Gesundheitstelegramm: Brustkrebs

News zu Brustkrebs

Boden-Keim soll neue Waffe gegen Krebs werden

Eine Bakterie der Gattung Clostridium gedeiht nur tief im Boden, wo kein Sauerstoff hinkommt. Die gleichen Bedingungen herrschen im Innern von festen Tumoren wie Brustkrebs, Prostatakrebs oder Hirntumor. Das wollen Forscher der Universität Nottingham jetzt nutzen, um mittels Clostridium-Keimen zelltötende Medikamente in den Krebs zu schleusen. Im gesunden Gewebe, wo stets Sauerstoff vorhanden ist, könnten die Keime nicht überleben und würden die Zellen von einem Angriff verschonen. Erste Versuche mit Krebspatienten sind 2013 geplant. [2935]

5. September 2011  –  BBC

Einer von zehn Krebsfällen durch Alkohol

Bei Männern ist jeder zehnte Krebs durch Alkohol verursacht, bei Frauen aber nur etwa jeder dreissigste. Das haben Krebsforscher aus Daten von mehr als einer Drittelmillion Personen aus acht europäischen Ländern berechnet. Alkohol fördert Krebs vor allem im Kopf- und Halsbereich sowie in der Leber und im Darm, bei Frauen auch Brustkrebs. [2844]

11. April 2011  –  Ärzteblatt

Mädchen immer früher geschlechtsreif

Schon mit neun Jahren treten Mädchen heute in die Pubertät ein - im Durchschnitt ein Jahr früher als noch 1991 und mehr als fünf Jahre früher als noch vor hundertfünfzig Jahren. Das berichten Forscher der Uniklinik Kopenhagen. Sie schlagen Alarm, weil eine sehr frühe sexuelle Entwicklung die Mädchen psychisch überfordern kann. Auch die Risiken für Brustkrebs und Herzkrankheiten nehmen zu. Als Ursachen für die frühe Reife gelten eine bessere Ernährung und ein hoher Fleischkonsum. Aber auch Umweltchemikalien mit hormonähnlichen Eigenschaften, etwa Bisphenol A, kommen in Frage. [2646]

17. Juni 2010  –  Welt

Besser während Operation bestrahlen als danach

Mit einem neuen tragbaren Bestrahlungsgerät lassen sich Brustkrebs-Patientinnen schon während der Operation bestrahlen. Erste Tests in London zeigen eine sehr gute Wirkung: Von 77 so behandelten Patientinnen hatten nur gerade zwei innerhalb von sieben Jahren einen Rückfall. Sollten sich dieses vorläufige Ergebnis bestätigen, könnte man in vielen Fällen auf eine teure Nachbestrahlung in Zentren mit zum Teil langen Wartelisten verzichten. [2502]

29. März 2010  –  Telegraph

Stillen schützt vor Brustkrebs

Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]

24. März 2010  –  Ärztezeitung

Krebsgen hängt mit Wohlstand zusammen

Brustkrebs hat unter anderem auch genetische Ursachen. Eines der bekannten Krebsgene ist bei armen Frauen deutlich häufiger als bei reichen. Das ist in einer Studie in Grossbritannien entdeckt worden, wo Arm und Reich sich anhand der Wohngegend besonders deutlich unterscheiden lassen. Als Ursache vermutet man den ungesünderen Lebensstil bei sozial benachteiligten Menschen. Das Krebsgen führt zudem bei armen Frauen deutlich schneller zum Tod als bei reichen. Dieser Unterschied könnte auf schlechtere Behandlung oder stärkere Abneigung gegen Arztbesuche zurückgehen. [2420]

17. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Antidepressivum schwächt Mittel gegen Brustkrebs

Mit der Diagnose Krebs werden Frauen eher depressiv, doch aufgepasst: Das häufig verschriebene Mittel Paroxetin gegen Depression schwächt das ebenfalls oft verschriebene Mittel Tamoxifen gegen Brustkrebs. Das ist in einer Studie an mehr als zweitausend Frauen im kanadischen Staat Ontario entdeckt worden. Von sieben Frauen mit dieser Kombination von Medikamenten stirbt im Durchschnitt eine innerhalb von fünf Jahren. Andere Antidepressiva vom Typ SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) haben keine solch fatale Nebenwirkung. [2402]

11. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Neue Fluglärmstudie: mehr Herzinfarkte, mehr Krebsfälle

Nicht nur Herz und Kreislauf leiden durch Fluglärm. Auch das Risiko für Krebs steigt. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt eine neue grosse Studie: In der Umgebung des Flughafens Frankfurt am Main sind über eine Million Krankenakten analysiert und mit Daten aus nicht von Lärm betroffenen Regionen verglichen worden. Der Fluglärm rund um Frankfurt erzeuge in einer Bevölkerung von 1,7 Millionen rund 5500 Herzanfälle, 6000 Schlaganfälle und 3000 Fälle von Brustkrebs, haben die Forscher berechnet. [2283]

12. Januar 2010  –  FAZ

Medikament gegen Osteoporose wirkt auch gegen Brustkrebs

Bei älteren Frauen, die gegen Osteoporose ein Mittel mit dem Wirkstoff Biphosphonat nehmen, ist Brustkrebs um etwa ein Drittel seltener als bei gleichaltrigen Frauen ohne eine solche Behandlung. Dieses Ergebnis ist an einem Fachkongress in Texas vorgestellt worden. Man vermutet, dass Biphosphonat für Krebszellen giftig ist, nicht aber für gesunde Zellen. [2194]

14. Dezember 2009  –  Ärztezeitung

Kein Alkohol mehr nach Brustkrebs

Frauen, die eine Brustkrebsoperation gut überstanden haben, tun gut daran, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ihre Chancen, keinen Rückfall zu bekommen, stehen dann am besten. Nur schon drei oder vier Glas eine alkoholischen Getränks pro Woche erhöhen das Risiko eines Rückfalls um ein Drittel. Dies zeigt eine Studie an etwa 1900 Frauen nach Brustkrebs in den USA. [2192]

13. Dezember 2009  –  CNN International

Weniger Brustkrebs nach Hormonstopp

Seit der Jahrtausendwende haben die Fälle von Brustkrebs in Frankreich deutlich abgenommen, obwohl sich drei Mal mehr Frauen mit Mammografie untersuchen lassen als noch vor wenigen Jahren. Doch immer weniger lassen sich heute nach der Menopause mit Hormonen behandeln. Laut Ansicht der Forscher ist das die einzige Erklärung für den günstigen Trend. [1795]

4. Februar 2008  –  PubMed PMID: 18230565

Alkohol, Hormone und Brustkrebs

Frauen, die täglich Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren - aber nur dann, wenn sie Hormone nehmen. Ohne Hormone erhöht Alkohol das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Frauen in Kopenhagen. [1733]

5. November 2007  –  PubMed PMID: 17966122

Pille hat keinen Einfluss auf Brustkrebs

Die Antibabypille wirkt sich weder positiv noch negativ auf das Risiko für Brustkrebs aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Frauen in den USA. [1716]

11. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17906011

Gewicht ist bei Brustkrebs nur Nebensache

Frauen mit hohem Gewicht, die an Brustkrebs leiden, haben in der Regel schlechtere Chancen zu überleben. Dies gilt aber nur für Frauen, die sich wenig bewegen und wenig Gemüse und Früchte essen. Frauen, die gesund leben, werden mit ihrem Krebs am besten fertig, egal wie schwer sie sind. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Kalifornien. [1701]

20. September 2007  –  PubMed PMID: 17557947

Autoabgase fördern Brustkrebs

Bei Frauen, die in jungen Jahren und bei der Geburt ihres ersten Kindes in der Nähe einer Hauptverkehrsader gewohnt haben, ist das Risiko für Brustkrebs etwa doppelt so hoch wie bei wenig belasteten Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in den USA. [1657]

19. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17632764

Brust: Selbstuntersuchung lohnt sich

Gerade bei den bösartigsten Arten von Brustkrebs stehen die Chancen am besten, sie durch Abtasten der Brust selbst zu entdecken. Über 40 Prozent dieser Krebstypen werden so entdeckt, wie eine Studie in Holland zeigt. [1634]

18. Juni 2007  –  PubMed PMID: 17555911

Mütter und Brustkrebs

In jungen Jahren ist das Risiko für Bruskrebs bei kinderlosen Frauen kleiner als bei Müttern. Im Alter von vierzig Jahren kehrt sich das um: Danach haben Mütter das kleinere Risiko. Auch ist das Risiko kleiner bei Frauen, die ihr erstes Kind schon in jungen Jahren bekommen haben. [1590]

17. April 2007  –  PubMed PMID: 17216325

Alkohol und Brustkrebs

Jedes zusätzliche Glas Alkohol pro Tag lässt bei Frauen das Risiko für Brustkrebs um drei Prozent steigen. Diese Zahl stützt sich auf eine Statistik an über einer Viertelmillion Frauen in Europa. [1588]

13. April 2007  –  PubMed PMID: 17364225

Flavonoide können vor Brustkrebs schützen

Frauen, die häufig Flavonoide mit der Nahrung zu sich nehmen, haben ein um 25 bis 45 Prozent tieferes Risiko für Brustkrebs als Frauen, die nur wenig von diesen gelblichen Stoffen aus Pflanzen konsumieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreitausend Frauen in Long Island. Flavonoide kommen in vielen Gemüsesorten, im Tee, im Wein und in Kakao vor. [1584]

9. April 2007  –  PubMed PMID: 17158855

Bewegung senkt Risiko für Brustkrebs

Frauen, die sich oft und gern bewegen, sind weniger anfällig auf Brustkrebs. Es muss nicht immer Sport sein: Gerade auch die Bewegung im Haushalt hat eine vorbeugende Wirkung. Sie macht immerhin etwa 20 bis 30 Prozent des Risikos aus, das für körperlich nicht aktive Frauen gilt. Zu diesem Schluss kommt eine große Studie mit über zweihunderttausend Frauen in neun Ländern Europas. [1517]

30. Januar 2007  –  Cancer EB&P 2007;16:36

Dick? Schlechtere Prognose bei Brustkrebs

Frauen, die mit zwanzig übergewichtig sind (Body Mass Index über 25), haben kein höheres Risiko für Brustkrebs. Soweit die gute Nachricht. Falls sie später aber doch an Brustkrebs erkranken, haben sie ein mehr als doppelt so hohes Risiko, daran zu sterben als Frauen mit Idealgewicht. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in den USA. [1450]

30. Oktober 2006  –  Cancer EB&P 2006;15:1871

Kalzium und Vitamin D gegen Brustkrebs?

Eine Anzahl von Studien weist darauf hin, dass Kalzium und Vitamin D der Entstehung von Brustkrebs entgegenwirken. Die Ergebnisse sind allerdings erst vorläufig. Um sie zu erhärten, sind weitere Studien nötig. [1401]

22. August 2006  –  Cancer EB&P 2006;15:1427

Nachts Licht, mehr Brustkrebs

Frauen, die nachts häufig aufwachen und Licht machen, haben ein um zwei Drittel höheres Risiko für Brustkrebs als Frauen, die durchschlafen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfhundert Frauen in New York. Ob das Licht eine Rolle spielt, ist nicht untersucht worden. Die Ursachen bleiben unklar. [1391]

8. August 2006  –  Am J Epidemiology 2006;164:358

Gewicht und Brustkrebs

Frauen, die nach der Menopause 25 Kilo schwerer sind als mit achtzehn Jahren, neigen mit einem 45 Prozent höheren Risiko zu Brustkrebs als jene, die ihr Gewicht halten konnten. Wer es gar schafft, nach der Menopause zehn Kilo abzunehmen, kann sein Risiko nochmals halbieren. Das zeigt eine Langzeitstudie an mehreren zehntausend Frauen in den USA. [1374]

16. Juli 2006  –  JAMA 2006:292:193

Brustkrebs: Mehr Lebensqualität durch Krafttraining

Bei Frauen, die Brustkrebs überlebt haben, wirkt sich Krafttraining zweimal pro Woche positiv auf das Wohlbefinden aus, sowohl körperlich als auch psychisch und sozial. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achtzig Frauen in den USA. [1329]

1. Juni 2006  –  Brain 2006;129:1240

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