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Gesundheitstelegramm | Allergie

Neue Allergiebremse entdeckt
08. Juni 2010 - Ein bisher unbekanntes Eiweiss namens Allergin-1 ist zuerst bei Mäusen, dann auch bei Menschen entdeckt worden. Es dämpft die Reaktion des Immunsystems, was im Fall von schweren Allergien Leben retten könnte. Zur Zeit wird die genaue Wirkung an Mäusen erforscht. Man hofft, die Substanz später einmal zur Behandlung allergischer Schocks einsetzen zu können.  [2636]
Quelle: Spiegel  
 
Mehr Hygiene, mehr Allergien
01. Mai 2010 - Jahr für Jahr leiden immer mehr Menschen an Heuschnupfen und anderen Allergien. Schuld daran sei unter anderem eine übertriebene Hygiene, behauptet Duy Delespesse von der Uni Montreal. Der kanadische Mediziner kritisiert, dass moderne Kinder immer weniger mit Bakterien in Berührung kommen. Das unterfordere ihr Immunsystem, das dann übertrieben auf Pollen und andere Reizstoffe in der Umwelt reagiere.  [2565]
Quelle: Standard  
 
Frauen anfälliger auf Pollen
26. März 2010 - Mehr als die Hälfte aller Frauen reagiert irgendwann in ihrem Leben allergisch auf Pollen oder eine andere Substanz. Bei Männern liegt dieser Anteil nur bei 37 Prozent. Allergien haben in den letzten Jahren zugenommen: 48 Prozent der unter 35-Jährigen leiden daran, aber nur 37 Prozent der über 55-Jährigen.  [2500]
Quelle: Telegraph  
 
Geimpfte Kinder weniger allergisch
02. Februar 2010 - Kinder, die alle empfohlenen Impfungen erhalten haben, leiden seltener an Heuschnupfen, Ekzemen oder Asthma als nicht komplett geimpfte Kinder. Das zeigt die Analyse der Daten von mehr als siebzehntausend Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Die Impfung senkt das Allergie-Risiko um etwa 7 bis 14 Prozent. Von einer Erhöhung, wie von vielen Eltern befürchtet, kann also keine Rede sein.  [2368]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Folsäure dämpft Allergie
27. Januar 2010 - Das Vitamin Folsäure bremst die Neigung des Immunsystems, übermässig auf Pollen und andere Auslöser von Allergie zu reagieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 8000 Personen am Johns Hopkins-Spital in Baltimore, USA.  [2346]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Nahrungsmittelallergie: Neues Kochbuch hilft
09. Dezember 2009 - Immer mehr Menschen, darunter besonders viele Kinder, leiden an Allergien gegen bestimmte Nahrungsmittel. Für diese Betroffenen hat jetzt die Hochgebirgsklinik Davos ein Kochbuch herausgegeben. Damit ist es jetzt endlich möglich, vieles zu kochen und zu backen, was vorher verboten war. Seien es Eier, Butter, Milch oder Weizenmehl - es gibt fast nichts, das nicht durch etwas anderes, besser verträgliches ersetzt werden könnte.  [2174]
Quelle: Medical Tribune  
 
Erdnussallergie mit Erdnüssen bekämpfen
05. Dezember 2009 - Kindern, die auf Erdnüsse allergisch sind, kann geholfen werden - mit Erdnüssen: Täglich eine winzige, vom Arzt verschriebene Menge davon essen und diese im Lauf der Zeit bis etwa höchstens zwei Gramm steigern. Die Menge hängt davon ab, wie empfindlich ein Kind auf Erdnüsse reagiert. Der Erfolg ist beachtlich: Wer vorher schon bei zwei Hundertstelgramm Ausschläge bekommen hat, verträgt nach einer mehrwöchigen Behandlung ein Viertelgramm. Jene, die vorher ein Gramm vertrugen, können nachher vier Gramm Erdnüsse essen. Dies zeigt eine Studie an der Berliner Charité.  [2163]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Erste feste Nahrung mit vier bis sechs Monaten
22. September 2009 - Ob Babys ihren ersten Brei erst ab dem sechsten Monat erhalten sollen, ist neuerdings umstritten: Das Risiko für Allergien auf bestimmte Nahrungsmittel nimmt eher zu, wenn man zu lange mit dem ersten Brei wartet. Dies zeigt eine Reihe von kürzlich veröffentlichten Studien. Nach diesen liegt der optimale Zeitpunkt für den ersten Brei zwischen dem vierten und dem sechsten Monat.  [2135]
Quelle: PubMed  PMID: 19685855
 
Übertriebene Angst vor Nahrungs-Allergie
21. August 2009 - Zehn bis zwanzig Prozent der Bevölkerung glauben, an einer Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel zu leiden. Tests an einer repräsentativen Auswahl solcher Fälle haben nun aber gezeigt, dass nur etwa die Hälfte von ihnen tatsächlich Allergiker sind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Würzburg. Übertriebene Angst vor nicht existierenden Allergien kann das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen, warnen die Forscher. Bei einem Verdacht lohnt sich deshalb eine gründliche Untersuchung durch einen erfahrenen Allergologen.  [2124]
Quelle: PubMed  PMID: 19623294
 
Quitte dämpft Allergie
18. August 2009 - Ein Extrakt aus Quitte, Mäusen unter das Futter gemischt, hat bei den Nagern die Anfälligkeit für Ekzeme deutlich senken können. Auch im Reagenzglas lässt sich die Wirkung des Extrakts nachweisen, indem er Zellen daran hindert, Allergie fördernde Substanzen auszuscheiden. Ob zum Beispiel Quittengelee bei Menschen ähnlich wirkt, müsste noch erforscht werden.  [2123]
Quelle: PubMed  PMID: 19661701
 
Würmer beugen Asthma vor
19. Januar 2009 - Überall dort, wo sich oft parasitische Würmer im Verdauungstrakt der Menschen breit machen, sind Asthma und andere allergische Krankheiten selten. Auf Grund von mehreren Studien vermutet man, dass die Abwehr gegen Würmer bestimmte Zellen des Immunsystems so trainiert, dass diese weniger empfindlich auf ungefährliche Reize wie etwa Pollen oder Milbenkot reagieren. Seit einigen Jahren macht man sich diese Wirkung bei der Wurmtherapie gegen Allergien zu Nutze, indem man die Patienten gezielt mit schwachen, ungefährlichen Würmern oder Wurmeiern infiziert.  [2022]
Quelle: PubMed  PMID: 19128351
 
Empfindlicher auf Allergie nach Kaiserschnitt
29. Dezember 2008 - Kinder, die mit Kaiserschnitt auf die Welt gekommen sind, reagieren empfindlicher als andere auf Allergie auslösende Nahrungsmittel. Noch hat man in mehreren Studien weltweit erst die ersten Stufen der allergischen Reaktion mit Kaiserschnitt in Verbindung gebracht. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob Kinder nach Kaiserschnitt tatsächlich auch häufiger an Nahrungsallergien leiden.
 [2009]
Quelle: PubMed  PMID: 19076564
 
Früh Erdnüsse essen mindert Risiko für Allergie
01. Dezember 2008 - In Israel gibt man Kindern schon im ersten Lebensjahr Erdnüsse zu essen, während man dies in England und den USA meidet, um mögliche Allergien zu verhindern. Doch sind Erdnuss-Allergien bei israelischen Kindern zehnmal seltener als bei jüdischen Kindern in England und in den USA. Auf Grund dieser Tatsache vermuten Experten, dass ein früher Kontakt mit Erdnüssen das Risiko für eine Allergie senkt und dass die britischen und amerikanischen Empfehlungen mehr schaden als nützen.  [1993]
Quelle: PubMed  PMID: 19000582
 
Allergie: Kreuzreaktion zwischen Pollen und Nahrung
04. September 2008 - Bestimmte Substanzen (Allergene) in Pollen, die bei sensiblen Menschen Allergien auslösen, kommen in sehr ähnlicher Form auch in Nahrungsmitteln vor. Das führt oft zum Pollen-Nahrungs-Syndrom, das heisst einer an Pollen gebundenen Nahrungs-Allergie. Bei leichten Formen genügt es, die kritischen Nahrungsmittel nur während der Pollensaison zu meiden. In schweren Fällen bleibt die Allergie auf bestimmte Nahrung jedoch das ganze Jahr über bestehen. Oft genügt es, die kritische Nahrung zu kochen: Da die Allergene Proteine sind, werden diese durch das Kochen zerstört.  [1931]
Quelle: PubMed  PMID: 18682109
 
Mehr Birkenpollen wegen Klimawandel
20. Mai 2008 - Wegen des Klimawandels blühen in der Schweiz die Birken immer früher und produzieren mehr Pollen, was das Risiko für Allergie erhöht. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Meteo Schweiz in der Region Basel.  [1869]
Quelle: PubMed  PMID: 18481116
 
Allergie häufiger bei Knaben und bei Frauen
18. April 2008 - Die Anfälligkeit für Allergie bei den Geschlechtern ändert sich im Lauf des Lebens: In der Kindheit sind Knaben eher betroffen als Mädchen, doch im Lauf der Pubertät ändert sich dies. Frauen sind eher allergisch als Männer, und dieser Unterschied nimmt mit den Jahren ständig zu.  [1848]
Quelle: PubMed  PMID: 18394135
 
Tropfen nutzlos gegen Kinder-Allergie
20. März 2008 - Allergietropfen, die unter anderem im Internet angepriesen werden, haben sich als unwirksam erwiesen. Sie sollen angeblich das Immunsystem unterstützen. Doch diese Wirkung ist bisher noch nicht in klinischen Studien bestätigt worden.  [1828]
Quelle: PubMed  PMID: 18333536
 
Haustiere, Allergie und Gene
08. November 2007 - Kommt ein Kind früh im Leben mit Haustieren in Kontakt, kann das sein Risiko, später allergisch zu werden, unter Umständen senken. Die Umstände hängen von den Genen ab. In Familien von Allergikern können Haustiere Allergien eher fördern. Das zeigt eine Studie an über dreitausend Müttern und ihren Kindern in Deutschland.  [1736]
Quelle: PubMed  PMID: 17982922
 
Impfen macht Kinder nicht allergisch
19. März 2007 - Die Furcht, dass geimpfte Kinder anfälliger für Asthma und andere allergische Krankheiten werden, ist unbegründet. Eine Studie hat das an mehr als achttausend Kindern in Australien untersucht, und zwar für Impfung gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio und Pocken. Zwar hat man im Alter von sieben Jahren kurzzeitig eine erhöhte Neigung zu Allergien festgestellt, die aber schnell wieder abklingt. Langfristig sind geimpfte Kinder nicht allergischer als ungeimpfte. Jedoch schützt die Impfung vor der Gefahr, die durch die ansteckenden Krankheiten ausgeht.  [1565]
Quelle: Thorax  2007;62:270
 
Allergien bei Kindern nehmen weltweit zu
04. September 2006 - Asthma, Ekzeme, Schnupfen und Augenbrennen durch Allergie nehmen weltweit deutlich zu, vor allem bei Kindern im frühen Schulalter. Etwas geringer ist die Zunahme bei Jugendlichen kurz vor der Pubertät. Das zeigt eine Studie an fast einer halben Million Kindern und Jugendlichen in über fünfzig Ländern weltweit.  [1410]
Quelle: Lancet  2006;368:733
 
Baby-Kolik: Es kommt darauf an, was Mama isst
15. Dezember 2005 - Meidet eine stillende Mutter Kuhmilch, Eier, Erdnüsse, Weizen, Soja und Fisch, dann leidet das Baby weniger unter Kolik. Das zeigt eine Studie an über hundert Babys in Australien. Die erwähnten Nahrungsmittel können bei empfindlichen Menschen Allergie auslösen, die sich über die Muttermilch auf das Baby überträgt. [1197]
Quelle: Pediatrics  2005;116:e709
 
Zöliakie: Verträgliche Weizensorten züchten
27. September 2005 - Die Darmkrankheit Zöliakie wird verursacht durch eine Allergie auf den Kleber (Gluten), der im Weizen vorhanden ist. Deshalb müssen die Patienten ein Leben lang eine glutenfreie Diät halten. Nun haben Forscher gefunden, dass es Weizensorten mit günstigen Genen gibt, aus denen man durch gezielte Züchtung Sorten hervorbringen könnte, die auch für Menschen mit Zöliakie verträglich sind. Ob die Agroindustrie diesen Vorschlag aufgreifen wird, bleibt abzuwarten.  [1140]
Quelle: Gastroenterology  2005;129:797
 
Probiotika gegen Allergie
20. September 2005 - Bestimmte Arten von günstig wirkenden (probiotischen) Bakterien, die in der Milch gedeihen, können bei Kindern, die an allergischen Ekzemen der Haut leiden, die Krankheit lindern helfen.  [1135]
Quelle: Arch Dis Childhood  2005;90:892
 
Allergie senkt Krebsrisiko
19. August 2005 - So unangenehm Asthma und Heuschnupfen sind, eine positive Wirkung scheinen sie dennoch zu haben: Sie schützen bis zu einem gewissen Grad vor Krebs. Das Risiko ist generell etwa um 12 Prozent kleiner als bei Personen ohne Allergie. Das zeigt eine Studie an über einer Million Personen in den USA. [1113]
Quelle: Am J Epidemiology  2005;162:212
 
Unregelmäßige Periode bei Asthma
21. Juli 2005 - Frauen, die an Asthma und Heuschnupfen leiden, haben öfter einen unregelmäßigen Monatszyklus als Frauen ohne Allergie. Die Ursache liegt in der Krankheit, nicht in der Behandlung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über 8000 Frauen in fünf Ländern Nordeuropas.  [1092]
Quelle: Thorax  2005;60:445
 
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