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Gesundheitstelegramm | Baby

Neue Regeln für Baby-Ernährung
14. Juli 2010 - Bis zum fünften Monat ausschliesslich Stillen (oder Säuglingsnahrung «Pre-» oder «1-»). Ab dem fünften bis siebten Monat zusätzlich als Beikost erster Brei mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch, später auch zweiter Brei mit Getreide und Milch. Ab dem sechsten bis achten Monat dritter Brei mit Getreide und Obst. Ab dem zehnten Monat schrittweise Familienkost einführen, beginnend etwa mit weichem Brot. Ab Ende des ersten Lebensjahres Kuhmilch zum Trinken. Auf diese gemeinsamen Empfehlungen haben sich jetzt deutsche Experten und Organisationen für Ernährung und Kindergesundheit geeinigt.  [2665]
Quelle: Ärztezeitung  
 
24-Wochen-Fötus spürt keinen Schmerz
28. Juni 2010 - Ein ungeborenes Baby im Mutterleib kann bis zum Alter von 24 Wochen keine Schmerzen spüren und kein Bewusstsein haben. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Experten am Royal College für Geburtshilfe und Gynäkologie in London. Deren Untersuchungen zeigen, dass die Nervenverbindungen im Hirn des Fötus, die für ein Schmerzempfinden nötig wären, sich noch nicht voll ausgebildet haben. Für Operationen im Mutterleib ist deshalb keine Anästhesie am Fötus nötig. Es bedeutet auch, dass der Fötus bei einer Abtreibung nicht leiden muss.  [2653]
Quelle: Telegraph  
 
Auch Männer haben den Baby-Blues
20. Mai 2010 - Postnatale Depression, das Stimmungstief nach der Geburt, kommt nicht nur bei Müttern vor: Bis zu zehn Prozent der Väter können davon betroffen sein. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zwanzigtausend Männern in den USA. In den ersten drei Monaten nach der Geburt überwiegt meist die Freude. Vom dritten bis zum sechsten Monat steigt die Depressionsrate bei den Vätern auf ein Maximum und fällt danach wieder ab.  [2602]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Zucker lindert Baby-Schmerz
17. Mai 2010 - Ein Löffelchen voll Zuckersaft genügt, um das Weinen von Babys nach dem Pieks einer Impfnadel um die Hälfte zu verringern. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von 14 Studien mit über 1600 Säuglingen und Kleinkindern im Alter von einem bis zwölf Monaten. Je jünger das Kind, desto besser wirkt der Zuckersaft. Die ideale Mischung ist ein Drittel Zucker mit zwei Dritteln Wasser.  [2593]
Quelle: Focus  
 
Jubiläum: 50 Jahre die Pille
08. Mai 2010 - Im Sommer 1960 ist unter dem Namen Enovid in den USA die erste Antibabypille auf den Markt gekommen. Das Präparat war damals schon drei Jahre auf dem Markt, allerdings erst gegen Menstruationsbeschwerden zugelassen. Von vielen Frauen als Befreiung gefeiert, stand die Pille wegen Nebenwirkungen in der Kritik. Zunächst ging es um Moral, danach um Thrombosen. Die Hormondosis ist im Lauf der Jahre massiv reduziert worden. Die Pille gilt heute als gut verträglich, bequem und sicher.  [2579]
Quelle: Focus  
 
Muttermilch schützt vor Krebs
23. April 2010 - Muttermilch enthält Stoffe, die Zellen von bis zu vierzig verschiedenen Krebsarten abtöten können. Von diesem Schutz sollen nicht nur gestillte Babys profitieren: Schwedische Forscher haben aus krebshemmenden Substanzen der Muttermilch einen Cocktail gemixt und diesen an Patienten mit Blasenkrebs getestet. Die ersten Erfolge sind vielversprechend: Krebszellen sind abgestorben. Ob sich Krebs aber damit heilen lässt, muss sich erst noch zeigen.  [2546]
Quelle: Welt  
 
Stillen kann Baby das Leben retten
06. April 2010 - Würden 90 Prozent der Mütter ihre Babys sechs Monate lang stillen, könnte das zum Beispiel in den USA jedes Jahr 900 Kindern das Leben retten. Daneben würde es Kosten in Milliardenhöhe einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine im Fachblatt Pediatrics veröffentliche Studie. Stillen stärkt die Abwehr des Babys gegen Viren und Bakterien und senkt das Risiko für viele gefährliche Krankheiten im Kindesalter - von Asthma über plötzlichen Kindstod bis zu Leukämie. In den USA liegt die Stillquote knapp über 40 Prozent; in der Schweiz und in Deutschland ist sie um etwa die Hälfte höher.  [2511]
Quelle: Spiegel  
 
Schwangerschaft: Bewegung tut dem Baby gut
06. April 2010 - Regelmässige leichte Bewegung in der Schwangerschaft macht das werdende Baby gesünder: Es wächst und gedeiht ebenso gut wie im Bauch einer Schwangeren, die sich nicht bewegt. Hingegen setzt es weniger Fett an. Dies senkt das Risiko für Übergewicht und Krankheiten wie Diabetes im späteren Leben.  [2512]
Quelle: BBC  
 
Die Pille langfristig kein Risiko für Frauen
29. März 2010 - Frauen über 45, die in jungen Jahren eine Antibaby-Pille mit hoher Hormondosis eingenommen haben, können aufatmen: Ihr Sterberisiko ist nicht höher als bei Frauen, die nie die Pille genommen haben. Das zeigt eine schottische Studie mit mehr als vierzigtausend Frauen, die bis zu 39 Jahre lang beobachtet worden sind. Moderne Pillen enthalten weniger Hormone als früher, um das Risiko für Herz und Kreislauf zu senken.  [2504]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Stillen schützt vor Brustkrebs
24. März 2010 - Frauen, die ihr Baby stillen, erkranken seltener an Brustkrebs. Günstig ist auch, früh ein Kind zu bekommen. Dies sind die beiden Hauptgründe, dass Brustkrebs in westlichen Industrieländern sechsmal häufiger vorkommt als in ländlichen Regionen Asiens und Afrikas. Doch auch mit einem westlichen Lebensstil können Frauen ihr Risiko senken: Nicht zuviel zunehmen, nur wenig Alkohol trinken, in den Wechseljahren keine Hormone nehmen.  [2494]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Känguruh-Methode kann «tote» Babys retten
22. Februar 2010 - In Südamerika, Afrika, Indien und Pakistan sind Totgeburten dank einer einfachen, aber wirksamen Methode um ein Drittel zurückgegangen: Das vermeintlich tote Baby wird auf den Bauch der Mutter gelegt, wo es Wärme bekommt und den Herzschlag der Mutter spürt. Zusätzlich weckt sanfte Massage am Rücken und an den Fusssohlen die Lebensgeister. Diese «Känguruh-Methode» hat sich auch im Westen bewährt, vor allem nach Frühgeburten.  [2431]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Wegen Schweinegrippe-Panik fehlen jetzt andere Impfstoffe
09. Februar 2010 - Alle hatten Angst vor der Schweinegrippe - unnötig, wie sich jetzt zeigt. Der Schaden ist mehr als nur finanziell: Während man unnötige Impfdosen gegen Schweinegrippe entsorgen muss, fehlt es in Deutschland zur Zeit an Impfstoff, um Babys vor gefährlichen Kinderkrankheiten zu schützen.  [2391]
Quelle: Welt  
 
Nikotinbelag plus Luft ergibt Krebsgift
09. Februar 2010 - Tabakrauch schadet der Gesundheit nicht nur beim aktiven und passiven Rauchen, sondern auch nachdem er sich als dünner Nikotinfilm auf Vorhängen, Möbeln, Boden und Wänden abgelagert hat. Saure Dämpfe, wie sie in jeder Wohnung vorkommen, wandeln die Tabakrückstände in Nitrosamine um. Diese krebserregenden Stoffe nehmen zum Beispiel Babys beim Krabbeln über die Haut auf.  [2394]
Quelle: Focus  
 
Gen-Test ermittelt Risiko für Frühgeburt
05. Februar 2010 - Das Gen IL6R steuert bestimmte Substanzen, mit denen das Immunsystem Infektionen bekämpft. Kommt dieses Gen bei Mutter und Fötus in ungünstigen Varianten vor, verdoppelt sich das Risiko für eine Frühgeburt. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 13 Millionen Babys zu früh zur Welt. Viele haben ein Leben lang Probleme mit der Gesundheit. Allerdings ist auch der Gen-Test bei Ungeborenen nicht ohne Risiko: In einem von hundert Fällen löst er eine Fehlgeburt aus.  [2381]
Quelle: Spiegel  
 
Plötzlicher Kindstod hat immer drei Ursachen
05. Februar 2010 - Erstens das Alter: Nur im ersten Lebensjahr sterben Babys plötzlich und ohne erkennbare Ursache in ihren Bettchen. Zweitens Stressfaktoren wie Bauchlage oder rauchende Eltern. Drittens eine genetisch bedingte Anfälligkeit: Babys, die plötzlich verstorben sind, haben in der Hirnregion, wo sich das Atemzentrum befindet, einen Mangel an Serotonin. Das zeigen 35 Obduktionen an der Kinderklink Boston.  [2382]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Ultraschallbild als fragwürdiges Souvenir
03. Februar 2010 - Immer mehr werdende Eltern wollen vom Arzt die Ultraschallbilder, die er zur medizinischen Kontrolle der Schwangerschaft macht, als Souvenir behalten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch nun warnen Experten der amerikanischen Behörde für Gesundheitsschutz HPA vor dem Trend, solche Bilder nur für das elterliche Album zu schiessen - bis hin zu DVDs mit sich bewegenden Föten. Denn ob und wie Ultraschall auf lange Sicht die Gesundheit des Babys beeinträchtigen könnte, ist noch nicht klar. Reine Souvenirbilder sind daher ein unnötiges Risiko.  [2371]
Quelle: Telegraph  
 
Leugnen von HIV tötet Hunderttausende
01. Februar 2010 - In Südafrika sind über dreihunderttausend Menschen unnötig früh an Aids gestorben, und über dreissigtausend Babys sind mit HIV angesteckt worden, weil die Regierung Südafrikas einem HIV-Leugner aufgesessen ist. Der Amerikaner Peter Duesberg leugnet stur die wissenschaftlich längst bewiesene Tatsache, dass das HI-Virus Aids verursacht. Auch in der Schweiz gibt es Virus-Leugner. Sie haben aber nicht Aids im Visier, sondern H1N1 und Schweinegrippe. Abstruse Verschwörungstheorien verbreiten sich dank Internet heute viel schneller als früher.  [2359]
Quelle: NZZ  
 
Eierstöcke mit 30 um 90 Prozent geschrumpft
28. Januar 2010 - Die Fruchtbarkeit von Frauen nimmt mit dem Alter schneller ab als bisher vermutet. Mit 40 sind nur noch 10 Prozent der ursprünglich 300'000 Eier vorhanden, mit 40 gar nur noch 3 Prozent. Zwar gibt es Frauen, die mit zwei Millionen Eiern geboren werden, aber die sind eine grosse Ausnahme. Zu diesem Schluss kommt eine schottische Studie an mehr als dreihundert Frauen aus Europa und den USA. Je kleiner die Reserve an Eiern, desto grösser die Gefahr, dass ein Ei von schlechter Qualität befruchtet wird und das Baby später an Krankheiten leidet.  [2351]
Quelle: Telegraph  
 
Gestillte Babys klüger, aber nicht durch das Stillen
21. Januar 2010 - Frauen mit einem hohen IQ geben ihren Babys eher die Brust als weniger intelligente Frauen. Das und nicht etwa das Stillen mache den Unterschied aus. Auch Omega-3-Präparate seien wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Uni Southampton. Intelligenz ist zu einem guten Teil vererbt. Dennoch sei Stillen bis zu einem Alter von sechs Monaten sehr zu empfehlen, meinen Experten. Es fördert die Entwicklung des Babys und dessen Gesundheit optimal.  [2324]
Quelle: Telegraph  
 
Neue Stammzellen-Hoffnung gegen Blutkrebs
19. Januar 2010 - Mit Stammzellen aus der Nabelschnur hoffen Ärzte künftig Leukämie einfacher und besser behandeln zu können. Bisher hat man bei den Patienten die Zellen des Knochenmarks völlig zerstören und durch Knochenmark eines passenden Spenders ersetzen müssen. Passende Spender sind nur schwer zu finden. Stattdessen kann man das Knochenmark auch mit Zellen aus Nabelschnurblut ersetzen. Egal von welchem Baby die Zellen stammen - das Immunsystem des Empfängers stösst sie nicht ab. Erste Versuche mit menschlichen Patienten waren erfolgreich. Die Krebsmedizin setzt deshalb grosse Hoffnung in die neue Methode.  [2315]
Quelle: BBC  
 
Retortenbabys neigen später zu Übergewicht und Diabetes
12. Januar 2010 - Babys aus einer Zeugung im Reagenzglas neigen dazu, besonders leicht auf die Welt zu kommen und an allerlei Geburtsgebrechen zu leiden. Nun hat man einen wichtigen Grund dafür gefunden: Die Gene, selbst wenn sie die Fortpflanzung unbeschadet überstanden haben, arbeiten nicht richtig. Schuld daran ist offenbar die veränderte Umgebung der Zellen im Reagenzglas. Dies zeigt eine neue Studie der Temple Uni in Philadelphia. Die Forscher befürchten, dass diese Schäden an die Nachkommen übergehen, falls die Retortenbabys später einmal selbst Kinder bekommen.  [2284]
Quelle: Telegraph  
 
Baby mit Mozart ruhiger, wächst schneller
11. Januar 2010 - Zu früh geborene Babys gedeihen besser mit Musik von Mozart. Sie liegen ruhiger in ihren Bettchen, verbrauchen weniger Energie und müssen demnach weniger Kalorien aufnehmen, um zu wachsen als Babys ohne Musik. Schon eine halbe Stunde Mozart pro Tag macht den Unterschied aus, wie Versuche an einer Klinik in Tel Aviv zeigen. Weitere Versuche sollen nun klären, ob Musik anderer Komponisten oder etwa zeitgenössischer Pop oder Rap ebenso gut wirken.  [2278]
Quelle: Welt  
 
Spass und gute Laune machen schlau
17. Dezember 2009 - Schon Darwin hat vor hundertfünfzig Jahren entdeckt, dass auch Affen lachen. Moderne Forschung bestätigt das und sieht im Lachen, besonders häufig bei Affenkindern, eine Motivation zum Spiel. Sowohl Menschen als auch Affenkinder lernen spielend am besten. Dass Kitzel-Spiele bei Babys besonders beliebt sind, kommt wohl nicht von ungefähr. Sie wollen ihren Spass haben, denn dann machen sie am meisten Fortschritte, die Welt kennenzulernen.  [2210]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
Eltern-Stress macht Babys schwierig
09. Dezember 2009 - Die Eltern von Babys, die beim Waschen und Windelwechsel besonders oft und laut schreien, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit Eltern, die nur wenig verdienen und öfter als andere allein erziehen. Zu diesem Schluss kommt eine Doktorarbeit in Holland. Die Forscherin vermutet, dass eine wirtschaftlich schwierige Lage Stress erzeugt, der sich von den Eltern auf das Kind überträgt.  [2177]
Quelle: Berliner Zeitung  
 
Krebsgifte in Kinderspielzeug aus Plastik
07. Dezember 2009 - Damit Babys sich nicht verletzen, muss Spielzeug aus Plastik weich sein. Doch ausgerechnet die Weichmacher, die auch in Kinderspielzeug enthalten sind, können Krebs erregend sein. Jetzt schlägt das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung Alarm. Es hat in Spielzeug für Kinder zum Teil Werte gemessen, die hundertfach höher sind als der Wert, der gerade noch als unbedenklich gilt. Die heute gültigen Richtlinien der EU hält das Institut für unzureichend. Es vermutet, dass die steigenden Krebserkrankungen bei Kindern mit Plastikspielzeug zusammenhängen könnten.  [2165]
Quelle: Stern  
 
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