Allergie: Archiv 31 bis 40

Archiv zu Allergie, 27.9.2005 bis 1.12.2008

Früh Erdnüsse essen mindert Risiko für Allergie

In Israel gibt man Kindern schon im ersten Lebensjahr Erdnüsse zu essen, während man dies in England und den USA meidet, um mögliche Allergien zu verhindern. Doch sind Erdnuss-Allergien bei israelischen Kindern zehnmal seltener als bei jüdischen Kindern in England und in den USA. Auf Grund dieser Tatsache vermuten Experten, dass ein früher Kontakt mit Erdnüssen das Risiko für eine Allergie senkt und dass die britischen und amerikanischen Empfehlungen mehr schaden als nützen. [1993]

1. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19000582

Allergie: Kreuzreaktion zwischen Pollen und Nahrung

Bestimmte Substanzen (Allergene) in Pollen, die bei sensiblen Menschen Allergien auslösen, kommen in sehr ähnlicher Form auch in Nahrungsmitteln vor. Das führt oft zum Pollen-Nahrungs-Syndrom, das heisst einer an Pollen gebundenen Nahrungs-Allergie. Bei leichten Formen genügt es, die kritischen Nahrungsmittel nur während der Pollensaison zu meiden. In schweren Fällen bleibt die Allergie auf bestimmte Nahrung jedoch das ganze Jahr über bestehen. Oft genügt es, die kritische Nahrung zu kochen: Da die Allergene Proteine sind, werden diese durch das Kochen zerstört. [1931]

4. September 2008  –  PubMed PMID: 18682109

Mehr Birkenpollen wegen Klimawandel

Wegen des Klimawandels blühen in der Schweiz die Birken immer früher und produzieren mehr Pollen, was das Risiko für Allergie erhöht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Meteo Schweiz in der Region Basel. [1869]

20. Mai 2008  –  PubMed PMID: 18481116

Allergie häufiger bei Knaben und bei Frauen

Die Anfälligkeit für Allergie bei den Geschlechtern ändert sich im Lauf des Lebens: In der Kindheit sind Knaben eher betroffen als Mädchen, doch im Lauf der Pubertät ändert sich dies. Frauen sind eher allergisch als Männer, und dieser Unterschied nimmt mit den Jahren ständig zu. [1848]

18. April 2008  –  PubMed PMID: 18394135

Tropfen nutzlos gegen Kinder-Allergie

Allergietropfen, die unter anderem im Internet angepriesen werden, haben sich als unwirksam erwiesen. Sie sollen angeblich das Immunsystem unterstützen. Doch diese Wirkung ist bisher noch nicht in klinischen Studien bestätigt worden. [1828]

20. März 2008  –  PubMed PMID: 18333536

Haustiere, Allergie und Gene

Kommt ein Kind früh im Leben mit Haustieren in Kontakt, kann das sein Risiko, später allergisch zu werden, unter Umständen senken. Die Umstände hängen von den Genen ab. In Familien von Allergikern können Haustiere Allergien eher fördern. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Müttern und ihren Kindern in Deutschland. [1736]

8. November 2007  –  PubMed PMID: 17982922

Impfen macht Kinder nicht allergisch

Die Furcht, dass geimpfte Kinder anfälliger für Asthma und andere allergische Krankheiten werden, ist unbegründet. Eine Studie hat das an mehr als achttausend Kindern in Australien untersucht, und zwar für Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio und Pocken. Zwar hat man im Alter von sieben Jahren kurzzeitig eine erhöhte Neigung zu Allergien festgestellt, die aber schnell wieder abklingt. Langfristig sind geimpfte Kinder nicht allergischer als ungeimpfte. Jedoch schützt die Impfung vor der Gefahr, die durch die ansteckenden Krankheiten ausgeht. [1565]

19. März 2007  –  Thorax 2007;62:270

Allergien bei Kindern nehmen weltweit zu

Asthma, Ekzeme, Schnupfen und Augenbrennen durch Allergie nehmen weltweit deutlich zu, vor allem bei Kindern im frühen Schulalter. Etwas geringer ist die Zunahme bei Jugendlichen kurz vor der Pubertät. Das zeigt eine Studie an fast einer halben Million Kindern und Jugendlichen in über fünfzig Ländern weltweit. [1410]

4. September 2006  –  Lancet 2006;368:733

Baby-Kolik: Es kommt darauf an, was Mama isst

Meidet eine stillende Mutter Kuhmilch, Eier, Erdnüsse, Weizen, Soja und Fisch, dann leidet das Baby weniger unter Kolik. Das zeigt eine Studie an über hundert Babys in Australien. Die erwähnten Nahrungsmittel können bei empfindlichen Menschen Allergie auslösen, die sich über die Muttermilch auf das Baby überträgt. [1197]

15. Dezember 2005  –  Pediatrics 2005;116:e709

Zöliakie: Verträgliche Weizensorten züchten

Die Darmkrankheit Zöliakie wird verursacht durch eine Allergie auf den Kleber (Gluten), der im Weizen vorhanden ist. Deshalb müssen die Patienten ein Leben lang eine glutenfreie Diät halten. Nun haben Forscher gefunden, dass es Weizensorten mit günstigen Genen gibt, aus denen man durch gezielte Züchtung Sorten hervorbringen könnte, die auch für Menschen mit Zöliakie verträglich sind. Ob die Agroindustrie diesen Vorschlag aufgreifen wird, bleibt abzuwarten. [1140]

27. September 2005  –  Gastroenterology 2005;129:797

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