
News zu Alzheimer Risiko
Jogging oder Hirnjogging gegen Alzheimer?
Zeit seines Lebens geistig aktiv und auch im vorgerückten Alter körperlich aktiv sein - dies ist offenbar das beste Rezept gegen Alzheimer. Dagegen ist Gehirnjogging, anders als körperliches Jogging, bei Personen mittleren Alters wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über siebzig Senioren in den USA. Als Mass für das Alzheimer-Risiko diente die Menge an Amyloid, einem für Alzheimer typischen Eiweiss im Gehirn. [3029]
24. Januar 2012 – Medpage Today
Kaffee senkt das Risiko für Alzheimer, weil er die Zellen anregt, einen Wachstumsfaktor namens GCSF zu bilden. Dieser sorgt im Gehirn für die Bildung neuer Zellen und für die Entsorgung schädlicher Proteine. Koffein spielt bei diesem Schutz eine wichtige Rolle, wirkt aber nur zusammen mit anderen, noch unbekannten Substanzen im Kaffee. [2945]
21. September 2011 – Ärztezeitung
Fünf neue Gene für Alzheimer-Risiko entdeckt
Frankfurter Forscher haben aus Daten von rund sechzigtausend Personen, wovon ein Drittel mit Alzheimer, fünf Gene isolieren können. Bestimmte Varianten dieser Gene erhöhen das Risiko für Alzheimer deutlich. Dank diesen neuen Erkenntnissen hofft man, Alzheimer künftig früher erkennen und wirksamer behandeln zu können. [2843]
8. April 2011 – Ärztezeitung
Alzheimer: Sozialer Stress verstärkt Gen-Risiko
Wer an schlechter Wohnlage lebt, etwa in Armenvierteln mit hoher Kriminalität, hat ein höheres Risiko für Alzheimer: Genetische Anlagen wie die Epsilon-4-Variante des Apo-E-Gens führen dann viel eher zum Ausbruch der Krankheit als in guter Wohnlage. Dies zeigt eine Studie bei über tausend Personen in Baltimore. [2824]
10. März 2011 – Medpage Today
Hörverlust als Warnzeichen für Demenz
Je stärker mit fortschreitendem Alter das Gehör nachlässt, desto eher nimmt auch das Risiko für die meisten Formen von Demenz zu - Alzheimer ausgenommen. Ein Hörverlust von zehn Dezibel lässt das Risiko um etwa ein Viertel ansteigen. Das zeigt eine Langzeitstudie an über siebenhundert Senioren in Baltimore, USA. [2809]
15. Februar 2011 – Medpage Today
Jedes zusätzliche Jahr Ausbildung nach der Schulpflicht verringert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken, im Durchschnitt um elf Prozent. Das haben britische und finnische Forscher berechnet, nachdem sie die Gehirne von über achthundert Personen untersucht hatten. Zwar kann Bildung die schädlichen Veränderungen der Nervenzellen nicht stoppen. Doch macht sie das Gehirn widerstandsfähiger dagegen. [2675]
28. Juli 2010 – Welt
Depressionen erhöhen das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz um 70 Prozent. Das zeigt eine Langzeitstudie an fast tausend Personen in den USA. Die Forscher vermuten direkte und indirekte Ursachen für diesen Zusammenhang: Einerseits kann Depression bestimmte Zellen im Hirn schwächen, andererseits fallen durch den Rückzug aus einem aktivem Sozialleben wichtige Anregungen weg. [2660]
7. Juli 2010 – Welt
Viel Fisch, Nüsse, Obst, Gemüse und Salat, aber nur wenig Rind- und Schweinefleisch - so sieht die Ernährung aus, mit der ältere Menschen das Risiko für Alzheimer reduzieren können - laut neusten Studien um fast 40 Prozent. Es handelt sich also um die schon bekannte Mittelmeerdiät, angereichert mit Nüssen. [2628]
1. Juni 2010 – Ärztezeitung
Höheres Alzheimer-Risiko bei pflegenden Angehörigen
Menschen, die ihren an Alzheimer erkrankten Ehepartner pflegen, haben ein um das Sechsfache erhöhtes Risiko, die Krankheit selber zu bekommen. Das haben Ärzte in Utah herausgefunden. Die Ursachen sind noch unklar. Die Forscher vermuten, es könnte am Stress liegen, denn die Pflege eines dementen Menschen ist viel belastender als die Pflege eines körperlich behinderten Menschen. Deshalb lohnt es sich, die Angebote zur Entlastung zu nutzen, wie sie etwa die Schweizerische Alzheimervereinigung anbietet - auch im Interesse der eigenen Gesundheit. [2611]
25. Mai 2010 – Ärztezeitung
Dicker Bauch fördert Alzheimer
Menschen, die Fett in Form eines «Rettungsrings» in der Mitte des Körpers ansetzen, haben ein kleineres Hirnvolumen als solche mit einem gesunden Verhältnis zwischen Bauchumfang und Körpergrösse. Als ideal gilt ein Waist-to-Height Ratio (WHtR) von weniger als 0,5 bei jungen Menschen und weniger als 0,6 bei Menschen ab fünfzig. Ein kleineres Hirnvolumen bedeutet eine geringere Reserve gegen Abbau, wodurch das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz im Alter zunimmt. [2603]
20. Mai 2010 – Daily Mail
Superstudie soll Handy-Risiko endgültig klären
Fördern Mobiltelefone Krebs? Oder schützen sie gar vor Alzheimer, wie kürzlich eine Studie an Mäusen vermuten lässt? Alle bisherigen Studien an Menschen sagen nur wenig aus, weil sie von den Symptomen ausgehend den Handygebrauch rückblickend erfragt haben. Die nun geplante europäische Superstudie erfasst gleichzeitig den Handygebrauch und die Erkrankungen von fast hunderttausend Menschen in Grossbritannien, Holland und Skandinavien. Sie ist auf dreissig Jahre angelegt und wird drei bis vier Millionen Euro kosten, finanziert von Staaten und von der Industrie. [2547]
23. April 2010 – Telegraph
Wer raucht, erhöht sein Risiko, an Alzheimer zu erkranken, um etwa die Hälfte. Dies folgt aus den Ergebnissen von 32 Studien, die nicht von der Tabakindustrie finanziert worden sind. Unglaubwürdig, weil von Tabakgeld gesponsert, sind weitere elf Studien: Laut diesen müsste Rauchen sogar vor Alzheimer schützen. [2150]
6. November 2009 – PubMed PMID: 19815979
Schützt Mittelmeerdiät vor Alzheimer?
Die so genannte Mittelmeerdiät mit viel Gemüse, Salat, Obst, Fisch, Knoblauch, Olivenöl und täglich einem Glas Rotwein hat sich als gesund für Herz und Kreislauf erwiesen. Nun zeigen zwei neue Studien aus Frankreich und den USA, dass sie auch gegen Alzheimer einen gewissen Schutz bieten könnte: Einerseits sinkt das Risiko, krank zu werden, und bei einer Erkrankung schreitet diese langsamer fort. Um dies zu erhärten, sind aber weitere Studien nötig. [2146]
2. November 2009 – PubMed PMID: 19834324
Menschen mit starken Knochen haben ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken, und ihre geistigen Leistungen sind besser als bei jenen, die an Osteoporose leiden. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich zwischen je siebzig Menschen mit Alzheimer und solchen ohne Demenz in einer amerikanischen Studie. Man vermutet, dass ein Abbau des Hirns auf eine noch nicht bekannte Art auch zum Abbau von Knochenmasse führt. [2121]
14. August 2009 – PubMed PMID: 19661621
Gute Nachrichten für alle Kaffeesüchtigen: Das schwarzbraune Getränk aus der Tasse schadet weder dem Herzen noch fördert es Krebs. Ganz im Gegenteil, wie zahlreiche Studien zeigen. Verschiedene Krebsarten treten bei Kaffeetrinkern seltener auf, und Herzanfälle verlaufen milder. Auch für den Geist ist Kaffee gut: Das Risiko für Alzheimer sinkt. Am besten sind diese Wirkungen, wenn man Kaffee mit möglichst wenig Rahm und Zucker trinkt. [2111]
17. Juni 2009 – PubMed PMID: 19496470
Zehn Risikofaktoren für Demenz
Doppelt bis vierfach zählen ein schwaches Abschneiden im Gedächtnis- und Intelligenztest und Magerkeit mit einem Body Mass Index von weniger als 19. Einfach bis doppelt zählt ein hohes Alter. Einfach zählen die folgenden sieben Faktoren: Eine ungünstige Variante des Apo-E-Gens (Alzheimer-Risikofaktor), Rückbildung der weissen Hirnmasse (erkennbar im Scanner), erweiterte Hohlräume im Hirn, Verkalkung der Halsschlagader, eine durchgemachte Bypass-Operation, schwache körperliche Fitness und Alkoholabstinenz. Letzteres könnte daran liegen, dass körperlich eingeschränkte Menschen oft keinen Alkohol mehr trinken. Laut einer kalifornischen Statistik können Senioren mit keinen oder nur wenigen Risikofaktoren zu 96 Prozent sicher sein, geistig fit zu bleiben. [2105]
5. Juni 2009 – PubMed PMID: 19439724
Diabetes und Alzheimer: Zwei Fliegen mit einer Klappe
Hoher, stark schwankender Blutzuckerspiegel, hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Unempfindlichkeit auf Insulin und Übergewicht sind Risikofaktoren sowohl für Diabetes als auch für Alzheimer. Wer mit viel Bewegung und gesunder Ernährung etwas dagegen tut, schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe. [2094]
13. Mai 2009 – PubMed PMID: 19402773
Zwischen dem Fett am Bauch und der Leistung des Hirns im Alter gibt es einen Zusammenhang, der sich im Lauf der Zeit sehr stark ändert. Wer nämlich im Alter von 65 und mehr Jahren dick ist, hat ein kleineres Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz als eine schlanke oder gar magere Person. Ganz anders sieht es im mittleren Alter um die 50 Jahre aus: Hier signalisiert zu viel Fett ein erhöhtes Risiko, im hohen Alter dement zu werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Senioren in den USA. [2062]
16. März 2009 – PubMed PMID: 19273752
Kaffee senkt Risiko für Alzheimer
Personen, die im mittleren Alter täglich drei bis fünf Tassen Kaffee trinken, haben im hohen Alter ein um mehr als die Hälfte geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Dieser Vergleich mit Personen, die wenig oder gar keinen Kaffee trinken, ist in Finnland in über sechzig Fällen angestellt worden. Ob auch Tee ähnlich wirkt, lässt sich auf Grund dieser Studie nicht sagen, da die untersuchten Personen nur wenig davon getrunken haben. [2031]
30. Januar 2009 – PubMed PMID: 19158424
Gewicht beeinflusst Risiko für Alzheimer je nach Alter
Wer im mittleren Alter zu stark zunimmt, hat ein erhöhtes Risiko für Alzheimer im hohen Alter. Wer dagegen im hohen Alter abnimmt, hat auch ein erhöhtes Risiko. Die Demenz tritt zum Teil erst viele Jahre oder gar Jahrzehnte nach dem Gewichtsverlust auf. [2007]
19. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19061195
Silizium senkt Risiko für Alzheimer
Zehn Milligramm Silizium im Trinkwasser können das Risiko für Alzheimer um etwa zehn Prozent senken. Die meisten Mineralwasser sind gute Quellen für Silizium. Umgekehrt wirkt Aluminium: Es erhöht das Risiko für Alzheimer. Mineralwasser enthält meist nur extrem geringe Mengen Aluminium. [2006]
18. Dezember 2008 – PubMed PMID: 19064650
Das zweitausendste Gesundheitstelegramm
In den letzten sieben Jahren sind an dieser Stelle 2000 Kurzartikel veröffentlicht worden. Die häufigsten Themen sind Ernährung, Bewegung und Fitness, Herz und Kreislauf, Risikofaktoren wie Rauchen und Passivrauchen, Alzheimer und andere Formen der Demenz, das psychische Wohlbefinden und ein gesundes Alter. Alle Artikel basieren auf Studien, die in medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht worden sind. [2000]
10. Dezember 2008 – PubMed
Mehr Alzheimer nahe Hochspannungsleitung
Wer fünfzehn Jahre lang in einer Wohnung lebt, die innerhalb von fünfzig Metern neben einer Hochspannungsleitung liegt, hat ein doppelt so hohes Risiko, an Alzheimer zu erkranken als jemand, der mindestens sechshundert Meter entfernt wohnt. Bei einem Aufenthalt von fünf Jahren ist das Risiko um die Hälfte erhöht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über vier Millionen Personen in der Schweiz. [1997]
5. Dezember 2008 – PubMed PMID: 18990717
Risiko fürs Herz ist auch Risiko für Demenz
Bewegungsmangel, Übergewicht, Bluthochdruck, schlechte Cholesterinwerte und Diabetes sind Risikofaktoren nicht nur für Herz und Kreislauf, sondern auch für Alzheimer und andere Formen von Demenz. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung zahlreicher in den letzten Jahren publizierter Studien. [1937]
12. September 2008 – PubMed PMID: 18675769
Sport hilft vorbeugend gegen Demenz
Bei Menschen, die regelmässig körperlich aktiv sind, ist das Risiko, im Alter an Alzheimer zu erkranken, um 45 Prozent geringer als bei Sportmuffeln. Für alle Formen von Demenz zusammen ist das Risiko um 38 Prozent und für Parkinson um 18 Prozent geringer. Das zeigt eine Auswertung von sechzehn medizinischen Studien mit insgesamt über hundertsechzigtausend Personen, von denen über dreitausend später erkrankt sind. [1900]
3. Juli 2008 – PubMed PMID: 18570697
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