Blutdruck, dicker Bauch, zuviel Blutfett, hohes Cholesterins und hoher Blutzucker. Besser geschützt sind Frauen. Bei ihnen steigt das Risiko nur um sechzehn Prozent. [1384]
28. Juli 2006 – Lancet 2006;368:367
Kaffee und Darmkrebs: kein Zusammenhang
Wer viel Kaffee trinkt, ist vor Darmkrebs nicht besser geschützt als andere. Das war früher aufgrund einiger Studien behauptet worden. Eine neue Studie an mehr als hunderttausend Personen in Schweden hat das nun aber widerlegt: Mit oder ohne Kaffee bleibt das Risiko exakt gleich. [1299]
2. Mai 2006 – Am J Epidemiology 2006;163:638
Der Konsum von Milch und Milchprodukten kann das Risiko für Krebs des Dickdarms bis auf die Hälfte senken. So viel macht der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Milchkonsum aus. Man geht davon aus, dass unter anderem das Kalzium in der Milch eine schützende Wirkung hat. Das zeigt eine Studie an über vierzigtausend Schweden, von denen etwa jeder Hunderste an Darmkrebs erkrankt ist. [1281]
12. April 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;83:667
Nahrung, die reich ist an Fasern, soll das Risiko für Krebs des Dick- und Enddarms senken. Das zeigen zahlreiche Studien, doch die Ergebnisse widersprechen sich zum Teil. Jetzt hat man sie neu ausgewertet. Fazit: Früchte, Gemüse und andere gesunde Nahrung senkt das Risiko, jedoch nicht wegen der Fasern. [1200]
20. Dezember 2005 – JAMA 2005;294:2849
Frauen, die viel Vitamin B6 zu sich nehmen, haben ein um ein Drittel niedrigeres Risiko für Darmkrebs als Frauen mit einem minimalen Konsum dieses Vitamins. Sogar um mehr als zwei Drittel sinkt das Risiko bei Frauen, die mäßig bis viel Alkohol trinken. Das zeigt eine Studie an über 60'000 Schwedinnen. [1076]
29. Juni 2005 – Gastroenterology 2005;128:1830
Rauchen verursacht auch Darmkrebs
Mit jeder pro Tag gerauchten Zigarette nimmt das Risiko für Krebs im Dickdarm um über ein Prozent zu. Das zeigt eine Studie an etwa dreitausend Personen in Holland. [1036]
4. Mai 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:806
Viel Bewegung, wenig Darmkrebs
Menschen, die sich viel bewegen, haben ein 6- bis 7-mal kleineres Risiko für Krebs des Dickdarms als Menschen, die sich wenig bis nie bewegen. Das zeigt eine Studie in Schanghai. [913]
12. November 2004 – Am J Epidemiology 2004;160:860
Je mehr Zigaretten man raucht, desto höher steigt das Risiko für Krebs nicht nur in den Lungen, sondern auch im Darm. [705]
4. Februar 2004 – JAMA 2004;291:585
Wer sich oft und intensiv bewegt, reduziert sein Risiko für Krebs des Dickdarms um 40 Prozent, wer sich mäßig bewegt, immerhin noch um 30 Prozent. Das zeigt eine Studie an über 2000 Personen im Westen der USA. [554]
12. August 2003 – Am J Epidemiology 2003;158:214
Viel Bier, viel Schnaps, viel Darmkrebs
Mit 14 Glas Bier oder Schnaps pro Woche ist das Risiko für Darmkrebs 3 bis 4 mal höher als bei Abstinenten. Nicht so beim Wein: er schadet dem Darm nicht. Das zeigt eine Studie an mehreren tausend Menschen in Dänemark. [480]
27. Mai 2003 – Gut 2003;52:861
Wer täglich Aspirin nimmt, kann das Risiko für Krebs im Dickdarm senken. Die Behandlung lohnt sich allerdings nur für Personen, bei denen man schon Wucherungen im Darm festgestellt hat. [408]
7. März 2003 – N Engl J Medicine 2003;348:891
Mehr Darmkrebs bei fettleibigen Frauen
Frauen vor der Menopause mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 und mehr haben ein doppelt so hohes Risiko für Darmkrebs wie Frauen mit normalem Gewicht. Nach der Menopause ist kein solcher Unterschied mehr zu finden. [209]
2. August 2002 – Gut 2002;51:191
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