Gesundheitstelegramm: Alzheimer Zeichen

News zu Alzheimer Zeichen

Besser schlafen, weniger Alzheimer

Bei Menschen, die nachts oft aufwachen, finden sich häufiger als bei anderen die für Alzheimer typischen Ablagerungen (Plaques) im Gehirn. Das zeigt eine US-Studie mit hundert Personen, die (noch) keine Anzeichen von Demenz zeigten. Schlafstörungen sind als typische Symptome von Alzheimer-Patienten schon länger bekannt. Nun zeigt sich, dass sie schon im Vorfeld der Krankheit auftreten können. [3047]

17. Februar 2012  –  Medical News Today

Hörverlust als Warnzeichen für Demenz

Je stärker mit fortschreitendem Alter das Gehör nachlässt, desto eher nimmt auch das Risiko für die meisten Formen von Demenz zu - Alzheimer ausgenommen. Ein Hörverlust von zehn Dezibel lässt das Risiko um etwa ein Viertel ansteigen. Das zeigt eine Langzeitstudie an über siebenhundert Senioren in Baltimore, USA. [2809]

15. Februar 2011  –  Medpage Today

Alzheimer wegen schlechter Müllabfuhr im Hirn

Ansammlungen von giftigen Eiweissen (Beta-Amyloid-Plaques) im Gehirn gelten als typisches Zeichen von Alzheimer. Nun zeigen neuste Forschungen, dass Amyloid auch bei gesunden Personen entsteht. Doch anders als bei Alzheimer-Patienten wird das giftige Eiweiss so schnell entsorgt, dass es sich nicht im Gehirn ansammeln und dieses zerstören kann. Diese Erkenntnis lässt an zwei Fronten auf Fortschritte hoffen: Früherkennung bis zu zehn Jahre vor dem Auftreten erster Symptome und neue Medikamente zur besseren Entsorgung von Amyloid.  [2769]

10. Dezember 2010  –  Focus

Alzheimer: So sterben Hirnzellen ab

Ein Protein (Eiweiss) namens Tau sorgt in gesunden Nervenzellen von innen her für eine stabile Form. Eine zu hohe Menge an Tau-Protein zerstört jedoch die Verbindungsstellen (Synapsen) zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die Zellen sterben ab, und die Überreste lagern sich als so genannte Amyloid-Plaques in den Zwischenräumen ab. Solche Plaques gelten als typisches Zeichen von Alzheimer. Früher hat man sie für die Ursache der Krankheit gehalten. Die neuen Erkenntnisse von Forschern der Universität Sydney zeigen nun, dass es sich bloss um eine Folge handelt. Wie es zu einem Übermass an Tau-Protein kommt, ist nach wie vor ein Rätsel. [2684]

9. August 2010  –  Welt

Medikament löst giftige Alzheimer-Plaques auf

Ein neues Antikörper-Medikament löst im Gehirn von Alzheimer-Patienten die Amyloid-Plaques auf, die sich dort abgelagert haben. Die Plaques gelten als typisches Zeichen der Krankheit. Wie weit sie allerdings deren Ursache sind, bleibt umstritten. Skeptiker zweifeln deshalb an der Wirksamkeit des neuen Medikaments. Ob die Zweifel oder die Hoffnungen berechtigt sind, müssen künftige Versuche zeigen. [2604]

21. Mai 2010  –  Ärztezeitung

Augentest entdeckt Alzheimer bevor das Hirn schwächelt

Die Forscher spritzen eine Substanz ins Blut, schauen später ins Auge und entdecken grün gefärbte Zellen in der Netzhaut - sichere Zeichen für absterbende Zellen. Dieser Test funktioniert noch nicht bei Menschen, aber schon bei Mäusen. Die Netzhaut des Auges ist eigentlich eine Ausstülpung des Gehirns: Sterbende Zellen dort sind ein Zeichen, dass sie auch im Gehirn sterben. Die Versuche bei Mäusen versprechen zwar viel. Doch bevor ein ähnlicher Test bei Menschen funktionieren wird, ist noch viel Arbeit nötig. Je früher Alzheimer entdeckt wird, desto besser sind die Chancen, den weiteren Verlauf der Krankheit zu bremsen. [2298]

15. Januar 2010  –  BBC

Schlecht ernährt, Alzheimer beschleunigt

Bei ersten Anzeichen von Alzheimer ist es wichtig, unter anderem auch gut auf die Ernährung zu achten, denn schlechte Ernährung und ein schnelles Fortschreiten der Krankheit gehen Hand in Hand. Zum einen beeinträchtigt der geistige Abbau das Essverhalten. Doch umgekehrt dürfte eine schlechte Versorgung mit Nährstoffen auch den Zerfall des Hirns beschleunigen. [1823]

13. März 2008  –  PubMed PMID: 18317249

Gen-Belastung für Alzheimer zeigt sich im Test

Träger des ApoE4-Gens haben ein stark erhöhtes Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Je dreißig Personen mit und ohne dieses Gen sind in Belgien getestet worden. Bei keiner Person war auch nur das geringste Zeichen einer Demenz erkennbar. Alle hatten geistige Aufgaben zu lösen und sind dabei mit Magnetresonanz (MRI) untersucht worden. Bei den Gen-Trägern hat man an bestimmten Stellen des Hirns deutlich schwächere Funktionen gesehen als bei den Personen ohne ApoE4. Es sind die Stellen, die bei Alzheimer in der Regel am stärksten zerstört werden. [1330]

2. Juni 2006  –  Brain 2006;129:1240

Alzheimer-Patienten: Angehörige sollen entscheiden dürfen

Von mehr als 200 Patienten mit ersten Anzeichen der Krankheit finden es über 90 Prozent in Ordnung, dass ihre Angehörigen an ihrer Stelle entscheiden dürfen, ob an ihnen medizinische Forschung gemacht werden darf, sollten sie später einmal nicht mehr selber dazu in der Lage sein. Das hat eine Umfrage in den USA ergeben. [1193]

9. Dezember 2005  –  Neurology 2005;65:1395

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