Gesundheitstelegramm: Blut Hormon

News zu Blut Hormon

Mehr kauen, besser abnehmen

Wer jeden Bissen dreissig- statt nur fünfmal kaut, hat nach der Mahlzeit einen deutlich höheren Spiegel zweier Sättigungshormone im Blut. Soweit das Ergebnis eines Experiments in Japan. Ob sich der Tipp auch in weniger Essen und einer schlankeren Linie auszahlt, ist noch nicht untersucht worden. Der Versuch lohnt sich allemal, denn wer sich beim Essen mehr Zeit nimmt, kann es auch besser geniessen. [2951]

3. Oktober 2011  –  Ärztezeitung

Schlafmangel macht dick

Bei Personen, die zu wenig schlafen, erhöht sich der Spiegel des appetitsteigernden Hormons Ghrelin im Blut. Dies kann Bemühungen, durch Diät abzunehmen, fast völlig zunichte machen. Zu diesem Schluss kommen Untersuchungen in einem Schlaflabor der Universität Chicago. [2734]

18. Oktober 2010  –  Ärzteblatt

Mamas Stimme wirkt wie eine Umarmung

Die Umarmung einer vertrauten Person lässt den Spiegel des «Kuschelhormons» Oxytocin im Blut ansteigen. Dasselbe geschieht auch, wenn diese Person bloss anruft. Das hat ein Versuch mit über sechzig Mädchen unter Stress gezeigt. Egal ob mit Umarmung oder Mamas Stimme am Telefon: Der Oxytocin-Spiegel stieg gleichermassen, ebenso sank der Spiegel des Stresshormons Cortisol. [2588]

12. Mai 2010  –  Ärztezeitung

Kommt Bauch, geht Testosteron

Bei Männern, die in die Jahre kommen, kann der Spiegel des männlichen Geschlechtshormons Testosteron stabil bleiben. Setzt sich jedoch am Bauch zu viel Fett an, sinkt der Testosteronspiegel. Das zeigt eine grosse europäische Studie. An Testosteronmangel leiden nur etwa fünf Prozent der älteren Männer. Unter den Patienten in Arztpraxen steigt dieser Anteil jedoch auf ein Drittel bis die Hälfte. Die wichtigsten Risikofaktoren sind, neben zu hohem Bauchumfang, Diabetes, Bluthochdruck und schlechte Blutfettwerte. Als wirksame Vorbeugung gilt regelmässige Bewegung, auch beim Sex. [2557]

28. April 2010  –  Ärztezeitung

Sättigungshormon Leptin als Hoffnung für Diabetiker

Menschen mit Diabetes vom Typ 1 müssen ihr Leben lang Insulin spritzen. Eine kombinierte Spritze mit Insulin und Leptin senkt den Blutzuckerspiegel noch wirksamer und hilft besser gegen Übergewicht, an dem viele Diabetiker leiden. Die neue Behandlung hat sich bei Mäusen im Labor bewährt und könnte künftig auch menschlichen Patienten helfen. Leptin ist ein Hormon, das in den Fettzellen gebildet wird und das Hungergefühl bremst. Beim Abnehmen hilft es leider nicht, da die meisten Übergewichtigen zuviel davon haben, aber nicht darauf reagieren. [2448]

2. März 2010  –  Focus

Ab März steigen Testosteron und Vitamin D wieder

Bald hat die saisonale Schwankung des männlichen Sexhormons Testosteron ihren Tiefpunkt erreicht. Im Frühling beginnt der Spiegel im Blut wieder zu steigen und erreicht im August seinen Höhepunkt. Die gleiche Kurve zeigt sich beim Vitamin D. Das zeigen Forschungen der Uni Graz. Die Forscher vermuten sogar einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin und dem Hormon: Sie wollen untersuchen, ob Vitamin-D-Tropfen gegen Testosteronmangel und Unfruchtbarkeit helfen könnten. [2440]

25. Februar 2010  –  Standard

Hormon bremst Appetit, aber auch Alzheimer

Wenn ein Mensch genug gegessen hat, schütten seine Fettzellen das Hormon Leptin aus. Es zirkuliert im Blut und sagt dem Hirn, der Körper sei satt. Doch das Leptin wirkt nicht nur auf das Appetitzentrum, sondern schützt auch die Hirnmasse vor Abbau durch Alzheimer. Dies zeigt eine Studie an fast zweihundert Senioren in den USA. Fazit: Wer ständig hungert, um abzunehmen, tut vielleicht seinen kleinen grauen Zellen keinen Gefallen. Denn diese lieben es nicht, wenn der Appetit ständig hoch und das Leptin ständig tief ist. [2224]

20. Dezember 2009  –  BBC

Sexhormone halten Körper und Geist vital

Sex bis ins hohe Alter gilt als Jungbrunnen. Diese Volksweisheit wird jetzt durch eine japanische Studie bestätigt. Bei je hundert Frauen und Männern im Alter von über siebzig Jahren hat sie einen Zusammenhang zwischen der Vitalität an Körper und Geist und den Sexhormonen im Blut gefunden: Je höher der Hormonspiegel, desto grösser sind die Chancen, die Verrichtungen des täglichen Lebens noch gut zu meistern und geistig noch rege zu sein. [2131]

11. September 2009  –  PubMed PMID: 19702939

Hysterie ist Männersache

Eine Neigung zu übertriebenen Gefühlsausbrüchen, im Jargon der Psychologie hysterische oder hystrionische Persönlichkeit, hat man seit dem Altertum eher dem weiblichen Geschlecht zugeschrieben. Doch nichts könnte verkehrter sein. Denn neue Forschung zeigt, dass die «hysterische» Neigung um so grösser wird, je mehr von dem männlichen Hormon Testosteron ein Mann im Blut hat. Abgesehen von vielleicht etwas instabilen Gefühlen hat das aber auch positive Wirkungen: Weniger Angst, weniger Depression und besserer Sex. [2110]

15. Juni 2009  –  PubMed PMID: 19493294

Hormon: Pflaster sicherer als Tabletten?

Östrogen-Tabletten für Frauen nach den Wechseljahren sind in Verruf geraten, unter anderem weil sie die Neigung zu Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Venen fördern. Hormone als Pflaster statt als Pillen sind möglicherweise sicherer. Dies lässt eine Studie an einigen Hundert Frauen in Frankreich vermuten. Um das zu erhärten, sind nun weitere Studien nötig. [1547]

1. März 2007  –  Circulation 2007;115:840

Hormone schützen vor Arterienverkalkung

Männer, die im Alter mehr Hormone wie Testosteron oder Wachstumsfaktor im Blut haben, leiden weniger stark an einer Verkalkung (Arteriosklerose) der Halsschlagader und bleiben daher geistig länger frisch. [360]

18. Januar 2003  –  Am J Epidemiology 2003;157:25

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