
News zu Blut
Knochendichte: Wie oft messen?
Frauen ohne Risikofaktoren für Osteoporose sollten die Knochendichte mit 70 Jahren messen lassen. Mit Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut, graziler Körperbau, Osteoporose bei Blutsverwandten) kann dieser Test schon ab 60 Jahren ratsam sein. Bei normalem Ergebnis ist eine zweite Messung erst nach etwa 15 Jahren nötig, bei mittelstarkem Knochenschwund je nach Alter nach drei bis fünf Jahren, bei starkem Knochenschwund nach ein bis zwei Jahren. Diese Empfehlungen lassen sich aus einer neuen US-Studie mit fast fünftausend Frauen ableiten. [3036]
2. Februar 2012 – Ärztezeitung
Entspannen, Tee trinken, Blutdruck senken
Die traditionelle englische Art, Pause zu machen, ist gut gegen Stress, aber auch für den Blutdruck. Um den Blutdruck um 3 mm Hg zu senken, müsste man allerdings acht Tassen Schwarztee pro Tag trinken. Das haben australische Forscher in einem Experiment mit Freiwilligen herausgefunden. Die schlechte Nachricht ist eine sehr bescheidene Wirkung. Die gute Nachricht: Tee regt zwar an, aber ohne den Blutdruck in die Höhe zu treiben. [3033]
30. Januar 2012 – Telegraph
Herz: Wie stark wirken Risikofaktoren?
Rauchen, zu hoher Blutdruck, zu hohes Cholesterin und Diabetes sind die vier wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Krankheit. Ihre Wirkung ist jetzt mit Daten aus 18 Langzeitstudien neu berechnet worden: Mit zwei oder mehr Risikofaktoren im Alter von 45 Jahren wird im Durchschnitt die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen vor dem achtzigsten Altersjahr erkranken. Mit null Risikofaktoren erkranken 1,4 Prozent der Männer und 4,1 Prozent der Frauen. [3032]
27. Januar 2012 – Ärzteblatt
Gut geschlafen, weniger Appetit
Beim Anblick von Speisen greift ein Mensch umso eher zu, je weniger er geschlafen hat. Das zeigt ein Experiment mit zwölf gesunden Freiwilligen in Schweden. Der durch Schlafmangel erzeugte Appetit ist unabhängig vom Blutzucker und vom Hungergefühl. Fazit: Wer abnehmen will, profitiert von einem gesunden Schlaf. [3028]
23. Januar 2012 – Ärzteblatt
Aspirin nur zur Behandlung, nicht vorbeugend
Acetylsalicylsäure (Aspirin) ist unbestritten wirksam bei koronarer Herzkrankheit oder nach einem Herzinfarkt, um die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern. Doch gesunde Personen sollten die Finger davon lassen: Um bei ihnen einen einzigen Herzinfarkt zu verhüten, müssten statistisch gesehen 120 Personen sechs Jahre lang behandelt werden. Eine lebensgefährliche innere Blutung entsteht jedoch schon nach der Behandlung von 73 Personen. Der Schaden ist also deutlich grösser als der Nutzen. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von neun klinischen Studien mit insgesamt über hunderttausend Personen. [3020]
11. Januar 2012 – Ärzteblatt
Menschen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut leiden weniger als andere an Depressionen. Das zeigt die Auswertung einer Studie mit über zwölftausend Personen in Dallas, Texas. Besonders günstig wirkt Vitamin D bei Menschen, die schon einmal depressiv waren. Genug Sonne auch in der dunklen Jahreszeit kann helfen, den Vitaminpegel zu erhöhen. [3017]
6. Januar 2012 – UPI Health News
Blutdruck-Gen weckt Hoffnung auf Medikament
Ein bestimmtes Gen, das die Salzkonzentration im Blut reguliert, könnte künftig zu einer wirksameren Behandlung gegen Bluthochdruck führen. Profitieren würden jene Patienten, deren Blutdruck - wegen eines Defekts in diesem Gen - trotz salzarmer Diät nicht sinkt. Wie viele davon betroffen sind und wie man ihnen helfen könnte, bleibt vorerst unklar. Denn die neuen Erkenntnisse über das Gen sind erst bei Labormäusen gemacht worden. [3010]
27. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Schichtarbeit: Auf Blutzucker achten
Wer jahrelang Nachtschicht arbeitet, tut gut daran, seinen Blutzuckerspiegel im Auge zu behalten: Nach drei Jahren Wechsel zwischen Tages- und Nachtschichten kann das Risiko für Diabetes um 20 Prozent ansteigen, nach zehn Jahren um 40 und nach zwanzig Jahren sogar um fast 60 Prozent. Das zeigt eine Studie mit über hunderttausend Frauen in den USA. Entscheidend ist der jahrelange Wechsel zwischen Tages- und Nachtarbeit. Kurzzeitige Nachteinsätze sind kein Problem. [3006]
20. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Körperhaare schützen vor Parasiten
Mücken, Zecken, Wanzen und andere Blutsauger haben schlechtere Karten auf unrasierter Haut: Körperhaare und ihre Nerven dienen als Antennen, die den Berührungsreiz verstärken. So entdeckt der Mensch den Angriff früher und kann sich besser schützen. Haare behindern die Insekten auch ganz direkt; diese brauchen mehr Zeit, bis sie zum Blutsaugen kommen. Zu dicht sollten die Körperhaare aber auch nicht sein, da sich Insekten sonst besser darin verstecken können. [3004]
16. Dezember 2011 – BBC
Das dreitausendste Gesundheitstelegramm
In den letzten zehn Jahren sind an dieser Stelle 3000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Am meisten gefragt waren im vergangenen Jahr Artikel über Cholesterin, Blutdruck, verschiedene Ernährungsthemen, Gewicht, Herz und Kreislauf. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. [3000]
12. Dezember 2011 – PubMed
Zuviel Salz in der Nahrung steigert den Blutdruck und bringt so Herz und Kreislauf in Gefahr. Diese Tatsache bleibt unbestritten. Doch jetzt lässt eine neue kanadische Studie vermuten, dass auch zuwenig Salz ungesund ist - ausgerechnet für Menschen mit Bluthochdruck. Als optimale Salzmenge haben die Kanadier 8 Gramm pro Tag ermittelt - doppelt so viel wie die WHO empfiehlt. Bevor aber nicht weitere Studien dieses Ergebnis bestätigen, werden die bisherigen Empfehlungen in Kraft bleiben. [2990]
28. November 2011 – Ärzteblatt
Fitness fürs Herz ist Fitness fürs Hirn
Sind Herz und Kreislauf bis ins hohe Alter gesund, bleibt auch das Gehirn länger fit. Das zeigt eine Studie mit über zwanzigtausend Senioren in den USA. Von den Risikofaktoren scheint sich vor allem hoher Blutdruck negativ auf die geistigen Fähigkeiten auszuwirken. Schützend wirkt dagegen eine gute Schulbildung. [2986]
22. November 2011 – Ärztezeitung
Zwei monoklonale Antikörper, unabhängig von zwei US-Firmen entwickelt, greifen gezielt ein Enzym aus der Leber an. Dieses bremst die Aufnahme von LDL-Cholesterin aus dem Blut, wodurch dessen Spiegel ansteigt. Mit den Antikörpern lassen sich erhöhte Cholesterinwerte um ein bis zwei Drittel senken. Sie wirken auch bei Patienten, die auf übliche Cholesterinsenker (Statine) nicht ansprechen. Die Wirkung soll jetzt in weiteren klinischen Studien bestätigt werden. [2985]
21. November 2011 – Ärzteblatt
Blutdrucksenker besser abends einnehmen
Wer Medikamente gegen zu hohen Blutdruck nehmen muss, tut dies am besten abends - sie wirken dann um einiges besser als am Morgen: Der Blutdruck sinkt stärker, und das Risiko für Herz und Kreislauf ist um siebzig Prozent niedriger. Das zeigt eine Studie mit über zweitausend Patienten in Spanien. [2977]
9. November 2011 – Ärztezeitung
7 Tipps, um 90 Jahre alt zu werden
1. Aktiv bleiben. 2. Cholesterinwert kennen und wenn nötig kontrollieren. 3. Gesund essen. 4. Blutdruckwerte kennen und wenn nötig kontrollieren. 5. Körpergewicht im gesunden Bereich halten. 6. Blutzuckerwert kennen und wenn nötig Diabetes behandeln. 7. Tabak meiden. Wer alle sieben Tipps umsetzt, habe eine neunzigprozentige Chance, neunzig Jahre oder älter zu werden, sagt ein amerikanischer Herzspezialist. [2966]
24. Oktober 2011 – UPI Health News
Erste wirksame Impfung gegen Malaria
Ein neuer Impfstoff, an Tropeninstituten unter anderem in der Schweiz und in Deutschland entwickelt, kann das Risiko, an Malaria zu erkranken, um die Hälfte senken. Der Erreger von Malaria ist ein Parasit, der rote Blutkörperchen befällt. Weil komplizierter als Bakterien oder Viren, ist er für das Immunsystem schwieriger zu bekämpfen. Eine fünfzigprozentige Wirkung gilt vor diesem Hintergrund als grosser Erfolg für den neuen Impfstoff. Er könnte in den nächsten Jahren Millionen von Menschenleben retten. [2965]
21. Oktober 2011 – Süddeutsche Zeitung
Natürliches Testosteron schützt Herzen von Senioren
Ältere Männer mit einem hohen Spiegel von Testosteron im Blut haben ein etwa um 30 Prozent niedrigeres Risiko für Herzinfarkt als die übrigen Männer gleichen Alters. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Studie mit über zweitausend Männern. Wichtig ist offenbar, dass der Körper eigenes Testosteron bildet. Mit hoch dosierten Präparaten kann das Herzrisiko sogar ansteigen, wie eine frühere Studie zeigt. [2957]
11. Oktober 2011 – Ärztezeitung
Vitamin D hilft Krebs verhüten
Drei von vier Krebspatienten haben einen zu niedrigen Spiegel von Vitamin D im Blut. Jene mit dem niedrigsten Spiegel leiden besonders oft an Krebs im fortgeschrittenen Stadium. Das hat eine Studie mit 160 Patienten in den USA ergeben. [2953]
5. Oktober 2011 – UPI Health News
Wer jeden Bissen dreissig- statt nur fünfmal kaut, hat nach der Mahlzeit einen deutlich höheren Spiegel zweier Sättigungshormone im Blut. Soweit das Ergebnis eines Experiments in Japan. Ob sich der Tipp auch in weniger Essen und einer schlankeren Linie auszahlt, ist noch nicht untersucht worden. Der Versuch lohnt sich allemal, denn wer sich beim Essen mehr Zeit nimmt, kann es auch besser geniessen. [2951]
3. Oktober 2011 – Ärztezeitung
Mehr Demenz bei Mangel an Vitamin B12
Senioren mit einem Mangel an Vitamin B12 im Nervensystem erkranken in den folgenden Jahren eher an Demenz als ihre Altersgenossen mit genug Vitamin. Das zeigt eine Studie mit über hundert Personen in den USA. Gute Quellen für B12 sind Innereien, Fisch und Fleisch. Unklar bleibt aber, ob mehr Konsum vor Demenz schützt, denn auch bei normalem B12-Spiegel im Blut können Nervenzellen Mangel leiden. [2949]
29. September 2011 – Focus
Rotwein gut fürs Herz, trotz Bluthochdruck
Polyphenole, die gesunden Substanzen in Rotwein, können einen zu hohen Blutdruck nicht senken. Das zeigt ein Versuch mit über sechzig Personen in Rotterdam. Die Forscher vermuten, dass Polyphenole die Zellen der Gefässwände stärken, so dass sie hohem Blutdruck besser widerstehen. [2946]
26. September 2011 – WebMD
Cholesterin kann Alzheimer fördern
Menschen mit einem erhöhten Cholesterinspiegel - 224 und mehr Milligramm Gesamtcholesterin pro Deziliter Blut - zeigen etwa ein Drittel mehr von den Hirnschäden (Plaques), die typisch sind für Alzheimer. Zu diesem Befund kommt eine japanische Studie mit über zweitausend Personen. Jedoch bleiben cholesterinsenkende Medikamente bei Alzheimer-Patienten wirkungslos. [2942]
14. September 2011 – UPI Health News
Herzkrankheit macht gutes Cholesterin böse
Das HDL-Cholesterin gilt als gutartig, weil es das Risiko für Herzinfarkt vermindert. Dies gilt aber nur für Gesunde, wie eine Studie der Universität Zürich zeigt. Bei Patienten, die schon an einer Herzkrankheit leiden, verändert sich das HDL zum Schlechten und greift die Blutgefässe an. [2922]
17. August 2011 – Tages-Anzeiger
Schlechter hören wegen Passivrauchen
Jugendliche, deren Eltern rauchen, hören schlechter als solche, die ohne Tabakrauch aufgewachsen sind. Das zeigen Hörtests bei über 1500 jungen Menschen zwischen zwölf und neunzehn Jahren in den USA. Man vermutet, dass Tabakrauch bei Kindern die Durchblutung des Innenohrs stört. [2911]
21. Juli 2011 – Ärzteblatt
Dreitausend Schritte mehr, drei Zentimeter Bauch weniger
Wer täglich dreitausend Schritte mehr geht als vorher, kann seinen Bauchumfang um drei Zentimeter verringern. Auch der Blutdruck sank um rund 5 mm Hg. Das zeigt ein Test mit etwa hundert Büroangestellten in Deutschland. Die Folge ist laut internationalen Studien ein mehr als 40 Prozent geringeres Risiko für Schlaganfall. [2904]
12. Juli 2011 – Ärztezeitung
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