
News zu BMI
Bauchfett, nicht BMI verkürzt das Leben
Ein dicker Bauch steigert das Risiko, bald zu sterben, um 70 Prozent. Ein hoher Body Mass Index (BMI) senkt dagegen dieses Risiko um etwa ein Drittel. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von fünf Studien bei insgesamt über fünfzehntausend Personen. Ob Fett der Gesundheit schadet oder nicht, hängt also sehr davon ab, wo es sich ansetzt. Fett am Bauch beeinflusst den Stoffwechsel viel stärker als anderswo im Körper. Deshalb sagt der Bauchumfang und dessen Verhältnis zur Körpergrösse (WHtR) mehr über die Gesundheitsrisiken aus als der Body Mass Index. [2858]
3. Mai 2011 – Medpage Today
Bauchspeck ist Risiko auch bei Normalgewicht
Frauen mit einem Bauchumfang von mehr als 110 cm haben ein doppelt so hohes Risiko, vorzeitig zu sterben als mit 75 cm und weniger. Bei Männern gilt dasselbe für mehr als 120 cm verglichen mit weniger als 90 cm. Das Gewicht oder der Body Mass Index spielen dabei keine Rolle: Auch ein idealer BMI von 23 garantiert keine gute Gesundheit, wenn sich Fett am Bauch ansetzt. Im Gegenteil: Bei normalgewichtigen Frauen erhöhen 10 cm mehr Bauchfett das Risiko um 25 Prozent, bei übergewichtigen Frauen nur gerade um 13 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an über fünftausend Frauen und neuntausend Männern in den USA. [2687]
12. August 2010 – Ärztezeitung
Fettwelle rollt aus den USA auf uns zu
Die amerikanischen Kinder werden immer dicker: Schon 7,3 Prozent der Buben und 5,5 Prozent der Mädchen sind extrem fettleibig - also mit einem Body Mass Index BMI 35 und mehr. Der Trend zeigt nach oben, auch in Deutschland. Dort gelten schon über 6 Prozent der Kinder als fettleibig, mit einem BMI 30 und mehr. Experten befürchten enorme gesundheitliche Probleme in zehn bis zwanzig Jahren, da Fettleibigkeit die gesunde Lebensspanne um zehn bis zwanzig Jahre verringert. [2486]
20. März 2010 – Spiegel
Studie stellt Body Mass Index in Frage
Das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere Ursachen vorzeitigen Todes hat keinen Zusammenhang mit dem Body Mass Index BMI. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Uni in München. Die deutschen Forscher haben Daten von etwa zehntausend Personen über vier bis achteinhalb Jahre hinweg ausgewertet. Besser geeignet als der BMI sei der Taillenumfang auf Höhe des Bauchnabels, geteilt durch die Körpergrösse. Bei diesem WHtR (Waist-to-Height Ratio) liegt der kritische Wert für Männer und Frauen unter 40 Jahren bei 0,5 und für über 50-Jährige bei 0,6. [2450]
3. März 2010 – Stern
Der BMI braucht Senioren nicht mehr zu kümmern
Ein Body Mass Index über 25 oder gar über 30 gilt offiziell als Übergewicht oder gar als Fettleibigkeit und soll angeblich das Leben verkürzen. Nicht so bei über 70-Jährigen, zeigt eine Studie an über neuntausend Senioren in Australien. Danach ist das Risiko, bald zu sterben, bei sogenannt Übergewichtigen um 13 Prozent tiefer als bei Senioren mit Normalgewicht. Bei Fettleibigen steigt es dann wieder auf das Niveau der Normalgewichtigen an. [2355]
29. Januar 2010 – Medpage Today
Das Volumen des Hirns bei älteren Menschen hängt unter anderem vom Body Mass Index (BMI) ab: Bei Personen mit einem BMI über 25 hat man ein messbar kleineres Hirnvolumen gefunden als bei schlankeren Personen. Dazu hat man in den USA über neunzig Senioren untersucht, allerdings ohne deren Fitness oder sportliche Aktivität zu berücksichtigen. Bekanntlich hilft Sport das Gewicht zu senken und fördert gleichzeitig die Leistung des Hirns. [2120]
13. August 2009 – PubMed PMID: 19662657
Fitte Dicke fühlen sich besser
Frauen, die mit einem Body Mass Index (BMI) von 30 und mehr medizinisch als fettleibig gelten, fühlen sich deutlich besser, wenn sie fit sind. Sie sind mit ihrem Leben grundsätzlich besser zufrieden und sind weniger depressiv. Auch schätzen sie ihre Gesundheit und ihr körperliches Aussehen realistischer ein als jene, die kaum Sport treiben. Selbst wenn es einer Frau also nicht gelingen sollte, durch Sport abzunehmen, so kann sie doch viel besser mit ihrem Gewicht leben. [2061]
13. März 2009 – PubMed PMID: 19218668
Dicke medizinisch schlechter versorgt
Frauen mit einem Body Mass Index (BMI) ausserhalb des normalen Bereiches besuchen seltener den Zahnarzt und die Dentalhygiene. Dicke Frauen unterziehen sich seltener einem Pap-Test, und dünne seltener einer Mammografie. Schuld daran ist wahrscheinlich das negative Gefühl gegenüber dem eigenen Körper. [1980]
12. November 2008 – PubMed PMID: 18843937
Dickere Frauen besser dran mit ihren Lungen
Die Lungen von Frauen mit einem Body Mass Index (BMI) von 25 bleiben nach den Wechseljahren stärker als jene von Frauen mit BMI 23 oder darunter. Das zeigt eine Studie an über viertausend Frauen in Norwegen. BMI 25 ist laut WHO die Grenze zum Übergewicht. [1746]
22. November 2007 – PubMed PMID: 18028993
Treppensteigen hält Männer schlanker
Der Body Mass Index (BMI) von Männern, die in einem Haus ohne Lift im vierten Stock wohnen, ist im Durchschnitt um fast eine Einheit niedriger als bei Männern aus dem Erdgeschoss. Bei Frauen gibt es keinen solchen Unterschied. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehreren tausend Personen in acht europäischen Städten. [1728]
29. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17955028
Gewicht günstig bei Asthma im Alter
Ältere Asthmatiker mit einem Body Mass Index (BMI) von über 25 haben bessere Chancen zu überleben als solche mit einem so genannten Normalgewicht von 22 bis 25. Am meisten gefährdet sind die Patienten mit einem BMI unter 22. Das zeigt eine Studie an mehreren hundert älteren Patienten in Italien. [1709]
2. Oktober 2007 – PubMed PMID: 17890479
Wer sich zu dick fühlt bewegt sich weniger
Schlimmer als das tatsächliche Gewicht wirkt sich das Gefühl, zu dick zu sein, negativ auf das Verhalten aus. So zeigt eine Studie an über sechzehntausend Australiern, dass sich Männer mit einem Body Mass Index (BMI) von über 25 in ihrer Freizeit genauso viel Sport treiben wie jene mit einem BMI unter 25. Deutlich träger sind dagegen jene, die sich zu dick finden - egal wie dick sie tatsächlich sind. Vor diesem Hintergrund scheinen all die Kampagnen gegen das Übergewicht, wie sie weltweit seit einigen Jahren in Mode gekommen sind, wenig sinnvoll zu sein. [1677]
17. August 2007 – PubMed PMID: 17684508
Hohes Idealgewicht nach Bypass-Operation
Der ideale Body Mass Index (BMI) für Patienten nach einer Bypass-Operation an den Herzkranzgefässen liegt bei 30, also sehr viel höher als das, was für Gesunde als annehmbar gilt: Die Sterblichkeit nach dem Eingriff ist dann am geringsten. Sowohl für tiefere als auch für höhere Gewichte steigt sie jeweils an. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über achtzigtausend Herzpatienten in den USA. [1668]
4. August 2007 – PubMed PMID: 17588373
Nahrung, die den Zähnen viel Widerstand bietet und so die Kaumuskeln zum Arbeiten zwingt, verbessert die Statur. Zwar nimmt der Body Mass Index (BMI) nicht ab, jedoch setzt sich um die Taille weniger Fett an, also dort, wo es am schädlichsten ist. Das zeigt eine japanische Studie an über vierhundert jungen Frauen. [1653]
13. Juli 2007 – PubMed PMID: 17616782
Das Knie leidet unter zu hohem Gewicht
Bei einem Body Mass Index (BMI) von mehr als 27 ist das Risiko einer Arthritis im Knie dreimal höher als bei einem BMI im normalen Bereich. Das hat man in einer Studie an über dreitausend Personen in Rotterdam herausgefunden. Immerhin gibt es aber auch eine gute Nachricht: Die Hüfte ist nicht betroffen. [1539]
21. Februar 2007 – Ann Rheumatic Diseases 2007;66:158
Fettleibig trotz normalen Gewicht
In Italien haben Ärzte ein neues Syndrom entdeckt: Normalgewicht-Fettsucht. Es kommt offenbar nur bei Frauen vor. Diese haben ein normales Gewicht und einen normalen Body Mass Index (BMI), jedoch einen zu hohen Fettanteil mit über 30 Prozent des Körpergewichts. Wegen zu wenig fettfreier Masse, vor allem Muskeln, ist ihr Gewicht trotzdem im normalen Bereich. Das reichlich vorhandene Körperfett erzeugt aber zum Teil die gleichen Symptome, wie sie für übergewichtige, fettleibige Frauen typisch sind. Dazu gehören die Neigung zu Entzündungen und ein höheres Risiko für Herz und Kreislauf. [1509]
19. Januar 2007 – Am J Clin Nutrition 2007;85:40
Schlank liebt Schlank, Dick liebt Dick
Bei der Wahl des Ehepartners spielt der Body Mass Index BMI eine wichtige Rolle: Menschen mit einer ähnlichen Figur fühlen sich am stärksten zueinander hingezogen. Das zeigt eine schwedische Studie, in der auch die Folgen für den Nachwuchs untersucht worden sind: Die Kinder von dicken Paaren sind zu 20 Prozent ebenfalls dick, jene von schlanken Paaren sind zu mehr als 98 Prozent ebenfalls schlank. [1495]
1. Januar 2007 – Am J Epidemiology 2007;165:101
Bewegen gegen Krebs der Gebärmutter
Frauen, die sich viel bewegen, haben ein etwa zwanzig Prozent tieferes Risiko für Gebärmutterkrebs als Frauen, die meistens vor dem Fernseher sitzen. Das gilt auch für Frauen, die trotz viel Bewegung übergewichtig sind: Der Body Mass Index (BMI) spielt hier für einmal keine Rolle. Vielmehr scheint die Bewegung an sich günstig zu wirken. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über dreißigtausend Frauen in Schweden. [1478]
7. Dezember 2006 – Cancer EB&P 2006;15:2136
Wenn der Body Mass Index (BMI) den Wert von 30 erreicht, nimmt das Volumen der Lungen massiv ab. Beim normalen Atmen fällt das nicht ins Gewicht. Jedoch verfügen die Lungen über massiv weniger Reserven. Das heisst, sie arbeiten ständig nahe an ihrer Leistungsgrenze. [1436]
10. Oktober 2006 – Chest 2006;130:827
Training macht auch die Leber fit
Wer fit ist, dessen Leber leistet mehr und ist besser davor gefeit, zu verfetten. Das zeigt eine Studie am Cooper-Institut in Dallas, Texas. Dort hat man die Leistungen von Personen auf dem Laufband mit ihren Leberwerten verglichen. Gut für die Leber ist auch ein kleiner Body Mass Index (BMI) und möglichst wenig Fett am Bauch. [1355]
27. Juni 2006 – Gastroenterology 2006;130:2023
Frauen, die Sport treiben, haben ein um die Hälfte vermindertes Risiko für die Hodgkin-Krankheit, eine Form von Lymphkrebs. Mindestens zum Teil wirkt Sport auch über das Körpergewicht, denn mit dem Body Mass Index (BMI) sinkt auch das Risiko. [1351]
23. Juni 2006 – Cancer EB&P 2006;15:1095
Fettansatz am Bauch wirkt sich negativ auf die Leistung der Lungen aus. Weniger deutlich ist der Zusammenhang mit dem Body Mass Index (BMI). Das haben Messungen bei über zweitausend Personen in New York gezeigt. [1306]
9. Mai 2006 – Chest 2006;129:853
Zu schlank ist auch nicht gut für das Herz
Sinkt der Body Mass Index (BMI) unter 20, dann nimmt das Risiko für Angina pectoris und Herzinfarkt zu. Das zeigt eine Studie an über zweihunderttausend Chinesen. Bei einem BMI über 20 hingegen entwickeln sich das Gewicht und das Herzrisiko in die gleiche Richtung. [1266]
22. März 2006 – Int J Epidemiology 2006;35:141
Hoher BMI muss nicht immer ein Problem sein
Wenn der Body Mass Index (BMI) über 25 oder gar über 30 liegt, der Bauchumfang aber bei Frauen weniger als 88 cm und bei Männern weniger als 102 cm misst, dann sind die Blutfette (Cholesterin) im grünen Bereich. Das zeigt eine Studie an über 500 Frauen und Männern in Spanien. Bei günstigen Blutfetten schätzt man das Risiko für Herz und Kreislauf als gering ein. [1228]
27. Januar 2006 – Am J Clin Nutrition 2006;83:30
Je mehr Kilos, desto weniger Selbstmorde
Menschen mit einem hohen Body Mass Index (BMI) neigen weniger zu Selbstmord als Schlanke oder Untergewichtige: Nimmt der BMI um 5 Punkte zu, sinkt das Risiko für Selbstmord um 15 Prozent. Das zeigt eine Studie an über einer Million schwedischer Männer. [1209]
2. Januar 2006 – Am J Epidemiology 2006;163:1
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