
News zu Angina Pectoris
Nitroglycerin-Salbe stärkt Knochen
Eine Salbe mit dem kostengünstigen Wirkstoff Nitroglycerin kann bei Frauen nach der Menopause den Abbau von Knochen bremsen und so der Osteoporose vorbeugen. Das zeigt eine klinischer Versuch an der Universität von Toronto. Ob damit auch das Risiko von Knochenbrüchen sinkt, lässt sich vorerst nicht beweisen. Zudem verursacht die Salbe Kopfschmerzen bei etwa einem Drittel der behandelten Frauen. Nitroglycerin, ursprünglich als Sprengstoff bekannt, wird auch erfolgreich gegen Angina pectoris eingesetzt. [2818]
1. März 2011 – Ärzteblatt
Bewegung gut gegen zwei Dutzend Krankheiten
Regelmässige Bewegung senkt die Risiken der folgenden Krankheiten: Krebs des Dickdarms, der Prostata und zahlreicher anderer Organe; Herzinfarkt, Herzschwäche und Angina pectoris; Schlaganfall; Alzheimer und andere Formen von Demenz; Depression, Diabetes Typ 2, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Osteoporose und Impotenz. Die Liste umfasst mehr als zwanzig verschiedene Krankheiten. Sie basiert auf einer Auswertung von vierzig Studien, die in den vergangenen vier Jahren veröffentlicht worden sind. [2752]
17. November 2010 – AOL Health
Wer an einer Herzschwäche oder Angina pectoris leidet, sollte sich vor dem Fernseher in Acht nehmen, wenn die eigene Mannschaft spielt. Statistiken früherer Fussball-Weltmeisterschaften zeigen, dass während eines Spiels das Risko für einen Herzinfarkt um das Dreifache ansteigt. Bier und Zigaretten tragen wesentlich dazu bei. Wer gefährdet ist, soll sich nicht zu stark in den Bann des Spiels ziehen lassen, zum Beispiel für einige Minuten den Ton abschalten, raten Experten. Warnsignale eines Herzinfarkts sind Enge in der Brust, ausstrahlende Schmerzen im Arm, Atemnot, Schwitzen und Angst: Dann muss sofort der Notarzt gerufen werden. [2637]
8. Juni 2010 – Standard
Intelligenz wichtigster Schutzfaktor gegen Herzkrankheit
Risikofaktor Nummer eins für Angina pectoris und Herzinfarkt ist das Rauchen. Und der wichtigste Schutzfaktor ist eine hohe Intelligenz. Das hat eine Studie an über tausend Personen in Schottland gezeigt. Wer mehr weiss, weiss auch besser, was für die Gesundheit wichtig und was gefährlich ist, folgern die Autoren der Studie. Zusätzlich können die gleichen Faktoren, die dem Herz gefährlich werden, auch die Leistung des Gehirns beeinträchtigen. [2406]
12. Februar 2010 – Telegraph
Betablocker sind zweischneidige Schwerter
Vor nunmehr über drei Jahrzehnten hat man entdeckt, dass Betablocker nach einem Herzinfarkt die Gefahr eines zweiten Infarkts senken. Seither verschreibt man sie bei Angina pectoris und bei Herzschwäche zum Schutz vor dem Herztod. Doch in all den Jahren hat sich auch gezeigt, dass Betablocker zum Beispiel bei Diabetes die Sterblichkeit um 8 Prozent und das Risiko für Hirnschlag sogar um 30 Prozent erhöhen. Sie machen bisweilen müde, depressiv und impotent. Ob und wann sie sinnvoll sind, muss der Arzt deshalb von Fall zu Fall sorgfältig abwägen. [2137]
25. September 2009 – PubMed PMID: 19702791
Auch zu tiefer Blutdruck kann schaden
Bei Patienten mit instabiler, das heisst sich plötzlich ändernder Angina pectoris, wächst das Risiko eines Herzinfarkts mit sinkendem Blutdruck. Zu diesem der gängigen Meinung widersprechenden Befund kommt eine grosse Studie an über hunderttausend Patienten in den USA. Hoher Blutdruck gilt als Risiko für den Kreislauf, weil er die Innenwände der Blutgefässe stärker belastet, was zu mehr Verletzungen, Entzündungen und danach zu Verstopfungen der Gefässe führt. Andererseits lässt ein zu schwacher Druck den Blutfluss in verengten Gefässen eher versiegen. Die Kurve des Risikos, bezogen auf den Blutdruck hat deshalb die Form des Buchstabens J: Sie steigt bei sehr kleinem Druck erheblich und bei sehr grossem Druck stark an. Irgendwo dazwischen liegt der günstigste Wert, der von Person zu Person individuell verschieden sein dürfte. [2057]
9. März 2009 – PubMed PMID: 19249424
Herzpatienten sollten ihr Idealgewicht neu definieren
Wer an Angina pectoris (Koronarkrankheit) leidet, tut gut daran, sich nicht mehr nach den von der WHO definierten Begriffen von Normal-, Übergewicht und Fettleibigkeit zu richten. Denn laut einer holländischen Studie an über fünftausend Patienten, bei denen der Arzt eine Koronarkrankheit gefunden oder vermutet hat, ist die Sterblichkeit in bei den Fettleibigen am geringsten und bei jenen mit Untergewicht am höchsten. [1669]
6. August 2007 – PubMed PMID: 17531566
Wann ist Alkohol gut für das Herz?
Mäßig Alkohol trinken kann dann gut sein für das Herz, wenn die Herzkranzgefäße verengt sind, also bei der Koronarkrankheit oder Angina pectoris. Ist das Herz aber gesund, bringt Alkohol keinen Vorteil. Zu diesem Schluss kommt eine amerikanische Studie an über zwanzigtausend Personen. [1500]
8. Januar 2007 – Circulation 2007;115:34
Infarkt kommt nicht aus heiterem Himmel
Je mehr Feinstaub die Luft belastet, desto höher steigt das Risiko für Herzinfarkt bei Personen, die an verengten Herzkranzgefäßen (Angina pectoris) leiden. Eine Steigerung des Feinstaubs um 10 Mikrogramm pro Kubikmeter steigert das Risiko um mehr als vier Prozent. Das zeigt eine Studie an über zehntausend Personen in den USA. [1480]
11. Dezember 2006 – Circulation 2006;114:2443
Wenn sie ein Glas pro Woche trinkt
Schon einmal Alkohol pro Woche zu trinken kann bei Frauen das Risiko für Koronarkrankheit (Angina pectoris oder Infarkt) um ein Drittel senken. Häufigeres Trinken senkt das Risiko nicht weiter. Anders bei Männern: Hier ist das Risiko für jene am niedrigsten, die täglich (mäßig) Alkohol trinken. [1324]
27. Mai 2006 – British Medical Journal 2006;332:1244
Zu schlank ist auch nicht gut für das Herz
Sinkt der Body Mass Index (BMI) unter 20, dann nimmt das Risiko für Angina pectoris und Herzinfarkt zu. Das zeigt eine Studie an über zweihunderttausend Chinesen. Bei einem BMI über 20 hingegen entwickeln sich das Gewicht und das Herzrisiko in die gleiche Richtung. [1266]
22. März 2006 – Int J Epidemiology 2006;35:141
Herzpatienten bekommt Transfusion schlecht
Patienten, die mit Herzinfarkt oder einem akuten Anfall von Angina pectoris im Spital liegen, haben bessere Chancen zu überleben, wenn sie keine Bluttransfusion bekommen. Das zeigt eine Studie an über 20000 Herzpatienten in den USA. [889]
11. Oktober 2004 – JAMA 2004;292:1555
Bei Angina pectoris, die stabil bleibt und daher nicht einen schnellen Eingriff erfordert, nützt Training mehr als eine Operation mit Stent, um die verengten Stellen der Kranzgefäße zu erweitern. Das zeigt eine Studie an über hundert älteren Herzpatienten in Kanada. [750]
2. April 2004 – Circulation 2004;109:1371
Zu hoher Blutdruck bei Herzpatienten
In Europa hat die Hälfte der Patienten mit Angina pectoris einen zu hohen Blutdruck und sollte dringend besser behandelt werden, mahnen Experten. [621]
23. Oktober 2003 – J Hypertension 2003;21:1831
Herz krank: Rauchstopp bringts!
Wer raucht und deshalb ein krankes Herz hat (Angina pectoris, verstopfte Kranzgefäße, erster Infarkt), kann sein Risiko zu sterben um mehr als ein Drittel senken, wenn er sofort mit Rauchen aufhört. Das ist durch 20 verschiedene Studien belegt. [516]
2. Juli 2003 – JAMA 2003;290:86
Angina pectoris: Operation oder Medikamente?
Zu dieser Frage hat man an 14 Schweizer Kliniken über 200 Patienten zwischen 75 und 90 Jahren untersucht. Fazit: Am Anfang scheint die Operation besser zu wirken, aber nach einem Jahr stellen sich beide Methoden als gleichwertig heraus. [407]
6. März 2003 – JAMA 2003;289:1117
Schnarchen macht Herz und Kreislauf krank
Das Risiko für Angina pectoris und Infarkt steigt durch Schnarchen stark an, lässt sich aber durch erfolgreiche Anti-Schnarch-Behandlung senken. [213]
7. August 2002 – Respiratory + Critical Care 2002;166:159
Stress schadet dem Herzen kaum
Wer unter Stress leidet, wird zwar häufiger wegen Angina pectoris und anderen Symptomen ins Spital eingeliefert. Doch das Herz ist nicht kränker als bei weniger gestressten Patienten. [144]
28. Mai 2002 – British Medical Journal 2002;324:1247
Chelattherapie unwirksam bei Herzpatienten
Behandlung mit EDTA (Chelat) ist eine oft verwendete Alternativmethode bei Angina pectoris und Herzinfarkt, aber mit unbewiesener Wirkung. Auch eine neue Studie hat keine positive Wirkung nachweisen können [23]
26. Januar 2002 – JAMA 2002;287:481
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