
News zu Östrogen
Getränkedosen sind Hormonschleudern
In den Lackschichten im Innern von Getränkedosen hat ein deutsches Labor alarmierende Werte der Chemikalie Bisphenol A gefunden. Dieser Stoff stört im menschlichen Körper das Gleichgewicht der Hormone: Er wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen. Es drohen Schäden wie Sexualstörungen, verminderte Fruchtbarkeit, Schwächung der Hirnzellen, Krankheiten von Herz und Kreislauf sowie Diabetes. [2439]
25. Februar 2010 – Medizinauskunft
Hormone steuern Sinn für Gefühle
Frauen gelingt es in der Regel besser als Männern, den Ausdruck von negativen Gefühlen wie Ärger, Furcht oder Trauer in einem Gesicht zu lesen. Zahlreiche Studien haben diesen Unterschied erforscht, doch die Ergebnisse sind zum Teil widersprüchlich. Nun kennt man den Grund: Die Treffsicherheit für das Lesen von Gefühlen ist in der ersten Phase des weiblichen Zyklus am höchsten. Mit dem nahenden Eisprung, wenn der Pegel des Hormons Östrogen ansteigt, verwischt sich der scharfe Blick für negative Emotionen und gleicht sich jenem der Männer an. Dies zeigt eine Studie an vierzig Frauen und zehn Männern in Brasilien. So sorgt Mutter Natur offenbar dafür, dass sich Frauen und Männer in der empfängnisbereiten Zeit besser vertragen. [2071]
27. März 2009 – PubMed PMID: 19297103
Hormon: Pflaster sicherer als Tabletten?
Östrogen-Tabletten für Frauen nach den Wechseljahren sind in Verruf geraten, unter anderem weil sie die Neigung zu Blutgerinnseln (Thrombosen) in den Venen fördern. Hormone als Pflaster statt als Pillen sind möglicherweise sicherer. Dies lässt eine Studie an einigen Hundert Frauen in Frankreich vermuten. Um das zu erhärten, sind nun weitere Studien nötig. [1547]
1. März 2007 – Circulation 2007;115:840
Mehr Migräne wegen der «Pille»?
Bei Frauen, die eine Antibabypille mit Östrogen nehmen, hat man in Norwegen ein um 40 Prozent höheres Risiko für Migräne festgestellt. Als Vergleich dienen Frauen, die keine «Pille» nehmen. Pillen auf Basis von Gestagen ohne Östrogen haben keinen Einfluss auf die Migräne. [1261]
15. März 2006 – Neurology 2006;66:349
Schlauer bleiben ohne Östrogen
Frauen über 65 tun besser daran, keine Hormonpräparate mit Östrogen zu nehmen. Diese vermindern die geistige Fitness, wie eine Studie an etwa dreitausend Frauen in den USA gezeigt hat. [816]
30. Juni 2004 – JAMA 2004;291:2959
Mini-Dosis Hormon für starke Knochen
Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen hat man älteren Frauen oft gegen Verlust an Knochen (Osteoporose) verschrieben. Doch das ist in Verruf geraten, nachdem viele Studien in letzter Zeit unerwünschte Wirkungen aufgedeckt hatten. Eine neue Studie zeigt nun, dass schon ein Viertel der bisher üblichen Dosis genügt, die Knochen zu stärken. Die Nebenwirkungen sind sehr gering. [565]
27. August 2003 – JAMA 2003;290:1042
Frauen, die Hormone nehmen (Östrogen, Progestagen oder beides), haben ein deutlich höheres Risiko für Brustkrebs. Das zeigt eine Studie an über einer Million Frauen in England. [552]
8. August 2003 – Lancet 2003;362:419
Frauen: Hormone nicht fürs Herz
Die neuste Studie macht es endgültig klar: Die Hormone Östrogen und Progestin schützen Frauen nach den Wechseljahren nicht vor Herzinfarkt, wie man früher dachte. Im Gegenteil: Sie erhöhen das Risiko. [551]
7. August 2003 – N Engl J Medicine 2003;349:523
Frauenhormon fördert Sodbrennen
An Sodbrennen und saurem Aufstoßen leiden vor allem Menschen mit Übergewicht. Frauen vor den Wechseljahren sind stärker betroffen als Männer und als Frauen nach den Wechseljahren. Auch Frauen, die Präparate mit Östrogen nehmen, sind stärker betroffen. [517]
3. Juli 2003 – JAMA 2003;290:66
Mehr Brustkrebs nach Kombi-Hormonen
Frauen, die Hormone als Kombination von Östrogen und Progestin nehmen, haben ein höheres Risiko für Brustkrebs. Mit Östrogen allein bleibt das Risiko klein. [510]
26. Juni 2003 – JAMA 2003;289:3254
Frauen, die nach den Wechseljahren die Hormone Östrogen und Progestin nehmen, haben ein höheres Risiko für geistigen Abbau und für Hirnschlag. [482]
29. Mai 2003 – JAMA 2003;289:2651+2673
Herzkranke Frauen: Hände weg von Hormonen und Vitaminpillen!
Frauen mit verengten Herzkranzgefäßen sollten lieber auf Östrogen und auf Pillen mit antioxidativen Vitaminen verzichten, denn diese helfen nicht, sondern verkürzen eher das Leben. Das zeigt eine Studie in Kalifornien. [315]
21. November 2002 – JAMA 2002;288:2440
Bei alten Frauen, die geistig beeinträchtigt sind, kann das Hormon Östrogen eine Besserung bringen. [229]
23. August 2002 – Am J Psychiatry 2002;159:1225
Hormone reduzieren Risiko für Herz nicht auf Dauer
Bei Frauen nach den Wechseljahren, die Östrogen und Progesteron nehmen, steigt das Risiko für Herzinfarkt im ersten Jahr, sinkt dann bis zum fünften Jahr und steigt dann wieder. Das Risiko für Venenkrankheiten steigt, für andere Krankheiten ist es unverändert. Der Nutzen der Hormone ist somit fraglich. [181]
4. Juli 2002 – JAMA 2002;288:49,58
Mit Hormon heilen Wunden besser
Alte Frauen leiden weniger oft unter schlecht heilenden Wunden, wenn sie einen Ersatz des Hormons Östrogen bekommen. [54]
27. Februar 2002 – Lancet 2002;359:675
Östrogen senkt Risiko für Nierensteine
Frauen nach den Wechseljahren leiden seltener an Nierensteinen, wenn sie einen Hormonersatz mit Östrogen bekommen. [12]
15. Januar 2002 – J Urology 2002;167:169
Mehr News
Suche einschränken:
mehr als ein Suchwort eingeben.
Fitness
Kleines Fitness-1x1 für Training und Erholung. Selbsttest: Wie fit sind Sie? Fitnessfaktoren …
Sexualität
Guter Sex ist die beste Medizin. Safer-Sex-Regeln. Antworten auf die 20 wichtigsten Fragen …
Zu dieser Serie
Moderne Krebstherapie
Die Behandlung von Krebs hat in den letzten Jahren Fortschritte gemacht - in der Verbesserung der herkömmlichen und durch Einführung neuer Methoden.
Mehr von Gesundheit TV
Haarausfall muss kein Problem sein: Mit einem kurzen, sauberen Haarschnitt kann man dafür sorgen, dass er nicht stört. Falls doch, hift Haarverdichtung.
Ton: Lautsprechersymbol klicken