Baby: Archiv 81 bis 90

Archiv zu Baby, 8.9.2006 bis 24.3.2007

Nabelschnur-Befund aus Zürich bestätigt

Die Nabelschnur nach der Geburt nicht sofort, sondern erst nach zwei Minuten abzuklemmen, bringt auch bei normalen Geburten große Vorteile für das Baby: Die Werte für das Eisen und den roten Blutfarbstoff Hämoglobin sind massiv besser; das Risiko für Blutarmut sinkt auf die Hälfte. Das zeigt die Auswertung von 15 Studien an insgesamt fast zweitausend Geburten. [1570]

24. März 2007  –  JAMA 2007;297:1241

Keine Eile beim Abklemmen der Nabelschnur

Wartet man nach der Geburt eine bis anderthalb Minuten mit dem Abklemmen der Nabelschnur, wird das Hirn des Babys besser mit Sauerstoff versorgt als mit der üblichen Methode, die Nabelschnur sofort abzuklemmen. Das zeigt ein Versuch bei 39 Frühgeburten am Unispital Zürich. [1569]

23. März 2007  –  Pediatrics 2007;119:455

Stillen auch für die Mutter gesund

Die Muttermilch und der enge Kontakt beim Stillen sind gesund für das Baby. Doch auch für die Mutter ist das Stillen gesund: Stillende Mütter erleiden zu 19 Prozent weniger einen Herzinfarkt als Mütter, die ihrem Baby die Flasche geben. Das zeigt eine Studie an fast hunderttausend Frauen in den USA. Man nimmt an, dass eine Schwangerschaft den Körper einer Frau stark belastet, unter anderem durch das Speichern von Fett. Stillen hilft der Frau, sich wieder auf den Zustand vor der Schwangerschaft umzustellen. [1538]

20. Februar 2007  – 

Viel Meeresfische für Schwangere

Schwangere Frauen tun gut daran, viel Meeresfische und Meeresfrüchte zu essen. Am besten für das werdende Kind sind mehr als 340 Gramm pro Woche. Dann können sich die Nerven und Muskeln des Babys am besten entwickeln; sie werden einen höheren IQ und bessere soziale Fähigkeiten entwickeln. Bei geringeren Mengen ist dies nicht der Fall. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über elftausend Schwangeren und ihren Kindern in den USA. Die zahlreichen nützlichen Stoffe in der Nahrung aus dem Meer sind also weit wichtiger als die wenigen Schadstoffe, mit denen sie belastet ist. [1536]

18. Februar 2007  –  Lancet 2007;369:578

Die 15 wichtigsten medizinischen Fortschritte

Laut British Medical Journal, alphabetisch geordnet: Anästhesie, Antibabypille, Antibiotika, Chlorpromazin (Psychomedikament), Computer, DNS-Struktur entschlüsselt, Evidenzbasierte Medizin, Gewebekulturen, Immunologie, Impfung, Krankheitskeime entdeckt, Rauchen als Risikofaktor erkannt, orale Rehydration (Flüssigkeitszufuhr nach Durchfall und Erbrechen), Röntgen, sanitäre Hygiene. Dies seien die größten Fortschritte, die seit der Erstausgabe des Journals von 1840 in der Medizin gemacht worden seien. Nun stimmen die Leser darüber ab, welcher dieser Fortschritte am meisten gebracht hat. [1505]

15. Januar 2007  –  British Medical Journal 2007;334:suppl_1

Retortenbabys anfälliger

Retortenbabys, gezeugt durch In-Vitro-Fertilisation (IVF), sind vor allem um die Geburt anfälliger für gesundheitliche Störungen und müssen öfter im Spital behandelt werden als natürlich gezeugte Babys. Besonders anfällig sind Mehrlinge, doch auch bei einzeln geborenen hat die Retortenzeugung einen messbar negativen Einfluss. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an über viertausend Retorten- und über hundertneunzigtausend natürlich gezeugten Babys. [1484]

15. Dezember 2006  –  Pediatrics 2006;118:1819

Stillen macht gesünder, aber nicht intelligenter

Dass Stillen gesund ist für das Baby, zeigen viele Studien. Doch es hat auch seine Grenzen. Zwar sind gestillte Babys, statistisch gesehen, intelligenter als solche, die mit der Flasche aufgezogen werden. Doch das liegt vor allem daran, dass Mütter mit einem hohen IQ eher stillen als solche mit einem niedrigen IQ. Die höhere Intelligenz der gestillten Kinder kommt also eher von den Genen als von der Muttermilch. [1456]

7. November 2006  –  British Medical Journal 2006;333:945

Das erste Lebensjahr beeinflusst die letzten

Viel wichtiger als die Frage, wieviel ein Baby bei der Geburt wiegt, ist sein Wachstum im ersten Lebensjahr. Ein gesundes Wachstum stellt positive Weichen für das ganze Leben bis ins hohe Alter, wie eine Studie an mehr als zweitausend Personen in England nachweist: Stürze sind viel seltener und der Händedruck ist kräftiger bei Personen, die als Kleinkind gut bis überdurchschnittlich gewachsen sind. [1443]

19. Oktober 2006  –  Am J Epidemiology 2006;164:665

Nach Schwangerschaft auf Gewicht achten

Frauen, die nach der Geburt eines Babys ihr Gewicht halten, haben bei einer späteren Geburt am wenigsten Probleme. Bei einer Zunahme zwischen den Schwangerschaften nimmt das Risiko von Komplikationen zu. Das zeigt eine Studie an über hunderttausend Frauen in Schweden. [1430]

2. Oktober 2006  –  Lancet 2006;368:1164

Stillen verstärkt Muttergefühle

Mütter, die ihr Baby mit der Brust stillen, reden mehr mit ihm, haben eher das Gefühl, es zu verstehen, finden es öfter schöner als andere Babys und genießen es mehr, mit ihm zusammenzusein als Mütter, die ihrem Kind die Flasche geben. Das zeigt eine Studie an mehreren hundert Müttern und ihren Babys in Stockholm. [1414]

8. September 2006  –  Pediatrics 2006;118:e309

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