Gesundheitstelegramm | Bewegung
Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
18. März 2010 - Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können. [2483]
Quelle: NZZ
Diabetes-Risiko: Fitness besser als Medikamente
17. März 2010 - Bei Insulinresistenz (Prädiabetes) nützt es nichts, mit Medikamenten den Blutdruck oder den Blutzuckerspiegel zu senken, denn das kann die Entwicklung zu Diabetes vom Typ 2 nicht stoppen. Zu diesem Schluss kommen verschiedene Studien an insgesamt über neuntausend Patienten in vierzig Ländern. Doch wer übergewichtig ist und sein Gewicht um 5 Prozent senkt, kann das Risiko für Diabetes deutlich reduzieren. Nur Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes wirksam vor. [2481]
Quelle: BBC
Mehr Muskeln im Alter halten gesund
04. März 2010 - Bis zum achtzigsten Lebensjahr verliert auch ein gesunder Mensch im Durchschnitt etwa ein Drittel seiner Muskelmasse. Besser ist wohl, die Sache positiv zu sehen: Zwei Drittel bleiben erhalten, und dieser Anteil lässt sich durch Krafttraining steigern. Muskelkraft ist einer der wichtigsten und oft unterschätzten Gesundheitsfaktoren im Alter, sagt Jürgen Schölmerich von der Uni Regensburg. Schwache Muskeln und ein schlechter Sinn für das Gleichgewicht - beides Folgen von Bewegungsmangel - sind die häufigsten Ursachen von Stürzen. Beim folgenden Aufenthalt im Spital bringen dann oft Thrombosen und Lungenentzündungen den vorzeitigen Tod. [2454]
Quelle: Ärzteblatt
Bewegung ja, Sport na ja
01. März 2010 - Bewegung ist die beste vorbeugende Medizin, um gesund zu bleiben. Doch es muss nicht unbedingt Sport sein, sagt der deutsche Sportmediziner Hans Bloss. Wer im Alltag für genug Bewegung sorgt, zum Beispiel durch Treppensteigen statt Lift und durch Einkaufsbummel zu Fuss, tut unter Umständen seiner Gesundheit mehr Gutes als durch häufiges Joggen oder Besuche im Kraftstudio. Wer Sport zu Wettkampfzwecken betreibe, schaffe zusätzlichen Stress, statt ihn abzubauen, meint Bloss. Zuviel und einseitiges Training sei schlechter als gar kein Training. [2446]
Quelle: Focus
Ernährungswissenschaftler: Bewegung ist wichtiger
24. Februar 2010 - Um gesund zu bleiben, soll man sich bewegen. Ernährung habe dagegen kaum einen Einfluss auf die Gesundheit. Das sagt Nahrungs-Experte Paolo Colombani von der ETH Zürich in einem Interview der SonntagsZeitung. Wer sich bewege, könne fast alles essen, weil sich (wieder) ein natürliches Gleichgewicht von Hunger und Sättigung einstelle. Die übrigen Empfehlungen seien ganz einfach: Nichts kaufen, was Grossmutter nicht gekannt hat, was aus mehr als fünf Inhaltsstoffen besteht oder aus Stoffen, die schwer auszusprechen sind; im Supermarkt aussen herum einkaufen und den Innenraum mit den Konserven meiden. [2437]
Quelle: SonntagsZeitung
Leberzirrhose auch durch Fett
18. Februar 2010 - Nicht nur Alkohol, sondern auch zuviel eingelagertes Fett kann die Leber so stark schädigen, dass sie zunächst wächst, dann aber am Ende schrumpft und abstirbt. In Deutschland hat jede fünfte Person eine Fettleber, schätzen Experten. Besonders gefährdet sind jene mit einem dicken Bauch. Abhilfe ist nie zu spät: Durch Abnehmen, mehr Bewegung und gesunde Ernährung kann eine fette Leber innerhalb eines halben Jahres wieder ihre normale Grösse erreichen. [2423]
Quelle: Spiegel
Computer noch nichts für Kinder
08. Februar 2010 - Dinge anfassen und Dinge bewegen fördert die Intelligenz von Kindern bis zwölf Jahren am besten. Am Computer kommt dies zu kurz: Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben und Störungen der Konzentration sind die Folge. Deshalb warnt Manfred Spitzer, Hirnforscher und Psychiater an der Uni Ulm davor, Kinder zu früh an Computer zu setzen. Der Bildschirm lähmt den kindlichen Bewegungsdrang noch mehr als die Schulbank. [2386]
Quelle: Ärztezeitung
Kiffen erschöpft die Spermien
08. Februar 2010 - Weshalb das Kiffen von Marihuana Männer unfruchtbar macht, haben Forscher jetzt herausgefunden: Cannabis sieht jenem körpereigenen Stoff ähnlich, der die Samenzellen in Bewegung setzt. Normalerweise schlummern sie im Hoden still vor sich hin und werden erst nach dem Erguss in der Scheide aktiv. Cannabis weckt sie aber schon im Hoden auf, wonach sie ihre Energie zu früh verbrauchen. [2387]
Quelle: Spiegel
Weltkrebstag: Risiko lässt sich um 40 % senken
04. Februar 2010 - Der heutige Weltkrebstag steht unter dem Motto «Auch Krebs lässt sich vermeiden». Die internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) weist darauf hin, dass 40 Prozent der Krebsfälle vermeidbar wären: Durch regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung, Nichtrauchen und Impfung gegen krebserregende Viren. [2374]
Quelle: Ärztezeitung
Oft ins Freie, dem Herzen zuliebe
21. Januar 2010 - Wer sich oft an der frischen Luft aufhält, läuft weniger Gefahr, an Herzinfarkt zu sterben als ein Stubenhocker. Daran ist nicht nur die Bewegung schuld, sondern auch die Sonne auf der Haut. Sie regt den Körper an, Vitamin D zu bilden, und dieses senkt das Risiko für Herz und Kreislauf. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an mehr als fünfzehntausend Amerikanern schwarzer und weisser Hautfarbe. Die Schwarzen sterben häufiger an Herzinfarkt als die Weissen. Hauptgrund ist offenbar, dass dunkle Haut weniger Vitamin D bildet als helle. [2325]
Quelle: NZZ
Senioren: Videospiele trainieren graue Zellen
19. Januar 2010 - Drei Monate lang hatten die Bewohner dreier deutscher Altersheime mit einer modernen Video-Konsole Tennis, Dart oder Bowling trainiert. Danach hatte sich das Geschick im Spiel, darüber hinaus aber auch das Gedächtnis und das Wahrnehmungsvermögen deutlich verbessert. Dies zeigt eine Studie der Uniklinik Erlangen. Moderne Konsolen steuern das Videospiel durch annähernd natürliche Bewegungen des ganzen Körpers und nicht mehr nur der Finger. [2311]
Quelle: Berliner Zeitung
Bewegung senkt Risiko für Demenz
13. Januar 2010 - Senioren, die sich regelmässig bewegen, können so ihr Risiko einer leichten Schwäche der geistigen Fähigkeiten um 30 bis 40 Prozent senken. Soweit das Zwischenergebnis einer zur Zeit laufenden Studie. Mit leichter Geistesschwäche steigt das Risiko einer schweren Demenz um das Fünf- bis Zehnfache einer geistig fitten Person. Am wirksamsten für die grauen Zellen ist offenbar mässige Intensität, zum Beispiel durch schnelles Gehen, Wandern, Aerobic, Krafttraining, Schwimmen, Tennis Doppel, Yoga, Kampfsport, Gewichtheben und Golf ohne Wagen. [2289]
Quelle: Medpage Today
Schrittzähler halbiert Risiko für Diabetes
05. Januar 2010 - Ein kleines Gerät, das man sich an den Körper schnallt und das die Schritte zählt, kann das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, auf die Hälfte reduzieren. Dies gilt für Personen mit bereits erhöhten Blutzuckerspiegeln. Deren Werte sinken dann nach einem Jahr mit Schrittzähler um durchschnittlich 15 Prozent. Für Menschen, die zu Trägheit neigen, erleichtert der Schrittzähler die tägliche Kontrolle, ob man sein Bewegungsziel erreicht hat oder nicht. [2259]
Quelle: Telegraph
Bewegung lässt Zellen langsamer altern
04. Januar 2010 - Regelmässige Bewegung, vor allem Ausdauertraining, ist eine natürliche Form von Anti-Aging. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität des Saarlandes. Körperliches Training bewahrt die Schutzkappen an den Enden der Chromosomen vor einem schnellen Abbau mit zunehmendem Alter. Diese Schutzkappen, die Telomere, sorgen dafür, dass die Zellen bei der Teilung ihre Erbmasse, die DNA, ohne Fehler weitergeben können. Sind die Telomere aufgebraucht, sterben die Zellen. [2252]
Quelle: BBC
Gute Vorsätze: Bewegen, bewegen ...
02. Januar 2010 - Schon zwanzig Minuten Bewegung pro Woche können ausreichen, die Stimmung merklich zu heben, hat eine schottische Studie herausgefunden. Mehr Sport wirkt besser als wenig Sport, intensiver Sport hilft besser als leichter Sport. Doch die Kurve der besseren Gesundheit flacht ab, je mehr Sport man treibt. Daraus folgt: Am Wichtigsten ist es, sich überhaupt zu bewegen. Wie, wo und wann man das tut, ist ziemlich egal. So wirken fünfmal dreissig Minuten Sport pro Woche genauso gut wie dreimal fünfzig Minuten. [2249]
Quelle: New York Times
Tango ist die beste Medizin
30. Dezember 2009 - Argentinischer Tango hat sich gegen Depression, Stress und Eheprobleme, aber auch gegen Parkinson als wirksam gezeigt, wie mehrere Studien belegen. Um zu entschlüsseln, warum Tango, nicht aber Walzer und Foxtrott so günstig auf die Gesundheit wirkt, haben Forscher der Uni Frankfurt in Speichelproben der Tänzer die Konzentration der Hormone vor und nach dem Tanz gemessen. Fazit: Tango regt einerseits, durch die erotische Nähe zum Partner, das Testosteron an. Andererseits senkt die rhythmische Musik das Stresshormon Cortisol. Die Bewegung steigert zudem die Fitness. [2243]
Quelle: Focus
Bewegung steigert Chance gegen Darmkrebs
20. Dezember 2009 - Wer an Darmkrebs leidet, tut gut daran, viel Sport zu treiben: Die Chance zu überleben ist bei körperlich aktiven Menschen mehr als doppelt so hoch wie bei Bewegungsmuffeln. Dies zeigt eine Studie an über sechshundert Männern an einem Krebsinstitut in Boston. Frühere Studien haben schon mehrfach gezeigt, dass Bewegung auch das Risiko senkt, Darmkrebs zu bekommen. [2222]
Quelle: Standard
Bewegung kann gegen Depressionen helfen
10. Dezember 2009 - Eine häufige Ursache von Depressionen ist Bewegungsmangel, vermutet die Wiener Psychiaterin Liane Saxer-Novotny. Sie rät zu weniger Internet und Fernsehen, mehr sozialen Kontakten und regelmässiger Bewegung an der frischen Luft. Wichtig ist aiuch ein regelmässiger Tag-Nacht-Rhythmus. Gefährlich ist die Flucht in Süchte oder in die Arbeit. Hält eine depressive Phase länger als 14 Tage an, spricht man von einer Depression. Bessert sie sich trotz Selbsthilfe nicht, sollte man den Gang zu einer Fachperson nicht scheuen. [2182]
Quelle: Standard
Bewegung dämpft Rauchsucht
12. November 2009 - Schon eine Viertelstunde leichtes Pedalen auf einem Hometrainer reicht aus, um bei Rauchern nach einem Rauchstopp von fünfzehn Stunden die Symptome des Entzugs und die zwanghaften Gedanken an Zigaretten deutlich zu dämpfen. Dies zeigt ein Experiment mit zwanzig regelmässigen Rauchern in England. [2152]
Quelle: PubMed
PMID: 19832788
Reserven für das Hirn aufbauen
03. November 2009 - Je leistungsfähiger das Hirn, desto länger kann es dem Abbau trotzen, sei es durch Alzheimer oder durch das normale Altern. Immer mehr Fakten sprechen für diese Theorie. So zeigen auch Experimente mit Mäusen und Ratten, dass die Haltung in anregenden, stets neuen Umgebungen die Nager besser vor Alzheimer schützt als jene in kahlen Käfigen. Für Menschen bedeutet dies: Bildung, Lernen und viel Bewegung bis ins hohe Alter kann dem Hirn Reserven gegen den Abbau verschaffen. [2147]
Quelle: PubMed
PMID: 19819293
Rücken liebt strengen Sport, aber nicht strenge Arbeit
29. Oktober 2009 - Ein gesunder Rücken ohne Schmerzen braucht viel Bewegung, um die Muskeln des Rumpfes und der Wirbelsäule zu kräftigen. Bewegung in der Freizeit, zum Beispiel durch Sport, senkt das Risiko für Rückenschmerzen deutlich. Jedoch steigt das Risiko bei körperlich anstrengender Arbeit. Dies zeigt eine Studie der orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg an über dreitausend Angestellten. [2144]
Quelle: PubMed
PMID: 19787333
Bewegung hilft immer
28. Oktober 2009 - Dass Bewegung gesund ist, wissen inzwischen alle. Doch Forscher möchten es genauer. Sie sind der Frage nachgegangen, ob die Fitness messbar zunehmen muss, damit Herz und Kreislauf gesund bleiben. Die Antwort lautet Nein. Es genügt schon, sich regelmässig zu bewegen, um das Risiko von Herzkrankheiten um die Hälfte zu senken. Natürlich ist es gut, wenn dabei die Fitness auch zunimmt. Das Risiko sinkt dann noch weiter. [2143]
Quelle: PubMed
PMID: 19809331
Bewegung macht schlauer
11. August 2009 - Während und nach körperlicher Anstrengung leistet das menschliche Hirn mehr als in Ruhe. Am besten ist dabei eine Anstrengung im Bereich der anaeroben Schwelle, also genau so stark, dass man nicht ausser Atem gerät. Muss man jedoch nach Atem ringen, nimmt die Leistung des Hirns wieder ab. Dies schliessen japanische Forscher aus den bisher zu diesem Thema publizierten Studien. [2118]
Quelle: PubMed
PMID: 19652447
Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe
13. Mai 2009 - Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]
Quelle: PubMed
PMID: 19402773
Flexible Schuhe schonen das Knie
15. April 2009 - Bei Arthritis im Knie ist es wichtig, die richtigen Schuhe zu tragen. Barfusslaufen belastet das Knie weniger stark als das Gehen im Schuhen. Dies haben Versuche am Zentrum für Sportmedizin in Melbourne gezeigt. Am besten sind Schuhe mit flachen Absätzen, die dem Fuss viel Bewegungsfreiheit lassen und ihn nicht stützen. Einlagen sind gut, sofern auch sie diesem Ziel entsprechen. [2080]
Quelle: PubMed
PMID: 19339928
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