Blutdruck: Archiv 71 bis 80

Archiv zu Blutdruck, 15.3.2007 bis 21.2.2008

Salzarme Kost ist schlecht bei hohem Blutdruck

Entgegen früheren Empfehlungen hat salzarme Diät keine günstige Wirkung bei hohem Blutdruck. Im Gegenteil verschlechtert sie die Werte der Blutfette in eine Richtung, die als ungesund gilt, und erhöht die Tendenz zu Entzündungen. Das zeigt ein Diät-Versuch mit über vierzig Patienten in Sao Paulo. [1808]

21. Februar 2008  –  PubMed PMID: 18262533

Messung kann Blutdruck in die Höhe treiben

Die klassische Methode, den Blutdruck zu messen, kann bei Patienten mit einem zu hohen Blutdruck das Ergebnis verfälschen: Das Aufpumpen der Manschette am Oberarm lässt bei ihnen den Blutdruck ansteigen. Eine Messung am Handgelenk liefert die genaueren Resultate. Das haben Tests mit drei verschiedenen Messmethoden am Universitätsspital von Lausanne gezeigt. [1710]

3. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17890965

Tee regt an, aber nicht den Blutdruck

Anders als Kaffee enthält Tee neben anregenden und den Blutdruck steigernden Substanzen auch solche, die den Blutdruck senken. Deshalb bleibt der Blutdruck nach dem Genuss von Tee mehr oder weniger stabil, während er nach Kaffee kurzzeitig ansteigt. [1708]

1. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17891480

Blutdruck stärker von der Mutter vererbt

Der Blutdruck eines Menschen ist stark von den Genen mitbestimmt. Etwa ein Drittel dieses Erbes stammt von Genen, die nur in der Eizelle, nicht aber in der Samenzelle vorkommen, der sogenannten Mitochondrien-DNA. Diese wird von der Mutter auf die Kinder vererbt. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von über dreihundert Stammbäumen aus der Framingham-Studie. [1705]

26. September 2007  –  PubMed PMID: 17885549

Wenn der Blutdruck in der Praxis zu hoch ist

Bei vielen Patienten messen die Ärzte in der Praxis einen zu hohen Blutdruck und verschreiben so unnötig Medikamente dagegen. Dieser Weisskittel-Effekt höngt sehr stark davon ab, wie sehr sich ein Patient um seinen Blutdruck Sorgen macht. Ist das der Fall, treibt der weisse Kittel den Blutdruck viel stärker in die Höhe als bei Patienten, die ihren Blutdruck als normal betrachten. Dies ist das Ergebnis einer Studie an über zweihundert Patienten in New York. [1678]

20. August 2007  –  PubMed PMID: 17688391

Sieben Nachteile von Süssgetränken

Softdrinks erhöhen laut der Framingham-Studie die Risiken für das metabolische Syndrom, Fettleibigkeit, zu grossen Hüftumfang, schlechte Zuckerwerte, zu hohen Blutdruck, zu viel Fette im Blut und einen zu tiefen Spiegel des nützlichen HDL-Cholesterins. [1662]

26. Juli 2007  –  PubMed PMID: 17646581

Babys Grösse spielt für späteren Blutdruck keine Rolle

Ob ein Baby gross oder klein zur Welt kommt, ob es viel oder wenig wiegt, wird seinen Blutdruck im späteren Leben nicht beeinflussen. Dies folgt aus einer Studie an über viertausend Personen in Brasilien. Frühere Studien, die bei leicht Geborenen einen erhöhten Blutdruck gefunden hatten, sind also nicht bestätigt worden. [1582]

5. April 2007  –  Am J Epidemiology 2007;165:611

Job-Stress: Männer und Frauen reagieren verschieden

Viel Stress im Job lässt den Blutdruck bei Männern steigen, nicht aber bei Frauen. Das hat eine Studie an über vierhundert Männern und Frauen in Schweden ergeben. [1575]

29. März 2007  –  J Hypertension 2007;25:525

Ärzte behandeln sich am liebsten selbst

Wenn Schweizer Ärzte krank sind, gehen sie in der Regel nicht zum Arzt, sondern behandeln sich selbst. Eine Umfrage bei gegen zweitausend Ärzten hat ergeben, dass 79 Prozent keinen eigenen Hausarzt haben und dass 75 Prozent in der Woche zuvor Medikamente genommen haben, am häufigsten Schmerzmittel, Beruhigungsmittel, Antidepressiva und Mittel gegen hohen Blutdruck. [1566]

20. März 2007  –  Swiss Medical Weekly 2007;137:121

Tiefer Blutdruck nach Infarkt kann gefährlich sein

Zu hoher Blutdruck gilt als Risiko für Herzinfarkt. Um so überraschender ist dieser neue Befund: Patienten, die nach dem Infarkt einen sehr tiefen Blutdruck haben, laufen eher Gefahr zu sterben als solche mit einem höheren Blutdruck. Heute geht man davon aus, dass es einen optimalen Wert für den Blutdruck gibt, bei dem das Herzrisiko am geringsten ist, und dass die Kurve des Risikos J-förmig verläuft: Sowohl höhere als auch tiefere Werte lassen das Risiko ansteigen. Da die optimalen Werte vom akuten Zustand und vom Alter abhängen können, sind noch viele Studien nötig, um die Frage nach dem optimalen Blutdruck endgültig zu klären. [1561]

15. März 2007  –  J Hypertension 2007;25:273

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