
News zu Darm Entzündung
Zuviel Hygiene fördert Allergien
Asthma und allergische Darmentzündungen sind häufiger bei Menschen, die als Kinder in einer möglichst keimfreien Umgebung aufgewachsen sind. Diese Vermutung, gestützt auf zahlreiche Beobachtungen und Studien, ist jetzt in einem deutsch-amerikanischen Mäuseversuch erneut getestet worden: Steril aufgezogene Labormäuse zeigten eine deutlich höhere Neigung zu Allergien als ihre Artgenossen aus normaler Umgebung. Die Immunsysteme von Maus und Mensch seien sich so ähnlich, dass man von diesem Experiment auch auf den Menschen schliessen könne, meinen die Forscher. [3073]
26. März 2012 – Spiegel
Colitis ulcerosa, eine Entzündung des Dickdarms, lässt sich mit Eiern des Peitschenwurms Trichuris bekämpfen. Diese Wurmkur mit umgekehrten Vorzeichen regt den Darm an, mehr Schleim zu bilden, um die Parasiten abzuwehren. Dieser Schleim lindert die Entzündung der Darmschleimhaut. Auch gegen Morbus Crohn, eine andere chronische Darmkrankheit, haben sich Würmer als günstig erwiesen. [2764]
3. Dezember 2010 – Focus
Kochbanane und Broccoli gut gegen Crohn
Erreger der Darmentzündung Morbus Crohn sind Bakterien, die sich an der Darmwand festsetzen und diese angreifen. Bestimmte lösliche Faserstoffe, die vor allem in Kochbananen und in Broccoli vorkommen, können die Darmwand teilweise vor dem Bakterien-Angriff schützen. Das haben Forscher der Universität Liverpool entdeckt. Lösliche Fasern aus anderen Pflanzen, etwa Äpfeln, wirken nicht in diesem Sinn. Andere, wie etwa aus gedämpften Maiskolben, können die Krankheit sogar verschlimmern. [2698]
27. August 2010 – Telegraph
Gemüse senkt Risiko für Crohn bei Kindern
Die Crohn-Krankheit, eine chronische Entzündung des Darmes, kommt seltener vor bei Kindern, die regelmässig Gemüse essen. Günstig wirken auch Früchte, Fisch, Olivenöl, Getreide und Nüsse. Das zeigt eine Studie an dreihundert Kindern in Kanada. [1770]
27. Dezember 2007 – PubMed PMID: 18092347
Crohn: Angeborene Immunschwäche als Ursache?
Dank Fortschritten in der Genetik kommt man nun offenbar der rätselhaften Darm-Entzündung Crohn mehr und mehr auf die Spur: Vieles deutet darauf hin, dass eine genetisch bedingte Schwäche der Abwehr in der Schleimhaut des Darmes die Ursache sein könnte. [1498]
4. Januar 2007 – Gut 2007;56:2
Stress fördert Entzündung im Darm
Freiwillige, gesunde Personen sind in einem Versuch gestresst worden. Dabei hat man die Blutwerte und die Werte von entzündlicher Reaktionen in der Schleimhaut des Darms untersucht. Fazit: Mit dem Stress nimmt auch die Neigung zu Entzündungen zu. [1408]
31. August 2006 – Gastroenterology 2006;131:410
Multiple Sklerose: Risiko aus dem Darm
Unter den Menschen, die an Entzündungen des Darmes leiden (Crohn, Colitis), finden sich etwa doppelt so viele Patienten mit multipler Sklerose (MS) als unter Menschen mit einem gesunden Darm. Das zeigt eine Studie an über hunderttausend Personen in den USA. [1141]
28. September 2005 – Gastroenterology 2005;129:819
Crohn: Fischöl und Antioxidantien könnten helfen
Die Crohn-Krankheit, eine Entzündung des Darmes, schadet auch außerhalb der Verdauung. Unter anderem schwächt sie die Knochen. Fischöl und die Vitamine A, C und E können dem entgegenwirken. Das hat eine Studie an 31 Patienten gezeigt, bei denen sich die Blutwerte günstig entwickelt haben. [928]
3. Dezember 2004 – Am J Clin Nutrition 2004;80:1137
Dickdarm: Weniger Fleisch, weniger Rückfälle
Wer wegen Entzündung des Dickdarms (Colitis) in Behandlung ist, tut gut daran, weniger Fleisch zu essen, vor allem wenig rotes und behandeltes Fleisch: Die Gefahr eines Rückfalls ist dann deutlich kleiner. [908]
5. November 2004 – Gut 2004;53:1479
Die Crohn-Krankheit, eine Entzündung des Darmes, hat im 20. Jahrhundert stark zugenommen. Warum? Die Krankheit hat sich offenbar zeitgleich mit den Kühlschränken verbreitet. Das kann ein Zufall sein. Doch die Erreger, die Crohn auslösen, sind ausgerechnet Bakterien, die am besten bei Temperaturen zwischen -1 und 10 Grad gedeihen. Das ist noch immer kein Beweis, so dass weitere Untersuchungen nötig sind. [728]
3. März 2004 – Gastroenterology 2004;126:638
Von Menschen, die an Darmkrebs leiden, sind viele häufiger in ihrem Leben entzündet gewesen als gesunde Personen, was man an dem Eiweiß CRP im Blut nachweisen kann. [706]
5. Februar 2004 – JAMA 2004;291:585
Blinddarm weg, Crohn verdoppelt
Der Wurmfortsatz (Appendix) des Blinddarms ist vielleicht doch nicht so nutzlos, wie man dachte. Menschen, denen er wegen einer akuten Entzündung herausoperiert worden ist, erkranken doppelt so häufig an der Crohn-Krankheit, einer chronischen Entzündung des Dünn- und Dickdarms. [369]
27. Januar 2003 – Gastroenterology 2003;124:40
Bei Verdauungsbeschwerden hat der Arzt bisher ein Instrument (Endoskop) durch den After eingeführt, um nach den Ursachen zu suchen. Jetzt zeigt sich, dass ein einfacher Atemtest, der eine Entzündung der Darmschleimhaut nachweist, ebenso gut und sicher ist. [116]
30. April 2002 – British Medical Journal 2002;324:999
Mehr Lymphkrebs bei Darmpatienten
Patienten, die an Zöliakie leiden, einer chronischen Entzündung der Schleimhaut des Dünndarms, haben ein dreifach höheres Risiko für Lymphkrebs. [77]
21. März 2002 – JAMA 2002;287:1413
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