Gesundheitstelegramm: Beatmung

News zu Beatmung

Herznotfall: Massage genügt

Wer keinen Wiederbelebungskurs (CPR) besucht hat, soll sich im Notfall auf Herzmassage konzentrieren und nicht beatmen. Das sagt die Britische Herzstiftung in ihren neusten Richtlinien. Denn Beatmung lenke nicht ausgebildete Personen zu sehr von der Herzmassage ab. Aus Ekel oder Angst, etwas falsch zu machen, würden viele Umstehende überhaupt nichts unternehmen. [3015]

4. Januar 2012  –  BBC

Bier und Wein fördern Heuschnupfen

Allergiker tun gut daran, sich bei Bier und Wein zurückzuhalten. Die alkoholischen Getränke können nämlich die Neigung zu Niesen, Juckreiz, Kopfschmerzen und Asthma verstärken. Schuld daran sind Histamine, die sich bei der Gärung bilden. Histamine dienen dem Immunsystem dazu, die Reaktion gegen fremde Substanzen anzuheizen. Diese negative Wirkung von Wein und Bier zeige sich bei Frauen doppelt so stark als bei Männern, warnt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. [2570]

4. Mai 2010  –  Welt

Eher Angehörige künstlich am Leben erhalten

Sind Menschen dem Tode nah, sind die meisten ihrer engsten Angehörigen bereit, das Leben durch Beatmung künstlich zu verlängern. Wären sie aber selbst in dieser Lage, würden nur etwa zwanzig Prozent solche Massnahmen unterstützen. Dies hat eine Umfrage bei Angehörigen todkranker Patienten in Israel ergeben. Um so wichtiger ist es, den Verzicht auf Verlängerung des eigenen Sterbens rechtzeitig mit den Angehörigen zu besprechen und in einer Patientenverfügung schriftlich festzuhalten. [2078]

9. April 2009  –  PubMed PMID: 19327950

Schnarchen kann Hirnmasse zerstören

Bei Personen, die durch starkes Schnarchen nachts an Atemnot leiden (Schlaf-Apneu), hat man in Japan ein deutlich höheres Risiko für stillen Hirninfarkt gefunden - einen Schlaganfall, der nicht als solcher in Erscheinung tritt, sondern graue Zellen absterben lässt. Das Hirn funktioniert zwar weiter, aber mit eingeschränkter Leistung und weniger Reserven. Ursache dafür ist ein Mangel an Sauerstoff. Diese Gefahr lässt sich durch ein Beatmungsgerät (CPAP) verringern. [1568]

22. März 2007  –  Respiratory + Critical Care 2007;175:612

Beatmung gegen Depression

Personen, die nachts an Atemnot (Apneu) leiden, sind oft auch depressiv. Geräte zur Beatmung (CPAP) helfen dann nicht nur gegen die Atemnot, sondern auch die Depression bessert sich in vielen Fällen. Das zeigen Erfahrungen aus einem Schlafzentrum in Florida. [1138]

23. September 2005  –  Chest 2005;128:1304

Nasaler Überdruck kann Blutdruck senken

Bei Menschen, die stark schnarchen und deshalb nachts oft an Erstickungsanfällen leiden, ist eine nächtliche Beatmung mit nasalem Überdruck (CPAP) angezeigt. Falls sie gut wirkt, kann der Blutdruck um 10 mm Hg sinken, was das Risiko für Herzinfarkt um ein Drittel und für Hirnschlag um mehr als die Hälfte reduziert. [357]

15. Januar 2003  –  Circulation 2003;107:68

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