
News zu Blut Alkohol
Cannabis am Steuer ähnlich wie Alkohol
Das Risiko für einen Verkehrsunfall verdoppelt sich nach dem Konsum von Cannabis, was etwa der Wirkung von 0,8 Promille Alkohol im Blut entspricht. Besonders markant ist die Zunahme der tödlichen Unfälle. Das hat die Auswertung von neun Studien mit fast fünfzigtausend Personen ergeben. [3045]
15. Februar 2012 – Ärzteblatt
Knochendichte: Wie oft messen?
Frauen ohne Risikofaktoren für Osteoporose sollten die Knochendichte mit 70 Jahren messen lassen. Mit Risikofaktoren (Rauchen, Alkohol, Bewegungsarmut, graziler Körperbau, Osteoporose bei Blutsverwandten) kann dieser Test schon ab 60 Jahren ratsam sein. Bei normalem Ergebnis ist eine zweite Messung erst nach etwa 15 Jahren nötig, bei mittelstarkem Knochenschwund je nach Alter nach drei bis fünf Jahren, bei starkem Knochenschwund nach ein bis zwei Jahren. Diese Empfehlungen lassen sich aus einer neuen US-Studie mit fast fünftausend Frauen ableiten. [3036]
2. Februar 2012 – Ärztezeitung
Sich Betrinken schwächt das Herz
Mehr als ein Glas Alkohol schwächt selbst ein gesundes Herz. Es pumpt dann messbar weniger Blut in den Körper als im nüchternen Zustand. Das zeigt die Untersuchung von neunzehn belgischen Partygängern vor und nach dem Feiern. Sie hatten im Durchschnitt mehr als ein Promille Alkohol im Blut. [2857]
2. Mai 2011 – Focus
Alkoholvergiftungen in sieben Jahren verdoppelt
In den Jahren von 2000 bis 2007 hat sich der Anteil von Alkoholvergiftungen am Notfallzentrum des Inselspitals Bern von 1,4 auf 3,3 Prozent mehr als verdoppelt. Bei den 16- bis 25-Jährigen beträgt der Anteil sogar schon 6,5 Prozent. Die Eingelieferten haben im Durchschnitt über zwei Promille Alkohol im Blut. [2484]
18. März 2010 – Medical Tribune
Personen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut haben ein bis zu 40 Prozent geringeres Risiko für Krebs im Dickdarm und Enddarm als Personen mit wenig Vitamin. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Europa. Doch Vorsicht: Zuviel Vitamin D ist giftig. Am besten lässt sich das Risiko senken, wenn man sich viel im Freien bewegt - Sonne regt die Haut zur Bildung von Vitamin D an, nur wenig Alkohol und rotes Fleisch konsumiert und nicht (mehr) raucht. [2341]
26. Januar 2010 – Medical News Today
6 Stunden Schlafentzug wie 1 Promille Alkohol
Wer seit 17 Stunden wach ist, reagiert am Steuer so, als hätte er ein halbes Promille Alkohol im Blut. Jede weitere Stunde Schlafentzug fügt noch ein zehntel Promille hinzu. Ab mehr als 24 Stunden Schlafentzug stellen sich nach und nach Halluzinationen ein. Wer unter der Woche zu wenig zum Schlafen kommt, kann dies nicht durch Ausschlafen übers Wochenende nachholen. Zu diesen Schlüssen kommt eine Studie an jungen gesunden Personen ohne Schlafstörungen in den USA. [2303]
16. Januar 2010 – Standard
Nach durchzechter Nacht weniger fahrtüchtig
Wer nach einer feuchtfröhlichen Nacht am Morgen mit einem Kater aufwacht, fährt unsicher, selbst wenn er schon wieder nüchtern ist und der Alkoholpegel im Blut auf null Promille gesunken ist. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test mit 95 freiwilligen Trinkern in den USA. Beeinträchtigt sind vor allem das Reaktionsvermögen und die Konzentration. Fatalerweise merken die Versuchspersonen nichts davon, sondern fühlen sich fit. [2227]
21. Dezember 2009 – Berliner Zeitung
Alkohol verdickt Wände von Arterien
Wer täglich Alkohol trinkt, dessen Arterien bekommen dickere Wände, was den Blutfluss etwas einengt. Die Gefahr von Arteriosklerose nimmt dadurch zu. Dies zeigt eine Studie an über zweitausend jungen Finnen. Sie beweist, dass Alkohol keineswegs nur positiv auf den Kreislauf wirkt, was man auf Grund von vielen anderen Studien annehmen könnte. [2025]
22. Januar 2009 – PubMed PMID: 19124122
Alkohol und Ärger halten Blutdruck im Schlaf hoch
Bei gesunden Personen sinkt der Blutdruck im Schlaf deutlich ab. Dies ist wichtig, damit sich auch der Kreislauf erholen und regenerieren kann. Ein fehlender Abfall kann auf Dauer krank machen. Die wichtigsten Faktoren, die den Blutdruck im Schlaf hoch halten, sind Alkohol und Ärger. Wer lernt, auf positive Weise mit diesen negativen Gefühlen umzugehen, kann also viel Gutes für Herz und Kreislauf tun. Den Ärger in Alkohol zu ertränken ist dagegen nicht ratsam. [2003]
15. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19067099
Rauchen schnürt dem Hirn das Blut ab
Ein normaler Blutdruck ist günstig für die Versorgung des Hirns mit Blut und senkt daher das Risiko für Demenz. Doch Rauchen macht diesen Vorteil zunichte, wie eine Studie an siebenhundert Schweden zeigt: Bei Rauchern mit normalem Blutdruck ist das Hirn so schlecht durchblutet wie bei Nichtrauchern mit hohem Blutdruck. Alkohol verstärkt die schädliche Wirkung des Tabaks noch. [1822]
12. März 2008 – PubMed PMID: 18311087
Neun Faktoren für ein langes und gesundes Leben
Ein starker Händedruck, keine erhöhten Werte für Gewicht, Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin, kein Tabakrauch, nicht zu viel Alkohol, eine gute Schulbildung und eine Partnerin - das sind die neun wichtigsten Faktoren, von denen es abhängt, ob ein Mann mit 85 noch vital ist. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über fünftausend Männern in Hawaii. [1465]
20. November 2006 – JAMA 2006;296:2343
Zu hoher Blutdruck: Was hilft? Was hilft nicht?
Gesund und salzarm essen, sich viel bewegen und nur wenig Alkohol trinken - all das kann helfen, einen zu hohen Blutdruck zu senken. Nutzlos sind dagegen Entspannungsübungen und Nahrungszusätze mit Kalzium, Kalium oder Magnesium. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von über hundert Studien. [1238]
10. Februar 2006 – J Hypertension 2006;24:215
Mäßig Alkohol gegen Hirnschlag
Wer pro Tag ein bis höchstens zwei Glas eines alkoholischen Getränks konsumiert, kann sein Risiko für den Typ von Schlaganfall senken, der durch gestörte Durchblutung des Hirns verursacht ist. Das Risiko sinkt um etwa ein Drittel, verglichen mit Personen, die keinen Alkohol trinken. Das folgt aus einer Studie an über 3000 Personen in Manhattan. [1221]
18. Januar 2006 – Stroke 2006;37:13
Alkohol und Herz: Mäßig, aber regelmäßig
Wer täglich oder doch wenigstens dreimal pro Woche ein Glas eines alkoholischen Getränks konsumiert, hat ein minimales Risiko für Herzinfarkt. Das zeigen Studien an über 50'000 Personen. Alkohol wirkt vermutlich darum so positiv, weil er das Cholesterin und die Blutgerinnung senkt und die Wirkung des Insulins verstärkt. Doch in größeren Mengen schadet Alkohol auch dem Herzen. Wo die Grenze liegt, ist umstritten. Ein Glas pro Tag ist aber sicher ok. [1132]
15. September 2005 – Circulation 2005;112:1406
Nachtwache wie 0,5 Promille Alkohol
Ärzte und Pflegende, die in einer Nachtwache stark beansprucht worden sind, reagieren tags darauf wie mit einem halben Promille Alkohol im Blut. Das zeigen Tests im Fahrsimulator an 34 Mitarbeitern einer Kinderklinik in den USA. [1130]
13. September 2005 – JAMA 2005;294:1025
Mäßig Alkohol mäßigt den Blutdruck
Mit dem Alter nimmt auch der Blutdruck zu. Dieser Anstieg hält sich in Grenzen, wenn man pro Woche weniger als 200 Gramm (etwa 20 Glas) Alkohol trinkt. Trinkt man mehr, dann steigt der Blutdruck jedes Jahr um zusätzlich etwa einen halben Millimeter Quecksilber. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 3000 Männern in Japan. [1121]
31. August 2005 – J Hypertension 2005;23:1485
Der Blutdruck steigt besonders stark, wenn man den Alkohol nicht zum Essen trinkt. [944]
27. Dezember 2004 – Hypertension 2004;44:813
Neun Risikofaktoren für das Herz
1. Rauchen, 2. Cholesterin, 3. Bluthochdruck, 4. Diabetes, 5. dicker Bauch, 6. wenig Früchte und Gemüse, 7. wenig Bewegung, 8. Stress, 9. zu viel Alkohol. [864]
6. September 2004 – British Medical Journal 2004;324:527
Hoher Blutdruck kann ähnlich wirken wie zu viel Alkohol: Die Leber verfettet. [832]
22. Juli 2004 – Gut 2004;53:1020
Wer mäßig, aber regelmäßig eine Stange (einen Becher) helles Bier trinkt, senkt sein Risiko für Herzinfarkt. Es darf auch alkoholfreies Bier sein. Denn nach Ansicht israelischer Forscher ist nicht der Alkohol entscheidend, sondern der Hopfen. Er senkt die Neigung des Blutes, Gerinnsel zu bilden, die die Herzkranzgefäße verstopfen könnten. [352]
10. Januar 2003 – British Medical Journal 2003;326:72
Risiken für Krankheit weltweit
Ein Forscherteam hat eine weltweite Hitparade der Risikofaktoren für Krankheit erstellt: 1. Unterernährung von Müttern und Kindern, 2. unsicherer Sex, 3. Bluthochdruck, 4. Tabak, 5. Alkohol. [300]
6. November 2002 – Lancet 2002;360:1347
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