Gesundheitstelegramm | Blutzucker
Diabetes-Risiko: Fitness besser als Medikamente
17. März 2010 - Bei Insulinresistenz (Prädiabetes) nützt es nichts, mit Medikamenten den Blutdruck oder den Blutzuckerspiegel zu senken, denn das kann die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2 nicht stoppen. Zu diesem Schluss kommen verschiedene Studien an insgesamt über neuntausend Patienten in vierzig Ländern. Doch wer übergewichtig ist und sein Gewicht um 5 Prozent senkt, kann das Risiko für Diabetes deutlich reduzieren. Nur Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes wirksam vor. [2481]
Quelle: BBC
Vorfreude auf Leckeres schützt vor Diabetes
12. März 2010 - Wenn bei Duft von Braten oder frisch gebackenem Brot das Wasser im Mund zusammenläuft, kurbelt der Körper auch die Produktion von Insulin an: So ist er gerüstet, den bevorstehenden Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verarbeiten. Bei Menschen mit Diabetes vom Typ 2 ist diese Reaktion geschwächt. Zu diesem Schluss kommen zwei Studien amerikanischer und schwedischer Forscher. Wer also die körperliche Vorfreude auf eine Mahlzeit nicht kennt, tut vielleicht gut daran, seinen Blutzucker kontrollieren zu lassen. [2470]
Quelle: Spiegel
Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker
02. März 2010 - Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]
Quelle: Focus
Bald künstliches Pankreas für Diabetiker
08. Februar 2010 - Die künstliche Bauchspeicheldrüse misst ständig den Blutzuckerspiegel und gibt mit einer kleinen Pumpe die nötige Menge Insulin ins Blut ab. Der Prototyp eines solchen Gerätes hat sich in einer klinischen Studie bewährt. Insulin-Sensoren und Insulinpumpen gibt es schon seit Jahren. Neu ist nur die Software für die Steuerung. Ist das Gerät erst einmal marktreif, werden davon Menschen mit Diabetes vom Typ 1 profitieren können. [2388]
Quelle: Ärzteblatt
Diabetes: Warnung vor zu tiefem Blutzucker
28. Januar 2010 - Diabetiker, die auf Insulin angewiesen sind und ihren Blutzuckerspiegel damit auf zu tiefe Werte senken, leben kürzer als jene mit einem höheren Blutzucker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Uni Cardiff. Doch die schottischen Forscher warnen Patienten davor, das Insulin nicht mehr zu nehmen. Vielmehr sollten sie mit ihrem Arzt über ihr persönliches Blutzuckerziel reden und versuchen, dieses nicht zu unterschreiten. [2353]
Quelle: BBC
Satter Bauch entscheidet besser
27. Januar 2010 - Wer etwas Wichtiges zu entscheiden hat, sollte vorher gut essen. Denn ein hoher Blutzuckerspiegel bringt Menschen eher dazu, an die Zukunft zu denken und dafür zu planen. Ist aber der Blutzucker tief, stehen eher kurzfristige Bedürfnisse im Vordergrund. Das zeigt ein psychologisches Experiment an der Uni von South Dakota. Hungrige Studenten haben sich dafür entschieden, schnell eine kleinere Summe Geld zu gewinnen, während satte das Angebot wählten, länger zu warten und dafür mehr zu bekommen. [2344]
Quelle: Focus
Gallensteine zeigen Risiko für Diabetes an
27. Januar 2010 - Wer an Gallensteinen leidet, hat ein über vierzig Prozent höheres Risiko für Diabetes. Das zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Ernährungsforschung an den Daten von 25000 Personen. Gallensteine und Diabetes haben eine gemeinsame Ursache - der Körper vermag nicht (mehr) richtig auf das Insulin zu reagieren. Menschen mit Gallensteinen tun also gut daran, ihren Blutzucker messen zu lassen. Im Unterschied dazu gibt es keinen Zusammenhang zwischen Nierensteinen und Diabetes. [2345]
Quelle: Standard
Nach Rauchstopp: Vorsicht Zucker!
05. Januar 2010 - Raucher haben unter anderem ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko für Diabetes. Rauchstopp lohnt sich, doch Vorsicht: Die Zunahme des Risikos kann sich nach dem Aufhören zunächst auf 70 Prozent mehr als verdoppeln. In den folgenden Jahren sinkt es dann rasch und fällt nach zehn Jahren auf das Niveau einer Person, die nie geraucht hat. Fazit: Aufhören lohnt sich, und danach ist es ratsam, Gewicht und Blutzucker gut im Auge zu behalten. [2255]
Quelle: Spiegel
Schrittzähler halbiert Risiko für Diabetes
05. Januar 2010 - Ein kleines Gerät, das man sich an den Körper schnallt und das die Schritte zählt, kann das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, auf die Hälfte reduzieren. Dies gilt für Personen mit bereits erhöhten Blutzuckerspiegeln. Deren Werte sinken dann nach einem Jahr mit Schrittzähler um durchschnittlich 15 Prozent. Für Menschen, die zu Trägheit neigen, erleichtert der Schrittzähler die tägliche Kontrolle, ob man sein Bewegungsziel erreicht hat oder nicht. [2259]
Quelle: Telegraph
Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe
13. Mai 2009 - Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]
Quelle: PubMed
PMID: 19402773
Laktat ist Energie fürs Hirn
17. April 2009 - Milchsäure (Laktat) bildet sich bei starker Anstrengung in den Muskeln und reichert sich im Blut an. Zusammen mit dem Blutzucker dient es dem Hirn als Energiequelle. Steigt der Laktatwert beim Sport, drosselt das Hirn den Verbrauch an Blutzucker und steigert die Verwertung des Laktats. Dies zeigen Laborversuche an jungen gesunden Menschen in Kopenhagen. Dies könnte mit erklären, warum die Intelligenz bei körperlicher Anstrengung zunimmt. [2082]
Quelle: PubMed
PMID: 19337275
Kürzer, dafür öfter trainieren
24. März 2009 - Sich bewegen ist gesund, und die meisten Experten empfehlen eine halbe Stunde mässige bis intensive körperliche Anstrengung pro Tag. Für Herz und Kreislauf spielt es keine Rolle, ob man dieses Training an einem Stück leistet oder in mehrere kurze Abschnitte aufteilt. Für Diabetiker ist es jedoch besser, dreimal täglich je zehn Minuten zu trainieren. Die Regulierung des Blutzuckers ist dann besser, wie eine Studie der Universität Kopenhagen zeigt. Die Experten vermuten, dass mehrmaliges Training mehr Energie verbrennt als ein gleichlanges Training am Stück. [2068]
Quelle: PubMed
PMID: 19291864
Kamillentee gut bei Diabetes
24. Oktober 2008 - Kamillentee hilft mit, den Anstieg des Blutzuckers zu dämpfen, und kann deshalb bei Diabetikern dazu beitragen, die Zuckerwerte stabil zu halten. Zu diesem Schluss kommt eine japanische Studie. [1967]
Quelle: PubMed
PMID: 18681440
Zuviel und zuwenig Zucker ist Risiko für das Hirn
07. Oktober 2008 - Schwankungen des Blutzuckers bekommen dem Hirn schlecht, deckt doch dieses Organ seinen gesamten Energiebedarf aus Zucker. Zu den negativen Folgen der Zuckerkrankheit (Diabetes) gehört deshalb auch Demenz im Alter. Für die Patienten ist es deshalb sehr wichtig, den Blutzucker genau zu überwachen und im grünen Bereich zu halten. [1954]
Quelle: PubMed
PMID: 18669193
Mandeln verbessern Darmflora
06. Juni 2008 - Die gesunden Effekte von Mandeln sind vielfältig: Sie senken das Cholesterin und helfen den Blutzucker regulieren. Auch sind sie eine gute Quelle für Vitamin E und verschiedene Minerale. Jetzt hat eine neue Studie in Italien gezeigt, dass Mandeln auch das Wachstum verschiedener günstiger Bakterien der Darmflora anregen. [1882]
Quelle: PubMed
PMID: 18502914
Warum Hafer gesund ist
03. März 2008 - Hafer und Haferkleie sind besonders reich an der löslichen Faser Beta-Glukan. Diese regelt die Verdauung, gleicht Schwankungen des Blutzuckers aus, senkt den Spiegel des ungesunden LDL-Cholesterins und aktiviert die Funktion der Galle. Hafer enthält zudem zahlreiche wichtige Vitamine, Mineralien, Fette und Einweisse. [1815]
Quelle: PubMed
PMID: 18301937
Öfter aufstehen macht gesünder
14. Februar 2008 - Unabhängig davon, wie lange man sein Leben sitzend verbringt oder wie oft man Sport treibt: Je öfter man vom Sitzen aufsteht, desto besser sind die Werte von Blutzucker und Blutfett und desto kleiner ist das Risiko, übergewichtig zu werden. Das zeigt eine Studie an über hundertsechzig Personen in Australien. Fachleute raten deshalb, das Sitzen bei der Arbeit oder vor dem Fernseher bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu unterbrechen. [1803]
Quelle: PubMed
PMID: 18252901
Das Herz verträgt Zucker gut
24. Dezember 2007 - Wer herzkrank ist, braucht sich die Lust auf Süsses nicht zu verkneifen. Weder Nahrung, die den Spiegel des Blutzuckers rasch ansteigen lässt, noch die Belastung des Blutes mit grösseren Mengen von Zucker sind für das Herz problematisch. Das zeigt eine Studie an über viertausend Herzpatienten in Schweden. [1767]
Quelle: PubMed
PMID: 18091767
Tiefer glykämischer Index hilft nicht beim Abnehmen
15. Oktober 2007 - Kohlenhydrate mit einem tiefen glykämischen Index sind zwar gesund, weil sie es dem Körper leichter machen, den Spiegel des Blutzuckers zu regulieren. Sie helfen aber nicht, das Gewicht zu reduzieren, wie eine britische Studie zeigt. [1718]
Quelle: PubMed
PMID: 17923862
Diabetiker brauchen Zucker nicht zu fürchten
10. Oktober 2007 - Weisser Zucker (Saccharose) muss nach neusten Erkenntnissen der Forschung für Diabetiker kein Tabu mehr sein. Gestützt auf eine grössere Studie hat ein Versuch an neun Diabetikern gezeigt, dass sie täglich fünfzig Gramm Zucker anstelle von anderen Kohlenhydraten zu sich nehmen können, ohne dass sich ihre Blutzucker- und Insulinwerte verändern. [1715]
Quelle: PubMed
PMID: 17907012
Tiefer Blutzucker ist Motor des Jojo
24. September 2007 - Wer abnehmen will, nimmt auf lange Sicht oft sogar noch zu. Als treibende Kraft hinter diesem Jojo-Effekt haben kanadische Forscher nun den Blutzucker ermittelt: Jene Menschen, bei denen der Spiegel des Blutzuckers am tiefsten ist, legen im Lauf der Jahre am meisten an Gewicht zu. Die tiefsten Werte des Blutzuckers findet man bei jenen, die durch Kraft des Willens weniger essen und so kurzzeitig an Gewicht verlieren. [1703]
Quelle: PubMed
PMID: 17879957
Leichter einschlafen mit hohem glykämischem Index
17. Februar 2007 - Wer schlecht einschläft, könnte gut daran tun, vier Stunden vor dem Zubettgehen Brot, Reis oder Kartoffelchips zu essen und dazu eine gezuckerte Limo zu trinken - sofern er nicht unter Diabetes leidet. Die erwähnten Lebensmittel haben einen hohen glykämischen Index. Das heißt, sie lassen den Blutzucker schnell ansteigen. Normalerweise gilt das als ungesund. Doch laut einer Studie aus Sydney fördert ein hoher glykämischer Index bei gesunden Personen das Einschlafen vier Stunden später. Ob das auch gegen Schlafstörungen hilft, bleibt noch zu testen. [1535]
Quelle: Am J Clin Nutrition
2007;85:426
Neun Faktoren für ein langes und gesundes Leben
20. November 2006 - Ein starker Händedruck, keine erhöhten Werte für Gewicht, Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin, kein Tabakrauch, nicht zu viel Alkohol, eine gute Schulbildung und eine Partnerin - das sind die neun wichtigsten Faktoren, von denen es abhängt, ob ein Mann mit 85 noch vital ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Männern in Hawaii. [1465]
Quelle: JAMA
2006;296:2343
Hoher Blutzucker schlecht für das Herz
13. November 2006 - Etwa jeder fünfte Herzinfarkt geht auf das Konto erhöhter Werte für Blutzucker, auch wenn sie noch nicht das Niveau eines Diabetes erreichen. Zu diesem Befund kommt eine große weltweite Studie in über fünfzig Ländern. [1460]
Quelle: Lancet
2006;368:1651
Metabolisches Syndrom fördert Alzheimer
29. September 2006 - Ältere Personen mit dem metabolischen Syndrom (Übergewicht, Bluthochdruck, hohe Werte von Cholesterin und Blutzucker) neigen deutlich mehr zu Alzheimer als Personen ohne dieses Syndrom. Der Unterschied macht im statistischen Mittel mehr als das Doppelte aus. Das hat man in einer finnischen Studie an etwa tausend Personen berechnet. [1429]
Quelle: Neurology
2006;67:843
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