Gesundheitstelegramm: Allergie

News zu Allergie

Bei Allergie und Asthma kein Alkohol

Menschen mit Allergie und Asthma tun gut daran, alkoholische Getränke zu meiden. Der Grund sind Reizstoffe (Histamine), die bei der Gärung entstehen. Auch Schwefelverbindungen im Wein können Allergien auslösen. Dies teilt die deutsche Gesellschaft der Lungenärzte mit. [3016]

5. Januar 2012  –  Ärztezeitung

Baby: Fisch essen reduziert Allergie

Vorschulkinder leiden etwa um die Hälfte weniger oft an asthmatischem Keuchen, wenn sie schon mit weniger als neun Monaten Fisch zu essen bekommen haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit mehr als viertausend Familien in Göteborg. [2987]

23. November 2011  –  UPI Health News

Testosteron dämpft Entzündungen und Allergien

Männer leiden seltener als Frauen an Entzündungen und Allergien. Den Grund haben Forscher der Universität Jena im Sexualhormon Testosteron gefunden. Es drosselt die Bildung von Stoffen, die das Immunsystem zu entzündlichen Reaktionen antreiben. [2914]

28. Juli 2011  –  Welt

Schützt Mageninfektion vor Asthma?

Die Magenbakterie Helicobacter pylori führt zwar zu Entzündungen der Magenschleimhaut und zu Magengeschwüren, schützt aber wahrscheinlich vor allergischem Asthma. Das zeigen Versuche an Mäusen an den Universitäten von Zürich und Mainz. Sie liefern eine weitere Bestätigung der Hypothese, dass zuviel Hygiene für die Zunahme von Allergien in modernen Industrieländern verantwortlich ist. [2898]

4. Juli 2011  –  Ärztezeitung

Tierhaare: Früher Kontakt senkt Risiko für Allergie

Kommen Kinder schon im Babyalter in Kontakt mit Hunden oder Katzen, halbiert sich das Risiko, dass sie später gegen Tierhaare allergisch reagieren. Das zeigt eine Studie mit über fünfhundert Personen in den USA. [2886]

14. Juni 2011  –  Focus

Jeder dritte Heuschnupfen wird zu Asthma

Wer neben Heuschnupfen auch an trockenem Reizhusten und Atemnot leidet, tut gut daran, sich gegen Asthma behandeln zu lassen. Dazu raten Allergie-Experten der Berliner Charité. Je früher man behandelt, desto besser die Aussicht, das Asthma wieder loszuwerden. Andernfalls droht saisonales Asthma zu einem ganzjährigen zu werden. [2841]

6. April 2011  –  Ärztezeitung

Asthma und Ekzem senken Krebsrisiko

Um ein Viertel bis ein Drittel niedriger ist das Risiko, an irgendeiner Art von Krebs zu erkranken, für Asthmatiker oder Ekzempatienten - verglichen mit Personen ohne Allergie. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Patienten und gesunden Personen in Kanada. Schuld daran sei das überaktive Immunsystem, vermuten die Forscher: Es verursacht zwar allergische Beschwerden, bekämpft aber andererseits wirksamer bösartige Zellen im Körper. [2801]

28. Januar 2011  –  Ärztezeitung

Katzen schützen Kinder vor Ekzem

Kinder erkranken seltener an atopischem Ekzem (Neurodermitis) mit Hautausschlägen, Rötung und Juckreiz, wenn ihre Mütter in der Schwangerschaft Kontakt zu Katzen hatten. Das haben Forscher der Universität Zürich an über tausend Kindern aus fünf europäischen Ländern herausgefunden. Das ist überraschend, galten Katzenhaare doch bisher eher als Auslöser von Allergien. [2768]

9. Dezember 2010  –  Standard

Gen-Unterschiede zwischen Asthma und Allergien

Allergien und Asthma kommen, anders als bisher vermutet, auf unterschiedliche Weise zustande. Zwar sind die Auslöser, wie etwa Pollen, oft dieselben. Die Unterschiede zeigen sich aber in den Wirkungen, die sie im Körper auslösen. Das zeigt eine genetische Studie an über zwanzigtausend Personen in Deutschland. Durch die Analyse der beteiligten Gene hofft man, die Krankheiten künftig wirksamer behandeln zu können. [2718]

24. September 2010  –  Welt

Ozon steigert Allergie-Wirkung von Pollen

Die Pollen zweier Roggensorten bilden mehr allergene Eiweisse, wenn der Ozongehalt der Luft steigt. Dies zeigen Versuche an der Medizinischen Universität Wien. Sollte dies auch bei anderen Allergie auslösenden Pflanzen der Fall sein, etwa bei Gräsern, Bäumen und Ambrosia, dann wäre Ozon für die Atemwege doppelt gefährlich - als Auslöser von Entzündungen und als Verstärker von Allergien und Asthma. [2696]

25. August 2010  –  Welt

Paracetamol fördert Allergien

Die Substanz Paracetamol, in zahlreichen Präparaten gegen Schmerzen und Fieber enthalten, steigert bei jungen Menschen die Neigung zu Asthma, Ekzemen und allergischem Schnupfen. Das zeigt eine Umfrage bei mehr als dreihunderttausend Jugendlichen in fünfzig Ländern. Wer das Mittel regelmässig nimmt, hat ein zwei- bis dreifach höheres Risiko für Allergien; selbst gelegentlicher Anwendung steigt das Risiko noch um die Hälfte. Wahrscheinlich ist Paracetamol die Ursache, auch wenn die Studie das nicht beweist. [2694]

23. August 2010  –  Standard

Neue Allergiebremse entdeckt

Ein bisher unbekanntes Eiweiss namens Allergin-1 ist zuerst bei Mäusen, dann auch bei Menschen entdeckt worden. Es dämpft die Reaktion des Immunsystems, was im Fall von schweren Allergien Leben retten könnte. Zur Zeit wird die genaue Wirkung an Mäusen erforscht. Man hofft, die Substanz später einmal zur Behandlung allergischer Schocks einsetzen zu können. [2636]

8. Juni 2010  –  Spiegel

Mehr Hygiene, mehr Allergien

Jahr für Jahr leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen und anderen Allergien. Schuld daran sei unter anderem eine übertriebene Hygiene, behauptet Duy Delespesse von der Uni Montreal. Der kanadische Mediziner kritisiert, dass moderne Kinder immer weniger mit Bakterien in Berührung kommen. Das unterfordere ihr Immunsystem, das dann übertrieben auf Pollen und andere Reizstoffe in der Umwelt reagiere. [2565]

1. Mai 2010  –  Standard

Frauen anfälliger auf Pollen

Mehr als die Hälfte aller Frauen reagiert irgendwann in ihrem Leben allergisch auf Pollen oder eine andere Substanz. Bei Männern liegt dieser Anteil nur bei 37 Prozent. Allergien haben in den letzten Jahren zugenommen: 48 Prozent der unter 35-Jährigen leiden daran, aber nur 37 Prozent der über 55-Jährigen. [2500]

26. März 2010  –  Telegraph

Geimpfte Kinder weniger allergisch

Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein. [2368]

2. Februar 2010  –  Ärztezeitung

Folsäure dämpft Allergie

Das Vitamin Folsäure bremst die Neigung des Immunsystems, übermässig auf Pollen und andere Auslöser von Allergie zu reagieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 8000 Personen am Johns Hopkins-Spital in Baltimore, USA. [2346]

27. Januar 2010  –  Ärztezeitung

Nahrungsmittelallergie: Neues Kochbuch hilft

Immer mehr Menschen, darunter besonders viele Kinder, leiden an Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel. Für diese Betroffenen hat jetzt die Hochgebirgsklinik Davos ein Kochbuch herausgegeben. Damit ist es jetzt endlich möglich, vieles zu kochen und zu backen, was vorher verboten war. Seien es Eier, Butter, Milch oder Weizenmehl - es gibt fast nichts, das nicht durch etwas anderes, besser verträgliches ersetzt werden könnte. [2174]

9. Dezember 2009  –  Medical Tribune

Erdnussallergie mit Erdnüssen bekämpfen

Kindern, die auf Erdnüsse allergisch sind, kann geholfen werden - mit Erdnüssen: Täglich eine winzige, vom Arzt verschriebene Menge davon essen und diese im Lauf der Zeit bis etwa höchstens zwei Gramm steigern. Die Menge hängt davon ab, wie empfindlich ein Kind auf Erdnüsse reagiert. Der Erfolg ist beachtlich: Wer vorher schon bei zwei Hundertstelgramm Ausschläge bekommen hat, verträgt nach einer mehrwöchigen Behandlung ein Viertelgramm. Jene, die vorher ein Gramm vertrugen, können nachher vier Gramm Erdnüsse essen. Dies zeigt eine Studie an der Berliner Charité. [2163]

5. Dezember 2009  –  Ärztezeitung

Erste feste Nahrung mit vier bis sechs Monaten

Ob Babys ihren ersten Brei erst ab dem sechsten Monat erhalten sollen, ist neuerdings umstritten: Das Risiko für Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel nimmt eher zu, wenn man zu lange mit dem ersten Brei wartet. Dies zeigt eine Reihe von kürzlich veröffentlichten Studien. Nach diesen liegt der optimale Zeitpunkt für den ersten Brei zwischen dem vierten und dem sechsten Monat. [2135]

22. September 2009  –  PubMed PMID: 19685855

Übertriebene Angst vor Nahrungs-Allergie

Zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung glauben, an einer Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel zu leiden. Tests an einer repräsentativen Auswahl solcher Fälle haben nun aber gezeigt, dass nur etwa die Hälfte von ihnen tatsächlich Allergiker sind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Würzburg. Übertriebene Angst vor nicht existierenden Allergien kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen, warnen die Forscher. Bei einem Verdacht lohnt sich deshalb eine gründliche Untersuchung durch einen erfahrenen Allergologen. [2124]

21. August 2009  –  PubMed PMID: 19623294

Quitte dämpft Allergie

Ein Extrakt aus Quitte, Mäusen unter das Futter gemischt, hat bei den Nagern die Anfälligkeit für Ekzeme deutlich senken können. Auch im Reagenzglas lässt sich die Wirkung des Extrakts nachweisen, indem er Zellen daran hindert, Allergie fördernde Substanzen auszuscheiden. Ob zum Beispiel Quittengelee bei Menschen ähnlich wirkt, müsste noch erforscht werden. [2123]

18. August 2009  –  PubMed PMID: 19661701

Würmer beugen Asthma vor

Überall dort, wo sich oft parasitische Würmer im Verdauungstrakt der Menschen breit machen, sind Asthma und andere allergische Krankheiten selten. Auf Grund von mehreren Studien vermutet man, dass die Abwehr gegen Würmer bestimmte Zellen des Immunsystems so trainiert, dass diese weniger empfindlich auf ungefährliche Reize wie etwa Pollen oder Milbenkot reagieren. Seit einigen Jahren macht man sich diese Wirkung bei der Wurmtherapie gegen Allergien zu Nutze, indem man die Patienten gezielt mit schwachen, ungefährlichen Würmern oder Wurmeiern infiziert. [2022]

19. Januar 2009  –  PubMed PMID: 19128351

Empfindlicher auf Allergie nach Kaiserschnitt

Kinder, die mit Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sind, reagieren empfindlicher als andere auf Allergie auslösende Nahrungsmittel. Noch hat man in mehreren Studien weltweit erst die ersten Stufen der allergischen Reaktion mit Kaiserschnitt in Verbindung gebracht. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob Kinder nach Kaiserschnitt tatsächlich auch häufiger an Nahrungsallergien leiden.
 [2009]

29. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19076564

Früh Erdnüsse essen mindert Risiko für Allergie

In Israel gibt man Kindern schon im ersten Lebensjahr Erdnüsse zu essen, während man dies in England und den USA meidet, um mögliche Allergien zu verhindern. Doch sind Erdnuss-Allergien bei israelischen Kindern zehnmal seltener als bei jüdischen Kindern in England und in den USA. Auf Grund dieser Tatsache vermuten Experten, dass ein früher Kontakt mit Erdnüssen das Risiko für eine Allergie senkt und dass die britischen und amerikanischen Empfehlungen mehr schaden als nützen. [1993]

1. Dezember 2008  –  PubMed PMID: 19000582

Allergie: Kreuzreaktion zwischen Pollen und Nahrung

Bestimmte Substanzen (Allergene) in Pollen, die bei sensiblen Menschen Allergien auslösen, kommen in sehr ähnlicher Form auch in Nahrungsmitteln vor. Das führt oft zum Pollen-Nahrungs-Syndrom, das heisst einer an Pollen gebundenen Nahrungs-Allergie. Bei leichten Formen genügt es, die kritischen Nahrungsmittel nur während der Pollensaison zu meiden. In schweren Fällen bleibt die Allergie auf bestimmte Nahrung jedoch das ganze Jahr über bestehen. Oft genügt es, die kritische Nahrung zu kochen: Da die Allergene Proteine sind, werden diese durch das Kochen zerstört. [1931]

4. September 2008  –  PubMed PMID: 18682109

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