
News
Patienten mit Bluthochdruck, die im Winter ein Präparat mit Vitamin D nehmen, können ihren Blutdruck um drei bis sechs mm Hg senken. Das zeigt eine Studie mit knapp über hundert Personen in Dänemark. Die Wirkung ist zwar nur gering und muss noch in grösseren Studien bestätigt werden. Da aber Vitamin D auch für gesunde Knochen und Nerven wichtig ist, lohnt sich eine ausreichende Versorgung in jedem Fall. [3106]
15. Mai 2012 – Ärztezeitung
Grana Padano, eine Art Parmesankäse aus der Lombardei, wirkt ähnlich wie blutdrucksenkende Medikamente als ACE-Hemmer. Täglich dreissig Gramm Grana Padano reichen aus, um den Blutdruck etwa gleich gut zu senken wie ein üblicher ACE-Hemmer aus der Apotheke. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie in Oberitalien. Die Wirkung beruht auf bestimmten Eiweissbausteinen, die bei der Reifung des Käses entstehen. [3105]
14. Mai 2012 – Ärztezeitung
Leichter abnehmen mit frischen Früchten statt Saft
Ganze Orangen statt Orangensaft, frische Äpfel statt Apfelsaft - mit dieser einfachen Regel kann man leichter Gewicht verlieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über siebentausend Kindern und Jugendlichen in den USA und in England. Früchte statt Saft führen dem Körper weniger Kalorien und dafür mehr Ballaststoffe zu. [3104]
11. Mai 2012 – UPI Health News
Sex nach Herzinfarkt kein Problem
Wer einen Herzinfarkt überlebt hat und so fit ist, dass er einige Stockwerke über die Treppe schafft, kann problemlos Sex haben. Das teilt die Amerikanische Herzvereinigung mit. Herztod nach Sex sei extrem selten. Die Angst davor sei übertrieben, unter anderem wegen Fernsehserien. [3103]
10. Mai 2012 – Telegraph
Jeder sechste Krebsfall ist Folge einer Infektion
Der Magenkeim Helicobacter pylori, Hepatitis-Viren (Erreger von Gelbsucht) und Papilloma-Viren in der weiblichen Gebärmutterschleimhaut sind die Keime, die weltweit am häufigsten Krebs erzeugen. Alle Keime zusammen verursachen etwa 16 Prozent aller Krebserkrankungen. Am meisten Menschen sterben daran in den Entwicklungsländern, wie die Internationale Agentur für Krebsforschung IARC mitteilt. [3102]
9. Mai 2012 – Ärzteblatt
Pfeffer hemmt Wachstum von Fettzellen
Die Substanz Piperin verleiht schwarzem Pfeffer den charakteristisch scharfen Geschmack. Dieselbe Substanz hemmt auch die Bildung neuer Fettzellen im Körper. Das zeigen Versuche von koreanischen Forschern im Labor und Analysen am Computer. [3101]
8. Mai 2012 – UPI Health News
Dank Joggen fünf Jahre länger leben
Im Durchschnitt fünf bis sechs Jahre länger als bewegungsfaule Menschen leben jene, die pro Woche zwei bis dreimal joggen, insgesamt eine bis zweieinhalb Stunden. Wer weniger oder mehr joggt, lebt im Schnitt kürzer. Das haben Forscher aus Lebensdaten von rund zwanzigtausend Einwohnern der Stadt Kopenhagen errechnet. [3100]
7. Mai 2012 – Ärztezeitung
Fettarme Milch gegen Hirnschlag?
Schwedische Erwachsene, die viel fettarme Milch und Milchprodukte konsumieren, haben um ein bis zu 13 Prozent geringeres Risiko für Schlaganfälle als andere. Ob es an der Milch liegt, bleibt unklar. Denn in Schweden wird fettarme Milch mit Vitamin D angereichert. Auch dieses könnte positiv wirken. [3099]
4. Mai 2012 – Ärztezeitung
Antikörper: Kleine Hoffnung gegen Alzheimer
Der Antikörper Bapineuzumab macht schon seit Jahren von sich reden. Es soll die Eiweiss-Plaques im Gehirn auflösen, die für Alzheimer typisch sind. Eine neue Studie aus Schweden schürt neue Hoffnung: Mit dem Antikörper verringern sich in der Hirnflüssigkeit jene Proteintypen, die mit dem Fortschreiten der Krankheit zusammenhängen. Ob die Hoffnung berechtigt ist, wird sich erst zeigen, wenn die Ergebnisse der klinischen Prüfung von marktreifen Produkten vorliegen. [3098]
3. Mai 2012 – Ärztezeitung
Häufig Erd- und Heidelbeeren zu essen hängt mit einer besseren geistigen Fitness im Alter zusammen, sagt eine grosse US-Studie mit Krankenpflegerinnen. Unklar bleibt allerdings, ob die Beeren selbst als Ursache in Frage kommen, oder ob ihr Verzehr bloss typisch ist für eine auch sonst gesunde Lebensweise. Wie auch immer: Beeren sind schmackhaft und schaden bestimmt nicht. [3097]
2. Mai 2012 – Ärzteblatt
Auf lange Sicht, und nur bei Nichtrauchern, senkt eine Tasse Kaffee pro Tag den Blutdruck um bis zu neun Millimeter Quecksilbersäule. Das zeigt eine Studie am Universitätsspital Lausanne. Die Forscher vergleichen die Wirkung des Kaffees mit der des Joggens: Nach Sport wie nach Kaffee steigt der Blutdruck kurzfristig an, sinkt aber langfristig auf tiefere Werte ab. Bei Rauchern funktioniert das nicht, weil Nikotin den Abbau des Koffeins in der Leber beschleunigt. [3096]
30. April 2012 – Standard
Kein Dehnen vor und nach dem Krafttraining
Dehnübungen entspannen die Muskeln und mindern ihre Leistung. Beim folgenden Krafttraining sind sie deshalb anfälliger für Verletzungen. Bei starker Anstrengung entstehen kleinste Risse in den Muskelfasern. Dehnübungen nach dem Training verschlimmern diese Verletzungen, warnen Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln. Sie raten vor dem Krafttraining, wenn überhaupt, zu einem sehr kurzen, dynamischen Dehnen. Dieses soll die Muskeln auf die kommende Anstrengung vorbereiten. [3095]
27. April 2012 – Welt
Alzheimer: Früherkennung, aber noch keine Therapie
Mit einem neuen Test, entwickelt in Leipzig, soll man Alzheimer schon zehn Jahre vor dem Auftreten erster Symptome erkennen können. Das Verfahren macht die für Alzheimer typischen Eiweiss-Plaques in einer Tomografie sichtbar. Ob und wann die Krankheit später ausbricht, ist aber auch nach diesem Test unsicher. Vor allem aber fehlt es nach wie vor an einer wirksamen Behandlung. [3094]
26. April 2012 – Focus
Gesunde Lebenserwartung bei beiden Geschlechtern gleich
Im Alter von 65 Jahren haben beide Geschlechter im europaweiten Durchschnitt gleich viele gesunde Lebensjahre vor sich. Frauen werden zwar älter als Männer, doch diese zusätzlichen Jahre sind geprägt von Krankheit und Beschwerden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des statistischen Amts der Europäischen Union. [3093]
25. April 2012 – Ärzteblatt
Ingwer gut für Verdauung, nicht gegen Erkältung
Ingwer und Zubereitungen aus diesem Wurzelstock haben sich gegen Verdauungsbeschwerden und zur Verhütung von Reisekrankheit gut bewährt. Jedoch sei die oft behauptete Wirkung gegen Husten und Erkältung nicht wissenschaftlich belegt. Das sagt Professor Jürgen Reichling im Phyto-Forum der deutschen Ärztezeitung. [3092]
24. April 2012 – Ärztezeitung
Eine Chance verpasst? Na und, das Leben bietet viel Schönes! Diese gelassene Einstellung ist ein Schlüssel zur Zufriedenheit im Alter und schützt wahrscheinlich vor Depression. Zu diesem Schluss kommt eine Studie am Universitätsklinikum von Hamburg-Eppendorf. [3091]
23. April 2012 – Focus
Hirnschlag: Rettungswagen multipliziert Heilungschancen
Bei Verdacht auf Schlaganfall zählt jede Minute. Ein spezialisierter Rettungswagen, «Mobile Stroke Unit», hat im Saarland die Zeit bis zur Diagnose halbieren und die Heilungschancen vervielfachen können. Denn eine Behandlung ist erst möglich, nachdem man weiss, ob die Ursache eine Hirnblutung oder eine Verstopfung von Blutgefässen ist. [3090]
20. April 2012 – Ärztezeitung
Haare: Besser Bohnen als teures Shampoo
Nahrung mit viel Eiweiss und essentiellen Fettsäuren ist für ein schönes Haar wichtiger als Haarpflegeprodukte, sagt der amerikanische Lebensmittel-Experte Phil Lempert: Besonders haarwuchsfördernd seien Bohnen, Linsen, Nüsse und grünes Blattgemüse, aber auch tierische Eiweisslieferanten wie Eier oder Geflügel. [3089]
19. April 2012 – UPI Health News
Legasthenie: Frühtest im Kindergarten
Von Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie) sind etwa zehn Prozent der Kinder betroffen. Ob eine solche Störung vorliegt, können Forscher aus Padua durch einfache Sehtests mit Symbolen nachweisen, noch bevor die Kinder lesen und schreiben lernen. [3088]
18. April 2012 – Ärztezeitung
Schmerzmittel behindern Erholung nach Herzinfarkt
Schmerzsignale regen den Herzmuskel zur Reparatur der zerstörten Zellen an, indem sie Stammzellen aus dem Knochenmark den Weg zur schadhaften Stelle weisen. Dort bilden die Stammzellen neue Blutgefässe, die den Herzmuskel versorgen. Schmerzmittel behindern diesen natürlichen Vorgang. Das zeigen Experimente mit Mäusen, die jetzt auch bei menschlichen Patienten bestätigt worden sind. [3087]
17. April 2012 – Telegraph
So wirken Laktobazillen gegen Durchfall
Gegen akuten Durchfall wirken Präparate mit gefriergetrockneten Laktobazillen. Forscher haben vier Gründe dafür gefunden: Erstens kleiden Laktobazillen die Darmschleimhaut mit einem Biofilm aus, der das Eindringen der krankmachenden Keime hemmt. Zweitens erzeugen sie Antibiotika gegen die Keime. Drittens regen sie das körpereigene Immunsystem zur Abwehr an. Und viertens fördern sie das Wachstum der gesunden Darmflora. [3086]
16. April 2012 – Ärztezeitung
Schmerzmittel mit Koffein wirken besser
Die Chance, dass ein Schmerzmittel die Schmerzen lindert, steigt um zehn Prozent, wenn es neben dem Wirkstoff auch Koffein enthält. Das zeigt die Auswertung von 19 Studien mit insgesamt über siebentausend Patienten. Bei Mitteln, die kein Koffein enthalten, kann man mit einer Tasse Kaffee die gleiche Wirkung erzielen. [3085]
13. April 2012 – Ärztezeitung
Gesunder Urin sei steril - so steht es in allen medizinischen Lehrbüchern. Falsch, sagt eine Studie der Loyola-Universität von Chicago. Jetzt wollen die Forscher die Bakterien der gesunden Blasenflora untersuchen und herausfinden, welche Rolle sie bei der Bekämpfung von Infekionen spielen. [3084]
12. April 2012 – Medical News Today
Hämoglobin bessert schlecht heilende Wunden
Mangels Durchblutung heilen Wunden an Unterschenkeln oft schlecht. Jetzt haben deutsche und tschechische Mediziner eine verblüffend einfache Lösung entwickelt: Mit einem Spray, der den roten Blutfarbstoff Hämoglobin enthält, erhöhen sie den Sauerstoffgehalt im Wundgewebe. Neun von zehn chronischen Wunden heilen nach der Behandlung. [3083]
11. April 2012 – Ärztezeitung
Mehr Hirntumore durch Zahnröntgen?
Wer sich mindestens einmal jährlich die Zähne röntgen lässt, muss laut einer kalifornischen Studie mit einem doppelten Risiko für eine bestimmte Art von Hirntumor rechnen, dem Meningeom. Dieses ist allerdings meist gutartig. Andererseits erhöhen nicht entdeckte Zahninfektionen das Risiko für Zahnverlust und Krankheiten von Herz und Kreislauf. [3082]
10. April 2012 – Medpage Today
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