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Gesundheitstelegramm | Autismus

Arzt wegen gefälschter impfkritischer Studie gesperrt
25. Mai 2010 - Weil er 1998 in einer gefälschten Studie behauptet hatte, die Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln führe bei Kindern zu mehr Autismus, ist dem britischen Arzt Andrew Wakefield die Zulassung entzogen worden. Wegen der falschen Behauptung haben zahlreiche Eltern in Europa ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Die Zahl der Masernfälle ist danach drastisch gestiegen. Seit die Behauptungen widerlegt sind, nimmt die Impfbereitschaft wieder zu. Wakefield ist inzwischen in die USA ausgewandert und zeigt keine Einsicht.  [2612]
Quelle: Welt  
 
Autismus häufiger bei Kindern alter Mütter
10. Februar 2010 - Das Risiko für Autismus ist für das Kind einer 40-Jährigen um die Hälfte höher als für das Kind einer 25-Jährigen. Das zeigt eine Studie an fast fünf Millionen Kindern in Kalifornien. Zum Glück bleibt das absolute Risiko aber gering: Es steigt von 0,5-1 Prozent nur auf 0,8-1,5 Prozent.  [2400]
Quelle: Daily Mail  
 
Fachjournal zieht impfkritische Studie zurück
03. Februar 2010 - Vor zwölf Jahren hat Lancet eine Studie über angebliche Nebenwirkungen der Dreifachimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln veröffentlich. Nun hat die weltweit älteste und einer der angesehensten medizinischen Fachzeitschriften diese Studie vollständig zurückgezogen. Sie hatte die Impfung mit Autismus bei Kindern in Verbindung gebracht - auf Basis ungenauer Daten, wie Lancet jetzt einräumt. Die Studie hatte vor allem in den USA für grossen Wirbel gesorgt: Besorgte Eltern weigerten sich, ihre Kinder impfen zu lassen, und Eltern von autistischen Kindern strengten Sammelklagen an.  [2370]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Mit Hirnscanner Autismus früh entdecken
11. Januar 2010 - Schulkinder mit Autismus erfassen die Bedeutung eines gesprochenen Wortes elf Millisekunden langsamer als nicht betroffene Kinder. Dies entspricht dem zeitlichen Unterschied zwischen der Silbe «Ele-» und dem ganzen Wort «Elefant». Zu diesem Befund kommen Versuche mit einem Magnet-Encephalografen an über vierzig Kindern im Alter von etwa zehn Jahren. Autismus tritt bei etwa einem von hundert Kindern in diesem Alter auf. Je früher man die Störung erkennt, desto besser die Chancen, die Kinder in der Schule optimal zu fördern. Weitere Versuche sollen nun zeigen, ob die Verzögerung im Hören schon bei jüngeren Kindern zu erkennen ist.  [2279]
Quelle: Telegraph  
 
Autisten sehen schärfer
13. August 2008 - Im Film «Rain Man» gibt es eine Szene, wo eine Packung Zahnstocher auf den Boden fällt und Raymond auf einen Blick erkennen kann, wieviele der Hölzchen auf dem Boden liegen. Nun haben Sehtest gezeigt, dass Autisten tatsächlich etwa doppelt so scharf sehen wie Nicht-Autisten: In Cambridge sind dreissig junge Menschen, je zur Hälfte mit und ohne Autismus, an den klassischen Sehtafeln getestet worden. Die Autisten erreichten im Durchschnitt eine Sehschärfe von 20:7, das heisst, sie sehen aus zwanzig Metern so viel wie eine durchschnittliche Person aus sieben Metern. Nicht-Autisten erreichten in dem Test nur 20:13.  [1915]
Quelle: PubMed  PMID: 18649873
 
Mehr Gen-Defekte bei Autisten
27. März 2007 - Autistische Kinder haben in ihren Genen zehnmal mehr Defekte als gesunde Kinder. Das zeigen Gen-Analysen an über zweihundert Familien, wovon etwa die Hälfte solche, die von Autismus betroffen sind. Die Defekte äußern sich darin, dass bestimmte Teile der Gene fehlen, während andere doppelt vorkommen. Allerdings lässt sich Autismus nicht auf bestimmten Genen lokalisieren: Die Schäden zeigen sich weit verstreut auf vielen Genen.  [1573]
Quelle: New Scientist  22.3.2007
 
Kein Autismus durch Impfung
13. September 2004 - Die Befürchtung, dass Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln Autismus verursache, hat sich nicht bestätigt. Eltern können ihre Kinder also ohne Bedenken impfen lassen. [869]
Quelle: Lancet  2004;346:963
 
Autismus: Hirn wächst zu schnell
19. Juli 2003 - Autisten - Menschen mit einem gestörten, in sich abgekapselten Sozialverhalten - kommen mit einem zu kleinen Hirn auf die Welt, das dann aber im ersten Lebensjahr sehr schnell wächst und danach deutlich größer ist als bei normalen Gleichaltrigen. Das zeigt eine Studie an 48 Kindern. Sollte sich dieser Test bestätigen, wäre er eine ausgezeichnete Methode zur Früherkennung von Autismus. [533]
Quelle: JAMA  2003;290:337
 

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