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Gesundheitstelegramm | Alzheimer

Die natürliche Müllabfuhr des Immunsystems
18. März 2010 - Antikörper bildet das Immunsystem nicht nur gegen Viren, Bakterien und andere gefährliche Eindringlinge von aussen. Von Geburt an produziert es auch die natürlichen Antikörper (NAK). Diese spüren im Körper alles auf, was verschlissen ist und daher entsorgt werden muss. Mangel an Bewegung und ungesunde Ernährung fördern den Verschleiss, was die NAK überfordert. Die NAK-Forschung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen: Man hofft, auf dieser Grundlage bessere Medikamente gegen Krebs und Alzheimer entwickeln zu können.  [2483]
Quelle: NZZ  
 
Nervenstoff bremst Alzheimer
17. März 2010 - Noradrenalin, ein hormonähnlicher Stoff, überträgt Signale zwischen Nervenzellen, hemmt aber auch Entzündungen im Gehirn und damit das Fortschreiten von Alzheimer. Denn Entzündungen zerstören Hirnsubstanz. Die positive Wirkung des Noradrenalins ist bei Mäusen in einem Bonner Labor entdeckt worden. Ob er bei Menschen ebenso wirkt, muss sich erst noch zeigen. Und bis zu Medikamenten auf Noradrenalin-Basis ist noch ein weiter Weg.  [2479]
Quelle: Focus  
 
Impfung gegen Alzheimer macht wieder Fortschritte
11. März 2010 - Nach Rückschlägen in den vergangenen Jahren haben Forscher an der Psychiatrischen Uniklinik Zürich drei verschiedene Antikörper für eine Impfung gegen Alzheimer entwickelt. Sie werden voraussichtlich schon bald für die Prüfung am Menschen zugelassen. Zehn weitere Impfstoffe aus anderen Labors werden zur Zeit schon an Patienten erprobt, viele weitere befinden sich in der Pipeline. Ein vielversprechender Ansatz der Zürcher Forscher besteht darin, in geistig rüstigen Senioren nach natürlichen Antikörpern gegen Alzheimer zu suchen, diese zu züchten und Patienten im Frühstadium der Demenz damit zu behandeln.  [2469]
Quelle: Spiegel  
 
Alzheimer: Plaques-Theorie wahrscheinlich falsch
04. März 2010 - Beta-Amyloid-Plaques sind fleckenförmige Ablagerungen, die man in den Gehirnen verstorbener Alzheimer-Patienten gefunden hat. Seit Jahrzehnten werden sie intensiv erforscht, da man sie für die wichtigste Ursache von Alzheimer hält. Nun hat man aber entdeckt, dass die Plaques ähnlich wirken wie Antibiotika und Entzündungen im Gehirn bekämpfen. Sie sind also offenbar eher nützlich als schädlich. Zweifel an der Plaques-Theorie hatten schon frühere Oduktionen an amerikanischen Nonnen geweckt: Obwohl bis kurz vor ihrem Tod geistig noch rüstig, waren ihre Gehirne von zahlreichen Plaques befallen.  [2453]
Quelle: Welt  
 
Mit Bizeps gegen Alzheimer
27. Januar 2010 - Senioren, die zweimal pro Woche ihre Muskeln mit Hanteln und Kraftmaschinen stärken, sind geistig fitter als jene, die nie oder nur einmal pro Woche trainieren oder statt des Trainings nur leichte Gleichgewichtsübungen machen. Das zeigt eine Studie an über hundert älteren Damen in Vancouver. Die Leistungen in Gedächtnis- und Wortfindungstests verbessern sich im Lauf des Trainings.  [2348]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Augentest entdeckt Alzheimer bevor das Hirn schwächelt
15. Januar 2010 - Die Forscher spritzen eine Substanz ins Blut, schauen später ins Auge und entdecken grün gefärbte Zellen in der Netzhaut - sichere Zeichen für absterbende Zellen. Dieser Test funktioniert noch nicht bei Menschen, aber schon bei Mäusen. Die Netzhaut des Auges ist eigentlich eine Ausstülpung des Gehirns: Sterbende Zellen dort sind ein Zeichen, dass sie auch im Gehirn sterben. Die Versuche bei Mäusen versprechen zwar viel. Doch bevor ein ähnlicher Test bei Menschen funktionieren wird, ist noch viel Arbeit nötig. Je früher Alzheimer entdeckt wird, desto besser sind die Chancen, den weiteren Verlauf der Krankheit zu bremsen.  [2298]
Quelle: BBC  
 
Gen für langes Leben hält auch Geist fit
14. Januar 2010 - Ein Gen, das den Cholesterinspiegel im Blut steuert, kommt in einer Variante vor, deren Träger überdurchschnittlich alt werden. Sie leiden auch deutlich seltener als andere Menschen an Alzheimer und anderen Formen von Demenz. Diese zweite Wirkung des Gens ist an einer Studie mit über fünfhundert Senioren in den USA kürzlich entdeckt worden.  [2294]
Quelle: Spiegel  
 
Ein einfacher Drink hilft gegen Alzheimer
08. Januar 2010 - Ein simpler Cocktail aus Omega-3-Fetten, Uridin und Cholin kann den Abbau von Hirnzellen bei Alzheimer drastisch verlangsamen. Omega-3 kommt natürlich in Fischöl vor, Uridin ist ein wichtiger Bestandteil von menschlichen Zellen, und Cholin ist ein wichtiger Bestandteil des Stoffes, der Nervensignale überträgt. Der Cocktail wirkt vor allem gegen den Verlust von Synapsen, den Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Zu diesem Ergebnis kommt ein klinischer Test an über zweihundert Alzheimer-Patienten in Cambridge, Massachusetts. Der Trank verbessert vor allem das Namens- und Wortgedächtnis. Er wirkt am besten in frühen Stadien der Krankheit. Einen bereits erfolgten Abbau kann er nicht rückgängig machen.  [2272]
Quelle: Welt  
 
Handy-Strahlung verbessert Gedächtnis von Mäusen
07. Januar 2010 - Mäuse, die der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt sind, können sich an Orte in einem Labyrinth besser erinnern als nicht bestrahlte Mäuse. Speziell gezüchtete Alzheimer-Mäuse hatten nach einer Bestrahlung von zwei Stunden täglich über mehrere Monate ein ebenso gutes Gedächtnis wie gesunde Mäuse. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Versuche in einem Labor in Florida. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Handy-Strahlung, wenn überhaupt, dem Hirn nur schaden könne. Ob das Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist, bleibt noch offen. Die Forscher erklären den Effekt mit der Erwärmung von Hirnzellen. Diese regt den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass die grauen Zellen schädliche Ablagerungen entsorgen können.  [2267]
Quelle: Spiegel  
 
Ginkgo schützt kaum vor Demenz
01. Januar 2010 - Mit Kapseln und Tabletten aus Ginkgo biloba machen einige Hersteller hohe Umsätze. Ginkgo soll unter anderem den geistigen Abbau bei Alzheimer und anderen Formen von Demenz bremsen. Doch diese Wirkung ist jetzt in einer Studie an über 3000 Personen in den USA nicht bestätigt worden: Ginkgo wirkt nicht besser als ein Scheinpräparat (Placebo). Ein Hersteller kritisiert die Studie mit dem Argument, dass die Geisteskraft der untersuchten Personen auch mit Placebo kaum abgenommen habe. Ginkgo nütze aber nur dann, wenn die Hirnleistung bereits angegriffen sei.  [2247]
Quelle: Spiegel  
 
Hormon bremst Appetit, aber auch Alzheimer
20. Dezember 2009 - Wenn ein Mensch genug gegessen hat, schütten seine Fettzellen das Hormon Leptin aus. Es zirkuliert im Blut und sagt dem Hirn, der Körper sei satt. Doch das Leptin wirkt nicht nur auf das Appetitzentrum, sondern schützt auch die Hirnmasse vor Abbau durch Alzheimer. Dies zeigt eine Studie an fast zweihundert Senioren in den USA. Fazit: Wer ständig hungert, um abzunehmen, tut vielleicht seinen kleinen grauen Zellen keinen Gefallen. Denn diese lieben es nicht, wenn der Appetit ständig hoch und das Leptin ständig tief ist.  [2224]
Quelle: BBC  
 
Rauchen fördert Alzheimer
06. November 2009 - Wer raucht, erhöht sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um etwa die Hälfte. Dies folgt aus den Ergebnissen von 32 Studien, die nicht von der Tabakindustrie finanziert worden sind. Unglaubwürdig, weil von Tabakgeld gesponsert, sind weitere elf Studien: Laut diesen müsste Rauchen sogar vor Alzheimer schützen.  [2150]
Quelle: PubMed  PMID: 19815979
 
Reserven für das Hirn aufbauen
03. November 2009 - Je leistungsfähiger das Hirn, desto länger kann es dem Abbau trotzen, sei es durch Alzheimer oder durch das normale Altern. Immer mehr Fakten sprechen für diese Theorie. So zeigen auch Experimente mit Mäusen und Ratten, dass die Haltung in anregenden, stets neuen Umgebungen die Nager besser vor Alzheimer schützt als jene in kahlen Käfigen. Für Menschen bedeutet dies: Bildung, Lernen und viel Bewegung bis ins hohe Alter kann dem Hirn Reserven gegen den Abbau verschaffen.  [2147]
Quelle: PubMed  PMID: 19819293
 
Schützt Mittelmeerdiät vor Alzheimer?
02. November 2009 - Die so genannte Mittelmeerdiät mit viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, Olivenöl und täglich einem Glas Rotwein hat sich als gesund für Herz und Kreislauf erwiesen. Nun zeigen zwei neue Studien aus Frankreich und den USA, dass sie auch gegen Alzheimer einen gewissen Schutz bieten könnte: Einerseits sinkt das Risiko, krank zu werden, und bei einer Erkrankung schreitet diese langsamer fort. Um dies zu erhärten, sind aber weitere Studien nötig.  [2146]
Quelle: PubMed  PMID: 19834324
 
Fitness bremst Alzheimer
27. Oktober 2009 - In den frühen Stadien von Alzheimer kann eine gute Fitness von Herz und Kreislauf helfen, den Abbau von Hirnmasse zu bremsen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über hundert älteren Menschen in Kansas, USA.  [2142]
Quelle: PubMed  PMID: 19812458
 
Omega-3 hilft Alzheimer verhüten, aber nicht bessern
10. September 2009 - Mehrfach ungesättigte Fette vom Typ Omega-3 können die grauen Zellen im Hirn wenigstens zum Teil vor dem Abbau durch Alzheimer schützen. Doch hat die Krankheit erst einmal begonnen, helfen die gesunden Fette nicht mehr vor dem weiteren Zerfall. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von kürzlich veröffentlichten Studien. Omega-3-Fette kommen in fettem Meeresfisch vor.  [2130]
Quelle: PubMed  PMID: 19705039
 
Starke Knochen, starkes Hirn
14. August 2009 - Menschen mit starken Knochen haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, und ihre geistigen Leistungen sind besser als bei jenen, die an Osteoporose leiden. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich zwischen je siebzig Menschen mit Alzheimer und solchen ohne Demenz in einer amerikanischen Studie. Man vermutet, dass ein Abbau des Hirns auf eine noch nicht bekannte Art auch zum Abbau von Knochenmasse führt.  [2121]
Quelle: PubMed  PMID: 19661621
 
Wirkt Vitamin D auch gegen Demenz?
18. Juni 2009 - In den letzten Jahren sind immer mehr günstige Wirkungen von Vitamin D entdeckt worden. Es stärkt unter anderem die Knochen, wirkt gegen zahlreiche Arten von Krebs und gegen Entzündungen, unter anderem auch im Bereich von Herz und Kreislauf. Neuerdings gibt es Hinweise, dass Vitamin D auch das Nervensystem vor Schäden schützt und somit Alzheimer und anderen Formen von Demenz entgegenwirkt. Forscher wollen dies jetzt durch Studien nachweisen.  [2112]
Quelle: PubMed  PMID: 19494440
 
Kaffee ist gesund
17. Juni 2009 - Gute Nachrichten für alle Kaffeesüchtigen: Das schwarzbraune Getränk aus der Tasse schadet weder dem Herzen noch fördert es Krebs. Ganz im Gegenteil, wie zahlreiche Studien zeigen. Verschiedene Krebsarten treten bei Kaffeetrinkern seltener auf, und Herzanfälle verlaufen milder. Auch für den Geist ist Kaffee gut: Das Risiko für Alzheimer sinkt. Am besten sind diese Wirkungen, wenn man Kaffee mit möglichst wenig Rahm und Zucker trinkt.  [2111]
Quelle: PubMed  PMID: 19496470
 
Vitamin E kann bei Alzheimer mehr schaden als nützen
10. Juni 2009 - Im Kampf gegen den Zerfall des Hirns bei Alzheimer sind auch Antioxidantien im Gespräch, zum Beispiel Vitamin E. Dieses ist in einer Studie an über fünfzig Patienten getestet worden. Den einen hat es soweit geholfen, dass die Leistung des Hirns in sechs Monaten mehr oder weniger stabil blieb. Doch anderen hat es geschadet: Mit dem Vitamin nahm die Leistung des Hirns noch stärker ab als bei jenen, die nur ein Plazebo bekamen. Ob das Vitamin wirkt oder schadet, lässt sich durch einen Bluttest bestimmen. Ohne strikte ärztliche Kontrolle sollten Menschen mit Alzheimer also kein Vitamin E nehmen.  [2108]
Quelle: PubMed  PMID: 19494439
 
Zehn Risikofaktoren für Demenz
05. Juni 2009 - Doppelt bis vierfach zählen ein schwaches Abschneiden im Gedächtnis- und Intelligenztest und Magerkeit mit einem Body Mass Index von weniger als 19. Einfach bis doppelt zählt ein hohes Alter. Einfach zählen die folgenden sieben Faktoren: Eine ungünstige Variante des Apo-E-Gens (Alzheimer-Risikofaktor), Rückbildung der weissen Hirnmasse (erkennbar im Scanner), erweiterte Hohlräume im Hirn, Verkalkung der Halsschlagader, eine durchgemachte Bypass-Operation, schwache körperliche Fitness und Alkoholabstinenz. Letzteres könnte daran liegen, dass körperlich eingeschränkte Menschen oft keinen Alkohol mehr trinken. Laut einer kalifornischen Statistik können Senioren mit keinen oder nur wenigen Risikofaktoren zu 96 Prozent sicher sein, geistig fit zu bleiben.  [2105]
Quelle: PubMed  PMID: 19439724
 
Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe
13. Mai 2009 - Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe.  [2094]
Quelle: PubMed  PMID: 19402773
 
Stoff aus Fettzellen wirkt gegen Alzheimer
07. Mai 2009 - Wer sich im Alter Sorgen um zuviele Fettpolster macht, könnte sich vielleicht irren: Leptin, ein Stoff, den die Fettzellen bilden, hat sich als wirksam gegen Alzheimer erwiesen. Allerdings nicht beim Menschen, sondern bei besonders gezüchteten, für Demenz anfälligen Mäusen. Ins gleiche Bild passt die Beobachtung, dass viele Alzheimer-Patienten stark abgenommen haben, bevor die ersten Symptome aufgetreten sind. In ihrem Blut findet sich dann nur noch sehr wenig Leptin.  [2091]
Quelle: PubMed  PMID: 19387109
 
Handbewegung schauen hilft gegen Demenz
03. April 2009 - Soziale Kontakte gelten als ein wichtiger Faktor, der bis zu einem gewissen Grad vor Demenz schützen und deren Fortschreiten bremsen kann. Sie aktivieren das Hirn auf vielfältige Weise. Ein überraschendes Detail hat man nun in Holland entdeckt: Menschen mit Alzheimer, die eine halbe Stunde pro Tag anderen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie ihre Hände bewegen, können sich Gesichter von Menschen besser merken als Patienten, die eine halbe Stunde pro Tag Naturfilme anschauen. Man vermutet, dass das Anschauen von Handbewegungen bestimmte Nervenzellen aktiviert, so genannte Spiegelneurone. Diese befinden sich in Regionen des Hirns, die von Alzheimer besonders stark betroffen sind.  [2076]
Quelle: PubMed  PMID: 19321984
 
Dicke Senioren geistig fitter
16. März 2009 - Zwischen dem Fett am Bauch und der Leistung des Hirns im Alter gibt es einen Zusammenhang, der sich im Lauf der Zeit sehr stark ändert. Wer nämlich im Alter von 65 und mehr Jahren dick ist, hat ein kleineres Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz als eine schlanke oder gar magere Person. Ganz anders sieht es im mittleren Alter um die 50 Jahre aus: Hier signalisiert zu viel Fett ein erhöhtes Risiko, im hohen Alter dement zu werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Senioren in den USA.  [2062]
Quelle: PubMed  PMID: 19273752
 
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