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Gesundheitstelegramm | Bakterien

Machen Bakterien schlauer?
30. Mai 2010 - Wer sich oft im Freien aufhält und dort mit bestimmten Bakterien in Kontakt kommt, könnte so sein Gedächtnis verbessern. Diese Vermutung äussern Forscher in San Diego, USA. Sie haben das Futter von Mäusen im Labor mit dem Keim Mycobacterium vaccae versetzt, der häufig im Boden vorkommt. Die mit Bakterien aufgeputschten Mäuse haben sich in einem Labyrinth schneller orientieren können als Mäuse mit steriler Nahrung. Ob auch Menschen durch Bakterien schlauer werden, ist noch nicht bewiesen.  [2622]
Quelle: Spiegel  
 
Zweimal täglich Zähneputzen fürs Herz
29. Mai 2010 - Wer seine Zähne täglich zweimal putzt, verringert sein Risiko für Herzinfarkt. Bis zu siebzig Prozent höher ist dieses Risiko bei Menschen, die ihre Zähne selten oder nie putzen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an elftausend Personen in Schottland. Sie bestätigt Ergebnisse früherer Studien. Vermutlich greifen Bakterien, die das Zahnfleisch entzünden, auch die Blutgefässe an und lassen sie schneller verkalken.  [2621]
Quelle: Daily Mail  
 
Bakterien verraten Gefahr von Darmkrebs
27. Mai 2010 - Die Zusammensetzung der Darmflora ändert sich, wenn sich in der Schleimhaut des Darms Polypen bilden, die als Vorstufen zum Darmkrebs gelten. Bisher konnte man die Krebsgefahr nur durch Darmspiegelung erkennen, eine unangenehme Prozedur, bei der eine Sonde in den Darm eingeführt wird. Die Analyse der Bakterien im Stuhl ist bei über neunzig Patienten mit Erfolg erprobt worden Sie könnte eine billigere und zugleich schonendere Methode der Früherkennung werden. Dazu muss sie sich aber bei einer grösseren Zahl von Patienten in der Praxis bewähren.  [2615]
Quelle: Spiegel  
 
Mehr Hygiene, mehr Allergien
01. Mai 2010 - Jahr für Jahr leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen und anderen Allergien. Schuld daran sei unter anderem eine übertriebene Hygiene, behauptet Duy Delespesse von der Uni Montreal. Der kanadische Mediziner kritisiert, dass moderne Kinder immer weniger mit Bakterien in Berührung kommen. Das unterfordere ihr Immunsystem, das dann übertrieben auf Pollen und andere Reizstoffe in der Umwelt reagiere.  [2565]
Quelle: Standard  
 
Stillen kann Baby das Leben retten
06. April 2010 - Würden 90 Prozent der Mütter ihre Babys sechs Monate lang stillen, könnte das zum Beispiel in den USA jedes Jahr 900 Kindern das Leben retten. Daneben würde es Kosten in Milliardenhöhe einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine im Fachblatt Pediatrics veröffentliche Studie. Stillen stärkt die Abwehr des Babys gegen Viren und Bakterien und senkt das Risiko für viele gefährliche Krankheiten im Kindesalter - von Asthma über plötzlichen Kindstod bis zu Leukämie. In den USA liegt die Stillquote knapp über 40 Prozent; in der Schweiz und in Deutschland ist sie um etwa die Hälfte höher.  [2511]
Quelle: Spiegel  
 
Zuviel Intimpflege macht Frau krank
30. März 2010 - Für die Intimhygiene der Frau reicht warmes Wasser. Pflegeprodukte sind nicht nötig und schaden mehr als sie nützen, vor allem wenn man sie zu oft verwendet. Das sagt Christian Albring, Präsident des deutschen Berufsverbandes der Frauenärzte. Zur besten Vorbeugung gegen Scheideninfektionen sollte der Mann vor dem Geschlechtsverkehr seinen Penis gut waschen, um ihn vor Bakterien zu reinigen.  [2505]
Quelle: Med.info  
 
Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
18. März 2010 - Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können.  [2483]
Quelle: NZZ  
 
Vitamin D aktiviert Immunzellen
09. März 2010 - Wer sich im Freien aufhält und die Sonne auf seine Haut scheinen lässt, aktiviert das Immunsystem. Um nämlich die Armee der Killerzellen im Kampf gegen Viren und Bakterien mobil zu machen, ist Vitamin D nötig. Dieses bildet sich in der von Sonne beschienenen Haut. Die immunsteigernde Wirkung des Vitamins haben dänische Forscher kürzlich entdeckt.  [2461]
Quelle: Spiegel  
 
Darmbakterien können dick machen
08. März 2010 - Unter den mehr als hundert Arten von Bakterien, die sich im menschlichen Darm tummeln, gibt es wahrscheinlich solche, die dick machen. Bei Menschen hat man sie zwar noch nicht gefunden, wohl aber bei Mäusen. Fehlt ihnen ein Gen, mit dem sie schädliche Bakterien bekämpfen, werden sie bis zu 20 Prozent dicker als gesunde Mäuse und leiden an Diabetes. Eine ausgewogene Darmflora scheint also bis zu einem gewissen Grad vor Übergewicht zu schützen. Am besten erreicht man dies durch eine abwechslungsreiche und nicht zu fette Ernährung.  [2459]
Quelle: Welt  
 
Grippetod meist durch Bakterien, nicht Viren
19. Februar 2010 - Am gefährlichsten bei einer Grippe sind nicht die Viren, die sie verursacht haben, sondern Bakterien: Als lachende Dritte profitieren sie davon, dass das Immunsystem durch den Kampf gegen die Viren geschwächt ist. Dabei spielen Stresshormone eine wichtige Rolle. Sie dämpfen das Immunsystem und hindern es so daran, allzu heftig zu reagieren und das empfindliche Gewebe der Lunge zu zerstören. Die Kehrseite: Bakterien erhalten so ihrerseits eine Chance, die Lunge zu befallen.  [2424]
Quelle: Welt  
 
Hunger stärkt Abwehr gegen Bakterien und Viren
22. Januar 2010 - Statt teure Joghurts zu kaufen, die laut Werbung die Abwehrkräfte fördern sollen, könnte man auch einfach weniger essen. Bei Mangel an Kalorien und sinkendem Insulinspiegel produziert nämlich der Körper mehr Killerstoffe gegen Bakterien und Viren, vor allem in der Haut und in der Lunge. Diese Abwehrstrategie haben Forscher der Uni Bonn entdeckt. Ist ein Schnupfen oder eine Grippe im Anzug, könnte es sich also lohnen, eine Weile lang nichts zu essen und stattdessen mehr Tee zu trinken.  [2327]
Quelle: Spiegel  
 
Antibiotika: Weil falsch dosiert, werden Erreger resistent
15. Januar 2010 - Immer mehr gefährliche Bakterien werden unempfindlich gegen Antibiotika. Jetzt schlagen griechische Forscher Alarm. Sie kritisieren, dass Ärzte allen Menschen die gleiche Dosis verschreiben, egal wie gross oder schwer sie sind. In grossen Menschen verdünnt sich die Dosis mehr als in kleinen. Dies gibt den Erregern eine Chance zu überleben, sich zu vermehren und so ihre Resistenz an künftige Generationen weiterzugeben.  [2300]
Quelle: Welt  
 
Desinfektionsmittel macht Keime resistent gegen Antibiotika
29. Dezember 2009 - Bakterien, die gegen Antibiotika unempfindlich sind, gehören zu den grössten Gefahren im Spital. Die dort verwendeten Desinfektionsmittel sind offenbar auch schuld daran. Wenn nämlich Erreger die Desinfektion überleben, können sie auch gegen Antibiotika resistent werden, mit denen sie noch nie in Berührung gekommen sind. Diese alarmierende Entdeckung haben irische Forscher gemacht. Bisher war man stets davon ausgegangen, Resistenz entstehe nur dann, wenn Antibiotika nicht alle Bakterien abgetötet haben.  [2241]
Quelle: Spiegel  
 
Gute Zahnpflege nützt auch den Gelenken
28. Dezember 2009 - Wenn Bakterien das Zahnfleisch angreifen und die Zähne lockern, steigt auch das Risiko einer rheumatischen Arthritis. Umgekehrt leiden Rheumatiker bis zu siebenmal häufiger als andere an Paradontitis, einer Entzündung des Zahnhalteapparates. Über Ursachen und Wirkungen sind sich die Experten zwar noch nicht einig. Doch zwei Vermutungen sind recht plausibel. Zum einen scheiden Bakterien Enzyme aus, die die Gelenke angreifen können. Zum anderen lösen sie eine übermässige Reaktion des Immunsystems aus, die sich auch gegen das körpereigene Gewebe in den Gelenken richtet. Es lohnt sich also doppelt, die Zähne gut zu putzen.  [2238]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Bakterien, die Antibiotika lieben
28. Dezember 2009 - Schon lange gibt es Krankheitserreger, denen bestimmte Antibiotika nichts mehr anhaben können. Kürzlich hat nun die so genannte Resistenz eine neue Dimension erreicht: Bei einem chinesischen Tuberkulose-Patienten haben amerikanische und chinesische Forscher eine Bakterie entdeckt, die mehr als nur unempfindlich ist gegen das Medikament Rifampicin. Der Erreger gedeiht sogar besonders gut, wenn er das Antibiotikum bekommt. Die Ärzte haben dann das Rifampicin sofort abgesetzt. Seither geht es dem Patienten wieder besser.  [2239]
Quelle: Spiegel  
 
Bifidusbakterien helfen alt werden
18. Mai 2009 - Aus dem Darm von hundertjährigen Chinesen haben Forscher zwei Stämme von Bifidusbakterien isoliert, im Reagenzglas gezüchtet und mit Milch an Mäuse verfüttert. Deren Abwehrkräfte des Immunsystems waren danach deutlich besser als bei Mäusen, die nur sterile Milch bekamen. Fazit: Eine gesunde Darmflora stärkt die Abwehrkräfte und hilft gesund alt zu werden.  [2095]
Quelle: PubMed  PMID: 19410981
 
Zähne putzen für das Herz
22. April 2009 - Täglich Zähne und Zahnfleisch gründlich zu putzen kann mithelfen, auch Herz und Kreislauf gesund zu halten und so das Risiko für frühen Tod deutlich zu senken. Davon sind chinesische Mediziner überzeugt. Denn zahlreiche Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Herztod. Eine mögliche Erklärung: In den Taschen von entzündetem Zahnfleisch nisten Bakterien, die sich auch im Blutkreislauf verbreiten und dort die Wände der Gefässe angreifen. Um diese Theorie zu erhärten, sind aber weitere Studien nötig.  [2084]
Quelle: PubMed  PMID: 19329257
 
Mandeln verbessern Darmflora
06. Juni 2008 - Die gesunden Effekte von Mandeln sind vielfältig: Sie senken das Cholesterin und helfen den Blutzucker regulieren. Auch sind sie eine gute Quelle für Vitamin E und verschiedene Minerale. Jetzt hat eine neue Studie in Italien gezeigt, dass Mandeln auch das Wachstum verschiedener günstiger Bakterien der Darmflora anregen.  [1882]
Quelle: PubMed  PMID: 18502914
 
Die Grenzen der Probiotika
24. Januar 2008 - Joghurts mit speziell gezüchteten Bakterien, so genannten Probiotika, werden oft damit angepriesen, dass sie das Immunsystem stärken oder anregen. Die bisher publizierten Studien können eine solche Wirkung aber nicht belegen. Sie deuten eher darauf hin, dass sie einem geschwächten Immunsystem wieder auf die Sprünge helfen können.  [1788]
Quelle: PubMed  PMID: 18187435
 
Zähne ein möglicher Herd von Magen-Bakterien
28. September 2007 - Magengeschwüre behandelt man, indem man ihren Erreger, die Bakterie Helicobacter pylori, mit Medikamenten bekämpft. Ob diese Behandlung auf lange Sicht hilft, hängt unter anderem auch von den Zähnen ab: Eine Infektion im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches lässt das Risiko eines Rückfalls um bis das Fünffache ansteigen. Das zeigt eine Studie an über dreihundert Patienten in Taiwan.  [1707]
Quelle: PubMed  PMID: 17886199
 
Gesunde Zähne, gesundes Herz
18. September 2007 - Patienten, die an verengten Herzkranzgefässen leiden, haben oft auch weniger gesunde Zähne als Personen mit einem gesunden Herzen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über vierzig Personen in Italien. Man geht davon aus, dass Bakterien sich vom Mund aus im ganzen Körper verteilen und in den Arterien zu Entzündungen führen, worauf sich an diesen Stellen kalkige Ablagerungen bilden, was die Arterien verengt und letztlich einen Herzinfarkt verursachen kann.  [1699]
Quelle: PubMed  PMID: 17802899
 
Bifidus mit der Muttermilch
03. Juli 2007 - Muttermilch enthält vier Arten von Bifidus-Bakterien, die für eine gesunde Darmflora des Menschen wichtig sind. Babys, die mit der Brust gestillt werden, haben deshalb deutlich weniger Probleme mit der Verdauung als Flaschenkinder.  [1645]
Quelle: PubMed  PMID: 17596738
 
Fördern kranke Zähne Krampfadern?
09. Mai 2007 - Diesen Verdacht äussern japanische Forscher, nachdem sie in Krampfadern an den Beinen die gleichen Bakterien gefunden haben, die auch Zähne und Zahnfleisch angreifen. Ob die Bakterien die Bildung von Krampfadern fördern oder sich nur als harmlose Gäste dort aufhalten, bleibt noch zu erforschen.  [1606]
Quelle: PubMed  PMID: 17478111
 
FDA erlaubt Phagen als Nahrungszusatz
12. Dezember 2006 - Phagen (Bakteriophagen) sind Viren, die nur bestimmte Bakterien befallen. Jetzt hat die amerikanische Nahrungs- und Arzneimittelbehörde FDA eine bestimmte Art von Phagen als Zusatz zu Fleisch und Geflügel für den sofortigen Verzehr freigegeben. Sie halten die Nahrungsmittel frei von Listerien. An Vergiftung durch Listerien sterben allein in den USA jährlich Hunderte von Personen.  [1481]
Quelle: Gastroenterology  2006;131:1370
 
Jogurt als Medikament für den Magen
28. April 2006 - Wenn Medikamente gegen Entzündung des Magens mit Helicobacter pylori versagen, kann eventuell AB-Jogurt helfen. Dieser Jogurt enthält die Bakterien-Arten Acidophilus und Bifidus. Sie können die Wirkung der Medikamente unterstützen, wie eine Studie an über hundert Patienten in Taiwan gezeigt hat.  [1295]
Quelle: Am J Clin Nutrition  2006;83:864
 
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