Gesundheitstelegramm: Antikörper

News zu Antikörper

Antikörper: Kleine Hoffnung gegen Alzheimer

Der Antikörper Bapineuzumab macht schon seit Jahren von sich reden. Es soll die Eiweiss-Plaques im Gehirn auflösen, die für Alzheimer typisch sind. Eine neue Studie aus Schweden schürt neue Hoffnung: Mit dem Antikörper verringern sich in der Hirnflüssigkeit jene Proteintypen, die mit dem Fortschreiten der Krankheit zusammenhängen. Ob die Hoffnung berechtigt ist, wird sich erst zeigen, wenn die Ergebnisse der klinischen Prüfung von marktreifen Produkten vorliegen. [3098]

3. Mai 2012  –  Ärztezeitung

Antikörper senken Cholesterin

Zwei monoklonale Antikörper, unabhängig von zwei US-Firmen entwickelt, greifen gezielt ein Enzym aus der Leber an. Dieses bremst die Aufnahme von LDL-Cholesterin aus dem Blut, wodurch dessen Spiegel ansteigt. Mit den Antikörpern lassen sich erhöhte Cholesterinwerte um ein bis zwei Drittel senken. Sie wirken auch bei Patienten, die auf übliche Cholesterinsenker (Statine) nicht ansprechen. Die Wirkung soll jetzt in weiteren klinischen Studien bestätigt werden. [2985]

21. November 2011  –  Ärzteblatt

Neues Medikament gegen Alzheimer-Plaques

Ein Antikörper-Medikament aus einem Forschungslabor von Roche in Basel greift die für Alzheimer typischen Eiweiss-Plaques im Gehirn an und löst sie zum Teil auf. Ob sich damit auch die Demenz bessert, bleibt aber fraglich. Denn die Plaques sind vielleicht gar nicht die Ursache der Krankheit, sondern nur eine Begleiterscheinung. [2961]

17. Oktober 2011  –  Ärztezeitung

Versuchs-Medikament stoppt Alzheimer

Durch eine Impfung mit bestimmten Antikörpern lässt sich Alzheimer bei Mäusen stoppen: Zwar werden die Nager nicht gesund, doch schreitet die Krankheit nicht weiter voran. Dieser Erfolg ist Forschern in Göttingen gelungen. Sie gehen davon aus, dass dieser Ansatz auch bei Menschen wirkt und dass erste Medikamente schon in etwa zwei Jahren an menschlichen Patienten getestet werden können. Die neue Behandlung stoppt die Bildung giftiger Eiweisse in den grauen Zellen, lässt aber deren Ablagerungen in den sogenannten Plaques in Ruhe. Nach neusten Erkenntnissen sind die Plaques nicht nur unschädlich, sondern im Gegenteil sogar nützlich als eine Art Abfallsäcke oder Mülleimer für giftige Eiweisse. [2748]

8. November 2010  –  Welt

Bald bessere Nasensprays gegen Erkältung?

Eine neue Art von Immunabwehr ist von britischen Forschern entdeckt worden. Sie beruht auf Antikörpern, die Viren auch dann noch bekämpfen, wenn sie bereits in die Zellen der Schleimhaut eingedrungen sind. Nach bisheriger Meinung wären Antikörper nur ausserhalb von Zellen wirksam gewesen. Nun hofft man, mit Hilfe der neuen Antikörper künftig bessere Nasensprays gegen Erkältungen zu entwickeln. [2745]

3. November 2010  –  Daily Mirror

Krebs: Früherkennung durch Bluttest

Schon fünf Jahre bevor ein Krebs im Röntgenbild sichtbar wird, hinterlässt er Spuren im Blut. Britische Forscher haben jetzt einen Test entwickelt, mit dem sich diese Spuren entdecken lassen. Der Test kommt jetzt in den USA auf den Markt, Anfang 2011 auch in Grossbritannien. Er beruht darauf, dass Zellen des Immunsystems mit Antikörpern die Krebszellen angreifen. Die Antikörper lassen sich im Blut nachweisen. [2631]

3. Juni 2010  –  Telegraph

Medikament löst giftige Alzheimer-Plaques auf

Ein neues Antikörper-Medikament löst im Gehirn von Alzheimer-Patienten die Amyloid-Plaques auf, die sich dort abgelagert haben. Die Plaques gelten als typisches Zeichen der Krankheit. Wie weit sie allerdings deren Ursache sind, bleibt umstritten. Skeptiker zweifeln deshalb an der Wirksamkeit des neuen Medikaments. Ob die Zweifel oder die Hoffnungen berechtigt sind, müssen künftige Versuche zeigen. [2604]

21. Mai 2010  –  Ärztezeitung

Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems

Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können. [2483]

18. März 2010  –  NZZ

Impfung gegen Alzheimer macht wieder Fortschritte

Nach Rückschlägen in den vergangenen Jahren haben Forscher an der Psychiatrischen Uniklinik Zürich drei verschiedene Antikörper für eine Impfung gegen Alzheimer entwickelt. Sie werden voraussichtlich schon bald für die Prüfung am Menschen zugelassen. Zehn weitere Impfstoffe aus anderen Labors werden zur Zeit schon an Patienten erprobt, viele weitere befinden sich in der Pipeline. Ein vielversprechender Ansatz der Zürcher Forscher besteht darin, in geistig rüstigen Senioren nach natürlichen Antikörpern gegen Alzheimer zu suchen, diese zu züchten und Patienten im Frühstadium der Demenz damit zu behandeln. [2469]

11. März 2010  –  Spiegel

Spenderorgan dank Antikörper nicht abgestossen

Wer mit einer fremden Niere, Lunge oder einem fremden Herzen lebt, muss sein Leben lang Medikamente nehmen, die das Immunsystem drosseln und so verhindern, dass der Körper das fremde Organ abstösst. Nun haben französische Forscher in Nantes einen Antikörper entwickelt, der das Immunsystem gezielt daran hindert, gegen das fremde Organ mobil zu machen. Medikamente sind dazu nicht mehr nötig, zumindest nicht dauernd. Bei Affen nach Herz- oder Nierentransplantation hat es schon funktioniert. Bis die Methode bei Menschen eingesetzt werden kann, ist allerdings noch viel Forschung nötig. [2425]

19. Februar 2010  –  NZZ

Schmerzmittel können Impfschutz schwächen

Eine Impfung ist möglicherweise weniger wirksam bei Menschen, die Schmerzmittel nehmen. Diesen Verdacht äussern Forscher nach Versuchen mit Mäusen. Werden die Nager mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (Aspirin) behandelt, bildet ihr Immunsystem weniger Antikörper. Das Ziel einer Impfung ist es aber, den Körper zur Bildung von bestimmten Antikörpern anzuregen. Ob die Erkenntnisse bei Mäusen sich auf den Menschen übertragen lassen, steht zwar noch nicht fest. Trotzdem ist es ratsam, vor einer Impfung die Einnahme von Schmerzmitteln eine Weile auszusetzen. Wer Aspirin als Herzpatient nimmt, sollte den Arzt fragen, ob er es eine Weile absetzen darf.
 [2164]

6. Dezember 2009  –  Spiegel

Impfung gegen Alzheimer macht langsame Fortschritte

Das giftige Eiweiss Amyloid beta gilt als mögliche Ursache von Alzheimer, denn es verklumpt im Hirn und lässt Hirnzellen absterben. Durch Impfung versucht man, das Immunsystem dazu zu bringen, Antikörper gegen das giftige Amyloid zu bilden. Diese machen es unschädlich, bevor es verklumpen kann. Bei Mäusen scheint es schon zu funktionieren. Erste klinische Versuche bei Menschen mussten jedoch wegen schwerer Nebenwirkungen gestoppt werden. Ein weiteres Problem liegt darin, dass man nicht sicher ist, ob die Klumpen von Amyloid wirklich die Ursache von Alzheimer sind und nicht bloss eine Begleiterscheinung. Dennoch forscht man weiter in diese Richtung und hat bei Mäusen einen neuen Impfstoff ohne Nebenwirkungen erprobt. Bis er an Menschen getestet werden kann, sind aber noch mehr Versuche nötig. [2050]

26. Februar 2009  –  PubMed PMID: 19221518

Antikörper gegen Folsäure

Frauen, die ein Kind mit offenem Rücken (Spina bifida) zur Welt gebracht haben, weisen in ihrem Blut oft Antikörper auf, die dem Fetus erschweren, Folsäure aufzunehmen. Folsäure ist nötig für die gesunde Entwicklung des Nervensystems. Nahrung, die mit Folsäure angereichert ist, kann Spina bifida verhindern. [687]

10. Januar 2004  –  N Engl J Medicine 2004;350:134

Neuer Test für MS

Multiple Sklerose (MS) verläuft in Schüben und ist bisher kaum vorhersehbar. Ein neuer Test auf Antikörper im Blut kann jetzt recht zuverlässig feststellen, ob ein Rückfall bevorsteht oder nicht. [524]

10. Juli 2003  –  N Engl J Medicine 2003;349:139

Monoklonale Antikörper gegen Diabetes

Diabetes vom Typ I entsteht, wenn die eigenen Immunzellen die Insulin produzierenden Zellen angreifen. Jetzt hat man einen Weg gefunden, diesen Angriff zu schwächen. Dazu vermehrt man im Labor Antikörper eines einzigen Typs (Klons). [147]

31. Mai 2002  –  N Engl J Medicine 2002;346:1692

Mehr News



 
Suche einschränken:
mehr als ein Suchwort eingeben.
 

Fitness

Icon

Kleines Fitness-1x1 für Training und Erholung. Selbsttest: Wie fit sind Sie? Fitnessfaktoren …

mehr

Heuschnupfen

Icon

Symptome und Komplikationen. Pollentests, Pollen meiden. Desensibilisierung. Medikamente.

mehr

Mehr von Gesundheit TV

Titelbild

Wie die allergische Entzündung der Haut entsteht, wie man Auslöser meidet und wie man die kranke Haut pflegt.

zur Sendung

Ton: Lautsprechersymbol klicken