Gesundheitstelegramm: Darm Bakterie

News zu Darm Bakterie

Gemüse gut waschen, am besten kochen

Die aktuelle Epidemie von blutigem Durchfall in Deutschland könnte von schlecht gewaschenem Obst, Gemüse oder Salat ausgegangen sein. Der Erreger ist die Darmbakterie EHEC, die vor allem mit dem Kot von Kühen und anderen Wiederkäuern übertragen wird. Auch beim Baden in verschmutztem Wasser kann man sich mit dem Keim anstecken. [2873]

24. Mai 2011  –  Ärztezeitung

Darmflora beeinflusst Stimmung

Gute Laune und die Fähigkeit, mit Stress zu leben, hängen offenbar auch von Bakterien im Darm ab: Labormäuse werden ängstlich, wenn man ihre Darmflora zerstört. Menschen mit Verdauungsstörungen leiden oft an Angst, Depressionen und Autismus. [2871]

20. Mai 2011  –  Ärztezeitung

Bakterien im Darm können dick machen

Hunderte von Millionen Bakterien bilden die Darmflora des Menschen. Sie hilft bei der Verdauung mit. Forscher haben nun herausgefunden, dass es drei verschiedene Typen von Darmflora gibt. Sie unterscheiden sich unter anderem darin, wie wirksam sie dem Darm helfen, Nährstoffe aufzunehmen. Menschen mit einer gut verwertenden Darmflora neigen zu Übergewicht. Dieses hofft man mit den neuen Erkenntnissen über Darmtypen künftig besser behandeln zu können. [2854]

27. April 2011  –  Welt

Kochbanane und Broccoli gut gegen Crohn

Erreger der Darmentzündung Morbus Crohn sind Bakterien, die sich an der Darmwand festsetzen und diese angreifen. Bestimmte lösliche Faserstoffe, die vor allem in Kochbananen und in Broccoli vorkommen, können die Darmwand teilweise vor dem Bakterien-Angriff schützen. Das haben Forscher der Universität Liverpool entdeckt. Lösliche Fasern aus anderen Pflanzen, etwa Äpfeln, wirken nicht in diesem Sinn. Andere, wie etwa aus gedämpften Maiskolben, können die Krankheit sogar verschlimmern. [2698]

27. August 2010  –  Telegraph

Bakterien verraten Gefahr von Darmkrebs

Die Zusammensetzung der Darmflora ändert sich, wenn sich in der Schleimhaut des Darms Polypen bilden, die als Vorstufen zum Darmkrebs gelten. Bisher konnte man die Krebsgefahr nur durch Darmspiegelung erkennen, eine unangenehme Prozedur, bei der eine Sonde in den Darm eingeführt wird. Die Analyse der Bakterien im Stuhl ist bei über neunzig Patienten mit Erfolg erprobt worden Sie könnte eine billigere und zugleich schonendere Methode der Früherkennung werden. Dazu muss sie sich aber bei einer grösseren Zahl von Patienten in der Praxis bewähren. [2615]

27. Mai 2010  –  Spiegel

Darmbakterien können dick machen

Unter den mehr als hundert Arten von Bakterien, die sich im menschlichen Darm tummeln, gibt es wahrscheinlich solche, die dick machen. Bei Menschen hat man sie zwar noch nicht gefunden, wohl aber bei Mäusen. Fehlt ihnen ein Gen, mit dem sie schädliche Bakterien bekämpfen, werden sie bis zu 20 Prozent dicker als gesunde Mäuse und leiden an Diabetes. Eine ausgewogene Darmflora scheint also bis zu einem gewissen Grad vor Übergewicht zu schützen. Am besten erreicht man dies durch eine abwechslungsreiche und nicht zu fette Ernährung. [2459]

8. März 2010  –  Welt

Bifidusbakterien helfen alt werden

Aus dem Darm von hundertjährigen Chinesen haben Forscher zwei Stämme von Bifidusbakterien isoliert, im Reagenzglas gezüchtet und mit Milch an Mäuse verfüttert. Deren Abwehrkräfte des Immunsystems waren danach deutlich besser als bei Mäusen, die nur sterile Milch bekamen. Fazit: Eine gesunde Darmflora stärkt die Abwehrkräfte und hilft gesund alt zu werden. [2095]

18. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19410981

Mandeln verbessern Darmflora

Die gesunden Effekte von Mandeln sind vielfältig: Sie senken das Cholesterin und helfen den Blutzucker regulieren. Auch sind sie eine gute Quelle für Vitamin E und verschiedene Minerale. Jetzt hat eine neue Studie in Italien gezeigt, dass Mandeln auch das Wachstum verschiedener günstiger Bakterien der Darmflora anregen. [1882]

6. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18502914

Bifidus mit der Muttermilch

Muttermilch enthält vier Arten von Bifidus-Bakterien, die für eine gesunde Darmflora des Menschen wichtig sind. Babys, die mit der Brust gestillt werden, haben deshalb deutlich weniger Probleme mit der Verdauung als Flaschenkinder. [1645]

3. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17596738

Darm krank wegen Kühlschrank?

Die Crohn-Krankheit, eine Entzündung des Darmes, hat im 20. Jahrhundert stark zugenommen. Warum? Die Krankheit hat sich offenbar zeitgleich mit den Kühlschränken verbreitet. Das kann ein Zufall sein. Doch die Erreger, die Crohn auslösen, sind ausgerechnet Bakterien, die am besten bei Temperaturen zwischen -1 und 10 Grad gedeihen. Das ist noch immer kein Beweis, so dass weitere Untersuchungen nötig sind. [728]

3. März 2004  –  Gastroenterology 2004;126:638

Sport gegen Magengeschwür

Wer mit der Bakterie Helicobacter pylori infiziert ist (fast jeder zweite Erwachsene), sollte viel Sport treiben. Das vermindert das Risiko für Geschwüre in Magen und Zwölffingerdarm. Rauchen erhöht das Risiko massiv. [378]

5. Februar 2003  –  Gut 2003;52:186

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