Gesundheitstelegramm: Blutfette

News zu Blutfette

Softdrinks verschlechtern die Fettwerte

Süsse Getränke und Fertignahrung aus industrieller Produktion haben einen ungünstigen Einfluss auf die Blutfette: Sie verringern das «gute» HDL-Cholesterin, erhöhen die Triglyzeride und bei Frauen auch das «schlechte» LDL-Cholesterin. Dadurch steigt das Risiko für Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine US-Studie an über sechstausend Personen. Zum Süssen verwendet die Industrie vor allem aus Mais gewonnenen Fruchtzucker, der billiger ist und kräftiger süsst als Rohrzucker und Traubenzucker. [2544]

22. April 2010  –  Ärztezeitung

Krank? Dann lieber dick als schlank!

Übergewicht gilt als schädlich für die Gesundheit. Das gilt aber nur, solange man gesund ist. Bei Patienten, die an einer Pumpschwäche des Herzens (Insuffizienz) oder verengten Herzkranzgefässen leiden, verlängert Übergewicht das Leben. Dieses Paradox erklärt Dr. Thomas Dorner von der Uni Graz damit, dass Fettzellen auch schädliche Gifte aus dem Verkehr ziehen und Blutfette das Immunsystem in seinem Kampf gegen Krankheitserreger unterstützen. Zudem ist Fett eine wertvolle Energiereserve für schwierige Zeiten, also auch im Fall einer Krankheit und im vorgerückten Alter. [2478]

16. März 2010  –  Medizinauskunft

Passivrauchen fördert Herzrisiko bei Kindern

Dass Passivrauchen dem Herzen schadet, zeigen zahlreiche Studien. Eine neue Studie der Universität Ulm zeigt nun, dass diese Schäden schon in früher Kindheit beginnen. Bei Kinderen, deren Eltern rauchen, verschieben sich die Blutfette in den ungesunden Bereich und zeigt sich eine Neigung zu Entzündungen. Beides gilt als Risikofaktor für Arteriosklerose im späteren Alter. [2102]

2. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19468010

Nüsse senken Herzrisiko bei Diabetes

Diabetikerinnen, die regelmässig Nüsse und Erdnüsse essen, haben ein deutlich geringeres Risiko für Krankheiten von Herz und Kreislauf als solche ohne Nusskonsum. Dies könnte daran liegen, dass Nüsse günstig auf das Cholesterin und andere Blutfette wirken. Von dieser Wirkung könnten eventuell auch Männer und gesunde Frauen profitieren.
 [2097]

20. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19420347

Salzarme Kost ist schlecht bei hohem Blutdruck

Entgegen früheren Empfehlungen hat salzarme Diät keine günstige Wirkung bei hohem Blutdruck. Im Gegenteil verschlechtert sie die Werte der Blutfette in eine Richtung, die als ungesund gilt, und erhöht die Tendenz zu Entzündungen. Das zeigt ein Diät-Versuch mit über vierzig Patienten in Sao Paulo. [1808]

21. Februar 2008  –  PubMed PMID: 18262533

Tomaten entschärfen, aber senken nicht Fett

Zu viel Fett im Blut ist nicht gut für Herz und Kreislauf. Gekochte Tomaten helfen mit, dass Fette weniger oxidiert, das heisst in eine gefährliche Form verwandelt werden. Sie senken allerdings die Blutfette nicht. [1598]

27. April 2007  –  PubMed PMID: 17453080

Blutfette können Rheuma fördern

Erhöhte Werte von Blutfetten und schädlichem Cholesterin sowie niedrige Werte des nützlichen HDL-Cholesterins fördern nicht nur Herz- und Kreislaufkrankheiten, sondern auch rheumatische Arthritis. Bei der Entzündung der Gelenke spielen das Fett im Blut offenbar eine wichtige Rolle. Das ist in Holland entdeckt worden, als man gefrorene Blutproben von Blutspendern nach Jahren wieder aufgetaut, analysiert und mit dem Zustand der Gelenke verglichen hat. [1540]

22. Februar 2007  –  Ann Rheumatic Diseases 2007;66:184

Hoher BMI muss nicht immer ein Problem sein

Wenn der Body Mass Index (BMI) über 25 oder gar über 30 liegt, der Bauchumfang aber bei Frauen weniger als 88 cm und bei Männern weniger als 102 cm misst, dann sind die Blutfette (Cholesterin) im grünen Bereich. Das zeigt eine Studie an über 500 Frauen und Männern in Spanien. Bei günstigen Blutfetten schätzt man das Risiko für Herz und Kreislauf als gering ein. [1228]

27. Januar 2006  –  Am J Clin Nutrition 2006;83:30

Regelmäßig essen hilft abnehmen

Wer in regelmäßigen Abständen isst, sechs mal über den Tag verteilt, nimmt weniger Energie pro Tag auf. Außerdem verbrennt der Körper nach dem Essen mehr Energie, und der Spiegel der Blutfette ist tiefer. Das zeigt ein Experiment, bei dem zehn Frauen zwei Wochen lang sechs mal und weitere zwei Wochen unregelmäßig drei bis neun mal täglich gegessen haben. [967]

27. Januar 2005  –  Am J Clin Nutrition 2005;81:16

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