Blutdruck: Archiv 51 bis 60

Archiv zu Blutdruck, 9.3.2009 bis 22.1.2010

Etwas weniger Salz könnte Tausende Leben retten

Würden alle Amerikaner täglich nur drei Gramm Salz weniger essen, müssten Zehntausende weniger pro Jahr vorzeitig sterben. Das haben Präventivmediziner der Uni von Kalifornien berechnet. Umgerechnet könnte die Empfehlung in Deutschland pro Jahr etwa zehn- bis zwanzigtausend Leben retten, in der Schweiz und in Österreich je etwa tausend bis zweitausend. Zuviel Salz erhöht den Blutdruck und belastet damit Herz und Kreislauf. Als oberste Grenze, die noch gesund ist, gelten 6 Gramm Salz pro Tag. [2326]

22. Januar 2010  –  Die Zeit

Dem Chef die Meinung sagen ist gesund

Angestellte, die ihrem Chef regelmässig die Meinung sagen und ihn auch kritisieren dürfen, leiden weniger unter hohem Blutdruck, Stress, Depressionen und Ängsten. Daneben verbessert sich auch das Betriebsklima und damit die Leistung des Unternehmens. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie. Auch für die Chefs ist die Bilanz positiv. Zwar müssen sie mit Kritik klarkommen, doch können sie daraus lernen, ihre Führungsqualitäten verbessern und so mehr Selbstvertrauen gewinnen. [2316]

20. Januar 2010  –  Standard

Senken Blutdrucksenker auch Demenz?

Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten. [2301]

15. Januar 2010  –  Ärzteblatt

Blutdruckziel für Diabetiker weniger streng

Diabetiker sollen sich nur noch dann gegen Bluthochdruck behandeln lassen, wenn dieser die Werte von 140 zu 90 überschreitet. Dies empfiehlt die neue Leitlinie der Europäischen Gesellschaften für Bluthochdruck (ESH) und Kardiologie (ESC). Die Richtlinien sind nur ein Anhaltspunkt. Ob eine Behandlung nötig ist, entscheidet der Arzt auf Grund der konkreten Befunde. Die bisherigen Richtlinien waren um zehn Millimeter Quecksilbersäule tiefer gewesen. [2286]

12. Januar 2010  –  Ärztezeitung

Kraft plus Ausdauer senkt Blutdruck am meisten

Bisher hat man vor allem Ausdauertraining empfohlen, um den Blutdruck zu senken. Nun zeigt eine neue Studie, dass eine Kombination von Kraft- und Ausdauertraining noch besser wirkt: Bei über sechzig Patienten mit arteriellem Bluthochdruck in Lübeck hat das kombinierte Training in zwölf Wochen den Blutdruck unter Belastung um 8 bis 21 Millimeter Quecksilbersäule gesenkt. [2169]

8. Dezember 2009  –  Ärztezeitung

Gesundheit des Stoffwechsels unabhängig vom Gewicht

Ob Übergewicht der Gesundheit schadet oder nicht, hängt vor allem vom Stoffwechsel ab: Steigen Cholesterin und Blutdruck, bilden sich in den Blutgefässen Entzündungen? Ein ungesunder Stoffwechsel kann auch bei Personen mit einem normalen Körpergewicht vorkommen. Umgekehrt haben viele Übergewichtige einen normalen, gesunden Stoffwechsel. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität von Lüttich. [2139]

21. Oktober 2009  –  PubMed PMID: 19772195

Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf

Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]

9. September 2009  –  PubMed PMID: 19666849

Hundertjährig trotz hohem Blutdruck und Cholesterin

Je älter man wird, desto weniger schaden offenbar hoher Blutdruck und hohes Cholesterin der Gesundheit. Ganz im Gegenteil: Bei Hundertjährigen sind jene mit hohem Blutdruck und hohen Cholesterinwerten körperlich und geistig fitter als jene mit so genannt normalen Werten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über dreihundert Hochbetagten in Japan. [2117]

10. August 2009  –  PubMed PMID: 19591283

Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe

Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]

13. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19402773

Auch zu tiefer Blutdruck kann schaden

Bei Patienten mit instabiler, das heisst sich plötzlich ändernder Angina pectoris, wächst das Risiko eines Herzinfarkts mit sinkendem Blutdruck. Zu diesem der gängigen Meinung widersprechenden Befund kommt eine grosse Studie an über hunderttausend Patienten in den USA. Hoher Blutdruck gilt als Risiko für den Kreislauf, weil er die Innenwände der Blutgefässe stärker belastet, was zu mehr Verletzungen, Entzündungen und danach zu Verstopfungen der Gefässe führt. Andererseits lässt ein zu schwacher Druck den Blutfluss in verengten Gefässen eher versiegen. Die Kurve des Risikos, bezogen auf den Blutdruck hat deshalb die Form des Buchstabens J: Sie steigt bei sehr kleinem Druck erheblich und bei sehr grossem Druck stark an. Irgendwo dazwischen liegt der günstigste Wert, der von Person zu Person individuell verschieden sein dürfte.  [2057]

9. März 2009  –  PubMed PMID: 19249424

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