Gesundheitstelegramm | Alter
Immer mehr sterben an Blutvergiftung
11. März 2010 - Blutvergiftung (Sepsis) ist in Deutschland heute die dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Krebs. Der Grund: Immer mehr Patienten, die früher keine Chance hatten, werden heute operiert, darunter viele ältere. Im Alter steigt das Risiko für Infektionen. Dies berichten Fachleute an einem Weltkongress für Trauma, Schock und Entzündung in München. [2468]
Quelle: Die Zeit
Passivrauchen schädigt Arterien schon in der Jugend
05. März 2010 - Schon Jugendliche im Alter von 13 Jahren, sonst gesund und fit, zeigen deutliche Veränderungen an den Wänden der Aorta, der Halsschlagader und der Arterie am Knöchel, wenn sie sich im Ausgang oft in verrauchter Luft aufhalten. Die Ärzte sprechen von einer präklinischen Arteriosklerose. Im Klartext: Die Wände der Arterien sind zwar noch nicht verkalkt, wohl aber verdickt und weniger elastisch, was den Blutfluss einengt. Zu diesem Ergebnis kommt eine finnische Studie an fast fünfhundert Jugendlichen. [2456]
Quelle: Ärztezeitung
Mehr Muskeln im Alter halten gesund
04. März 2010 - Bis zum achtzigsten Lebensjahr verliert auch ein gesunder Mensch im Durchschnitt etwa ein Drittel seiner Muskelmasse. Besser ist wohl, die Sache positiv zu sehen: Zwei Drittel bleiben erhalten, und dieser Anteil lässt sich durch Krafttraining steigern. Muskelkraft ist einer der wichtigsten und oft unterschätzten Gesundheitsfaktoren im Alter, sagt Jürgen Schölmerich von der Uni Regensburg. Schwache Muskeln und ein schlechter Sinn für das Gleichgewicht - beides Folgen von Bewegungsmangel - sind die häufigsten Ursachen von Stürzen. Beim folgenden Aufenthalt im Spital bringen dann oft Thrombosen und Lungenentzündungen den vorzeitigen Tod. [2454]
Quelle: Ärzteblatt
Aids häufigste Todesursache junger Frauen
04. März 2010 - Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist Aids weltweit die Todesursache Nummer eins, sagen die neusten Statistiken der UNO. Die Organisation UNAids kommt zu dem erschreckenden Schluss, dass bis zu 70 Prozent aller Frauen ein- oder mehrmals in ihrem Leben zu ungeschütztem Sex gezwungen werden. Dreissig Jahre nach Entdeckung des Erregers HIV ist der Anteil Infizierter bei Frauen in bestimmten Altersgruppen bis zu dreimal höher als bei Männern. Besonders schlimm ist die Situation in Afrika. [2455]
Quelle: BBC
Schleckmäuler haben eher Hang zu Depression
11. Februar 2010 - Kinder, die sich besonders zu Süssigkeiten und Süssgetränken hingezogen fühlen, neigen stärker als andere zu Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an etwa dreihundert Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren in den USA. Die Ursachen für den Zusammenhang bleiben vorerst unklar. Ähnlich wie Alkohol wirkt auch Süsses auf die Belohnungszentren im Hirn. Depressive Kinder könnten Schleckmäuler werden, um sich besser zu fühlen, vermutet die leitende Forscherin der Studie. [2403]
Quelle: BBC
Kinderschuhe: zwei von drei sind zu klein
10. Februar 2010 - Fast 70 Prozent der Strassenschuhe und fast 90 Prozent der Hausschuhe für drei- bis sechsjährige Kinder sind zu kurz und engen die Zehen ein. Zu diesem alarmierenden Befund kommt eine Studie der Uni Wien an über achthundert Kindern im Vorschulalter. Das zeigt massive Folgen: Drei Viertel der untersuchten Kinder haben verformte Zehen. Kinderfüsse brauchen mindestens 12 und ideal 17 Millimeter Spielraum im Schuh. Die Angaben auf den Packungen sind meist falsch. Nur das Messen der Füsse und Schuhe im Laden garantiert einen passenden Kauf. [2396]
Quelle: Ärztezeitung
Gen steuert Tempo des Alterns
10. Februar 2010 - Wie schnell ein Mensch biologisch altert, hat er zu einem grossen Teil selbst in der Hand. Der Rest ist genetisch bestimmt. Eines der beteiligten Gene ist jetzt entdeckt worden. Es trägt die Abkürzung TERC und beeinflusst die Schutzkappen (Telomere) an den Enden der Chromosomen. Der Unterschied in den Varianten von TERC macht etwa drei bis vier Jahre biologischer Lebenszeit aus. [2399]
Quelle: Medical News Today
Autismus häufiger bei Kindern alter Mütter
10. Februar 2010 - Das Risiko für Autismus ist für das Kind einer 40-Jährigen um die Hälfte höher als für das Kind einer 25-Jährigen. Das zeigt eine Studie an fast fünf Millionen Kindern in Kalifornien. Zum Glück bleibt das absolute Risiko aber gering: Es steigt von 0,5-1 Prozent nur auf 0,8-1,5 Prozent. [2400]
Quelle: Daily Mail
Plötzlicher Kindstod hat immer drei Ursachen
05. Februar 2010 - Erstens das Alter: Nur im ersten Lebensjahr sterben Babys plötzlich und ohne erkennbare Ursache in ihren Bettchen. Zweitens Stressfaktoren wie Bauchlage oder rauchende Eltern. Drittens eine genetisch bedingte Anfälligkeit: Babys, die plötzlich verstorben sind, haben in der Hirnregion, wo sich das Atemzentrum befindet, einen Mangel an Serotonin. Das zeigen 35 Obduktionen an der Kinderklink Boston. [2382]
Quelle: Ärzteblatt
Wer älter wird braucht weniger Schlaf
02. Februar 2010 - Ältere Menschen kommen mit weniger als acht Stunden Schlaf pro Nacht aus. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie an über hundert Erwachsenen zwischen im Alter zwischen zwanzig und achtzig Jahren. In dieser Zeit nimmt die durchschnittliche Schlafdauer um etwa 40 Minuten ab. Trotzdem sind die Alten tagsüber weniger schläfrig als die Jungen, auch wenn sie nachts öfter geweckt werden und ein Schlafmanko aufbauen. [2364]
Quelle: Medpage Today
Deutsche Statistik: Wie Frauen verhüten
01. Februar 2010 - Von den 17 Millionen deutschen Frauen im gebärfähigen Alter verhüten 39 Prozent mit der Pille, 28 Prozent mit Kondomen, 12 Prozent mit Spirale (je zur Hälfte Kupfer- und Hormonspirale), je 8 Prozent durch «natürliche» Methoden und durch Sterilisation; 24 Prozent verhüten gar nicht, und 12 Prozent verzichten auf Geschlechtsverkehr. Schätzungsweise zehntausend Mädchen unter 18 werden jährlich schwanger. Von den Männern lassen sich 2 Prozent sterilisieren. [2362]
Quelle: Welt
Männer fühlen sich seltener schuldig als Frauen
29. Januar 2010 - Männer haben nicht nur seltener, sondern auch weniger intensive Schuldgefühle als Frauen. Am grössten ist dieser Unterschied im Alter zwischen 25 und 33, mit zunehmendem Alter gleichen sich die Männer den Frauen immer näher an. Das zeigt eine Umfrage bei über dreihundert Personen in Spanien. Junge Männer können sich nur mangelhaft in andere hineinversetzen, lernen aber im Lauf der Jahre dazu, folgern die Autoren der Studie. [2358]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Eierstöcke mit 30 um 90 Prozent geschrumpft
28. Januar 2010 - Die Fruchtbarkeit von Frauen nimmt mit dem Alter schneller ab als bisher vermutet. Mit 40 sind nur noch 10 Prozent der ursprünglich 300'000 Eier vorhanden, mit 40 gar nur noch 3 Prozent. Zwar gibt es Frauen, die mit zwei Millionen Eiern geboren werden, aber die sind eine grosse Ausnahme. Zu diesem Schluss kommt eine schottische Studie an mehr als dreihundert Frauen aus Europa und den USA. Je kleiner die Reserve an Eiern, desto grösser die Gefahr, dass ein Ei von schlechter Qualität befruchtet wird und das Baby später an Krankheiten leidet. [2351]
Quelle: Telegraph
Langsames Atmen mindert den Schmerz
26. Januar 2010 - Wer chronische Schmerzen leidet, etwa durch Fibromyalgie oder andere Formen von Rheuma, kann sich durch einen einfachen Trick Linderung verschaffen: langsam und ruhig ein- und ausatmen. Dass es wirkt, zeigt ein Experiment mit Frauen mittleren Alters in Arizona. Gesunde Frauen spüren allein schon durch ruhigeres Atmen weniger Schmerz. Bei Frauen mit Rheuma funktioniert dies aber nur, wenn sie dabei positive Gefühle aktivieren. [2342]
Quelle: Science Daily
Blaubeeren bremsen Gedächtnisverlust
24. Januar 2010 - Achtzehn Bewohner eines Altersheims in Cincinnati, USA, tranken täglich zwei Glas Blaubeerensaft oder ein ähnlich schmeckendes Getränk. Jene mit Saft schnitten zwölf Wochen später in einem Wort- und Gedächtnistest deutlich besser ab als die anderen, und sie waren auch deutlich weniger depressiv. Den Blaubeeren sagt man auch andere positive Wirkungen auf die Gesundheit nach: Sie sollen das Risiko für Krebs, Herz- und Lungenkrankheiten senken. Es lohnt sich also, die Ampel-Regel für gesundes Essen (täglich Grün, Gelb und Rot) durch die Farbe Blau zu ergänzen. [2333]
Quelle: Telegraph
Gestillte Babys klüger, aber nicht durch das Stillen
21. Januar 2010 - Frauen mit einem hohen IQ geben ihren Babys eher die Brust als weniger intelligente Frauen. Das und nicht etwa das Stillen mache den Unterschied aus. Auch Omega-3-Präparate seien wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Uni Southampton. Intelligenz ist zu einem guten Teil vererbt. Dennoch sei Stillen bis zu einem Alter von sechs Monaten sehr zu empfehlen, meinen Experten. Es fördert die Entwicklung des Babys und dessen Gesundheit optimal. [2324]
Quelle: Telegraph
Täglich eine Büchse Sardinen hält länger jung
20. Januar 2010 - Sardinen, Lachs, Makrele und andere ölige Fische sind reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese bremsen unter anderem das Altern der Erbstubstanz DNA in den menschlichen Zellen. Dieser Abbau läuft bei regelmässigen Fisch-Essern etwa um ein Drittel langsamer ab als bei Menschen, die nie Fisch essen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über sechshundert Herzpatienten in den USA. [2318]
Quelle: Telegraph
Senioren: Videospiele trainieren graue Zellen
19. Januar 2010 - Drei Monate lang hatten die Bewohner dreier deutscher Altersheime mit einer modernen Video-Konsole Tennis, Dart oder Bowling trainiert. Danach hatte sich das Geschick im Spiel, darüber hinaus aber auch das Gedächtnis und das Wahrnehmungsvermögen deutlich verbessert. Dies zeigt eine Studie der Uniklinik Erlangen. Moderne Konsolen steuern das Videospiel durch annähernd natürliche Bewegungen des ganzen Körpers und nicht mehr nur der Finger. [2311]
Quelle: Berliner Zeitung
Senken Blutdrucksenker auch Demenz?
15. Januar 2010 - Zwei oft verschriebene Typen von Medikamenten gegen Bluthochdruck (Angiotensinblocker und ACE-Hemmer) scheinen das Risiko für Demenz im Alter um 24 Prozent senken zu können - in der Kombination sogar um 46 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Studie an über achthunderttausend Senioren. Zweifel sind jedoch angebracht: Die fraglichen Medikamente sind teurer als andere, so dass sich eher die besser gestellten Patienten damit behandeln lassen. Bei diesen ist die Intelligenz-Reserve oft grösser, und sie leben auch öfter gesünder als die weniger gut situierten Patienten. [2301]
Quelle: Ärzteblatt
Mit Hirnscanner Autismus früh entdecken
11. Januar 2010 - Schulkinder mit Autismus erfassen die Bedeutung eines gesprochenen Wortes elf Millisekunden langsamer als nicht betroffene Kinder. Dies entspricht dem zeitlichen Unterschied zwischen der Silbe «Ele-» und dem ganzen Wort «Elefant». Zu diesem Befund kommen Versuche mit einem Magnet-Encephalografen an über vierzig Kindern im Alter von etwa zehn Jahren. Autismus tritt bei etwa einem von hundert Kindern in diesem Alter auf. Je früher man die Störung erkennt, desto besser die Chancen, die Kinder in der Schule optimal zu fördern. Weitere Versuche sollen nun zeigen, ob die Verzögerung im Hören schon bei jüngeren Kindern zu erkennen ist. [2279]
Quelle: Telegraph
Melatonin ist das Geheimnis des Schönheitsschlafs
11. Januar 2010 - Das Schlafhormon Melatonin schlägt die Anti-Aging-Vitamine C und E um Längen, wenn es um die antioxidierende Wirkung geht. Diese bisher unbekannte Eigenschaft des Hormons ist in einem Labor in Lübeck entdeckt worden. Antioxidantien machen freie Radikale unschädlich. Diese aggressiven Produkte des Stoffwechsels beschleunigen das Altern und fördern Krebs. [2282]
Quelle: Welt
Bewegung lässt Zellen langsamer altern
04. Januar 2010 - Regelmässige Bewegung, vor allem Ausdauertraining, ist eine natürliche Form von Anti-Aging. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität des Saarlandes. Körperliches Training bewahrt die Schutzkappen an den Enden der Chromosomen vor einem schnellen Abbau mit zunehmendem Alter. Diese Schutzkappen, die Telomere, sorgen dafür, dass die Zellen bei der Teilung ihre Erbmasse, die DNA, ohne Fehler weitergeben können. Sind die Telomere aufgebraucht, sterben die Zellen. [2252]
Quelle: BBC
Früh zu Bett, weniger depressiv
04. Januar 2010 - Jugendliche, die erst nach Mitternacht zu Bett gehen, leiden um 24 Prozent häufiger an Depressionen als ihre Altersgenossen, die schon um zehn Uhr nachts schlafen gehen. Wichtigster Punkt ist offenbar die Schlafdauer: Mit fünf oder weniger Stunden Schlaf pro Nacht liegt das Risiko einer Depression um 71 Prozent höher als bei acht Stunden pro Nacht. So deutlich der Zusammenhang, so fraglich die Ursache und Wirkung. Es ist denkbar, dass Schlafmangel depressiv macht. Genauso plausibel ist aber die Annahme, dass Menschen mit einer ausgeglichenen Psyche leichter Schlaf finden. [2253]
Quelle: Spiegel
Die gesündesten und ungesündesten Berufsleute
24. Dezember 2009 - Am gesündesten leben Werbeleute, Lehrer, Personalassistenten, Buchhalter und Juristen. Am ungesündesten leben Küchenchefs, Landwirte, Elektriker, Versicherungsagenten, Bauleute und Banker. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage bei etwa dreitausend Berufsleuten in England. [2234]
Quelle: BBC
Mehr Bauchmasse, weniger Hirnmasse
22. Dezember 2009 - Dicke Menschen haben im Alter vier bis acht Prozent weniger Hirnmasse als schlanke, sagt eine Studie der Universität von Pittsburgh, USA. Dieser Unterschied gibt den dicken Senioren eine weniger grosse Reserve gegen den drohenden Abbau durch Demenz, vermuten die Forscher. [2228]
Quelle: Express
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