
News zu Asthma Kind
Zuviel Hygiene fördert Allergien
Asthma und allergische Darmentzündungen sind häufiger bei Menschen, die als Kinder in einer möglichst keimfreien Umgebung aufgewachsen sind. Diese Vermutung, gestützt auf zahlreiche Beobachtungen und Studien, ist jetzt in einem deutsch-amerikanischen Mäuseversuch erneut getestet worden: Steril aufgezogene Labormäuse zeigten eine deutlich höhere Neigung zu Allergien als ihre Artgenossen aus normaler Umgebung. Die Immunsysteme von Maus und Mensch seien sich so ähnlich, dass man von diesem Experiment auch auf den Menschen schliessen könne, meinen die Forscher. [3073]
26. März 2012 – Spiegel
Baby: Fisch essen reduziert Allergie
Vorschulkinder leiden etwa um die Hälfte weniger oft an asthmatischem Keuchen, wenn sie schon mit weniger als neun Monaten Fisch zu essen bekommen haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit mehr als viertausend Familien in Göteborg. [2987]
23. November 2011 – UPI Health News
Eine Banane täglich senkt bei Kindern das Risiko für Asthma um ein Drittel. Trinken sie dazu noch täglich Apfelsaft, sinkt das Risiko gar um fast die Hälfte. Das zeigt eine Studie mit über zweitausend Kindern in London. [2937]
7. September 2011 – UPI Health News
Mehr Asthma wegen Elektrosmog?
Wenn schwangere Frauen elektromagnetischen Feldern - Strahlung von Haushaltgeräten - ausgesetzt sind, steigt das Risiko für Asthma bei ihren Kindern. Das zeigt eine Studie an 130 Kindern in den USA. Doch die meisten Forscher zweifeln daran, dass «Elektrosmog» als Ursache in Frage kommt. Viel eher steigt mit der Zahl von Elektrogeräten im Haushalt auch die Belastung der Luft mit Staub und Umweltchemikalien. [2916]
4. August 2011 – Ärzteblatt
Schwanger: Paracetamol fördert Asthma beim Kind
Nehmen schwangere Frauen Medikamente mit dem Wirkstoff Paracetamol gegen Fieber und Schmerzen, kann sich das Risiko für Asthma in den ersten Lebensjahren des Kindes erhöhen. Ob dies der Fall ist, hängt unter anderem auch von einem bestimmten Gen der Mutter ab. Das zeigt eine britische Studie an vierzehntausend Kindern. [2756]
23. November 2010 – Ärzteblatt
Weniger Passivrauchen, weniger Asthma bei Kindern
In Gebieten, die einen einem gesetzlichen Schutz vor dem Passivrauchen eingeführt haben, sinkt die Zahl der Kinder, die wegen Asthma ins Spital eingeliefert werden müssen, innerhalb von drei Jahren im Durchschnitt um 36 Prozent. Das zeigen neuste Studien aus den USA. Sie zeigen, dass Eltern auch zu Hause weniger rauchen, wenn sie dies per Gesetz in der Öffentlichkeit nicht mehr tun können. Die oft geäusserte Befürchtung, sie würden zu Hause als Ausgleich mehr rauchen, ist damit klar widerlegt. [2743]
1. November 2010 – Ärztezeitung
Stillen kann Baby das Leben retten
Würden 90 Prozent der Mütter ihre Babys sechs Monate lang stillen, könnte das zum Beispiel in den USA jedes Jahr 900 Kindern das Leben retten. Daneben würde es Kosten in Milliardenhöhe einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine im Fachblatt Pediatrics veröffentliche Studie. Stillen stärkt die Abwehr des Babys gegen Viren und Bakterien und senkt das Risiko für viele gefährliche Krankheiten im Kindesalter - von Asthma über plötzlichen Kindstod bis zu Leukämie. In den USA liegt die Stillquote knapp über 40 Prozent; in der Schweiz und in Deutschland ist sie um etwa die Hälfte höher. [2511]
6. April 2010 – Spiegel
Geimpfte Kinder weniger allergisch
Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein. [2368]
2. Februar 2010 – Ärztezeitung
Abgase machen ein Drittel der Amerikaner krank
Weniger als dreihundert Meter von einer stark befahrenen Strasse leben 30 Prozent der Amerikaner. Sie alle werden durch die Abgase kränker. Vor allem Kinder leiden an Asthma und anderen Krankheiten der Atemwege. Die Erwachsenen erleiden mehr Herzinfarkte und Schlaganfälle. Neben den Abgasen sind vermutlich auch der Lärm und die oft schlechteren Wohnungen an den exponierten Lagen für die gesundheitlichen Nachteile verantwortlich. Wer dort lebt, gehört meist zur Unterschicht und lebt weniger gesund als der besser verdienende Teil der Bevölkerung. Es ist die Mischung aus schlechter Umwelt und ungesundem Lebensstil, die Menschen an Verkehrsadern krank macht. [2299]
15. Januar 2010 – Ärzteblatt
Aktive Kinder kommen mit Asthma besser klar
Eltern tun gut daran, ihr asthmatisches Kind zu einem aktiven Leben zu ermuntern und ihm beizubringen, wie es sich bei einem Anfall von Asthma zu verhalten hat. Solche Kinder leiden viel weniger unter ihrer Krankheit als die Kinder von Eltern, die alles meiden möchten, was eventuell einen Anfall auslösen könnte. Das zeigt eine Umfrage bei über achtzig Eltern und ihren Kindern im US-Bundesstaat Georgia. [1684]
28. August 2007 – PubMed PMID: 17717005
Kinder-Asthma durch Passivrauchen
Von Kindern, die passiv rauchen müssen, erkranken überdurchschnittlich viele an Asthma. Im zwanzigsten Jahrhundert hat Asthma bei Kindern und das Rauchen bei Erwachsenen stark zugenommen: Beide Kurven laufen parallel. Das Passivrauchen könnte also eine, vielleicht sogar die wichtigste Ursache für den starken Anstieg des Asthmas bei Kindern sein. [1619]
28. Mai 2007 – PubMed PMID: 17521029
Impfen macht Kinder nicht allergisch
Die Furcht, dass geimpfte Kinder anfälliger für Asthma und andere allergische Krankheiten werden, ist unbegründet. Eine Studie hat das an mehr als achttausend Kindern in Australien untersucht, und zwar für Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio und Pocken. Zwar hat man im Alter von sieben Jahren kurzzeitig eine erhöhte Neigung zu Allergien festgestellt, die aber schnell wieder abklingt. Langfristig sind geimpfte Kinder nicht allergischer als ungeimpfte. Jedoch schützt die Impfung vor der Gefahr, die durch die ansteckenden Krankheiten ausgeht. [1565]
19. März 2007 – Thorax 2007;62:270
Vitamin E gegen Asthma beim Nachwuchs
Für schwangere Frauen ist es wichtig, gut mit Vitamin E versorgt zu sein. Das mittlere Risiko für die Kinder, jemals an Asthma zu erkranken, sinkt dann um etwa fünfzehn Prozent. Das zeigt eine Studie an über tausend schottischen Kindern. [1423]
21. September 2006 – Respiratory + Critical Care 2006;174:499
Allergien bei Kindern nehmen weltweit zu
Asthma, Ekzeme, Schnupfen und Augenbrennen durch Allergie nehmen weltweit deutlich zu, vor allem bei Kindern im frühen Schulalter. Etwas geringer ist die Zunahme bei Jugendlichen kurz vor der Pubertät. Das zeigt eine Studie an fast einer halben Million Kindern und Jugendlichen in über fünfzig Ländern weltweit. [1410]
4. September 2006 – Lancet 2006;368:733
Stillen: Kein Einfluss auf Asthma
Kinder, die gestillt worden sind, leiden nicht häufiger als andere an Asthma. Ein solcher Zusammenhang, den eine sehr umstrittene Studie gefunden hatte, ist in einer neuen Studie an über siebentausend Müttern und ihren Babys nicht bestätigt worden. Auf der anderen Seite schützt Stillen auch nicht vor Asthma. Doch es ist aus vielen anderen Gründen gesund für das Baby. [1316]
19. Mai 2006 – Pediatrics 2006;117:e787
Kind zu dick: 50 Prozent mehr Asthma
Kinder mit Übergewicht haben ein um die Hälfte höheres Risiko für Asthma als normal schwere Kinder. Bei Kindern, die bei der Geburt besonders schwer waren, ist das Risiko für Asthma um 20 Prozent erhöht. Diese Zahlen hat man aus ingesamt zwölf Studien errechnet. Sowohl Asthma als auch Übergewicht haben bei Kindern in den letzten Jahren zugenommen. [1302]
5. Mai 2006 – Arch Dis Childhood 2006;91:334
Antibiotika beim Baby können Asthma fördern
Bei Kindern, die im ersten Jahr ihres Lebens Antibiotika bekommen haben, tritt Asthma etwa doppelt so häufig auf als bei Kindern ohne Antibiotika. Das hat die Auswertung von acht Studien an insgesamt über vierzigtausend Kindern ergeben. [1287]
20. April 2006 – Chest 2006;129:610
Wenn Eltern rauchen, steigt die Gefahr, dass ihr Kind an Asthma erkrankt. Das ist nicht der Fall, wenn die Eltern nicht rauchen, aber neben einer Hauptstraße wohnen. Die Schadstoffe durch das Rauchen im Haus sind somit gefährlicher als der Ausstoß durch den motorisierten Verkehr. Das zeigt eine Studie an über elftausend Kindern in Nottingham. [1005]
22. März 2005 – Am J Epidemiology 2005;161:406
Bei Kindern, die an Asthma leiden, steigt die Häufigkeit von Anfällen innerhalb von zwei Tagen nach einem Stress-Erlebnis um das Vierfache an. Das zeigt eine Studie an sechzig britischen Kindern. [946]
29. Dezember 2004 – Thorax 2004;59:1046
Kinder im Rauch: Asthma vervielfacht
Kinder, die zu Hause den Tabakrauch ihrer Eltern einatmen müssen, leiden sechs bis neunmal häufiger an Asthma und Atemnot als Kinder ohne Passivrauch. [840]
3. August 2004 – Thorax 2004;59:569
Dicke Kinder: Asthma wächst sich seltener aus
Viele Kinder verlieren ihr Asthma in der Jugend. Das geschieht aber seltener, wenn die Kinder übergewichtig sind und wenn die Pubertät besonders früh beginnt. [837]
29. Juli 2004 – Respiratory + Critical Care 2004;170:78
Gasherd fördert Asthma bei Kindern
In Haushalten, die mit Gas kochen, leiden Kinder im Vorschul-Alter häufiger an Asthma und anderen Atembeschwerden. Das zeigt eine Studie in Hongkong. [830]
20. Juli 2004 – Arch Dis Childhood 2004;89:631
Asthma: Weichen in der Kindheit gestellt?
Je früher ein Kind an Asthma leidet, desto höher ist das Risiko, dass es auch als erwachsene Person noch Asthmatiker ist. [608]
10. Oktober 2003 – N Engl J Medicine 2003;349:1414
Asthma: Kinder sehr empfindlich auf Ozon
Bei Kindern mit Asthma lösen auch Ozon-Konzentrationen unter dem offiziellen Grenzwert deutlich mehr Anfälle aus. [607]
10. Oktober 2003 – JAMA 2003;290:1859
Kinder, die regelmäßig Milch trinken und Butterbrote essen, leiden weniger unter Asthma. Der Schutzfaktor ist offenbar das Fett in der Milch. [535]
21. Juli 2003 – Thorax 2003;58:567
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