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Gesundheitstelegramm

Kaffee macht Schagader elastisch
03. September 2010 - Schon eine bis zwei Tassen Kaffee pro Tag reichen aus, um die Hauptschlagader (Aorta) deutlich elastischer zu halten. Dadurch wird die Pulswelle weniger hart, was die Wände der Arterien schont und so das Risiko für Herzinfarkt senkt. Die Wirkung hat sich in einer Studie an über 600 Bewohnern einer griechischen Insel gezeigt. Sie beruht vermutlich auf Pflanzenfarbstoffen (Polyphenolen) und nicht auf dem Koffein.  [2703]
Quelle: Focus  
 
Multiple Sklerose bessert sich im Herbst
02. September 2010 - Die Nervenkrankheit multiple Sklerose (MS) verläuft in Schüben. Der Wechsel ist unter anderem von der Jahreszeit abhängig, wie ein Forscherteam in Boston herausgefunden hat: Im Frühjahr und Sommer nehmen die Schäden an den Nerven zu, im Herbst und Winter wieder ab. An diesem Wechsel sind die Aussentemperaturen ebenso beteiligt wie die Intensität der Sonnenstrahlung. In nördlichen und südlichen Breiten mit ihren stark ausgeprägten Jahreszeiten tritt MS häufiger auf als in der Nähe des Äquators.  [2702]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Was man gegen Kopfschmerzen tun kann
01. September 2010 - Sich viel bewegen, nicht rauchen, wenig Alkohol und Kaffee, ein regelmässiger Tagesablauf mit festem Rhythmus von Mahlzeiten und ausreichend (nicht zu wenig und nicht zu viel) Schlaf, genügend trinken. Schmerzmittel können zwar helfen, doch beim regelmässigen Gebrauch Kopfschmerzen sogar fördern. Wer unter Stress leidet, kann Techniken zur Bewältigung und zur Entspannung lernen. Diese Tipps stammen von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in München.  [2701]
Quelle: Welt  
 
Fleisch richtig auftauen: Kühlschrank oder Sieb
31. August 2010 - Tiefgefrorenes Fleisch, Fisch oder Geflügel sollte nicht in der Auftaubrühe liegen, denn dort entwickeln sich sehr schnell Keime. Auftauen sollte man das Gefriergut entweder im Kühlschrank oder auf einem Sieb, das die Brühe abtropfen lässt. Dazu rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Wichtig ist auch, rohe und fertig gekochte Speisen immer gut voneinander zu trennen.  [2700]
Quelle: Süddeutsche Zeitung  
 
Stillen halbiert Diabetes-Risiko
30. August 2010 - Mütter, die ihren Babys die Brust geben, haben ein halb so hohes Risiko, später an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken als Mütter, die nicht stillen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an über zweitausend Frauen in den USA.  [2699]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Kochbanane und Broccoli gut gegen Crohn
27. August 2010 - Erreger der Darmentzündung Morbus Crohn sind Bakterien, die sich an der Darmwand festsetzen und diese angreifen. Bestimmte lösliche Faserstoffe, die vor allem in Kochbananen und in Broccoli vorkommen, können die Darmwand teilweise vor dem Bakterien-Angriff schützen. Das haben Forscher der Universität Liverpool entdeckt. Lösliche Fasern aus anderen Pflanzen, etwa Äpfeln, wirken nicht in diesem Sinn. Andere, wie etwa aus gedämpften Maiskolben, können die Krankheit sogar verschlimmern.  [2698]
Quelle: Telegraph  
 
Chronische Erschöpfung: Viren im Verdacht
26. August 2010 - Das Chronische Erschöpfungs- oder Fatigue-Syndrom (CFS) lässt die Betroffenen an allgemeiner körperlicher, geistiger und psychischer Schwäche leiden. In der Schweiz sind schätzungsweise fünfzehn- bis dreissigtausend Menschen davon betroffen, in Deutschland bis zu dreihunderttausend. Jetzt haben Forscher im Blut von CFS-Patienten Spuren von Retroviren entdeckt. Dieser Virustyp baut seine Gensubstanz in die menschliche Erbmasse ein. Was er dort genau bewirkt, ist noch unbekannt und soll in weiteren Studien untersucht werden.  [2697]
Quelle: Spiegel  
 
Ozon steigert Allergie-Wirkung von Pollen
25. August 2010 - Die Pollen zweier Roggensorten bilden mehr allergene Eiweisse, wenn der Ozongehalt der Luft steigt. Dies zeigen Versuche an der Medizinischen Universität Wien. Sollte dies auch bei anderen Allergie auslösenden Pflanzen der Fall sein, etwa bei Gräsern, Bäumen und Ambrosia, dann wäre Ozon für die Atemwege doppelt gefährlich - als Auslöser von Entzündungen und als Verstärker von Allergien und Asthma.  [2696]
Quelle: Welt  
 
Rheuma kann vor Alzheimer schützen
24. August 2010 - Rheumatoide Arthritis setzt im Körper ein Eiweiss namens GM-CSF frei. Dieses baut im Gehirn die für Alzheimer typischen Ablagerungen ab, die Amyloid-Plaques. Das haben Forscher in Florida bei Mäusen entdeckt. Es erklärt die Tatsache, dass Rheumapatienten deutlich seltener als andere an Alzheimer erkranken. Das Eiweiss GM-CSF wird schon als Medikament gegen Krebs eingesetzt. Die Forscher schlagen vor, es nun auch bei Alzheimer-Patienten zu testen.  [2695]
Quelle: Focus  
 
Paracetamol fördert Allergien
23. August 2010 - Die Substanz Paracetamol, in zahlreichen Präparaten gegen Schmerzen und Fieber enthalten, steigert bei jungen Menschen die Neigung zu Asthma, Ekzemen und allergischem Schnupfen. Das zeigt eine Umfrage bei mehr als dreihunderttausend Jugendlichen in fünfzig Ländern. Wer das Mittel regelmässig nimmt, hat ein zwei- bis dreifach höheres Risiko für Allergien; selbst gelegentlicher Anwendung steigt das Risiko noch um die Hälfte. Wahrscheinlich ist Paracetamol die Ursache, auch wenn die Studie das nicht beweist.  [2694]
Quelle: Standard  
 
Leichte Belastung lässt Muskeln schneller wachsen
20. August 2010 - Wer Kraft trainieren will, stemmt am besten relativ leichte Gewichte, allerdings so lange, bis er oder sie nicht mehr kann. Der entscheidende Reiz für das Wachstum der Muskeln kommt von der Erschöpfung, nicht aber von der maximalen Belastung. Dies lässt eine kanadische Studie an zwanzig jungen Freizeitsportlern vermuten. Das Ergebnis tönt plausibel, denn von leichten Belastungen können sich Muskeln schneller wieder erholen als von schweren. Wegen der kleinen Zahl von Teilnehmern ist es allerdings erst vorläufig und muss noch durch grössere Studien erhärtet werden.  [2693]
Quelle: Scienceticker  
 
ADHS: Eine Million Falschdiagnosen
19. August 2010 - Allein in den USA leben fast eine Million Kinder mit einer vermutlich falschen Diagnose auf ADHS, dem Syndrom mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität. Sie erhalten überflüssige Medikamente im Wert von über 300 Millionen Euro pro Jahr mit möglicherweise schädlichen Langzeitfolgen. Die Diagnose ADHS wird in den USA immer häufiger gestellt - zwar von Ärzten, aber oft auf Veranlassung überforderter Erzieher. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Universität Michigan.  [2692]
Quelle: Standard  
 
Cannabis-Wirkstoff künstlich produziert
18. August 2010 - Mit gentechnisch veränderten Bakterien ist es Forschern in Dortmund gelungen, den Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) von Hanfpflanzen künstlich herzustellen. Dieses Verfahren ist deutlich billiger als die Gewinnung aus Hanfpflanzen, die teilweise auch durch Gesetze behindert ist. THC eignet sich als Medikament zur Schmerzbehandlung bei Krebs oder gegen Symptome von Multipler Sklerose. Synthetisch produziertes THC könnte wie andere Produkte der Pharmabranche als Medikament zugelassen werden. Es könnte frühestens ab 2016 auf den Markt kommen.  [2691]
Quelle: Welt  
 
Stress macht anfälliger für Demenz
17. August 2010 - Frauen, die nach eigenen Angaben über Jahre hinweg immer wieder gestresst waren, haben ein deutlich höheres Risiko für Demenz als andere. Das zeigt eine Studie an über tausend Frauen in Göteborg. Mehrere Jahrzehnte lang sind sie insgesamt dreimal ausführlich befragt worden: Bei jenen, die einmal über Stress berichtet hatten, war das Demenzrisiko um 10 Prozent erhöht, bei zwei Stressberichten um 73 und bei drei um 151 Prozent, verglichen mit nie gestressten Frauen. Trotzdem sei Angst vor Stress nicht angebracht, wiegeln die Forscher ab: Die meisten gestressten Frauen bleiben gesund.  [2690]
Quelle: Scienceticker  
 
Sinkt Temperatur, steigt Gefahr fürs Herz
16. August 2010 - Mit dem Ende des Sommers nimmt die Gefahr für das Herz zu: Mit jedem Grad Celsius weniger auf dem Aussenthermometer steigt die Zahl der Herzinfarkte um zwei Prozent. Das zeigt eine britische Statistik in 15 Ballungsgebieten von England und Wales. Besonders anfällig auf tiefere Temperaturen sind Menschen im Alter von mehr als 75 Jahren.  [2689]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Autismus-Diagnose durch Hirn-Scanner
13. August 2010 - Nach einer 15-minütigen Untersuchung des Gehirns im MRI-Scanner und anschliessender Analyse der Daten im Computer lassen sich 90 Prozent aller Fälle von Autismus erkennen. Diese Störung des Verhaltens zeigen bis zu einem Prozent der Bevölkerung. Die Software zur Diagnose ist in Grossbritannien entwickelt worden - durch Anaylse der Hirnstrukturen bei zahlreichen Autisten und gesunden Personen.  [2688]
Quelle: Focus  
 
Bauchspeck ist Risiko auch bei Normalgewicht
12. August 2010 - Frauen mit einem Bauchumfang von mehr als 110 cm haben ein doppelt so hohes Risiko, vorzeitig zu sterben als mit 75 cm und weniger. Bei Männern gilt dasselbe für mehr als 120 cm verglichen mit weniger als 90 cm. Das Gewicht oder der Body Mass Index spielen dabei keine Rolle: Auch ein idealer BMI von 23 garantiert keine gute Gesundheit, wenn sich Fett am Bauch ansetzt. Im Gegenteil: Bei normalgewichtigen Frauen erhöhen 10 cm mehr Bauchfett das Risiko um 25 Prozent, bei übergewichtigen Frauen nur gerade um 13 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie an über fünftausend Frauen und neuntausend Männern in den USA.  [2687]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Fast jedes zweite Medikament für Senioren gefährlich
11. August 2010 - Nicht weniger als 61 von 131 getesteten Medikamenten hat eine Gruppe von fünfzig deutschen Arzneimittel-Experten als möglicherweise gefährlich für Senioren eingestuft. Sie führen zu einem erhöhten Sturzrisiko und zu anderen unerwünschten Nebenwirkungen, die oft weitere Behandlungen und Spitalaufenthalte nach sich ziehen. Eine Ursache liegt darin, dass ältere Menschen oft zahlreiche Medikamente gleichzeitig nehmen, die sich gegenseitig ungünstig beeinflussen. Zudem ist bei vielen die Wirkung nicht ausreichend belegt.  [2686]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Jede dritte Demenz könnte vermeidbar sein
10. August 2010 - Etwa ein Drittel aller Fälle von Demenz beruht auf Faktoren, die sich durch die Lebensweise positiv beeinflussen lassen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an der Universität von Montpellier in Südfrankreich. Laut dieser Studie ist ein niedriger Bildungsstand für 10 Prozent aller Fälle von Demenz verantwortlich. Depressionen (10 Prozent), Ernährung (6,5 Prozent) und Diabetes (4,9 Prozent) sind weitere vermeidbare Ursachen. Trotzdem lassen sich zwei Drittel der schädlichen Faktoren nicht beeinflussen. Einer der wichtigsten davon ist das Alzheimer-Gen (Apo-E) mit 7,1 Prozent.  [2685]
Quelle: Ärzteblatt  
 
Alzheimer: So sterben Hirnzellen ab
09. August 2010 - Ein Protein (Eiweiss) namens Tau sorgt in gesunden Nervenzellen von innen her für eine stabile Form. Eine zu hohe Menge an Tau-Protein zerstört jedoch die Verbindungsstellen (Synapsen) zwischen den Nervenzellen im Gehirn. Die Zellen sterben ab, und die Überreste lagern sich als so genannte Amyloid-Plaques in den Zwischenräumen ab. Solche Plaques gelten als typisches Zeichen von Alzheimer. Früher hat man sie für die Ursache der Krankheit gehalten. Die neuen Erkenntnisse von Forschern der Universität Sydney zeigen nun, dass es sich bloss um eine Folge handelt. Wie es zu einem Übermass an Tau-Protein kommt, ist nach wie vor ein Rätsel.  [2684]
Quelle: Welt  
 
Mit etwas Skepsis wirkt Medizin am besten
06. August 2010 - Am besten wirkt ein Medikament, wenn der Patient glaubt, es helfe mit einer Chance von 75 Prozent. Das zeigt ein Versuch in Kanada an Patienten mit Parkinson: Alle wurden sie mit einem Scheinmedikament (Placebo) behandelt, aber zuvor in vier Gruppen eingeteilt. Diesen sagte man, das Medikament sei mit einer Chance von 25, 50, 75 beziehungsweise 100 Prozent wirksam. Die Mischung aus drei Vierteln Glaube und einem Viertel Skepsis erzielt den besten Placeboeffekt. Dies erklären die kanadischen Forscher damit, dass sich die Patienten so am intensivsten mit der Therapie beschäftigen und die Selbstheilungskräfte am besten aktivieren.  [2683]
Quelle: Welt  
 
Rot macht Männer sexy
05. August 2010 - Rote Farbe macht Männer für Frauen sexuell attraktiver. Er kann zum Beispiel ein rotes Hemd oder T-Shirt tragen. In einem Experiment haben Frauen aus den USA, England, Deutschland und China sogar das schwarzweisse Bild eines Mannes anziehender gefunden, wenn dieses rot statt weiss gerahmt war.  [2682]
Quelle: Focus  
 
Verpasster Schlaf lässt sich nachholen
04. August 2010 - Schlafmangel verringert Konzentration und Reaktionszeiten, macht müde und fördert Unfälle. Nach ein paar Nächten mit zehn Stunden Schlaf ist auch ein grösseres Defizit wieder ausgeglichen, für ein kleineres genügt schon eine einzige lange Nachtruhe. Das zeigen Experimente an der Uni Philadelphia. Menschen mit chronischem Schlafmangel leben gefährlich: Das Herz leidet, Diabetes droht, und das Immunsystem vermag Krankheiten weniger gut zu bekämpfen.  [2681]
Quelle: Spiegel  
 
Schutzgas macht Fleisch fad und schneller ranzig
03. August 2010 - Frischfleisch in Folienpackungen unter Schutzgas bleibt zwar länger haltbar, doch der hohe Sauerstoffgehalt von 60 bis 85 Prozent des Gases zerstört einen Teil des Aromas, macht das Fleisch zäher und trockener, und die Fettmasse wird schneller ranzig. Das zeigen Untersuchungen des deutschen Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel. Die Organisation Foodwatch kritisiert, der Sauerstoff diene vor allem dazu, dem Fleisch eine schön frisch wirkende rote Farbe zu verleihen.  [2680]
Quelle: Ärztezeitung  
 
Kalziumpräparate: Gut für Knochen, schlecht fürs Herz
02. August 2010 - Viele Frauen nach den Wechseljahren schlucken Tabletten mit Kalzium, um dem Abbau von Knochen (Osteoporose) vorzubeugen. Dieser Nutzen ist zwar durch Studien belegt - allerdings teuer erkauft: Kalziumpräparate erhöhen das Risiko für Herzinfarkt um 30 Prozent. Das zeigt die statistische Auswertung von elf klinischen Studien mit insgesamt zwölftausend Personen. Für jeden zweiten Knochenbruch, den die Präparate verhindern, erzeugen sie einen zusätzlichen Herzinfarkt. Zuviel Kalzium im Blut nach dem Schlucken einer Tablette kann offenbar die Verkalkung der Arterien begünstigen. Kalzium aus natürlichen Quellen hat keine solche Wirkung, da der Körper es nur langsam aufnimmt.  [2678]
Quelle: Spiegel  
 

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