
News zu Brustkrebs Risiko
Stillen schützt vor Brustkrebs
Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen. [2494]
24. März 2010 – Ärztezeitung
Neue Fluglärmstudie: mehr Herzinfarkte, mehr Krebsfälle
Nicht nur Herz und Kreislauf leiden durch Fluglärm. Auch das Risiko für Krebs steigt. Zu diesem alarmierenden Schluss kommt eine neue grosse Studie: In der Umgebung des Flughafens Frankfurt am Main sind über eine Million Krankenakten analysiert und mit Daten aus nicht von Lärm betroffenen Regionen verglichen worden. Der Fluglärm rund um Frankfurt erzeuge in einer Bevölkerung von 1,7 Millionen rund 5500 Herzanfälle, 6000 Schlaganfälle und 3000 Fälle von Brustkrebs, haben die Forscher berechnet. [2283]
12. Januar 2010 – FAZ
Kein Alkohol mehr nach Brustkrebs
Frauen, die eine Brustkrebsoperation gut überstanden haben, tun gut daran, ganz auf Alkohol zu verzichten. Ihre Chancen, keinen Rückfall zu bekommen, stehen dann am besten. Nur schon drei oder vier Glas eine alkoholischen Getränks pro Woche erhöhen das Risiko eines Rückfalls um ein Drittel. Dies zeigt eine Studie an etwa 1900 Frauen nach Brustkrebs in den USA. [2192]
13. Dezember 2009 – CNN International
Alkohol, Hormone und Brustkrebs
Frauen, die täglich Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren - aber nur dann, wenn sie Hormone nehmen. Ohne Hormone erhöht Alkohol das Risiko nicht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Frauen in Kopenhagen. [1733]
5. November 2007 – PubMed PMID: 17966122
Pille hat keinen Einfluss auf Brustkrebs
Die Antibabypille wirkt sich weder positiv noch negativ auf das Risiko für Brustkrebs aus. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Frauen in den USA. [1716]
11. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17906011
Bei Frauen, die in jungen Jahren und bei der Geburt ihres ersten Kindes in der Nähe einer Hauptverkehrsader gewohnt haben, ist das Risiko für Brustkrebs etwa doppelt so hoch wie bei wenig belasteten Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in den USA. [1657]
19. Juli 2007 – PubMed PMID: 17632764
In jungen Jahren ist das Risiko für Bruskrebs bei kinderlosen Frauen kleiner als bei Müttern. Im Alter von vierzig Jahren kehrt sich das um: Danach haben Mütter das kleinere Risiko. Auch ist das Risiko kleiner bei Frauen, die ihr erstes Kind schon in jungen Jahren bekommen haben. [1590]
17. April 2007 – PubMed PMID: 17216325
Jedes zusätzliche Glas Alkohol pro Tag lässt bei Frauen das Risiko für Brustkrebs um drei Prozent steigen. Diese Zahl stützt sich auf eine Statistik an über einer Viertelmillion Frauen in Europa. [1588]
13. April 2007 – PubMed PMID: 17364225
Flavonoide können vor Brustkrebs schützen
Frauen, die häufig Flavonoide mit der Nahrung zu sich nehmen, haben ein um 25 bis 45 Prozent tieferes Risiko für Brustkrebs als Frauen, die nur wenig von diesen gelblichen Stoffen aus Pflanzen konsumieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreitausend Frauen in Long Island. Flavonoide kommen in vielen Gemüsesorten, im Tee, im Wein und in Kakao vor. [1584]
9. April 2007 – PubMed PMID: 17158855
Bewegung senkt Risiko für Brustkrebs
Frauen, die sich oft und gern bewegen, sind weniger anfällig auf Brustkrebs. Es muss nicht immer Sport sein: Gerade auch die Bewegung im Haushalt hat eine vorbeugende Wirkung. Sie macht immerhin etwa 20 bis 30 Prozent des Risikos aus, das für körperlich nicht aktive Frauen gilt. Zu diesem Schluss kommt eine große Studie mit über zweihunderttausend Frauen in neun Ländern Europas. [1517]
30. Januar 2007 – Cancer EB&P 2007;16:36
Dick? Schlechtere Prognose bei Brustkrebs
Frauen, die mit zwanzig übergewichtig sind (Body Mass Index über 25), haben kein höheres Risiko für Brustkrebs. Soweit die gute Nachricht. Falls sie später aber doch an Brustkrebs erkranken, haben sie ein mehr als doppelt so hohes Risiko, daran zu sterben als Frauen mit Idealgewicht. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in den USA. [1450]
30. Oktober 2006 – Cancer EB&P 2006;15:1871
Frauen, die nachts häufig aufwachen und Licht machen, haben ein um zwei Drittel höheres Risiko für Brustkrebs als Frauen, die durchschlafen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünfhundert Frauen in New York. Ob das Licht eine Rolle spielt, ist nicht untersucht worden. Die Ursachen bleiben unklar. [1391]
8. August 2006 – Am J Epidemiology 2006;164:358
Frauen, die nach der Menopause 25 Kilo schwerer sind als mit achtzehn Jahren, neigen mit einem 45 Prozent höheren Risiko zu Brustkrebs als jene, die ihr Gewicht halten konnten. Wer es gar schafft, nach der Menopause zehn Kilo abzunehmen, kann sein Risiko nochmals halbieren. Das zeigt eine Langzeitstudie an mehreren zehntausend Frauen in den USA. [1374]
16. Juli 2006 – JAMA 2006:292:193
Früchte besser als Pillen und Kapseln
Regelmäßig Früchte essen ist gesund und senkt das Risiko für Brustkrebs. Keinen Einfluss auf das Krebsrisiko haben dagegen Nahrungs-Zusätze in Form von Pillen oder Kapseln. Das zeigt eine Studie an über zweitausend Frauen in den USA. [1183]
25. November 2005 – Am J Epidemiology 2005;162:943
Brustkrebs: Alkohol fördert, Folsäure schützt
Frauen, die regelmäßig Alkohol trinken, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs als Abstinentinnen. Umgekehrt wirkt Folsäure, sie schützt vor Brustkrebs, und zwar auch bei Frauen, die Alkohol trinken. Das zeigt eine Studie an über 17000 Frauen in Australien. [1149]
10. Oktober 2005 – British Medical Journal 2005;331:807
Frauen, die oft gestresst sind, haben ein 40 Prozent tieferes Risiko für Brustkrebs als Frauen, die ein ruhiges Leben führen. Das zeigt eine Studie an über 6000 Frauen in Dänemark. Dass Stress gesund sei, darf man daraus allerdings nicht schließen! Das Risiko für Herz-, Kreislauf- und andere Krankheiten dürfte wohl stärker ins Gewicht fallen als der Schutz vor Brustkrebs. [1129]
12. September 2005 – British Medical Journal 2005;331:548
Mittel gegen Brustkrebs senkt Risiko für Infarkt
Immerhin eine gute Kunde für Patientinnen, die wegen Brustkrebs mit Tamoxifen behandelt werden müssen: Das Mittel senkt das Risiko für Herzinfarkt auf etwa die Hälfte. [1016]
6. April 2005 – Arch Dis Childhood 2005;90:359
Gelbes und rotes Gemüse gegen Brustkrebs
Die Carotinoide, gelbe und rote Farbstoffe im Gemüse, wirken vorbeugend gegen Brustkrebs bei Frauen. Frauen, die am meisten von diesen Stoffen konsumieren, haben ein fast um die Hälfte kleineres Risiko als Frauen, die am wenigsten davon nehmen. Das zeigt eine Studie an fast zweitausend Frauen in Boston. Bei Gemüse im allgemeinen hat eine grosse europäische Studie allerdings keine vorbeugende Wirkung gegen Brustkrebs festgestellt. [987]
24. Februar 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:153
Stress bei der Arbeit: kein Risiko für Brustkrebs
Stress im Job mag zwar ungesund sein, doch wenigstens fördert er bei Frauen nicht Brustkrebs. Das zeigt eine Studie an über 30'000 Frauen in den USA. [936]
15. Dezember 2004 – Am J Epidemiology 2004;160:1079
Schnell gewachsen, mehr Brustkrebs
Mädchen, die in ihrer Jugend schneller als andere in die Höhe geschossen sind, haben ein bis um die Hälfte höheres Risiko, als Frau an Brustkrebs zu erkranken. [772]
29. April 2004 – Am J Epidemiology 2004;159:671
Brustkrebs: Frauen überleben länger
Das Risiko, an einem wiederholt auftretenden Brustkrebs zu sterben, hat seit 1974 um etwa 30 Prozent abgenommen. [690]
14. Januar 2004 – Gut 2004;53:58
«Elektrosmog»: kein höheres Risiko für Krebs
In Kalifornien hat man bei 700 Patientinnen mit Brustkrebs und bei 700 gesunden Frauen die Belastung durch Elektro-Strahlen zu Hause gemessen. Fazit: kein Unterschied. [646]
18. November 2003 – Am J Epidemiology 2003;158:969
Brustkrebs: Frauen überschätzen Früherkennung
Eine Mammografie kann das Risiko, Brustkrebs zu bekommen, nicht senken. Doch zwei Drittel aller Frauen glauben das. Die Ärzte tun offenbar nichts, um die Frauen von ihrem Irrtum abzubringen: Je häufiger eine Frau die Untersuchung hat machen lassen, desto mehr überschätzt sie ihren Nutzen. [629]
31. Oktober 2003 – Int J Epidemiology 2003;32:816
Sport kann vor Brustkrebs schützen, und zwar am besten dann, wenn man ihn möglichst lange, aber nicht unbedingt intensiv betreibt. Ideal ist also Walking, drei Stunden und mehr pro Woche: Es kann das Risiko um fast 20 Prozent senken. [583]
16. September 2003 – JAMA 2003;290:1331
Frauen, die Hormone nehmen (Östrogen, Progestagen oder beides), haben ein deutlich höheres Risiko für Brustkrebs. Das zeigt eine Studie an über einer Million Frauen in England. [552]
8. August 2003 – Lancet 2003;362:419
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Brustkrebs
Der häufigste Krebs der Frau hat viele Ursachen. Gesund leben, viel Sport und Früherkennung sind die wichtigsten Massnahmen.
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