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Gesundheitstelegramm | Darm

Bakterien verraten Gefahr von Darmkrebs
27. Mai 2010 - Die Zusammensetzung der Darmflora ändert sich, wenn sich in der Schleimhaut des Darms Polypen bilden, die als Vorstufen zum Darmkrebs gelten. Bisher konnte man die Krebsgefahr nur durch Darmspiegelung erkennen, eine unangenehme Prozedur, bei der eine Sonde in den Darm eingeführt wird. Die Analyse der Bakterien im Stuhl ist bei über neunzig Patienten mit Erfolg erprobt worden Sie könnte eine billigere und zugleich schonendere Methode der Früherkennung werden. Dazu muss sie sich aber bei einer grösseren Zahl von Patienten in der Praxis bewähren.  [2615]
Quelle: Spiegel  
 
Diabetes fördert auch Krebs
21. Mai 2010 - Nicht weniger als 24 verschiedene Krebsarten sind bei Diabetikern des Typs 2 häufiger als beim Durchschnitt der Bevölkerung. Besonders stark betroffen sind Pankreas, Leber, Niere, Schilddrüse, Speiseröhre, Dünndarm und das Nervensystem. Schuld daran ist der hohe Insulinspiegel bei vielen Diabetikern. Insulin regt das Wachstum von Krebszellen an. Nur eine einzige Krebsart kommt bei Diabetikern seltener vor: Prostatakrebs.  [2605]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Seetang als neuer Schlankmacher?
23. März 2010 - Im Kampf gegen Speckröllchen und Bierbäuche haben die Briten jetzt den Seetang als neue Waffe entdeckt: Ein Forscherteam der Uni Newcastle hat Brot, Biscuits und Joghurt mit einem Extrakt aus Seetang angereichert. Dieser senkt die Aufnahme von Fett im Darm um 75 Prozent. Die Industrie verwendet den Stoff bereits, allerdings nur in kleinen Mengen als Verdickungsmittel. Laut ersten Tests soll der Extrakt auch in grösseren Mengen den Geschmack nicht negativ beeinflussen.  [2492]
Quelle: Telegraph  
 
Darmbakterien können dick machen
08. März 2010 - Unter den mehr als hundert Arten von Bakterien, die sich im menschlichen Darm tummeln, gibt es wahrscheinlich solche, die dick machen. Bei Menschen hat man sie zwar noch nicht gefunden, wohl aber bei Mäusen. Fehlt ihnen ein Gen, mit dem sie schädliche Bakterien bekämpfen, werden sie bis zu 20 Prozent dicker als gesunde Mäuse und leiden an Diabetes. Eine ausgewogene Darmflora scheint also bis zu einem gewissen Grad vor Übergewicht zu schützen. Am besten erreicht man dies durch eine abwechslungsreiche und nicht zu fette Ernährung.  [2459]
Quelle: Welt  
 
Äpfel gegen Darmkrebs
06. Februar 2010 - Äpfel enthalten bestimmte Antioxidantien, die auch dann noch wirken, nachdem sie Magen und Dünndarm passiert haben. Im Dickdarm machen sie freie Radikale unschädlich, die Krebs fördern. Das hat die Untersuchung von Stuhlproben am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg gezeigt. Bei Tieren senken die Antioxidantien aus dem Apfel das Krebsrisiko um 50 Prozent.  [2385]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Vitamin D gegen Darmkrebs
26. Januar 2010 - Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht.  [2341]
Quelle: Medical News Today  
 
Darmspiegelung lohnt sich
05. Januar 2010 - Wer sich einmal in zehn Jahren den Darm spiegeln lässt, ist besser vor Darmkrebs geschützt: Sein Risiko, dass sich Krebs in einem fortgeschrittenen Stadium entwickelt, ist dann nur etwa halb so hoch wie bei Personen, die keine Vorsorge machen lassen: 6,1 gegenüber 11,4 Prozent. Mit einer Darmspiegelung (Koloskopie) kann der Arzt Vorstufen von Krebs erkennen und entfernen.  [2257]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Bewegung steigert Chance gegen Darmkrebs
20. Dezember 2009 - Wer an Darmkrebs leidet, tut gut daran, viel Sport zu treiben: Die Chance zu überleben ist bei körperlich aktiven Menschen mehr als doppelt so hoch wie bei Bewegungsmuffeln. Dies zeigt eine Studie an über sechshundert Männern an einem Krebsinstitut in Boston. Frühere Studien haben schon mehrfach gezeigt, dass Bewegung auch das Risiko senkt, Darmkrebs zu bekommen.  [2222]
Quelle: Standard  
 
Bifidusbakterien helfen alt werden
18. Mai 2009 - Aus dem Darm von hundertjährigen Chinesen haben Forscher zwei Stämme von Bifidusbakterien isoliert, im Reagenzglas gezüchtet und mit Milch an Mäuse verfüttert. Deren Abwehrkräfte des Immunsystems waren danach deutlich besser als bei Mäusen, die nur sterile Milch bekamen. Fazit: Eine gesunde Darmflora stärkt die Abwehrkräfte und hilft gesund alt zu werden.  [2095]
Quelle: PubMed  PMID: 19410981
 
Wie Essen das Klima verändert
24. April 2009 - Was die Menschen essen, hat einen grossen Einfluss auf die Bildung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan und damit auf die Klimaerwärmung. Während pro Kilogramm Gemüse, Früchte, Pasta, Getreide, Eier und Geflügel nur etwa dieselbe Menge an Treibhausgasen entsteht, sind es bei Rindfleisch, Käse und Schweinefleisch bis zu dreissig mal mehr. Bei Rindern trägt vor allem das Gas, das beim Wiederkäuen im Darm entsteht, zur Klimaerwärmung bei. Somit sind die Nahrungsmittel, die für den Menschen am gesündesten sind, auch am besten für das Klima.  [2086]
Quelle: PubMed  PMID: 19339402
 
Fitness senkt Risiko für Krebs im Verdauungstrakt
23. März 2009 - Fitte Personen haben ein um zwei Drittel niedrigeres Risiko für Leberkrebs als unfitte. Beim Krebs des Enddarmes (colorectal) senkt sich das Risiko um fast die Hälfte, beim Dickdarm insgesamt noch immer um mehr als ein Drittel. Zu diesem Ergebnis kommt eine Langzeitstudie an über dreissigtausend Männern zwischen 20 und 88 Jahren in den USA. Dies ist bisher die grösste Studie zu diesem Thema. Sie zeigt erstmals, dass ausser dem Dickdarm auch andere Organe des Verdauungstrakts von der schützenden Wirkung der Fitness profitieren.  [2067]
Quelle: PubMed  PMID: 19293313
 
Milch senkt Risiko für Darmkrebs
13. Januar 2009 - Menschen, die viel Milch trinken, haben ein um etwa zwanzig Prozent geringeres Risiko, an Krebs des Dickdarms zu erkranken als solche, die wenig oder keine Milch trinken. Dies ist das Fazit aus sechzig Studien mit insgesamt über zwanzigtausend Fällen von Dickdarmkrebs. Die günstige Wirkung ist teilweise auf das Kalzium in der Milch zurückzuführen. Auch Milchprodukte senken das Risiko.  [2018]
Quelle: PubMed  PMID: 19116875
 
Milch hilft schlanker bleiben
04. Dezember 2008 - Milchtrinker sind, statistisch gesehen, etwas schlanker als Milch-Abstinenten, und sie erkranken auch seltener an Diabetes vom Typ 2 und an Krankheiten von Herz und Kreislauf. Milch enthält viel Kalzium, und dieses bremst die Aufnahme von Fett in den Darm. Einige Aminosäuren aus dem Milch-Eiweiss scheinen zudem den Appetit zu zügeln. Am besten ist entrahmte Milch, da Milchfett eher ungünstig auf das Herz wirkt.  [1996]
Quelle: PubMed  PMID: 19024947
 
Mandeln verbessern Darmflora
06. Juni 2008 - Die gesunden Effekte von Mandeln sind vielfältig: Sie senken das Cholesterin und helfen den Blutzucker regulieren. Auch sind sie eine gute Quelle für Vitamin E und verschiedene Minerale. Jetzt hat eine neue Studie in Italien gezeigt, dass Mandeln auch das Wachstum verschiedener günstiger Bakterien der Darmflora anregen.  [1882]
Quelle: PubMed  PMID: 18502914
 
Gemüse senkt Risiko für Crohn bei Kindern
27. Dezember 2007 - Die Crohn-Krankheit, eine chronische Entzündung des Darmes, kommt seltener vor bei Kindern, die regelmässig Gemüse essen. Günstig wirken auch Früchte, Fisch, Olivenöl, Getreide und Nüsse. Das zeigt eine Studie an dreihundert Kindern in Kanada.  [1770]
Quelle: PubMed  PMID: 18092347
 
Warum Früchte und Gemüse essen?
04. Oktober 2007 - Weil eine gute Küche ohne sie undenkbar ist. Wer aber glaubt, sich durch reichlichen Genuss von Früchten und Gemüse besser vor Darmkrebs schützen zu können, muss enttäuscht sein: Im Durchschnitt müsste man vierzehntausend Jahre lang viel statt wenig Früchte und Gemüse essen, um einen einzigen Fall von Darmkrebs zu verhüten. Das ist kürzlich anhand von vierzehn Studien berechnet worden.  [1711]
Quelle: PubMed  PMID: 17895473
 
Bifidus mit der Muttermilch
03. Juli 2007 - Muttermilch enthält vier Arten von Bifidus-Bakterien, die für eine gesunde Darmflora des Menschen wichtig sind. Babys, die mit der Brust gestillt werden, haben deshalb deutlich weniger Probleme mit der Verdauung als Flaschenkinder.  [1645]
Quelle: PubMed  PMID: 17596738
 
Lebensqualität beeinflusst Verdauung
01. April 2007 - Menschen, die mit ihrem Leben zufrieden sind, leiden zwei- bis dreimal seltener an Magen- und Darmbeschwerden als Personen mit einer schlechten Lebensqualität. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Personen in Leeds.  [1578]
Quelle: Gut  2007;56:321
 
Viel Kalzium und wenig Fett gegen Darmkrebs
26. Februar 2007 - Wer täglich mindestens 900 Milligram Kalzium zu sich nimmt und fettarm isst, hat ein um die Hälfte niedrigeres Risiko für Krebs des Dickdarms als eine Person, die täglich weniger als ein halbes Gramm Kalzium, aber viel Fett zu sich nimmt. Zusammen mit viel Fett schützt Kalzium jedoch kaum noch vor dem Krebs. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Personen in den USA.  [1544]
Quelle: Cancer  2007;109:510
 
Gelbes und rotes Gemüse nicht gegen Darmkrebs
14. Februar 2007 - Gelbe und rote Farbstoffe im Gemüse, so genannte Carotinoide, gehören als Antioxidantien zu den gesunden Stoffen. Sie bremsen das Altern und sollen auch Krebs vorbeugen helfen. Dies gilt jedoch nicht gegen Darmkrebs, wie jetzt eine Analyse von elf Studien mit insgesamt über einer halben Million Personen zeigt.  [1532]
Quelle: Am J Epidemiology  2007;165:246
 
Crohn: Angeborene Immunschwäche als Ursache?
04. Januar 2007 - Dank Fortschritten in der Genetik kommt man nun offenbar der rätselhaften Darm-Entzündung Crohn mehr und mehr auf die Spur: Vieles deutet darauf hin, dass eine genetisch bedingte Schwäche der Abwehr in der Schleimhaut des Darmes die Ursache sein könnte.  [1498]
Quelle: Gut  2007;56:2
 
Folsäure ein zweischneidiges Schwert?
01. November 2006 - Das Vitamin Folsäure kann das Risiko für Darmkrebs unter Umständen erhöhen. Zu diesem überraschenden Schluss kommt eine schwedische Studie an über sechshundert Personen. Bisher hatte man Folsäure zum Schutz vor Darmkrebs sogar empfohlen. Doch offenbar hängt die Wirkung stark von der Dosis ab: Bei mittleren Dosen erhöht sich das Risiko, bei hohen Dosen fällt es wieder. Die Diskussion um die Anreicherung von Lebensmitteln mit Folsäure dürfte damit neu lanciert sein.  [1452]
Quelle: Gut  2006;55:1461
 
Verbindung zwischen Darm und Rheuma
28. September 2006 - Rheuma-Patienten spüren oft, wie ihre Krankheit besser oder schlimmer wird, je nachdem was sie gerade gegessen haben. Das ist nun in Schweden durch Labor-Untersuchungen an mehr als einem Dutzend Patienten erhärtet worden. Die Patienten sind oft auch gegen Nahrungsmittel allergisch entwickeln, was sich dann auch negativ auf die Gelenke auswirkt.  [1428]
Quelle: Gut  2006;55:1240
 
Stress fördert Entzündung im Darm
31. August 2006 - Freiwillige, gesunde Personen sind in einem Versuch gestresst worden. Dabei hat man die Blutwerte und die Werte von entzündlicher Reaktionen in der Schleimhaut des Darms untersucht. Fazit: Mit dem Stress nimmt auch die Neigung zu Entzündungen zu.  [1408]
Quelle: Gastroenterology  2006;131:410
 
Darmspiegelung nicht wiederholen, wenn ohne Befund
30. August 2006 - Zeigen sich in einer Darmspiegelung (Koloskopie) keine Zeichen von Krebs, ist es nach neusten Erkenntnissen aus Deutschland unnötig, sie je zu wiederholen. Wenn überhaupt, ist eine zweite Untersuchung spätestens nach zwanzig Jahren sinnvoll.  [1407]
Quelle: Gut  2006;55:1145
 
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