Gesundheitstelegramm
Ein Gläschen gegen Arthritis
29. Juli 2010 - Wer täglich ein Glas Alkoholisches trinkt, leidet statistisch gesehen weniger unter rheumatischer Arthritis als Abstinenten oder Quartalstrinker. Zu diesem Schluss kommt eine britische Studie an über achthundert Patienten und tausend gesunden Personen. Keine der untersuchten Personen hat mehr getrunken als die empfohlene Höchstmenge von zehn Alkoholeinheiten pro Woche. Mehr zu trinken schadet der Gesundheit und hilft nicht zusätzlich gegen Arthritis. [2676]
Quelle: BBC
Bildung hilft gegen Alzheimer
28. Juli 2010 - Jedes zusätzliche Jahr Ausbildung nach der Schulpflicht verringert das Risiko, im Alter an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz zu erkranken, im Durchschnitt um elf Prozent. Das haben britische und finnische Forscher berechnet, nachdem sie die Gehirne von über achthundert Personen untersucht hatten. Zwar kann Bildung die schädlichen Veränderungen der Nervenzellen nicht stoppen. Doch macht sie das Gehirn widerstandsfähiger dagegen. [2675]
Quelle: Welt
Gen-Schwemme Ursache von Alzheimer?
27. Juli 2010 - Hirnzellen, die statt dem normalen doppelten Satz von Chromosomen vier- oder gar sechsfache Kopien haben, sind schwächer und sterben schneller ab. Chromosomen sind die Träger der Gene. Auch bei gesunden Menschen sind sie manchmal überzählig. Bei Menschen mit Alzheimer sind sie jedoch mehr als doppelt so häufig wie bei Gesunden. Das haben Hirnforscher der Uni Leipzig entdeckt. Es bedeutet, dass Alzheimer eine zum Teil angeborene Krankheit ist. Die Zahl der Chromosomen in den Hirnzellen steht schon bei der Geburt fest und lässt sich später nicht mehr ändern. Die einzige Hoffnung besteht darin, die Veranlagung rechtzeitig zu erkennen und Wege zu finden, die Zellen besser vor dem Absterben zu schützen. [2674]
Quelle: Spiegel
Cholesterin gut für die Stimmung
26. Juli 2010 - Niedrige Werte für Cholesterin fördern Depressionen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit etwa achtzehnhundert Personen in Frankreich. Bei Frauen ist für gute Stimmung das HDL-Cholesterin verantwortlich, das auch als gesund für den Blutkreislauf gilt. Nicht so bei Männern: Ihre Stimmung hebt das LDL-Cholesterin. Wer also glaubt, mit Cholesterinsenkern die Gesundheit zu fördern, könnte dies mit seelischen Leiden bezahlen. [2673]
Quelle: Ärztezeitung
Sonnenschirm schützt nur teilweise vor UV-Strahlung
23. Juli 2010 - Etwa ein Drittel der für die Haut schädlichen UV-Strahlung gelangt unter einen Sonnenschirm von 1,6 Metern Durchmesser - obwohl der Schirmstoff nur fünf Prozent der Strahlung durchlässt. Das zeigen Messungen spanischer Forscher. Schuld an dem Unterschied ist diffuse Strahlung, die aus der Umgebung unter den Schirm gestreut wird. [2672]
Quelle: Standard
Hohe Ozonwerte schaden dem Herzen
22. Juli 2010 - Ein Schutzstoff gegen das Absterben von Herzmuskelzellen schwindet dahin, wenn die Ozonwerte längere Zeit über den Grenzwert steigen. Gleichzeitig nimmt die Tendenz für Entzündungen zu - darunter leidet der Blutkreislauf. Die beiden Vorgänge sind in einem US-Labor entdeckt worden: Zwar erst bei Ratten, doch die Forscher gehen davon aus, dass Ozon auch dem menschlichen Herzen schadet. [2671]
Quelle: Focus
Depressive sehen die Welt grau in grau
21. Juli 2010 - Depressionen schwächen die Netzhaut, so dass sie Kontraste zwischen Schwarz und Weiss weniger gut wahrnimmt, als dies bei guter Stimmung der Fall ist. Das zeigen Tests an der Uni Freiburg im Breisgau. Die Wirkung ist ähnlich wie wenn man den Kontrastregler am Fernseher auf tiefere Werte stellt. Die Forscher überlegen nun, ob sie einen Sehtest zur Messung von Depressionsgraden entwickeln könnten. [2670]
Quelle: Daily Mirror
Gesund braun werden mit drei Karotten pro Tag
20. Juli 2010 - Auch im Schatten wird man braun. Die gesunde, weil hautschonende Bräune kann man durch täglich drei Karotten wirksam unterstützen. Dazu rät ein Sprecher des Berufsverbandes der deutschen Dermatologen. Am besten isst man die Karotten zusammen mit Fett, denn der gelbrote Farbstoff Beta-Carotin oder Provitamin A ist fettlöslich. [2669]
Quelle: Bild
Warum Homöopathie ein so gutes Geschäft ist
19. Juli 2010 - Hunderte von Millionen Euro Umsatz pro Jahr machen Hersteller von homöopathischen Präparaten allein in Europa - obwohl die stark verdünnten Mittel nachweislich keinen Wirkstoff enthalten und keine einzige Studie eine Wirkung belegen kann, die besser ist als ein Placebo. Eine Theorie britischer und amerikanischer Psychologen versucht jetzt zu erklären, wie dieser Erfolg zustande gekommen sein kann, ebenso wie der weit verbreitete Glaube an Übernatürliches (Psi, Esoterik, Religion): Der Urmensch konnte in einer chaotischen und gefährlichen Umwelt am besten überleben, wenn er zwischen gleichzeitigen Vorgängen blitzschnell einen Zusammenhang oder eine gemeinsame Ursache vermutet hat - etwa einen Löwen hinter einer plötzlichen Bewegung von Steppengras. Das uralte Überlebensprogramm hat zur Entstehung von Hirnstrukturen geführt, die heute noch funktionieren und das Denken der Menschen mitbestimmen: Fast reflexartig nehmen sie zwischen einem vorausgehenden und einem nachfolgenden Ereignis einen Zusammenhang an - etwa zwischen der Futterbox-Wahl des Kraken Paul und dem Ausgang von Fussballspielen. [2668]
Quelle: Spiegel
Stöckelschuhe? Ja, aber nur mit Dehnübungen!
16. Juli 2010 - Bei Frauen, die oft High Heels tragen, verkürzt und verdickt sich die Achillessehne. Beim Tragen normaler Schuhe schmerzen dann die Waden. Ohne negative Folgen bleibt die Leidenschaft für hohe Absätze, wenn frau sie nicht zu lange trägt und regelmässig Stretching für die Wadenmuskeln macht. [2667]
Quelle: Welt
Rauchen stört Wirkung von Genen
15. Juli 2010 - Schon wenige Züge aus einer Zigarette reichen aus, dass Hunderte von Genen im menschlichen Körper nicht mehr so funktionieren, wie sie sollten: Sie werden anders «abgelesen» als zuvor, was die Teilung der Zellen (zum Beispiel die Vermehrung als Krebsgeschwür) oder das Immunsystem negativ beeinflusst. Das zeigt eine Studie an über tausend Personen in Texas. [2666]
Quelle: Welt
Neue Regeln für Baby-Ernährung
14. Juli 2010 - Bis zum fünften Monat ausschliesslich Stillen (oder Säuglingsnahrung «Pre-» oder «1-»). Ab dem fünften bis siebten Monat zusätzlich als Beikost erster Brei mit Gemüse, Kartoffeln und Fleisch oder Fisch, später auch zweiter Brei mit Getreide und Milch. Ab dem sechsten bis achten Monat dritter Brei mit Getreide und Obst. Ab dem zehnten Monat schrittweise Familienkost einführen, beginnend etwa mit weichem Brot. Ab Ende des ersten Lebensjahres Kuhmilch zum Trinken. Auf diese gemeinsamen Empfehlungen haben sich jetzt deutsche Experten und Organisationen für Ernährung und Kindergesundheit geeinigt. [2665]
Quelle: Ärztezeitung
Schlankheitspillen wirken nicht
13. Juli 2010 - Neun verschiedene Pillen und Nahrungsergänzungsmittel, die angeblich gegen Übergewicht helfen, sind in Göttingen an fast zweihundert Personen doppelblind getestet worden: Die einen nahmen echte Pillen, die anderen Placebo ohne Wirkstoffe. Fazit nach acht Wochen: Alle Personen nahmen im Durchschnitt um etwa ein Kilo ab. Auch keine einzige andere Studie kann bisher belegen, dass die Mittel besser wirken als Placebo. Trotzdem sind sie für die Hersteller ein riesiges Geschäft mit weltweit über zehn Milliarden Euro Umsatz pro Jahr. [2664]
Quelle: Standard
Weniger Krebs dank Stress?
12. Juli 2010 - Bei Mäusen, die ständig unter leichtem Stress leben, wachsen Krebsgeschwüre langsamer als bei ruhig gehaltenen Tieren. Zum Teil bilden sich die Tumore sogar zurück. Stress drosselt bei Mäusen das Hormon Leptin, das auch bei Menschen als Appetitzügler bekannt ist. Ob Stress auch menschliche Krebszellen bremst, ist damit aber noch nicht bewiesen. [2663]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Testosteron-Präparate im Alter schlecht für das Herz
09. Juli 2010 - Eine amerikanische Studie über Testosteron und Muskelentwicklung im Alter musste vorzeitig abgebrochen werden, weil die mit Testosteron behandelten Männer deutlich öfter an Herz und Kreislauf erkrankten als die mit Placebo behandelten. Zu einem ähnlichen Fazit kommt auch eine Studie über Testosteron und Knochenstärke. Es scheint, dass die Nachteile von Testosteronpräparaten deren Vorteile überwiegen. Im Alter sinkt der Testosteronspiegel beim Mann. Doch wirkt sich dies weit weniger negativ auf Potenz und Vitalität aus als früher angenommen. [2662]
Quelle: Ärzteblatt
Fusspilz-Sporen überleben normale Wäsche
08. Juli 2010 - Socken von Personen mit Fusspilz sollten separat und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Sonst besteht die Gefahr, dass Sporen des Pilzes überleben und andere Familienmitglieder anstecken. Davor warnt das Deutsche Grüne Kreuz. [2661]
Quelle: Ärztezeitung
Depressionen fördern Demenz
07. Juli 2010 - Depressionen erhöhen das Risiko für Alzheimer und andere Formen von Demenz um 70 Prozent. Das zeigt eine Langzeitstudie an fast tausend Personen in den USA. Die Forscher vermuten direkte und indirekte Ursachen für diesen Zusammenhang: Einerseits kann Depression bestimmte Zellen im Hirn schwächen, andererseits fallen durch den Rückzug aus einem aktivem Sozialleben wichtige Anregungen weg. [2660]
Quelle: Welt
Junge Sportler werden schlaue Senioren
06. Juli 2010 - Menschen, die schon in der Kindheit sportlich aktiv gewesen sind, leiden wahrscheinlich im Alter weniger an Alzheimer oder an anderen Formen von Demenz. Besonders deutlich ist dieser Zusammenhang bei Frauen. Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie an über neuntausend Personen. Doch auch wer den frühen Einstieg verpasst hat, für den ist es nie zu spät, mit Sport anzufangen. Dabei kommt es weniger auf die Intensität an als darauf, regelmässig aktiv zu sein. [2659]
Quelle: Ärzteblatt
Neue Theorie: Arthrose kein Verschleiss der Gelenke
05. Juli 2010 - Arthrose sei kein altersbedingter Verschleiss der Knorpel an den Gelenken, sondern eine chronische Krankheit ähnlich wie Diabetes, die schon in jungen Jahren auftreten könne. Das sagt Henning Madry, Professor für Orthopädie an der Universität des Saarlandes. Er weist darauf hin, dass viele Hochbetagte keine Anzeichen von Arthrose zeigen, hingegen viele junge Menschen davon betroffen sind. [2658]
Quelle: Welt
Kinder brauchen Regeln und ungeteilte Zeit
02. Juli 2010 - Eltern, die ihren Kindern Vorbild sind und sich Zeit nehmen, ein Tagesrhythmus mit festen Regeln, Ritualen und gemeinsamem Essen sind die wichtigsten Bedingungen dafür, dass Kinder gesund aufwachsen können. Bei der gemeinsamen Zeit kommt es mehr auf die Qualität als auf die Quantität an: Schon eine Viertelstunde ungeteilte Aufmerksamkeit pro Tag reicht aus. Das zeigt eine Familienstudie der grössten deutschen Krankenversicherung AOK. [2657]
Quelle: Ärztezeitung
Dunkle Schokolade senkt hohen Blutdruck
01. Juli 2010 - Wer täglich etwas dunkle Schokolade isst, kann seinen oberen (systolischen) Blutdruckwert im Durchschnitt um fünf Millimeter Quecksilbersäule senken, falls der Blutdruck zu hoch ist. Zu diesem Schluss kommen australische Forscher nach der Auswertung von 13 weltweit publizierten Studien. Bei normalem oder niedrigen Blutdruck hat schwarze Schokolade keine senkende Wirkung. Sie eignet sich demnach nicht zur Vorbeugung. Auch als «Medikament» hat Schokolade ihre Schattenseiten: Zuviel davon setzt sich in Form von Fett am Bauch an, und dies ist ein bekanntes Risiko für Herz und Kreislauf. [2656]
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Vitamin D macht auch schlau
30. Juni 2010 - Starke Knochen, aber auch ein flexibles Denkvermögen - so unterschiedlich sind die positiven Leistungen von Vitamin D. Im Stoffwechsel des Kleinhirns und in der Region des Hippocampus, wo wichtige Zentren des Erinnerungs- und Denkvermögens sitzen, spielt das Vitamin eine bisher kaum bekannte wichtige Rolle. Das haben Forscher der Tufts-Universität in Boston herausgefunden. Bei Senioren ab 65 Jahren mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel fällt die geistige Fitness deutlich ab. [2655]
Quelle: Ärzteblatt
Bahnfahren, schlank bleiben
29. Juni 2010 - Pendler, die Bahn, Bus und Tram benützen, sind durchschnittlich schlanker als Autopendler. Dieses Fazit ziehen Forscher der Uni von Pennsylvania. Den Grund für diesen Unterschied sehen sie darin, dass der tägliche Fussweg zur Haltestelle, oft verbunden mit Sprints auf das abfahrbereite Verkehrsmittel, für ein gesundes Mass an Bewegung sorgt. [2654]
Quelle: Focus
24-Wochen-Fötus spürt keinen Schmerz
28. Juni 2010 - Ein ungeborenes Baby im Mutterleib kann bis zum Alter von 24 Wochen keine Schmerzen spüren und kein Bewusstsein haben. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Experten am Royal College für Geburtshilfe und Gynäkologie in London. Deren Untersuchungen zeigen, dass die Nervenverbindungen im Hirn des Fötus, die für ein Schmerzempfinden nötig wären, sich noch nicht voll ausgebildet haben. Für Operationen im Mutterleib ist deshalb keine Anästhesie am Fötus nötig. Es bedeutet auch, dass der Fötus bei einer Abtreibung nicht leiden muss. [2653]
Quelle: Telegraph
Spaziergänge schützen vor Schlaganfall
25. Juni 2010 - Mehrere Stunden Spazieren pro Woche senken bei Frauen ab 45 Jahren das Risiko für Hirnschlag um fast ein Drittel - bei Frauen, die dabei schnell gehen, sogar um mehr als ein Drittel. Zu diesem Schluss kommt eine Studie an fast vierzigtausend Frauen in den USA. Ob der Schutz auch für Männer gilt, hat die Studie nicht untersucht. Doch es schadet bestimmt nicht, wenn Männer ihre Frauen auf den Spaziergängen begleiten. [2652]
Quelle: Medical Tribune





