Gesundheitstelegramm: Atmung

News zu Atmung

Tipps gegen Legionärskrankheit im Hotel

Legionellen sind Bakterien, die eine schwere, oft tödliche Lungenentzündung auslösen können. Sie entwickeln sich vor allem in selten genutzten Warmwasserleitungen. Wer in einem Hotel eincheckt, wo noch viele Zimmer frei sind, sollte vor dem ersten Duschen das Heisswasser einige Minuten laufen lassen, aus dem Bad gehen und die Tür schliessen. Das schwemmt die Keime aus der Leitung und tötet sie durch Hitze ab. Danach das Bad gut lüften. Dazu rät die deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. [3058]

5. März 2012  –  Welt

Herznotfall: Massage genügt

Wer keinen Wiederbelebungskurs (CPR) besucht hat, soll sich im Notfall auf Herzmassage konzentrieren und nicht beatmen. Das sagt die Britische Herzstiftung in ihren neusten Richtlinien. Denn Beatmung lenke nicht ausgebildete Personen zu sehr von der Herzmassage ab. Aus Ekel oder Angst, etwas falsch zu machen, würden viele Umstehende überhaupt nichts unternehmen. [3015]

4. Januar 2012  –  BBC

Sieben Tipps gegen Schnarchen

1. Abends kein Alkohol. 2. Abends weniger essen, besonders weniger fett. 3. Keine Schlaf- und Beruhigungsmittel. 4. Kein Nikotin. 5. Nasenspülungen. 6. In Seiten- oder Bauchlage schlafen. 7. Abnehmen. Dazu raten Experten vom deutschen Berufsverband der Hals-, Nasen- und Ohrenärzte. Wird das Schnarchen so stark, dass es die Atmung behindert (Schlaf-Apneu), schadet es der Gesundheit. [2842]

7. April 2011  –  Welt

Bier und Wein fördern Heuschnupfen

Allergiker tun gut daran, sich bei Bier und Wein zurückzuhalten. Die alkoholischen Getränke können nämlich die Neigung zu Niesen, Juckreiz, Kopfschmerzen und Asthma verstärken. Schuld daran sind Histamine, die sich bei der Gärung bilden. Histamine dienen dem Immunsystem dazu, die Reaktion gegen fremde Substanzen anzuheizen. Diese negative Wirkung von Wein und Bier zeige sich bei Frauen doppelt so stark als bei Männern, warnt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin. [2570]

4. Mai 2010  –  Welt

Sport ist gesund für 80 Prozent

Eine satte Mehrheit von 80 Prozent der Bevölkerung ist in der glücklichen Lage, durch Jogging, Aerobic oder Krafttraining ihre Atmung und ihren Kreislauf fitter machen zu können. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Personen in Europa und in den USA. Bei den restlichen 20 Prozent sprechen Herz und Kreislauf nicht wesentlich auf das Training an. Diese Menschen zu entdecken und individuell zu beraten ist das Ziel der Genomik. Bisher hat man 30 Gene entdeckt, die für die Leistung von Herz und Kreislauf zuständig sind. Deren Bestimmung auf breiter Front ist allerdings noch Zukunftsmusik. [2383]

5. Februar 2010  –  Telegraph

Australisches Blasrohr gegen Asthma

Asthmatiker, die regelmässig auf dem Didgeridoo üben, können so innerhalb eines halben Jahres ihre Atmung deutlich verbessern. Das australische Blasinstrument, ursprünglich aus einem von Termiten ausgehöhlten Baumstämmchen gefertigt, erfordert eine besondere Atemtechnik, die Zirkuläratmung. Daneben könnten auch die Vibrationen durch die Basstöne günstig auf die Atemwege wirken. [2307]

18. Januar 2010  –  Telegraph

Neue Korsette können krumme Rücken geradebiegen

Jugendliche mit einem seitlich gekrümmten Rücken (Skoliose) können dank modernster Korsett-Technik innerhalb von zwei bis drei Jahren wieder einen geraden Rücken bekommen. An der orthopädischen Klinik der Uni Regensburg setzt man dazu Korsette ein, die den Körper dazu zwingen, sich aktiv in die Gegenrichtung zu krümmen. Statt aber zu quetschen, geben die neuen Korsette den Rippen Platz, sich durch Atmung in der gewünschten Richtung auszubreiten. [2246]

1. Januar 2010  –  Ärztezeitung

Eher Angehörige künstlich am Leben erhalten

Sind Menschen dem Tode nah, sind die meisten ihrer engsten Angehörigen bereit, das Leben durch Beatmung künstlich zu verlängern. Wären sie aber selbst in dieser Lage, würden nur etwa zwanzig Prozent solche Massnahmen unterstützen. Dies hat eine Umfrage bei Angehörigen todkranker Patienten in Israel ergeben. Um so wichtiger ist es, den Verzicht auf Verlängerung des eigenen Sterbens rechtzeitig mit den Angehörigen zu besprechen und in einer Patientenverfügung schriftlich festzuhalten. [2078]

9. April 2009  –  PubMed PMID: 19327950

Nach Aerobic im Wasser fitter als an Land

Turnübungen im Wasser, auch als Aquafit oder Wasser-Aerobic bekannt, verbessern die Fitness mehr als ähnliche Übungen an Land bei gleicher Pulszahl. Dies gilt für die Leistung von Herz, Kreislauf und Atmung ebenso wie für die Muskelkraft des Oberkörpers und die Beweglichkeit von Rumpf und Beinen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Versuch mit fünfzig gesunden älteren Frauen in Brasilien. [2028]

27. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19149838

Im Alter sowohl Kraft als auch Ausdauer trainieren

Fitness ist für eine gute Gesundheit im Alter lebenswichtig. Am besten ist eine gute Mischung von Übungen für Kraft und für Ausdauer. Dies hat ein Vergleich verschiedener Methoden bei Männern zwischen vierzig und fünfundsechzig Jahren in Finnland gezeigt. Das kombinierte Training ist am besten sowohl für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Muskeln und Fett als auch für die Fitness von Atmung, Herz und Kreislauf. [1852]

24. April 2008  –  PubMed PMID: 18408601

Schnarchen kann Hirnmasse zerstören

Bei Personen, die durch starkes Schnarchen nachts an Atemnot leiden (Schlaf-Apneu), hat man in Japan ein deutlich höheres Risiko für stillen Hirninfarkt gefunden - einen Schlaganfall, der nicht als solcher in Erscheinung tritt, sondern graue Zellen absterben lässt. Das Hirn funktioniert zwar weiter, aber mit eingeschränkter Leistung und weniger Reserven. Ursache dafür ist ein Mangel an Sauerstoff. Diese Gefahr lässt sich durch ein Beatmungsgerät (CPAP) verringern. [1568]

22. März 2007  –  Respiratory + Critical Care 2007;175:612

Antioxidantien helfen der Atmung

Wer gut mit Antioxidantien (Vitamine A, C und E) versorgt ist, atmet tiefer. Auch reagiert seine Atmung besser auf die Ansammlung von Kohlendioxid in den Lungen, was den Drang einzuatmen und in extremen Fällen Atemnot erzeugt. Das zeigen Tests mit freiwilligen Personen in Athen. [1507]

17. Januar 2007  –  Respiratory + Critical Care 2007;175:62

Beatmung gegen Depression

Personen, die nachts an Atemnot (Apneu) leiden, sind oft auch depressiv. Geräte zur Beatmung (CPAP) helfen dann nicht nur gegen die Atemnot, sondern auch die Depression bessert sich in vielen Fällen. Das zeigen Erfahrungen aus einem Schlafzentrum in Florida. [1138]

23. September 2005  –  Chest 2005;128:1304

Mehr Asthma, mehr Panik

Bei Asthmatikern sind Panik-Attacken vier- bis fünfmal häufiger als bei Menschen mit gesunder Atmung. Bei Personen, die an Panik-Attacken leiden, kommt Asthma sechsmal häufiger vor als bei Personen ohne Panik. Besonders stark ist der Zusammenhang zwischen Asthma und Panik bei Rauchern. Das zeigt eine Studie an über fünfhundert Personen in der Schweiz und in den USA. [1090]

19. Juli 2005  –  Respiratory + Critical Care 2005;171:1224

Asthma: Herz-Risiko für Frauen

Frauen mit Asthma erkranken etwas häufiger an den Kranzgefäßen als Frauen mit gesunder Atmung. Bei Männern trifft das nicht zu. [886]

6. Oktober 2004  –  Int J Epidemiology 2004;33;743

Herzversagen ist auch Hirnversagen

Bei Menschen, deren Herz nachlässt, hat man entdeckt, dass auch ihre graue Masse im Hirn schwindet. Betroffen sind die Zentren, die Blutdruck, Herzschlag und Atmung steuern. [566]

28. August 2003  –  British Medical Journal 2003;327:468

Nasaler Überdruck kann Blutdruck senken

Bei Menschen, die stark schnarchen und deshalb nachts oft an Erstickungsanfällen leiden, ist eine nächtliche Beatmung mit nasalem Überdruck (CPAP) angezeigt. Falls sie gut wirkt, kann der Blutdruck um 10 mm Hg sinken, was das Risiko für Herzinfarkt um ein Drittel und für Hirnschlag um mehr als die Hälfte reduziert. [357]

15. Januar 2003  –  Circulation 2003;107:68

Schon mildes Asthma schädigt Bronchien

Die innere Wand der Luft führenden Gefäße (Bronchien) in den Lungen ist schon bei mildem Asthma verdickt. Dadurch werden die Bronchien enger, was die Atmung erschwert. Frühe Behandlung scheint also ratsam zu sein. [328]

4. Dezember 2002  –  Chest 2002;122:1622

Schnarchen zerstört graue Zellen

Menschen, die so stark schnarchen, dass die Atmung zeitweise stillsteht (Schlaf-Apneu), haben weniger graue Zellen im Hirn als Menschen mit einem gesunden Schlaf. Man nimmt an, dass Sauerstoffmangel die Zellen zerstört. Umgekehrt könnte die schlechte Atmung auch durch Schäden im Hirn verursacht sein. [311]

17. November 2002  –  Respiratory + Critical Care 2002;166:1382

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