Arthritis: Archiv 21 bis 30

Archiv zu Arthritis, 13.11.2003 bis 5.6.2006

Mehr Rheumaknoten bei Rauchern

Rauchen ist erstens ein starker Risikofaktor für rheumatische Arthritis. Und zweitens verläuft die Krankheit bei Rauchern auch ungünstiger: Das Risiko, an schmerzhaften Schwellungen in den Gelenken (Rheumaknoten) zu leiden, ist um das Siebenfache erhöht. Keinen Einfluss auf den Verlauf von Rheuma hat der Konsum von rauchlosem Tabak. Das zeigt eine Studie an über zweihundert Patienten in Schweden. [1333]

5. Juni 2006  –  Ann Rheumatic Diseases 2006;65:601

Rheuma ein Risiko für Schizophrenie

Das Risiko für Schizophrenie ist annähernd um die Hälfte größer bei Personen, die an einer Auto-Immun-Krankheit leiden. Zu diesen zählen rheumatische Arthritis, Zöliakie und eine Reihe anderer, oft entzündlicher Krankheiten. Es spielt auch eine Rolle, ob die Eltern an diesen Krankheiten leiden. Das deutet auf eine starke erbliche Komponente hin. Das zeigt eine Studie an über 7000 Patienten, ihren Eltern und gesunden Vergleichspersonen in Dänemark. [1285]

18. April 2006  –  Am J Psychiatry 2006;163:521

Schwanger: Rheuma bessert sich

Entzündliche rheumatische Gelenkschmerzen (Arthritis) lindern sich bei Frauen, wenn diese schwanger werden. Das ist schon lange bekannt. Nun zeigt eine genauere Untersuchung am Unispital Bern, dass der Körper im letzten Drittel der Schwangerschaft bestimmte Stoffe bildet, die die Reaktion des Immunsystems bremsen und so die Entzündungen in den Gelenken dämpfen. [1071]

22. Juni 2005  –  Ann Rheumatic Diseases 2005;64:839

Knie trainieren gegen Arthritis

Wenn das Knie wegen Arthritis schmerzt, sollte man es trainieren. Die Schmerzen gehen dann zurück, die Behinderung schwindet. Die Art des Trainings ist egal: Sowohl Walking als auch Krafttraining wirken gleich gut. Das zeigt eine Studie an Rheumapatienten in England. [1018]

8. April 2005  –  Ann Rheumatic Diseases 2005;64:544

Zusätzlich Akupunktur gegen Knie-Arthritis

Das Schmerzmittel Diclofenac wirkt besser, wenn es durch Akupunktur unterstützt wird. Das zeigt eine Studie an 88 Patienten in Spanien. [921]

24. November 2004  –  British Medical Journal 2004;329:1216

Knie: Arthritis liegt in der Familie

Hat ein Geschwister Rheuma im Knie, dann ist das Risiko dreimal höher als normal, die Krankheit selber zu bekommen. [885]

5. Oktober 2004  –  Ann Rheumatic Diseases 2004;63:1022

Trotz Rheuma intensiv trainieren

Bei rheumatischer Arthritis, einer entzündlichen Erkrankung der Gelenke, soll man möglichst intensiv trainieren, denn das hat eine positive Wirkung und schadet den Gelenken nicht. Die meisten Patienten und Therapeuten trauen der Sache aber nicht so recht, was die Chance auf Besserung mindert. [850]

17. August 2004  –  Ann Rheumatic Diseases 2004;63:804

Arthritis: Salben helfen nur 14 Tage lang

Entzündungshemmende Salben helfen gegen Schmerzen und steife Gelenke nur in den ersten zwei Wochen. Danach ist die Wirkung nicht mehr von Schein-Salben ohne Wirkstoffe zu unterscheiden. Das zeigt eine Auswertung der bisher publizierten Studien. [844]

9. August 2004  –  British Medical Journal 2004;329:324

Rheuma greift Blutgefäße an

Bei Menschen mit Arthritis (Entzündungen der Gelenke) beobachtet man mehr Schäden an den Innenwänden der Blutgefäße. Solche Schäden gelten als Vorstufe einer Verkalkung oder Arteriosklerose. [686]

9. Januar 2004  –  Ann Rheumatic Diseases 2004;63:31

Depression behandelt: Weniger Schmerz

Menschen mit Arthritis sind nicht selten auch depressiv. Behandelt man die Depression, dann werden auch die Schmerzen weniger schlimm. [640]

13. November 2003  –  JAMA 2003;290:2428

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