
News zu Arterien
Osteoporose: Kalzium allein hilft nicht
Nahrungszusätze mit Kalzium können den Abbau von Knochen im Alter nicht stoppen. Im Gegenteil: Zu viel Kalzium kann das Risiko für Knochenbrüche sogar ansteigen lassen. Zudem können die Arterien verkalken, was Herzinfarkt begünstigt. Zu diesem Schluss kommt eine schwedische Studie mit über sechzigtausend Frauen. Gut für die Knochen ist Kalzium nur zusammen mit Vitamin D. [2876]
27. Mai 2011 – Ärzteblatt
Entzündungen in den Gelenken sind die Ursache für rheumatische Schmerzen. Daneben droht die Gefahr, dass sich die Entzündungen auch in die Blutgefässe ausbreiten, dort die Innenwände der Arterien schädigen und so die Verkalkung fördern. Besonders gefährdet sind die Herzkranzgefässe, was zum Herzinfarkt führen kann, und die Arterien, die das Gehirn versorgen, was einen Schlaganfall fördert. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, Gelenkbeschwerden früh zu behandeln. Das lindert Beschwerden, schützt aber auch den Kreislauf. [2710]
14. September 2010 – Welt
Kaffee macht Schagader elastisch
Schon eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um die Hauptschlagader (Aorta) deutlich elastischer zu halten. Dadurch wird die Pulswelle weniger hart, was die Wände der Arterien schont und so das Risiko für Herzinfarkt senkt. Die Wirkung hat sich in einer Studie an über 600 Bewohnern einer griechischen Insel gezeigt. Sie beruht vermutlich auf Pflanzenfarbstoffen (Polyphenolen) und nicht auf dem Koffein. [2703]
3. September 2010 – Focus
Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz
Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt. [2678]
2. August 2010 – Spiegel
Impfung gegen Arteriosklerose?
Schwedische Forscher haben einen Impfstoff erprobt, der die Verkalkung von Arterien (Arteriosklerose) verhindert. Bei Mäusen hat es schon funktioniert. Der Impfstoff verhindert, dass Immunzellen das LDL-Cholesterin angreifen, was zu einer Entzündung führt und die inneren Wände der Arterien beschädigt. An den beschädigten Stellen lagert sich Kalk an. In einer nächsten Phase soll nun der Impfstoff an Patienten mit einem hohen Risiko für Arteriosklerose getestet werden. [2592]
17. Mai 2010 – Ärzteblatt
Bestimmte Substanzen im Olivenöl unterdrücken die Wirkung von Genen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen im Körper anstacheln. Das zeigen Versuche an der Uni von Cordoba. Entzündungen können, vor allem im Blutkreislauf, zu Schäden führen: Arterien verkalken, verstopfen und lösen so Herzinfarkt, Schlaganfall oder Demenz aus. [2541]
20. April 2010 – Telegraph
Jogging gut, Marathon schlecht für das Herz
Übermässig verkalkte Herzkranzgefässe haben Herzspezialisten bei einer Gruppe von 25 Sportlern gefunden, die jedes Jahr mindestens einen Marathonlauf absolviert hatten. Eine US-Studie hatte die Herzen der Sportler mit denen von 23 Nichtsportlern verglichen. Laufen gilt sonst als gesund für das Herz - wenn man es nicht übertreibt. Bei extremer Ausdauerleistung treten überall im Körper mehr Entzündungsherde auf, und diese greifen die Innenwände der Arterien an. An den verletzten Stellen lagert sich mit der Zeit Kalk ab. [2490]
22. März 2010 – Ärztezeitung
Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend
Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]
5. März 2010 – Ärztezeitung
Brot ohne Butter kann Herztod verhindern
Fast neun von zehn Briten essen zuviel gesättigte Fette. Würden sie Margarine statt Butter aufs Brot streichen, müssten über dreitausend Briten pro Jahr nicht an Herzinfarkt sterben. Das haben Experten berechnet. Schon zwei Scheiben Butterbrot und ein Milchkaffee decken 80 Prozent der empfohlenen Höchstmenge an gesättigtem Fett. Gesättigte Fette fördern Ablagerungen in den Arterien, während mehrfach ungesättigte vor allem Omega-3, diese verhindern helfen. [2310]
18. Januar 2010 – Telegraph
Plötzlicher Herztod wegen Kokain
Von den Menschen, die an plötzlichem Herzstillstand sterben, sind drei Prozent jung, scheinbar gesund und fit - und sie konsumieren Kokain. Die Droge schädigt Herz und Arterien so stark, dass der Tod plötzlich und unerwartet eintreten kann. Schon geringe Mengen Kokain können schaden, vor allem auch zusammen mit Tabak und Alkohol. Das zeigt eine Studie an über sechshundert Fällen in Spanien. Alle Kokain-Toten waren Männer zwischen 21 und 45 Jahren, meist Raucher, und die meisten hatten kurz vor ihrem Tod auch Alkohol getrunken. [2293]
14. Januar 2010 – Focus
Schädlicher Gerinnungsstoff führt zum Herzinfarkt
Nur eine einzige von vielen Substanzen, die das Blut gerinnen lassen, ist dafür verantwortlich, dass die Arterien verstopfen. Es handelt sich um ein Eiweiss namens Phospholipase D 1 (PLD 1). Es aktiviert einen Klebstoff, der die Blutklumpen stabilisiert. Für die normale Blutgerinnung ist PLD 1 nicht unbedingt erforderlich. Diese Erkenntnis könnte man künftig nutzen, um mit Medikamenten das menschliche PLD 1 gezielt zu blockieren. So könnte man die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls bannen, ohne wie bisher die Blutgerinnung herabsetzen zu müssen. Bis dahin werden aber selbst bei raschen Fortschritten noch viele Jahre vergehen. [2262]
6. Januar 2010 – Ärztezeitung
Beweglichkeit ist gut für den Kreislauf
Wer auf dem Boden mit gestreckten Beinen sitzend die Zehen mit den Fingern berühren kann, hat, statistisch gesehen, die gesünderen, weil flexibleren Arterien als jemand, der nicht so beweglich ist. Dies zeigt ein Text an über fünfhundert Personen zwischen zwanzig und achtzig Jahren in Texas. Flexible Arterien dämpfen die Pulswelle besser als harte, lassen deshalb den Blutdruck weniger stark ansteigen und sind weniger anfällig für Schäden, die zu Herzinfarkt oder Hirnschlag führen können. [2129]
9. September 2009 – PubMed PMID: 19666849
Alkohol verdickt Wände von Arterien
Wer täglich Alkohol trinkt, dessen Arterien bekommen dickere Wände, was den Blutfluss etwas einengt. Die Gefahr von Arteriosklerose nimmt dadurch zu. Dies zeigt eine Studie an über zweitausend jungen Finnen. Sie beweist, dass Alkohol keineswegs nur positiv auf den Kreislauf wirkt, was man auf Grund von vielen anderen Studien annehmen könnte. [2025]
22. Januar 2009 – PubMed PMID: 19124122
Grüntee entschärft Cholesterin
Bei Personen, die viel Grüntee trinken, sinkt die Neigung des LDL-Cholesterins, zu oxidieren und so für die Arterien gefährlich zu werden. Das hat eine Studie an vierzehn gesunden Frauen in Spanien ergeben. [1965]
22. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18689551
Fitness putzt die Arterien durch
Bei gesunden Personen, die sich im Test auf einem Fahrrad-Ergometer als fit erweisen, sind in den Arterien, vor allem in den Herzkranzgefässen, weniger kalkige Ablagerungen zu finden als bei weniger fitten Personen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an über zweitausend jungen Erwachsenen in Arizona. [1959]
14. Oktober 2008 – PubMed PMID: 18653190
Training verbesser Blutzufuhr zum Hirn
Der Durchfluss in den Arterien, die das Hirn mit Blut versorgen, ist bei trainierten Menschen deutlich besser als bei Untrainierten. Ausdauertraining hat in dieser Hinsicht die beste Wirkung. Dies zeigt ein Vergleich zwischen je hundertfünfzig Trainierten und Untrainierten verschiedenen Alters. Die bessere Blutversorgung des Hirns ist wahrscheinlich mit ein Grund dafür, dass körperlich fitte Senioren in der Regel auch geistig fitter sind. [1922]
22. August 2008 – PubMed PMID: 18635643
Sport nach Infarkt macht Arterien fitter
Nach einem Herzinfarkt ist es lebenswichtig, mit regelmässigem Training im Bereich der Ausdauer zu beginnen. Das Training verbessert dabei unter anderem die Innenwand der Arterien auf eine Weise, dass die Pulswelle nicht mehr so schnell wie zuvor durch den Körper rast. Dadurch sinkt die Belastung der Gefässwände, und die Gefahr von Schäden, unter anderem die eines neuen Infarktes, nimmt deutlich ab. Dies zeigt ein Vergleich von Reha-Patienten mit und ohne Ausdauertraining. [1918]
18. August 2008 – PubMed PMID: 18651487
Vitamin C bremst Arterienverkalkung
Bei älteren Männern verdickt sich die Wand der Halsschlagader mit den Jahren. Doch das geschieht weniger schnell, wenn sie viel Vitamin C aus Früchten und Gemüse konsumieren. Dies zeigt eine Studie an über fünfhundert Männern über siebzig in Schweden. [1870]
21. Mai 2008 – PubMed PMID: 18472409
Sport hält Wände der Arterien glatt
Wer sich fit hält, senkt sei Risiko für verschiedene Erkrankungen von Herz und Kreislauf. Ein wichtiger Vorteil liegt offenbar darin, dass die innere Wand der Arterien glatter bleibt. So sinkt die Gefahr, dass sich dort Gerinnsel festsetzen. Das haben Untersuchungen an der Halsschlagader bei über hundert Personen gezeigt. Dagegen waren in der Dicke der Arterienwände, die als Mass für die Verkalkung gilt, keine Unterschiede zwischen sportlich Aktiven und Bewegungsmuffeln zu sehen. [1841]
9. April 2008 – PubMed PMID: 18381823
Die schädlichen Wirkungen des Nikotins
Neben den Krebs erregenden Giften und dem Feinstaub im Tabakrauch schadet auch das Suchtmittel Nikotin der Gesundheit: Es fördert die Entzündung von Blutgefässen und die Verkalkung der Arterien. [1820]
10. März 2008 – PubMed PMID: 18307741
Lösliche Fasern verbessern Cholesterinwerte
Pektin, Guar, Psyllium und Beta-Glukan sind in Wasser lösliche, aber unverdauliche Bestandteile der Nahrung. Sie binden Gallensäuren und fördern so die Verdauung. Das regt die Leber an, mehr Gallensäure zu bilden. Als Baustein dient vor allem das LDL-Cholesterin. Die sinnvolle Verwendung dieses Cholesterins verhindert, dass es sich an den Wänden der Arterien ablagern und so Herz und Kreislauf gefährden kann. [1816]
4. März 2008 – PubMed PMID: 18302966
Tee senkt gefährliches Cholesterin
Als gefährlich für die Arterien gilt vor allem das oxidierte LDL-Cholesterin, und genau dieses lässt sich durch regelmässigen Genuss von Grüntee senken. Das zeigt ein kontrollierter Versuch mit einem Wirkstoff aus Grüntee bei vierzig gesunden Freiwilligen in Japan. Andere Arten von Cholesterin, die für den menschlichen Organismus wichtig sind, werden durch Grüntee nicht beeinflusst. [1776]
9. Januar 2008 – PubMed PMID: 18160764
Patienten, die an verengten Herzkranzgefässen leiden, haben oft auch weniger gesunde Zähne als Personen mit einem gesunden Herzen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über vierzig Personen in Italien. Man geht davon aus, dass Bakterien sich vom Mund aus im ganzen Körper verteilen und in den Arterien zu Entzündungen führen, worauf sich an diesen Stellen kalkige Ablagerungen bilden, was die Arterien verengt und letztlich einen Herzinfarkt verursachen kann. [1699]
18. September 2007 – PubMed PMID: 17802899
Feinstaub macht Arterien steifer
Schon nach zwei Stunden Aufenthalt in mit Feinstaub belasteter Luft lässt sich bei jungen, gesunden Personen nachweisen, dass die Schlagader des Arms deutlich weniger gut auf Veränderungen des Drucks reagiert als zuvor. [1615]
22. Mai 2007 – PubMed PMID: 17492462
Bei Personen mit rheumatischer Arthritis neigt das Auge zu schlechter Blutversorgung, weil der Fluss des Blutes in den Augen-Arterien vermindert ist. Rheumatiker tun also gut daran, gut auf Sehstörungen zu achten und bei Bedarf den Augenarzt zu konsultieren. [1603]
4. Mai 2007 – PubMed PMID: 17471579
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