Gesundheitstelegramm | China
Schlaf verlängert das Leben
03. Mai 2010 - Unter Hundertjährigen ist der Anteil jener, die täglich zehn Stunden schlafen, höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Das zeigt eine Studie an über fünfzehntausend Senioren in China. Dabei hängen drei Faktoren eng zusammen: guter Schlaf, gute Gesundheit und langes Leben. Wie sie genau zusammenhängen, darüber gibt die Studie keine Auskunft. Man vermutet, dass einerseits ein gesunder Schlaf die Gesundheit fördert. Wer andererseits krank ist, schläft oft auch schlechter. Immerhin räumt die Studie mit einem Vorurteil auf: Mit zunehmendem Alter muss der Schlaf nicht schlechter werden. [2569]
Quelle: Telegraph
Gelbwurz könnte der Leber gut tun
25. März 2010 - Das asiatische Gewürz Kurkuma, Gelbwurz, macht die Leber von genetisch veränderten Mäusen widerstandsfähiger gegen Entzündung und Gallenstau. Vieles spricht dafür, dass das in der asiatischen Küche beliebte gelbe Pulver auch gut für die menschliche Leber sein könnte. In China und Indien schätzt man die verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma schon seit langem. [2497]
Quelle: Welt
Grüntee gegen Lungenkrebs?
18. Januar 2010 - Schon eine einzige Tasse Grüntee pro Tag könne das Risiko für Lungenkrebs um das Fünffache senken. Bei Rauchern senke Grüntee das Risiko gar um das Zwölffache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus China - einem Land, in dem bis vor kurzem noch behauptet wurde, Rauchen mache gesund. Dass Grüntee das Risiko senkt, bestätigen jedoch auch andere Studien. Ob der Tee nützt, hängt aber zum grossen Teil von einem bestimmten Gen ab. Wie auch immer, am besten ist es, erst einmal mit Rauchen aufzuhören. [2306]
Quelle: BBC
Alkohol und Demenz: Auf die Dosis kommt es an
29. Januar 2009 - Wie schnell bei älteren Menschen leichte Gedächtnisschwächen zu einer richtigen Demenz werden, hängt unter anderem auch von Alkoholkonsum ab. Am längsten leistet das Hirn gegen den Abbau bei jenen Menschen Widerstand, die nur wenig bis mässig Alkohol trinken. Etwas schneller entwickelt sich Demenz bei Abstinenten, und am schnellsten bei starken Trinkern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über hundert Patienten in China. Eine ähnliche J-förmige Kurve findet man auch beim Zusammenhang zwischen Alkohol und den Krankheiten von Herz und Kreislauf. [2030]
Quelle: PubMed
PMID: 19154211
Passivrauchen schadet dem Kreislauf
20. November 2008 - Chinesinnen, die mit einem Raucher verheiratet sind, leiden häufiger als andere an schlecht durchbluteten Beinen bis hin zu zeitweisem Hinken oder der so genannten Schaufensterkrankheit. In China sind etwa vierzig Prozent aller Frauen zu Hause oder am Arbeitsplatz dem Passivrauchen ausgesetzt. [1986]
Quelle: PubMed
PMID: 18809795
China: Kranke Raucher sterben 18 bis 21 Jahre früher
07. Mai 2008 - In China, dem Land mit den meisten Rauchern weltweit, ist die Lebenserwartung von erkrankten Raucherinnen 21 Jahre geringer als im Durchschnitt, und erkrankte Raucher verlieren im Durchschnitt 18 Jahre ihres Lebens. [1861]
Quelle: PubMed
PMID: 18440825
Unsicherer Sex in China
13. Februar 2008 - Chinesen, die käuflichen Sex konsumieren, schützen sich deutlich schlechter vor Ansteckung als solche, die das nicht tun. Das zeigen sowohl Umfragen als auch Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten in China. [1802]
Quelle: PubMed
PMID: 18256918
Besser erholt mit Musik
30. Januar 2008 - Wer sich nach dem Training mit sanfter Musik entspannt, erholt sich schneller und besser als ohne Musik. Das zeigt ein Versuch mit dreissig Studenten in China. [1792]
Quelle: PubMed
PMID: 18212717
Koma-Patienten reagieren auf den eigenen Namen
26. März 2007 - Der eigene Name, von einer vertrauten Stimme gesprochen, löst bei einigen, wenn auch nicht bei allen Patienten, die im Koma liegen, messbare Reaktionen im Gehirn aus. Diese lassen sich mit einem Scanner aufzeichnen, wie eine Studie in China zeigt. Diese Methode kann dazu dienen, einen minimalen Rest von Bewusstsein bei Patienten nachzuweisen, die sonst keine Reaktionen mehr zeigen. [1572]
Quelle: Neurology
2007;68:895
Syphilis kehrt nach China zurück
16. Januar 2007 - Nach einer massiven Epidemie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in China gelungen, die Syphilis bis 1980 faktisch auszurotten. Jetzt ist sie wieder massiv auf dem Vormarsch: In den letzten Jahren hat die Häufigkeit um das Zweitausendfache zugenommen - von 0,01 auf rund 20 Fälle pro hunderttausend Geburten. [1506]
Quelle: Lancet
2007;369:132
In China und Osteuropa vermehrt sich resistente Tuberkulose
19. Dezember 2006 - Erreger von Tuberkulose, die gegen viele verschiedene Antibiotika unempfindlich (resistent) geworden sind, vermehren sich vor allem in den Staaten der früheren Sowjetunion und in China zum Teil rasant. Durch Einwanderung verbreiten sich die Erreger auch in anderen Gebieten der Welt. [1486]
Quelle: Lancet
2006;368:2142
Ist das Rauchen erblich?
03. November 2006 - Ob ein Chinese raucht oder nicht, hängt offenbar zu drei Vierteln von den Genen ab und nur zu einem Viertel von anderen Faktoren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als tausend Zwillingspaaren in China. Dort leben weltweit am meisten Raucher. [1454]
Quelle: Int J Epidemiology
2006;35:1278
Besser fürs Hirn: Lesen statt Fernsehen
29. März 2006 - In China sind über fünftausend Senioren fünf Jahre lang regelmäßig auf ihre geistigen Fähigkeiten getestet worden. Jedes Jahr hat man bei über hundert von ihnen neu eine Demenz festgestellt. Das war am häufigsten der Fall bei Personen, die in ihrer Freizeit vor allem vor dem Fernseher sitzen. Geistig überdurchschnittlich fit sind regelmäßige Leser und Brettspieler. [1271]
Quelle: Neurology
2006;66:911
Aids in China eine Zeitbombe
12. April 2005 - Fachleute befürchten, dass sich in China bald eine ähnliche Aids-Tragödie abspielen könnte wie heute in Afrika. Schuld daran ist die Ein-Kind-Politik, die zu einem großen Überschuss an Männern geführt hat. Sobald diese ins sexuell aktive Alter kommen, erwartet man eine starke Zunahme der Prostitution und eine Ausbreitung von HIV, falls die Prävention mit Safer Sex und Kondomen scheitern sollte. [1020]
Quelle: AIDS
2005;19:539
Deutlich mehr Hirnschläge nach Passivrauchen
03. März 2005 - Chinesinnen, die selber nicht rauchen, aber mit einem Raucher zusammen in einer Wohnung leben, sind deutlich mehr gefährdet durch Hirnschlag als Frauen in einer rauchfreien Wohnung. Das Risiko nimmt um 28 bis 62 Prozent zu, je nachdem, wie stark der Mann raucht. In China rauchen fast zwei Drittel der Männer, aber fast keine Frauen. [992]
Quelle: Am J Epidemiology
2005;161:213
China: Mehr Brustkrebs durch westliche Lebensweise
11. Februar 2005 - In Hongkong leidet heute jede 17. Frau an Brustkrebs, vor zwanzig Jahren war es noch jede 26. gewesen. Hongkong ist die am stärksten westlich geprägte Stadt Chinas. Im Westen ist Brustkrebs viel stärker verbreitet als im traditionellen China. [978]
Quelle: Cancer
2005;103:501
China: Mehr Frauen als Männer schizophren
21. September 2004 - In allen anderen Ländern der Welt sind mehr Männer als Frauen betroffen. Warum es in China anders ist, können die Forscher nicht erklären. [875]
Quelle: Lancet
2004;364:1062
China-Küche: Gesünder im Süden
17. Juni 2004 - Chinesisch essen kann man auf viele Arten. Besonders gesund scheint die südchinesische Küche zu sein: Im Süden Chinas leiden die Menschen seltener an zu hohem Blutdruck. Sie sind schlanker, salzen ihre Speisen weniger stark, nehmen mehr Vitamine und Kalzium, Magnesium und Posphor zu sich. [807]
Quelle: Hypertension
2004;43:1332
Schwanger im Passivrauch: mehr Aborte
26. Mai 2004 - Junge schwangere Frauen, die nicht rauchen, haben fast das doppelte Risiko für Abort, wenn ihr Partner zu Hause raucht. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Frauen in China. [791]
Quelle: Am J Epidemiology
2004;159:993
China vor Aids-Epidemie
17. Dezember 2003 - In China sind laut offiziellen Angaben bis zu einer Million Menschen mit HIV infiziert. Von den 1,2 Milliarden Chinesen haben fast 20 Prozent noch nie etwas von Aids gehört; nur 20 Prozent wissen, dass es durch Sex übertragen wird , und nur 2,6 Prozent, dass man sich durch Kondome schützen kann. [670]
Quelle: Lancet
2003;327:1383
Schützt Echinacea vor Erkältung?
04. Dezember 2003 - Nein, sagt eine Studie an über 400 Kindern, die vorbeugend mit einem Präparat von Echinacea (Sonnenhut) behandelt worden sind. Sie waren genau so häufig erkältet wie Kinder, die nur ein Scheinpräparat (Plazebo) bekommen haben. Jedoch haben sie häufiger Ausschläge an der Haut bekommen. Fazit: Diesen Einkauf kann man sparen. [660]
Quelle: JAMA
2003;290:2824
China: Kein Nachteil für Einzelkinder
01. Juni 2003 - Einzelkinder sind ebenso gesund wie Kinder mit Geschwistern. Sozial haben sie weniger Probleme. Das zeigt eine Studie in China, wo der Staat Familien mit nur einem Kind fördert. [485]
Quelle: Arch Dis Childhood
2003;88:467





