Arterien: Archiv 11 bis 20

Archiv zu Arterien, 6.1. bis 14.9.2010

Rheuma fördert Herzinfarkt

Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]

14. September 2010  –  Welt

Kaffee macht Schagader elastisch

Schon eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um die Hauptschlagader (Aorta) deutlich elastischer zu halten. Dadurch wird die Pulswelle weniger hart, was die Wände der Arterien schont und so das Risiko für Herzinfarkt senkt. Die Wirkung hat sich in einer Studie an über 600 Bewohnern einer griechischen Insel gezeigt. Sie beruht vermutlich auf Pflanzenfarbstoffen (Polyphenolen) und nicht auf dem Koffein. [2703]

3. September 2010  –  Focus

Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz

Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]

2. August 2010  –  Spiegel

Impfung gegen Arteriosklerose?

Schwedische Forscher haben einen Impfstoff erprobt, der die Verkalkung von Arterien (Arteriosklerose) verhindert. Bei Mäusen hat es schon funktioniert. Der Impfstoff verhindert, dass Immunzellen das LDL-Cholesterin angreifen, was zu einer Entzündung führt und die inneren Wände der Arterien beschädigt. An den beschädigten Stellen lagert sich Kalk an. In einer nächsten Phase soll nun der Impfstoff an Patienten mit einem hohen Risiko für Arteriosklerose getestet werden. [2592]

17. Mai 2010  –  Ärzteblatt

Olivenöl dämpft Entzündungen

Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus. [2541]

20. April 2010  –  Telegraph

Jogging gut, Marathon schlecht für das Herz

Übermässig verkalkte Herzkranzgefässe haben Herzspezialisten bei einer Gruppe von 25 Sportlern gefunden, die jedes Jahr mindestens einen Marathonlauf absolviert hatten. Eine US-Studie hatte die Herzen der Sportler mit denen von 23 Nichtsportlern verglichen. Laufen gilt sonst als gesund für das Herz - wenn man es nicht übertreibt. Bei extremer Ausdauerleistung treten überall im Körper mehr Entzündungsherde auf, und diese greifen die Innenwände der Arterien an. An den verletzten Stellen lagert sich mit der Zeit Kalk ab. [2490]

22. März 2010  –  Ärztezeitung

Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend

Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]

5. März 2010  –  Ärztezeitung

Brot ohne Butter kann Herztod verhindern

Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen. [2310]

18. Januar 2010  –  Telegraph

Plötzlicher Herztod wegen Kokain

Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken. [2293]

14. Januar 2010  –  Focus

Schädlicher Gerinnungsstoff führt zum Herzinfarkt

Nur eine einzige von vielen Substanzen, die das Blut gerinnen lassen, ist dafür verantwortlich, dass die Arterien verstopfen. Es handelt sich um ein Eiweiss namens Phospholipase D 1 (PLD 1). Es aktiviert einen Klebstoff, der die Blutklumpen stabilisiert. Für die normale Blutgerinnung ist PLD 1 nicht unbedingt erforderlich. Diese Erkenntnis könnte man künftig nutzen, um mit Medikamenten das menschliche PLD 1 gezielt zu blockieren. So könnte man die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls bannen, ohne wie bisher die Blutgerinnung herabsetzen zu müssen. Bis dahin werden aber selbst bei raschen Fortschritten noch viele Jahre vergehen. [2262]

6. Januar 2010  –  Ärztezeitung

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