
News zu Ansteckung
Pille gegen Ansteckung mit HIV
Eine Pille mit den Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitab kann das Risiko, sich mit HIV anzustecken, deutlich senken. Dies zeigt eine Studie an über 19000 Personen, veröffentlicht in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift. Der Schutz ist allerdings nicht so gut, dass er Kondome ersetzen könnte. Aber die Pille lohnt sich auf jeden Fall für Risikopersonen und für Prostituierte. Sinnvoll ist sie auch für Paare, die sich Kinder wünschen und bei denen ein Partner HIV-positiv ist. Die Pille schützt nur vor HIV, nicht aber vor anderen Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Gonorrhoe (Tripper). [2185]
11. Dezember 2009 – Bild
Sex: Gewalt gekoppelt mit Ansteckungsrisiko
Frauen, die sexuell missbraucht worden sind, haben ein deutlich höheres Risiko, mit Aids oder einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit angesteckt zu werden als Frauen, die keine sexuelle Gewalt erlebt haben. Die Unterschiede zeigen sich bei fast allen Risikofaktoren: Depression, Drogen, Sex gegen Drogen oder Geld, früher erster Sexualkontakt, zahlreiche Partnerwechsel und die Unfähigkeit, auf sicherem Sex zu bestehen. Dies zeigt eine Studie an über zweihundert Frauen in den USA. [1999]
9. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19049353
Chinesen, die käuflichen Sex konsumieren, schützen sich deutlich schlechter vor Ansteckung als solche, die das nicht tun. Das zeigen sowohl Umfragen als auch Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten in China. [1802]
13. Februar 2008 – PubMed PMID: 18256918
HIV-Ansteckung: Beschneidung halbiert Risiko
Das Risiko, sich mit HIV, dem Erreger von Aids, oder mit einer anderen sexuell übertragbaren Krankheit anzustecken, ist bei beschnittenen Männern nur halb so hoch wie bei nicht beschnittenen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie in Neuseeland. [1487]
20. Dezember 2006 – Pediatrics 2006;118:1971
Das Risiko, sich beim Sex mit HIV anzustecken, nimmt um etwa 40 bis 60 Prozent zu, wenn ein Partner Alkohol getrunken hat, und sogar um 60 bis 80 Prozent, wenn beide betrunken sind. Denn Alkohol fördert unsicheren Sex. Das hat eine Studie an mehreren Tausend Frauen und Männern in Uganda gezeigt. Das Ergebnis dürfte sich auch auf westliche Länder übertragen lassen. [1342]
14. Juni 2006 – AIDS 2006;20:1191
Vogelgrippe: Ansteckung von Mensch zu Mensch
Nicht alle Menschen, die an Vogelgrippe erkranken und sterben, haben Kontakt zu Geflügel. Eine Studie in Thailand hat jetzt die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen. [969]
31. Januar 2005 – N Engl J Medicine 2005;352:333
Das Risiko, an Sars zu sterben, ist nach einer Ansteckung für Männer etwa um die Hälfte höher als für Frauen. Das zeigt eine Untersuchung der Universität von Hongkong. [703]
2. Februar 2004 – Am J Epidemiology 2004;159:229
Die Bemühungen um eine Impfung gegen Aids haben einen Rückschlag erlitten: In Thailand hat sich ein neuer Impfstoff als unwirksam erwiesen. Weder schützt er vor Ansteckung noch bremst er den Verlauf der Krankheit. [651]
24. November 2003 – JAMA 22.11.2003
Sars: Neue Zahlen zu Verlauf und Todesrate
Die Zeit (Inkubation) zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt im Schnitt 6,4 Tage. Weitere 3 bis 5 Tage dauert es, bis die Patienten ins Spital eingewiesen werden. Die Sterblichkeit beträgt 13,2 Prozent für Menschen jünger als 60 und 43,3 Prozent für Menschen älter als 60 Jahre. Schnelle Einweisung ins Spital beeinflusst nicht die Überlebenschancen, aber bremst die Ausbreitung der Seuche. Soweit die neusten Erkenntnisse aus Hongkong. [462]
9. Mai 2003 – Lancet 10.5.2003
Sars durch Tröpfchen übertragen
Neuste Erfahrungen aus Hongkong zeigen, dass Atem-Masken die Ansteckung verhindern. Das deutet darauf hin, dass Sars durch Tröpfchen übertragen wird. [457]
3. Mai 2003 – Lancet 2003;361:1519
In einigen ländlichen Gebieten Ugandas ist die Ansteckung mit HIV in zehn Jahren um 37 % zurückgegangen. Doch dieser Erfolg bleibt in Afrika leider die Ausnahme. [186]
9. Juli 2002 – Lancet 2002;360:41
Frauen, die männlichen Samen mit der Vagina aufnehmen, leiden seltener an Depressionen. Hormone, die die Stimmung aufhellen, sollen die Ursache sein. Allerdings dürfte eine ungewollte Schwangerschaft, eine Ansteckung mit Aids oder anderen Geschlechtskrankheiten diesen Effekt mehr als zunichte machen. [178]
1. Juli 2002 – Lancet 2002;359:2251
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