Gesundheitstelegramm | Blutdruck
Diabetes-Risiko: Fitness besser als Medikamente
17. März 2010 - Bei Insulinresistenz (Prädiabetes) nützt es nichts, mit Medikamenten den Blutdruck oder den Blutzuckerspiegel zu senken, denn das kann die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2 nicht stoppen. Zu diesem Schluss kommen verschiedene Studien an insgesamt über neuntausend Patienten in vierzig Ländern. Doch wer übergewichtig ist und sein Gewicht um 5 Prozent senkt, kann das Risiko für Diabetes deutlich reduzieren. Nur Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes wirksam vor. [2481]
Quelle: BBC
Jojo-Effekt auch beim Blutdruck gefährlich
12. März 2010 - Bei starken Schwankungen des Blutdrucks nach oben und unten ist das Risiko eine Schlaganfalls oder Herzinfarkts höher als bei gleichbleibend hohem Blutdruck: Es kann dann um das 15-fache steigen. Das zeigt eine Studie bei über zweitausend Patienten an der Uni von Oxford. Blutdrucksenker der drei Typen ACE-Hemmer, Angiotensin-2-Rezeptorblocker und Betablocker tendieren dazu, den Blutdruck stärker schwanken zu lassen. Eher stabilisierend wirken dagegen zwei andere Typen, nämlich Kalziumblocker und Diuretika. [2472]
Quelle: Telegraph
Etwas weniger Salz könnte Tausende Leben retten
22. Januar 2010 - Würden alle Amerikaner täglich nur drei Gramm Salz weniger essen, müssten Zehntausende weniger pro Jahr vorzeitig sterben. Das haben Präventivmediziner der Uni von Kalifornien berechnet. Umgerechnet könnte die Empfehlung in Deutschland pro Jahr etwa zehn- bis zwanzigtausend Leben retten, in der Schweiz und in Österreich je etwa tausend bis zweitausend. Zuviel Salz erhöht den Blutdruck und belastet damit Herz und Kreislauf. Als oberste Grenze, die noch gesund ist, gelten 6 Gramm Salz pro Tag. [2326]
Quelle: Die Zeit
Dem Chef die Meinung sagen ist gesund
20. Januar 2010 - Angestellte, die ihrem Chef regelmässig die Meinung sagen und ihn auch kritisieren dürfen, leiden weniger unter hohem Blutdruck, Stress, Depressionen und Ängsten. Daneben verbessert sich auch das Betriebsklima und damit die Leistung des Unternehmens. Zu diesem Ergebnis kommt eine britische Studie. Auch für die Chefs ist die Bilanz positiv. Zwar müssen sie mit Kritik klarkommen, doch können sie daraus lernen, ihre Führungsqualitäten verbessern und so mehr Selbstvertrauen gewinnen. [2316]
Quelle: Standard
Senken Blutdrucksenker auch Demenz?
15. Januar 2010 - Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten. [2301]
Quelle: Ärzteblatt
Blutdruckziel für Diabetiker weniger streng
12. Januar 2010 - Diabetiker sollen sich nur noch dann gegen Bluthochdruck behandeln lassen, wenn dieser die Werte von 140 zu 90 überschreitet. Dies empfiehlt die neue Leitlinie der Europäischen Gesellschaften für Bluthochdruck (ESH) und Kardiologie (ESC). Die Richtlinien sind nur ein Anhaltspunkt. Ob eine Behandlung nötig ist, entscheidet der Arzt auf Grund der konkreten Befunde. Die bisherigen Richtlinien waren um zehn Millimeter Quecksilbersäule tiefer gewesen. [2286]
Quelle: Ärztezeitung
Kraft plus Ausdauer senkt Blutdruck am meisten
08. Dezember 2009 - Bisher hat man vor allem Ausdauertraining empfohlen, um den Blutdruck zu senken. Nun zeigt eine neue Studie, dass eine Kombination von Kraft- und Ausdauertraining noch besser wirkt: Bei über sechzig Patienten mit arteriellem Bluthochdruck in Lübeck hat das kombinierte Training in zwölf Wochen den Blutdruck unter Belastung um 8 bis 21 Millimeter Quecksilbersäule gesenkt. [2169]
Quelle: Ärztezeitung
Gesundheit des Stoffwechsels unabhängig vom Gewicht
21. Oktober 2009 - Ob Übergewicht der Gesundheit schadet oder nicht, hängt vor allem vom Stoffwechsel ab: Steigen Cholesterin und Blutdruck, bilden sich in den Blutgefässen Entzündungen? Ein ungesunder Stoffwechsel kann auch bei Personen mit einem normalen Körpergewicht vorkommen. Umgekehrt haben viele Übergewichtige einen normalen, gesunden Stoffwechsel. Dies zeigt eine Untersuchung an der Universität von Lüttich. [2139]
Quelle: PubMed
PMID: 19772195
Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf
09. September 2009 - Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]
Quelle: PubMed
PMID: 19666849
Hundertjährig trotz hohem Blutdruck und Cholesterin
10. August 2009 - Je älter man wird, desto weniger schaden offenbar hoher Blutdruck und hohes Cholesterin der Gesundheit. Ganz im Gegenteil: Bei Hundertjährigen sind jene mit hohem Blutdruck und hohen Cholesterinwerten körperlich und geistig fitter als jene mit so genannt normalen Werten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über dreihundert Hochbetagten in Japan. [2117]
Quelle: PubMed
PMID: 19591283
Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe
13. Mai 2009 - Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]
Quelle: PubMed
PMID: 19402773
Auch zu tiefer Blutdruck kann schaden
09. März 2009 - Bei Patienten mit instabiler, das heisst sich plötzlich ändernder Angina pectoris, wächst das Risiko eines Herzinfarkts mit sinkendem Blutdruck. Zu diesem der gängigen Meinung widersprechenden Befund kommt eine grosse Studie an über hunderttausend Patienten in den USA. Hoher Blutdruck gilt als Risiko für den Kreislauf, weil er die Innenwände der Blutgefässe stärker belastet, was zu mehr Verletzungen, Entzündungen und danach zu Verstopfungen der Gefässe führt. Andererseits lässt ein zu schwacher Druck den Blutfluss in verengten Gefässen eher versiegen. Die Kurve des Risikos, bezogen auf den Blutdruck hat deshalb die Form des Buchstabens J: Sie steigt bei sehr kleinem Druck erheblich und bei sehr grossem Druck stark an. Irgendwo dazwischen liegt der günstigste Wert, der von Person zu Person individuell verschieden sein dürfte. [2057]
Quelle: PubMed
PMID: 19249424
Lärm erhöht Blutdruck
12. Februar 2009 - Personen, die in der Nähe einer viel befahrenen Strasse wohnen, haben ein doppelt bis vierfach höheres Risiko für zu hohen Blutdruck als Bewohner einer ruhigen Gegend. Besonders stark auf Verkehrslärm reagiert der Blutdruck von Männern. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Schweden. [2040]
Quelle: PubMed
PMID: 19188199
Bei hohem Blutdruck ist Fitness Hauptsache
04. Februar 2009 - Gegen zu hohen Blutdruck verschreibt der Arzt oft Blutdrucksenker. Das mag wichtig sein, doch eine gute Fitness ist womöglich noch wichtiger. Denn bei sehr fitten Personen mit zu hohem Blutdruck ist das Risiko, vorzeitig zu sterben, um über 70 Prozent geringer als bei Untrainierten. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über viertausend Patienten mit Bluthochdruck in den USA. [2034]
Quelle: PubMed
PMID: 19171789
Alkohol und Ärger halten Blutdruck im Schlaf hoch
15. Dezember 2008 - Bei gesunden Personen sinkt der Blutdruck im Schlaf deutlich ab. Dies ist wichtig, damit sich auch der Kreislauf erholen und regenerieren kann. Ein fehlender Abfall kann auf Dauer krank machen. Die wichtigsten Faktoren, die den Blutdruck im Schlaf hoch halten, sind Alkohol und Ärger. Wer lernt, auf positive Weise mit diesen negativen Gefühlen umzugehen, kann also viel Gutes für Herz und Kreislauf tun. Den Ärger in Alkohol zu ertränken ist dagegen nicht ratsam. [2003]
Quelle: PubMed
PMID: 19067099
Kakao gut für den Kreislauf
02. Dezember 2008 - Schololade und andere Kakao enthaltende Produkte sind sehr reich an Flavonoiden. Diese Stoffe bremsen Entzündungen, die in den Wänden der Blutgefässe zu Schäden führen können. Zudem senken sie den Blutdruck und verbessern den Stoffwechsel des Zuckers. Ab und zu ein Herz aus Schokolade zu essen scheint dem Herzen tatsächlich gut zu bekommen. [1994]
Quelle: PubMed
PMID: 18991246
Nächtlicher Lärm erhöht Blutdruck bei Männern
30. Oktober 2008 - Wenn Verkehrslärm den Schlaf stört, reagieren Männer viel empfindlicher als Frauen: Bei vielen Männern steigt dann der Blutdruck deutlich, während dies bei den Frauen kaum der Fall ist. Eine Studie an über viertausend Personen in Belgrad kommt zu diesem Ergebnis. [1971]
Quelle: PubMed
PMID: 18633190
Zu leichte Babys vertragen später Salz schlechter
13. Oktober 2008 - Das Essen von stark gesalzenen Speisen lässt den Blutdruck steigen. Bei Kindern im Alter von neun bis dreizehn Jahren ist dies stärker der Fall, wenn sie bei der Geburt leichter als zweieinhalb Kilos wogen. Ursache dafür sind offenbar die kleineren Nieren, die es weniger gut schaffen, den Blutdruck stabil zu halten. [1958]
Quelle: PubMed
PMID: 18695145
Weniger essen und mehr trainieren senkt Blutdruck
10. Oktober 2008 - Ist der Blutdruck bei Senioren nur wenig bis mässig erhöht, genügt es oft, weniger zu essen und sich mehr zu bewegen, um ihn wieder auf Normwerte zu senken. Sind dennoch Medikamente nötig, genügt eine kleinere Dosis. Dies ist der Befund einer Studie an über siebzig Senioren in Sizilien. [1957]
Quelle: PubMed
PMID: 18653145
Raucher bewegen sich weniger
22. September 2008 - Schon in jungen Jahren leben Raucher auch über den Konsum von Tabak hinaus ungesund: Vor allem bewegen sie sich weniger als Personen, die rauchfrei leben. Deshalb sind bei ihnen auch zahlreiche andere Risikofaktoren für Herz und Kreislauf ausgeprägt: Hoher Blutdruck, zuviel Körperfett, schlechte Cholesterinwerte und eine geringe Fitness. Dies zeigt eine Studie an über hundert halbwüchsigen Rauchern und ebensovielen nicht rauchenden Altersgenossen in Griechenland. [1943]
Quelle: PubMed
PMID: 18678584
Gesunde Schwangerschaft mit Nahrungsfasern
29. August 2008 - Frauen, die beim Essen reichlich Ballaststoffe aufnehmen, haben ein deutlich geringeres Risiko für Präeklampsie als Frauen, die sich vor allem von hoch raffinierter industrieller Kost ernähren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über tausend Schwangeren in den USA. Präeklampsie ist eine Komplikation der Schwangerschaft mit hohem Blutdruck, Schwellungen und Eiweiss im Urin. [1927]
Quelle: PubMed
PMID: 18636070
Rauchen schnürt dem Hirn das Blut ab
12. März 2008 - Ein normaler Blutdruck ist günstig für die Versorgung des Hirns mit Blut und senkt daher das Risiko für Demenz. Doch Rauchen macht diesen Vorteil zunichte, wie eine Studie an siebenhundert Schweden zeigt: Bei Rauchern mit normalem Blutdruck ist das Hirn so schlecht durchblutet wie bei Nichtrauchern mit hohem Blutdruck. Alkohol verstärkt die schädliche Wirkung des Tabaks noch. [1822]
Quelle: PubMed
PMID: 18311087
Salzarme Kost ist schlecht bei hohem Blutdruck
21. Februar 2008 - Entgegen früheren Empfehlungen hat salzarme Diät keine günstige Wirkung bei hohem Blutdruck. Im Gegenteil verschlechtert sie die Werte der Blutfette in eine Richtung, die als ungesund gilt, und erhöht die Tendenz zu Entzündungen. Das zeigt ein Diät-Versuch mit über vierzig Patienten in Sao Paulo. [1808]
Quelle: PubMed
PMID: 18262533
Messung kann Blutdruck in die Höhe treiben
03. Oktober 2007 - Die klassische Methode, den Blutdruck zu messen, kann bei Patienten mit einem zu hohen Blutdruck das Ergebnis verfälschen: Das Aufpumpen der Manschette am Oberarm lässt bei ihnen den Blutdruck ansteigen. Eine Messung am Handgelenk liefert die genaueren Resultate. Das haben Tests mit drei verschiedenen Messmethoden am Universitätsspital von Lausanne gezeigt. [1710]
Quelle: PubMed
PMID: 17890965
Tee regt an, aber nicht den Blutdruck
01. Oktober 2007 - Anders als Kaffee enthält Tee neben anregenden und den Blutdruck steigernden Substanzen auch solche, die den Blutdruck senken. Deshalb bleibt der Blutdruck nach dem Genuss von Tee mehr oder weniger stabil, während er nach Kaffee kurzzeitig ansteigt. [1708]
Quelle: PubMed
PMID: 17891480
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