
News zu China
Grippe fördert Schlafkrankheit
Die normalerweise seltene Schlafkrankheit Narkolepsie hat nach der Grippe-Pandemie des Virus H1N1 weltweit stark zugenommen. Schuld daran ist das Virus und nicht die Impfung, wie neuste Beobachtungen in China zeigen. Die Abwehr des Immunsystems gegen die Grippe greift auch Nervenzellen an, die den Schlaf regeln. Dies führt tagsüber zu unkontrollierten Schlafanfällen. [2929]
26. August 2011 – Die Zeit
Rote Farbe macht Männer für Frauen sexuell attraktiver. Er kann zum Beispiel ein rotes Hemd oder T-Shirt tragen. In einem Experiment haben Frauen aus den USA, England, Deutschland und China sogar das schwarzweisse Bild eines Mannes anziehender gefunden, wenn dieses rot statt weiss gerahmt war. [2682]
5. August 2010 – Focus
Unter Hundertjährigen ist der Anteil jener, die täglich zehn Stunden schlafen, höher als im Durchschnitt der Bevölkerung. Das zeigt eine Studie an über fünfzehntausend Senioren in China. Dabei hängen drei Faktoren eng zusammen: guter Schlaf, gute Gesundheit und langes Leben. Wie sie genau zusammenhängen, darüber gibt die Studie keine Auskunft. Man vermutet, dass einerseits ein gesunder Schlaf die Gesundheit fördert. Wer andererseits krank ist, schläft oft auch schlechter. Immerhin räumt die Studie mit einem Vorurteil auf: Mit zunehmendem Alter muss der Schlaf nicht schlechter werden. [2569]
3. Mai 2010 – Telegraph
Gelbwurz könnte der Leber gut tun
Das asiatische Gewürz Kurkuma, Gelbwurz, macht die Leber von genetisch veränderten Mäusen widerstandsfähiger gegen Entzündung und Gallenstau. Vieles spricht dafür, dass das in der asiatischen Küche beliebte gelbe Pulver auch gut für die menschliche Leber sein könnte. In China und Indien schätzt man die verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma schon seit langem. [2497]
25. März 2010 – Welt
Schon eine einzige Tasse Grüntee pro Tag könne das Risiko für Lungenkrebs um das Fünffache senken. Bei Rauchern senke Grüntee das Risiko gar um das Zwölffache. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus China - einem Land, in dem bis vor kurzem noch behauptet wurde, Rauchen mache gesund. Dass Grüntee das Risiko senkt, bestätigen jedoch auch andere Studien. Ob der Tee nützt, hängt aber zum grossen Teil von einem bestimmten Gen ab. Wie auch immer, am besten ist es, erst einmal mit Rauchen aufzuhören. [2306]
18. Januar 2010 – BBC
Alkohol und Demenz: Auf die Dosis kommt es an
Wie schnell bei älteren Menschen leichte Gedächtnisschwächen zu einer richtigen Demenz werden, hängt unter anderem auch von Alkoholkonsum ab. Am längsten leistet das Hirn gegen den Abbau bei jenen Menschen Widerstand, die nur wenig bis mässig Alkohol trinken. Etwas schneller entwickelt sich Demenz bei Abstinenten, und am schnellsten bei starken Trinkern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über hundert Patienten in China. Eine ähnliche J-förmige Kurve findet man auch beim Zusammenhang zwischen Alkohol und den Krankheiten von Herz und Kreislauf. [2030]
29. Januar 2009 – PubMed PMID: 19154211
Passivrauchen schadet dem Kreislauf
Chinesinnen, die mit einem Raucher verheiratet sind, leiden häufiger als andere an schlecht durchbluteten Beinen bis hin zu zeitweisem Hinken oder der so genannten Schaufensterkrankheit. In China sind etwa vierzig Prozent aller Frauen zu Hause oder am Arbeitsplatz dem Passivrauchen ausgesetzt. [1986]
20. November 2008 – PubMed PMID: 18809795
China: Kranke Raucher sterben 18 bis 21 Jahre früher
In China, dem Land mit den meisten Rauchern weltweit, ist die Lebenserwartung von erkrankten Raucherinnen 21 Jahre geringer als im Durchschnitt, und erkrankte Raucher verlieren im Durchschnitt 18 Jahre ihres Lebens. [1861]
7. Mai 2008 – PubMed PMID: 18440825
Chinesen, die käuflichen Sex konsumieren, schützen sich deutlich schlechter vor Ansteckung als solche, die das nicht tun. Das zeigen sowohl Umfragen als auch Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten in China. [1802]
13. Februar 2008 – PubMed PMID: 18256918
Wer sich nach dem Training mit sanfter Musik entspannt, erholt sich schneller und besser als ohne Musik. Das zeigt ein Versuch mit dreissig Studenten in China. [1792]
30. Januar 2008 – PubMed PMID: 18212717
Koma-Patienten reagieren auf den eigenen Namen
Der eigene Name, von einer vertrauten Stimme gesprochen, löst bei einigen, wenn auch nicht bei allen Patienten, die im Koma liegen, messbare Reaktionen im Gehirn aus. Diese lassen sich mit einem Scanner aufzeichnen, wie eine Studie in China zeigt. Diese Methode kann dazu dienen, einen minimalen Rest von Bewusstsein bei Patienten nachzuweisen, die sonst keine Reaktionen mehr zeigen. [1572]
26. März 2007 – Neurology 2007;68:895
Syphilis kehrt nach China zurück
Nach einer massiven Epidemie in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war es in China gelungen, die Syphilis bis 1980 faktisch auszurotten. Jetzt ist sie wieder massiv auf dem Vormarsch: In den letzten Jahren hat die Häufigkeit um das Zweitausendfache zugenommen - von 0,01 auf rund 20 Fälle pro hunderttausend Geburten. [1506]
16. Januar 2007 – Lancet 2007;369:132
In China und Osteuropa vermehrt sich resistente Tuberkulose
Erreger von Tuberkulose, die gegen viele verschiedene Antibiotika unempfindlich (resistent) geworden sind, vermehren sich vor allem in den Staaten der früheren Sowjetunion und in China zum Teil rasant. Durch Einwanderung verbreiten sich die Erreger auch in anderen Gebieten der Welt. [1486]
19. Dezember 2006 – Lancet 2006;368:2142
Ob ein Chinese raucht oder nicht, hängt offenbar zu drei Vierteln von den Genen ab und nur zu einem Viertel von anderen Faktoren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als tausend Zwillingspaaren in China. Dort leben weltweit am meisten Raucher. [1454]
3. November 2006 – Int J Epidemiology 2006;35:1278
Besser fürs Hirn: Lesen statt Fernsehen
In China sind über fünftausend Senioren fünf Jahre lang regelmäßig auf ihre geistigen Fähigkeiten getestet worden. Jedes Jahr hat man bei über hundert von ihnen neu eine Demenz festgestellt. Das war am häufigsten der Fall bei Personen, die in ihrer Freizeit vor allem vor dem Fernseher sitzen. Geistig überdurchschnittlich fit sind regelmäßige Leser und Brettspieler. [1271]
29. März 2006 – Neurology 2006;66:911
Fachleute befürchten, dass sich in China bald eine ähnliche Aids-Tragödie abspielen könnte wie heute in Afrika. Schuld daran ist die Ein-Kind-Politik, die zu einem großen Überschuss an Männern geführt hat. Sobald diese ins sexuell aktive Alter kommen, erwartet man eine starke Zunahme der Prostitution und eine Ausbreitung von HIV, falls die Prävention mit Safer Sex und Kondomen scheitern sollte. [1020]
12. April 2005 – AIDS 2005;19:539
Deutlich mehr Hirnschläge nach Passivrauchen
Chinesinnen, die selber nicht rauchen, aber mit einem Raucher zusammen in einer Wohnung leben, sind deutlich mehr gefährdet durch Hirnschlag als Frauen in einer rauchfreien Wohnung. Das Risiko nimmt um 28 bis 62 Prozent zu, je nachdem, wie stark der Mann raucht. In China rauchen fast zwei Drittel der Männer, aber fast keine Frauen. [992]
3. März 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:213
China: Mehr Brustkrebs durch westliche Lebensweise
In Hongkong leidet heute jede 17. Frau an Brustkrebs, vor zwanzig Jahren war es noch jede 26. gewesen. Hongkong ist die am stärksten westlich geprägte Stadt Chinas. Im Westen ist Brustkrebs viel stärker verbreitet als im traditionellen China. [978]
11. Februar 2005 – JAMA 2005;293:715
China: Mehr Frauen als Männer schizophren
In allen anderen Ländern der Welt sind mehr Männer als Frauen betroffen. Warum es in China anders ist, können die Forscher nicht erklären. [875]
21. September 2004 – Lancet 2004;364:1062
China-Küche: Gesünder im Süden
Chinesisch essen kann man auf viele Arten. Besonders gesund scheint die südchinesische Küche zu sein: Im Süden Chinas leiden die Menschen seltener an zu hohem Blutdruck. Sie sind schlanker, salzen ihre Speisen weniger stark, nehmen mehr Vitamine und Kalzium, Magnesium und Posphor zu sich. [807]
17. Juni 2004 – Hypertension 2004;43:1332
Schwanger im Passivrauch: mehr Aborte
Junge schwangere Frauen, die nicht rauchen, haben fast das doppelte Risiko für Abort, wenn ihr Partner zu Hause raucht. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Frauen in China. [791]
26. Mai 2004 – Am J Epidemiology 2004;159:993
In China sind laut offiziellen Angaben bis zu einer Million Menschen mit HIV infiziert. Von den 1,2 Milliarden Chinesen haben fast 20 Prozent noch nie etwas von Aids gehört; nur 20 Prozent wissen, dass es durch Sex übertragen wird , und nur 2,6 Prozent, dass man sich durch Kondome schützen kann. [670]
17. Dezember 2003 – Lancet 2003;327:1383
Schützt Echinacea vor Erkältung?
Nein, sagt eine Studie an über 400 Kindern, die vorbeugend mit einem Präparat von Echinacea (Sonnenhut) behandelt worden sind. Sie waren genau so häufig erkältet wie Kinder, die nur ein Scheinpräparat (Plazebo) bekommen haben. Jedoch haben sie häufiger Ausschläge an der Haut bekommen. Fazit: Diesen Einkauf kann man sparen. [660]
4. Dezember 2003 – JAMA 2003;290:2824
China: Kein Nachteil für Einzelkinder
Einzelkinder sind ebenso gesund wie Kinder mit Geschwistern. Sozial haben sie weniger Probleme. Das zeigt eine Studie in China, wo der Staat Familien mit nur einem Kind fördert. [485]
1. Juni 2003 – Arch Dis Childhood 2003;88:467
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