Gesundheitstelegramm: Blut Insulin

News zu Blut Insulin

Kaffee senkt Risiko für Schlaganfall

Frauen, die täglich mindestens eine Tasse Kaffee trinken, haben ein niedrigeres Risiko für Hirnschlag als Frauen, die keinen Kaffee trinken: Das Risiko sinkt um 22 bis 25 Prozent laut einer Studie bei über dreissigtausend Schwedinnen. Für diese Wirkung genügt eine Tasse pro Tag. Jene Frauen, die täglich mehr als fünf Tassen Kaffee trinken, haben keinen zusätzlichen Vorteil. Wie die Wirkung zustande kommt, ist noch unbekannt. Man vermutet, dass Kaffee die Entzündungen im Blutkreislauf reduziert oder die Empfindlichkeit für Insulin erhöht. [2826]

14. März 2011  –  WebMD

Schlafmangel verstärkt Neigung zu Diabetes

Schon eine einzige Nacht mit einem Schlafdefizit von vier Stunden reicht aus, um bei gesunden Menschen die Wirkung des Insulins auf den Blutzuckerspiegel um bis zu 25 Prozent zu senken. Eine solche Insulinresistenz gilt, wenn sie dauerhaft anhält, als Vorstufe zu Diabetes vom Typ 2. Die Wirkung des Schlafmangels auf den Blutzucker ist in einem Versuch in Holland entdeckt worden. Die holländischen Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen dem immer kürzeren Schlaf und dem immer häufigeren Diabetes in den westlichen Ländern. [2576]

7. Mai 2010  –  Süddeutsche Zeitung

Diabetes-Risiko: Fitness besser als Medikamente

Bei Insulinresistenz (Prädiabetes) nützt es nichts, mit Medikamenten den Blutdruck oder den Blutzuckerspiegel zu senken, denn das kann die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2 nicht stoppen. Zu diesem Schluss kommen verschiedene Studien an insgesamt über neuntausend Patienten in vierzig Ländern. Doch wer übergewichtig ist und sein Gewicht um 5 Prozent senkt, kann das Risiko für Diabetes deutlich reduzieren. Nur Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes wirksam vor. [2481]

17. März 2010  –  BBC

Vorfreude auf Leckeres schützt vor Diabetes

Wenn bei Duft von Braten oder frisch gebackenem Brot das Wasser im Mund zusammenläuft, kurbelt der Körper auch die Produktion von Insulin an: So ist er gerüstet, den bevorstehenden Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verarbeiten. Bei Menschen mit Diabetes vom Typ 2 ist diese Reaktion geschwächt. Zu diesem Schluss kommen zwei Studien amerikanischer und schwedischer Forscher. Wer also die körperliche Vorfreude auf eine Mahlzeit nicht kennt, tut vielleicht gut daran, seinen Blutzucker kontrollieren zu lassen. [2470]

12. März 2010  –  Spiegel

Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker

Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]

2. März 2010  –  Focus

Bald künstliches Pankreas für Diabetiker

Die künstliche Bauchspeicheldrüse misst ständig den Blutzuckerspiegel und gibt mit einer kleinen Pumpe die nötige Menge Insulin ins Blut ab. Der Prototyp eines solchen Gerätes hat sich in einer klinischen Studie bewährt. Insulin-Sensoren und Insulinpumpen gibt es schon seit Jahren. Neu ist nur die Software für die Steuerung. Ist das Gerät erst einmal marktreif, werden davon Menschen mit Diabetes vom Typ 1 profitieren können. [2388]

8. Februar 2010  –  Ärzteblatt

Diabetes: Warnung vor zu tiefem Blutzucker

Diabetiker, die auf Insulin angewiesen sind und ihren Blutzuckerspiegel damit auf zu tiefe Werte senken, leben kürzer als jene mit einem höheren Blutzucker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Uni Cardiff. Doch die schottischen Forscher warnen Patienten davor, das Insulin nicht mehr zu nehmen. Vielmehr sollten sie mit ihrem Arzt über ihr persönliches Blutzuckerziel reden und versuchen, dieses nicht zu unterschreiten. [2353]

28. Januar 2010  –  BBC

Gallensteine zeigen Risiko für Diabetes an

Wer an Gallensteinen leidet, hat ein über vierzig Prozent höheres Risiko für Diabetes. Das zeigt eine Studie des deutschen Instituts für Ernährungsforschung an den Daten von 25000 Personen. Gallensteine und Diabetes haben eine gemeinsame Ursache - der Körper vermag nicht (mehr) richtig auf das Insulin zu reagieren. Menschen mit Gallensteinen tun also gut daran, ihren Blutzucker messen zu lassen. Im Unterschied dazu gibt es keinen Zusammenhang zwischen Nierensteinen und Diabetes. [2345]

27. Januar 2010  –  Standard

Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe

Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]

13. Mai 2009  –  PubMed PMID: 19402773

Diabetiker brauchen Zucker nicht zu fürchten

Weisser Zucker (Saccharose) muss nach neusten Erkenntnissen der Forschung für Diabetiker kein Tabu mehr sein. Gestützt auf eine grössere Studie hat ein Versuch an neun Diabetikern gezeigt, dass sie täglich fünfzig Gramm Zucker anstelle von anderen Kohlenhydraten zu sich nehmen können, ohne dass sich ihre Blutzucker- und Insulinwerte verändern. [1715]

10. Oktober 2007  –  PubMed PMID: 17907012

Scharf macht schlank

Wer seine Speisen oft und gern mit Chili würzt, hat es leichter, schlank zu bleiben. Chili hält nämlich den Spiegel des Insulins im Blut tief. Dadurch holt sich der Körper seine Energie weniger aus Zucker und dafür mehr aus Fett. Das hat ein Versuch mit über dreißig Test-Essern in Australien gezeigt. [1378]

20. Juli 2006  –  Am J Clin Nutrition 2006;84:63

Bewegung, Blutdruck und Insulin

Das Risiko für zu hohen Blutdruck ist bei Menschen, die Sport treiben, um etwa ein Viertel niedriger als bei Sportmuffeln. Das hat eine Studie an über tausend Personen in den USA gezeigt. Wer sich oft bewegt, reagiert auch besser auf Insulin und läuft weniger Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Auch eine gute Insulin-Reaktion senkt den Blutdruck. [1335]

7. Juni 2006  –  Am J Epidemiology 2006;163:921

Alkohol und Herz: Mäßig, aber regelmäßig

Wer täglich oder doch wenigstens dreimal pro Woche ein Glas eines alkoholischen Getränks konsumiert, hat ein minimales Risiko für Herzinfarkt. Das zeigen Studien an über 50'000 Personen. Alkohol wirkt vermutlich darum so positiv, weil er das Cholesterin und die Blutgerinnung senkt und die Wirkung des Insulins verstärkt. Doch in größeren Mengen schadet Alkohol auch dem Herzen. Wo die Grenze liegt, ist umstritten. Ein Glas pro Tag ist aber sicher ok. [1132]

15. September 2005  –  Circulation 2005;112:1406

Dunkle Schokolade gut für Kreislauf

Dunkle Schokolade senkt den Blutdruck und verbessert die Wirkung des Insulins auf den Blutzucker. Nicht so die weiße Schokolade: Sie enthält keine Polyphenole, denen man die günstige Wirkung zuschreibt. [1009]

28. März 2005  –  Am J Clin Nutrition 2005;81:611

Fett am Bauch erhöht Blutdruck und schwächt Insulin

Somit steigen die Risiken für Herz- und Kreislaufkrankheiten und für Diabetes. Fettansatz an anderen Stellen des Körpers ist weniger kritisch. [861]

1. September 2004  –  Hypertension 2004;44:127

Insulin greift Blutgefäße an

Zuckerkranke (Diabetiker), die zwar Insulin produzieren, aber nicht darauf reagieren (Insulinresistenz) haben ein höheres Risiko für Arteriosklerose, weil Insulin in hohen Konzentrationen die Wände der Blutgefäße angreift. [35]

7. Februar 2002  –  Circulation 2002;105:576

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