Gesundheitstelegramm | Brustkrebs
Mädchen immer früher geschlechtsreif
17. Juni 2010 - Schon mit neun Jahren treten Mädchen heute in die Pubertät ein - im Durchschnitt ein Jahr früher als noch 1991 und mehr als fünf Jahre früher als noch vor hundertfünfzig Jahren. Das berichten Forscher der Uniklinik Kopenhagen. Sie schlagen Alarm, weil eine sehr frühe sexuelle Entwicklung die Mädchen psychisch überfordern kann. Auch die Risiken für Brustkrebs und Herzkrankheiten nehmen zu. Als Ursachen für die frühe Reife gelten eine bessere Ernährung und ein hoher Fleischkonsum. Aber auch Umweltchemikalien mit hormonähnlichen Eigenschaften, etwa Bisphenol A, kommen in Frage. [2646]
Quelle: Welt
Besser während Operation bestrahlen als danach
29. März 2010 - Mit einem neuen tragbaren Bestrahlungsgerät lassen sich Brustkrebs-Patientinnen schon während der Operation bestrahlen. Erste Tests in London zeigen eine sehr gute Wirkung: Von 77 so behandelten Patientinnen hatten nur gerade zwei innerhalb von sieben Jahren einen Rückfall. Sollten sich dieses vorläufige Ergebnis bestätigen, könnte man in vielen Fällen auf eine teure Nachbestrahlung in Zentren mit zum Teil langen Wartelisten verzichten. [2502]
Quelle: Telegraph
Stillen schützt vor Brustkrebs
24. März 2010 - Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]
Quelle: Ärztezeitung
Krebsgen hängt mit Wohlstand zusammen
17. Februar 2010 - Brustkrebs hat unter anderem auch genetische Ursachen. Eines der bekannten Krebsgene ist bei armen Frauen deutlich häufiger als bei reichen. Das ist in einer Studie in Grossbritannien entdeckt worden, wo Arm und Reich sich anhand der Wohngegend besonders deutlich unterscheiden lassen. Als Ursache vermutet man den ungesünderen Lebensstil bei sozial benachteiligten Menschen. Das Krebsgen führt zudem bei armen Frauen deutlich schneller zum Tod als bei reichen. Dieser Unterschied könnte auf schlechtere Behandlung oder stärkere Abneigung gegen Arztbesuche zurückgehen. [2420]
Quelle: Ärzteblatt
Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs
11. Februar 2010 - Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung. [2402]
Quelle: Ärzteblatt
Neue Fluglärmstudie: mehr Herzinfarkte, mehr Krebsfälle
12. Januar 2010 - Nicht nur Herz und Kreislauf leiden durch Fluglärm. Auch das Risiko für Krebs steigt. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt eine neue grosse Studie: In der Umgebung des Flughafens Frankfurt am Main sind über eine Million Krankenakten analysiert und mit Daten aus nicht von Lärm betroffenen Regionen verglichen worden. Der Fluglärm rund um Frankfurt erzeuge in einer Bevölkerung von 1,7 Millionen rund 5500 Herzanfälle, 6000 Schlaganfälle und 3000 Fälle von Brustkrebs, haben die Forscher berechnet. [2283]
Quelle: FAZ
Medikament gegen Osteoporose wirkt auch gegen Brustkrebs
14. Dezember 2009 - Bei älteren Frauen, die gegen Osteoporose ein Mittel mit dem Wirkstoff Biphosphonat nehmen, ist Brustkrebs um etwa ein Drittel seltener als bei gleichaltrigen Frauen ohne eine solche Behandlung. Dieses Ergebnis ist an einem Fachkongress in Texas vorgestellt worden. Man vermutet, dass Biphosphonat für Krebszellen giftig ist, nicht aber für gesunde Zellen. [2194]
Quelle: Ärztezeitung
Kein Alkohol mehr nach Brustkrebs
13. Dezember 2009 - Frauen, die eine Brustkrebsoperation gut überstanden haben, tun gut daran, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ihre Chancen, keinen Rückfall zu bekommen, stehen dann am besten. Nur schon drei oder vier Glas eine alkoholischen Getränks pro Woche erhöhen das Risiko eines Rückfalls um ein Drittel. Dies zeigt eine Studie an etwa 1900 Frauen nach Brustkrebs in den USA. [2192]
Quelle: CNN International
Weniger Brustkrebs nach Hormonstopp
04. Februar 2008 - Seit der Jahrtausendwende haben die Fälle von Brustkrebs in Frankreich deutlich abgenommen, obwohl sich drei Mal mehr Frauen mit Mammografie untersuchen lassen als noch vor wenigen Jahren. Doch immer weniger lassen sich heute nach der Menopause mit Hormonen behandeln. Laut Ansicht der Forscher ist das die einzige Erklärung für den günstigen Trend. [1795]
Quelle: PubMed
PMID: 18230565
Alkohol, Hormone und Brustkrebs
05. November 2007 - Frauen, die täglich Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren - aber nur dann, wenn sie Hormone nehmen. Ohne Hormone erhöht Alkohol das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Frauen in Kopenhagen. [1733]
Quelle: PubMed
PMID: 17966122
Pille hat keinen Einfluss auf Brustkrebs
11. Oktober 2007 - Die Antibabypille wirkt sich weder positiv noch negativ auf das Risiko für Brustkrebs aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Frauen in den USA. [1716]
Quelle: PubMed
PMID: 17906011
Gewicht ist bei Brustkrebs nur Nebensache
20. September 2007 - Frauen mit hohem Gewicht, die an Brustkrebs leiden, haben in der Regel schlechtere Chancen zu überleben. Dies gilt aber nur für Frauen, die sich wenig bewegen und wenig Gemüse und Früchte essen. Frauen, die gesund leben, werden mit ihrem Krebs am besten fertig, egal wie schwer sie sind. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Kalifornien. [1701]
Quelle: PubMed
PMID: 17557947
Autoabgase fördern Brustkrebs
19. Juli 2007 - Bei Frauen, die in jungen Jahren und bei der Geburt ihres ersten Kindes in der Nähe einer Hauptverkehrsader gewohnt haben, ist das Risiko für Brustkrebs etwa doppelt so hoch wie bei wenig belasteten Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in den USA. [1657]
Quelle: PubMed
PMID: 17632764
Brust: Selbstuntersuchung lohnt sich
18. Juni 2007 - Gerade bei den bösartigsten Arten von Brustkrebs stehen die Chancen am besten, sie durch Abtasten der Brust selbst zu entdecken. Über 40 Prozent dieser Krebstypen werden so entdeckt, wie eine Studie in Holland zeigt. [1634]
Quelle: PubMed
PMID: 17555911
Mütter und Brustkrebs
17. April 2007 - In jungen Jahren ist das Risiko für Bruskrebs bei kinderlosen Frauen kleiner als bei Müttern. Im Alter von vierzig Jahren kehrt sich das um: Danach haben Mütter das kleinere Risiko. Auch ist das Risiko kleiner bei Frauen, die ihr erstes Kind schon in jungen Jahren bekommen haben. [1590]
Quelle: PubMed
PMID: 17216325
Alkohol und Brustkrebs
13. April 2007 - Jedes zusätzliche Glas Alkohol pro Tag lässt bei Frauen das Risiko für Brustkrebs um drei Prozent steigen. Diese Zahl stützt sich auf eine Statistik an über einer Viertelmillion Frauen in Europa. [1588]
Quelle: PubMed
PMID: 17364225
Flavonoide können vor Brustkrebs schützen
09. April 2007 - Frauen, die häufig Flavonoide mit der Nahrung zu sich nehmen, haben ein um 25 bis 45 Prozent tieferes Risiko für Brustkrebs als Frauen, die nur wenig von diesen gelblichen Stoffen aus Pflanzen konsumieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreitausend Frauen in Long Island. Flavonoide kommen in vielen Gemüsesorten, im Tee, im Wein und in Kakao vor. [1584]
Quelle: PubMed
PMID: 17158855
Bewegung senkt Risiko für Brustkrebs
30. Januar 2007 - Frauen, die sich oft und gern bewegen, sind weniger anfällig auf Brustkrebs. Es muss nicht immer Sport sein: Gerade auch die Bewegung im Haushalt hat eine vorbeugende Wirkung. Sie macht immerhin etwa 20 bis 30 Prozent des Risikos aus, das für körperlich nicht aktive Frauen gilt. Zu diesem Schluss kommt eine große Studie mit über zweihunderttausend Frauen in neun Ländern Europas. [1517]
Quelle: Cancer EB&P
2007;16:36
Dick? Schlechtere Prognose bei Brustkrebs
30. Oktober 2006 - Frauen, die mit zwanzig übergewichtig sind (Body Mass Index über 25), haben kein höheres Risiko für Brustkrebs. Soweit die gute Nachricht. Falls sie später aber doch an Brustkrebs erkranken, haben sie ein mehr als doppelt so hohes Risiko, daran zu sterben als Frauen mit Idealgewicht. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in den USA. [1450]
Quelle: Cancer EB&P
2006;15:1871
Kalzium und Vitamin D gegen Brustkrebs?
22. August 2006 - Eine Anzahl von Studien weist darauf hin, dass Kalzium und Vitamin D der Entstehung von Brustkrebs entgegenwirken. Die Ergebnisse sind allerdings erst vorläufig. Um sie zu erhärten, sind weitere Studien nötig. [1401]
Quelle: Cancer EB&P
2006;15:1427
Nachts Licht, mehr Brustkrebs
08. August 2006 - Frauen, die nachts häufig aufwachen und Licht machen, haben ein um zwei Drittel höheres Risiko für Brustkrebs als Frauen, die durchschlafen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfhundert Frauen in New York. Ob das Licht eine Rolle spielt, ist nicht untersucht worden. Die Ursachen bleiben unklar. [1391]
Quelle: Am J Epidemiology
2006;164:358
Gewicht und Brustkrebs
16. Juli 2006 - Frauen, die nach der Menopause 25 Kilo schwerer sind als mit achtzehn Jahren, neigen mit einem 45 Prozent höheren Risiko zu Brustkrebs als jene, die ihr Gewicht halten konnten. Wer es gar schafft, nach der Menopause zehn Kilo abzunehmen, kann sein Risiko nochmals halbieren. Das zeigt eine Langzeitstudie an mehreren zehntausend Frauen in den USA. [1374]
Quelle: JAMA
2006:292:193
Brustkrebs: Mehr Lebensqualität durch Krafttraining
01. Juni 2006 - Bei Frauen, die Brustkrebs überlebt haben, wirkt sich Krafttraining zweimal pro Woche positiv auf das Wohlbefinden aus, sowohl körperlich als auch psychisch und sozial. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achtzig Frauen in den USA. [1329]
Quelle: Cancer
2006;106:2076
Brustkrebs: Gute Selbsthilfe übers Internet
26. April 2006 - Die meisten Beiträge in Foren von Selbsthilfegruppen über Brustkrebs im Internet sind auch aus Sicht von Experten in Ordnung. An der Universität von Texas sind über viertausend Beiträge solcher Foren von Experten beurteilt worden. Über 99 Prozent waren fachlich einwandfrei. Jene, die falsche Informationen enthielten, sind im Durchschnitt innerhalb von viereinhalb Stunden durch folgende Beiträge korrigiert worden. [1293]
Quelle: British Medical Journal
2006;332:939
Früchte besser als Pillen und Kapseln
25. November 2005 - Regelmäßig Früchte essen ist gesund und senkt das Risiko für Brustkrebs. Keinen Einfluss auf das Krebsrisiko haben dagegen Nahrungs-Zusätze in Form von Pillen oder Kapseln. Das zeigt eine Studie an über zweitausend Frauen in den USA. [1183]
Quelle: Am J Epidemiology
2005;162:943
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