Gesundheitstelegramm: Blutzucker

News zu Blutzucker

Gut geschlafen, weniger Appetit

Beim Anblick von Speisen greift ein Mensch umso eher zu, je weniger er geschlafen hat. Das zeigt ein Experiment mit zwölf gesunden Freiwilligen in Schweden. Der durch Schlafmangel erzeugte Appetit ist unabhängig vom Blutzucker und vom Hungergefühl. Fazit: Wer abnehmen will, profitiert von einem gesunden Schlaf. [3028]

23. Januar 2012  –  Ärzteblatt

Schichtarbeit: Auf Blutzucker achten

Wer jahrelang Nachtschicht arbeitet, tut gut daran, seinen Blutzuckerspiegel im Auge zu behalten: Nach drei Jahren Wechsel zwischen Tages- und Nachtschichten kann das Risiko für Diabetes um 20 Prozent ansteigen, nach zehn Jahren um 40 und nach zwanzig Jahren sogar um fast 60 Prozent. Das zeigt eine Studie mit über hunderttausend Frauen in den USA. Entscheidend ist der jahrelange Wechsel zwischen Tages- und Nachtarbeit. Kurzzeitige Nachteinsätze sind kein Problem. [3006]

20. Dezember 2011  –  Ärztezeitung

7 Tipps, um 90 Jahre alt zu werden

1. Aktiv bleiben. 2. Cholesterinwert kennen und wenn nötig kontrollieren. 3. Gesund essen. 4. Blutdruckwerte kennen und wenn nötig kontrollieren. 5. Körpergewicht im gesunden Bereich halten. 6. Blutzuckerwert kennen und wenn nötig Diabetes behandeln. 7. Tabak meiden. Wer alle sieben Tipps umsetzt, habe eine neunzigprozentige Chance, neunzig Jahre oder älter zu werden, sagt ein amerikanischer Herzspezialist. [2966]

24. Oktober 2011  –  UPI Health News

Altersdiabetiker: Blutzucker nicht zu tief einstellen

Senioren mit Diabetes leben am längsten mit einem Langzeit-Blutzuckerwert von 6 bis 8 Prozent. Für jüngere Erwachsene gelten sonst 6 Prozent als normale Obergrenze. Bei Werten über 8 und unter 6 Prozent nehmen Komplikationen und Sterblichkeit zu, wie jetzt eine amerikanische Studie an über siebzigtausend Patienten zeigt. [2853]

26. April 2011  –  Ärzteblatt

Weniger Diabetes mit Vollkornreis

Wer täglich braunen Vollkornreis statt weissen, polierten Reis isst, kann sein Risiko für Diabetes vom Typ 2 um etwa 16 Prozent senken. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie an fast zweihunderttausend Personen in den USA. Brauner Reis lässt den Blutzuckerspiegel weniger rasch ansteigen als weisser Reis. Daneben könnte auch eine Rolle spielen, dass Konsumenten von braunem Reis sich auch sonst gesünder ernähren als der Durchschnitt. [2645]

16. Juni 2010  –  Ärzteblatt

Schlafmangel verstärkt Neigung zu Diabetes

Schon eine einzige Nacht mit einem Schlafdefizit von vier Stunden reicht aus, um bei gesunden Menschen die Wirkung des Insulins auf den Blutzuckerspiegel um bis zu 25 Prozent zu senken. Eine solche Insulinresistenz gilt, wenn sie dauerhaft anhält, als Vorstufe zu Diabetes vom Typ 2. Die Wirkung des Schlafmangels auf den Blutzucker ist in einem Versuch in Holland entdeckt worden. Die holländischen Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen dem immer kürzeren Schlaf und dem immer häufigeren Diabetes in den westlichen Ländern. [2576]

7. Mai 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Diabetes-Risiko: Fitness besser als Medikamente

Bei Insulinresistenz (Prädiabetes) nützt es nichts, mit Medikamenten den Blutdruck oder den Blutzuckerspiegel zu senken, denn das kann die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2 nicht stoppen. Zu diesem Schluss kommen verschiedene Studien an insgesamt über neuntausend Patienten in vierzig Ländern. Doch wer übergewichtig ist und sein Gewicht um 5 Prozent senkt, kann das Risiko für Diabetes deutlich reduzieren. Nur Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes wirksam vor. [2481]

17. März 2010  –  BBC

Vorfreude auf Leckeres schützt vor Diabetes

Wenn bei Duft von Braten oder frisch gebackenem Brot das Wasser im Mund zusammenläuft, kurbelt der Körper auch die Produktion von Insulin an: So ist er gerüstet, den bevorstehenden Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verarbeiten. Bei Menschen mit Diabetes vom Typ 2 ist diese Reaktion geschwächt. Zu diesem Schluss kommen zwei Studien amerikanischer und schwedischer Forscher. Wer also die körperliche Vorfreude auf eine Mahlzeit nicht kennt, tut vielleicht gut daran, seinen Blutzucker kontrollieren zu lassen. [2470]

12. März 2010  –  Spiegel

Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker

Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]

2. März 2010  –  Focus

Bald künstliches Pankreas für Diabetiker

Die künstliche Bauchspeicheldrüse misst ständig den Blutzuckerspiegel und gibt mit einer kleinen Pumpe die nötige Menge Insulin ins Blut ab. Der Prototyp eines solchen Gerätes hat sich in einer klinischen Studie bewährt. Insulin-Sensoren und Insulinpumpen gibt es schon seit Jahren. Neu ist nur die Software für die Steuerung. Ist das Gerät erst einmal marktreif, werden davon Menschen mit Diabetes vom Typ 1 profitieren können. [2388]

8. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Diabetes: Warnung vor zu tiefem Blutzucker

Diabetiker, die auf Insulin angewiesen sind und ihren Blutzuckerspiegel damit auf zu tiefe Werte senken, leben kürzer als jene mit einem höheren Blutzucker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Uni Cardiff. Doch die schottischen Forscher warnen Patienten davor, das Insulin nicht mehr zu nehmen. Vielmehr sollten sie mit ihrem Arzt über ihr persönliches Blutzuckerziel reden und versuchen, dieses nicht zu unterschreiten. [2353]

28. Januar 2010  –  BBC

Gallensteine zeigen Risiko für Diabetes an

Wer an Gallensteinen leidet, hat ein über vierzig Prozent höheres Risiko für Diabetes. Das zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Ernährungsforschung an den Daten von 25000 Personen. Gallensteine und Diabetes haben eine gemeinsame Ursache - der Körper vermag nicht (mehr) richtig auf das Insulin zu reagieren. Menschen mit Gallensteinen tun also gut daran, ihren Blutzucker messen zu lassen. Im Unterschied dazu gibt es keinen Zusammenhang zwischen Nierensteinen und Diabetes. [2345]

27. Januar 2010  –  Standard

Satter Bauch entscheidet besser

Wer etwas Wichtiges zu entscheiden hat, sollte vorher gut essen. Denn ein hoher Blutzuckerspiegel bringt Menschen eher dazu, an die Zukunft zu denken und dafür zu planen. Ist aber der Blutzucker tief, stehen eher kurzfristige Bedürfnisse im Vordergrund. Das zeigt ein psychologisches Experiment an der Uni von South Dakota. Hungrige Studenten haben sich dafür entschieden, schnell eine kleinere Summe Geld zu gewinnen, während satte das Angebot wählten, länger zu warten und dafür mehr zu bekommen. [2344]

27. Januar 2010  –  Focus

Schrittzähler halbiert Risiko für Diabetes

Ein kleines Gerät, das man sich an den Körper schnallt und das die Schritte zählt, kann das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, auf die Hälfte reduzieren. Dies gilt für Personen mit bereits erhöhten Blutzuckerspiegeln. Deren Werte sinken dann nach einem Jahr mit Schrittzähler um durchschnittlich 15 Prozent. Für Menschen, die zu Trägheit neigen, erleichtert der Schrittzähler die tägliche Kontrolle, ob man sein Bewegungsziel erreicht hat oder nicht. [2259]

5. Januar 2010  –  Telegraph

Nach Rauchstopp: Vorsicht Zucker!

Raucher haben unter anderem ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko für Diabetes. Rauchstopp lohnt sich, doch Vorsicht: Die Zunahme des Risikos kann sich nach dem Aufhören zunächst auf 70 Prozent mehr als verdoppeln. In den folgenden Jahren sinkt es dann rasch und fällt nach zehn Jahren auf das Niveau einer Person, die nie geraucht hat. Fazit: Aufhören lohnt sich, und danach ist es ratsam, Gewicht und Blutzucker gut im Auge zu behalten. [2255]

5. Januar 2010  –  Spiegel

Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe

Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]

13. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19402773

Laktat ist Energie fürs Hirn

Milchsäure (Laktat) bildet sich bei starker Anstrengung in den Muskeln und reichert sich im Blut an. Zusammen mit dem Blutzucker dient es dem Hirn als Energiequelle. Steigt der Laktatwert beim Sport, drosselt das Hirn den Verbrauch an Blutzucker und steigert die Verwertung des Laktats. Dies zeigen Laborversuche an jungen gesunden Menschen in Kopenhagen. Dies könnte mit erklären, warum die Intelligenz bei körperlicher Anstrengung zunimmt. [2082]

17. April 2009  –  PubMed PMID: 19337275

Kürzer, dafür öfter trainieren

Sich bewegen ist gesund, und die meisten Experten empfehlen eine halbe Stunde mässige bis intensive körperliche Anstrengung pro Tag. Für Herz und Kreislauf spielt es keine Rolle, ob man dieses Training an einem Stück leistet oder in mehrere kurze Abschnitte aufteilt. Für Diabetiker ist es jedoch besser, dreimal täglich je zehn Minuten zu trainieren. Die Regulierung des Blutzuckers ist dann besser, wie eine Studie der Universität Kopenhagen zeigt. Die Experten vermuten, dass mehrmaliges Training mehr Energie verbrennt als ein gleichlanges Training am Stück. [2068]

24. März 2009  –  PubMed PMID: 19291864

Kamillentee gut bei Diabetes

Kamillentee hilft mit, den Anstieg des Blutzuckers zu dämpfen, und kann deshalb bei Diabetikern dazu beitragen, die Zuckerwerte stabil zu halten. Zu diesem Schluss kommt eine japanische Studie. [1967]

24. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18681440

Zuviel und zuwenig Zucker ist Risiko für das Hirn

Schwankungen des Blutzuckers bekommen dem Hirn schlecht, deckt doch dieses Organ seinen gesamten Energiebedarf aus Zucker. Zu den negativen Folgen der Zuckerkrankheit (Diabetes) gehört deshalb auch Demenz im Alter. Für die Patienten ist es deshalb sehr wichtig, den Blutzucker genau zu überwachen und im grünen Bereich zu halten. [1954]

7. Oktober 2008  –  PubMed PMID: 18669193

Mandeln verbessern Darmflora

Die gesunden Effekte von Mandeln sind vielfältig: Sie senken das Cholesterin und helfen den Blutzucker regulieren. Auch sind sie eine gute Quelle für Vitamin E und verschiedene Minerale. Jetzt hat eine neue Studie in Italien gezeigt, dass Mandeln auch das Wachstum verschiedener günstiger Bakterien der Darmflora anregen. [1882]

6. Juni 2008  –  PubMed PMID: 18502914

Warum Hafer gesund ist

Hafer und Haferkleie sind besonders reich an der löslichen Faser Beta-Glukan. Diese regelt die Verdauung, gleicht Schwankungen des Blutzuckers aus, senkt den Spiegel des ungesunden LDL-Cholesterins und aktiviert die Funktion der Galle. Hafer enthält zudem zahlreiche wichtige Vitamine, Mineralien, Fette und Einweisse. [1815]

3. März 2008  –  PubMed PMID: 18301937

Öfter aufstehen macht gesünder

Unabhängig davon, wie lange man sein Leben sitzend verbringt oder wie oft man Sport treibt: Je öfter man vom Sitzen aufsteht, desto besser sind die Werte von Blutzucker und Blutfett und desto kleiner ist das Risiko, übergewichtig zu werden. Das zeigt eine Studie an über hundertsechzig Personen in Australien. Fachleute raten deshalb, das Sitzen bei der Arbeit oder vor dem Fernseher bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu unterbrechen.  [1803]

14. Februar 2008  –  PubMed PMID: 18252901

Das Herz verträgt Zucker gut

Wer herzkrank ist, braucht sich die Lust auf Süsses nicht zu verkneifen. Weder Nahrung, die den Spiegel des Blutzuckers rasch ansteigen lässt, noch die Belastung des Blutes mit grösseren Mengen von Zucker sind für das Herz problematisch. Das zeigt eine Studie an über viertausend Herzpatienten in Schweden. [1767]

24. Dezember 2007  –  PubMed PMID: 18091767

Tiefer glykämischer Index hilft nicht beim Abnehmen

Kohlenhydrate mit einem tiefen glykämischen Index sind zwar gesund, weil sie es dem Körper leichter machen, den Spiegel des Blutzuckers zu regulieren. Sie helfen aber nicht, das Gewicht zu reduzieren, wie eine britische Studie zeigt. [1718]

15. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17923862

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