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Herz: Wie stark wirken Risikofaktoren?
Rauchen, zu hoher Blutdruck, zu hohes Cholesterin und Diabetes sind die vier wichtigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere Herz-Kreislauf-Krankheit. Ihre Wirkung ist jetzt mit Daten aus 18 Langzeitstudien neu berechnet worden: Mit zwei oder mehr Risikofaktoren im Alter von 45 Jahren wird im Durchschnitt die Hälfte der Männer und ein Drittel der Frauen vor dem achtzigsten Altersjahr erkranken. Mit null Risikofaktoren erkranken 1,4 Prozent der Männer und 4,1 Prozent der Frauen. [3032]
27. Januar 2012 – Ärzteblatt
Alter: Wann Schluss mit Autofahren?
Ungutes Gefühl im dichten Verkehr und bei Nachtfahrten. Häufung von Fahrfehlern: Kleine Blechschäden, übersehene Rotlichter, Beinahe-Kollisionen mit Fussgängern und Velofahrern. Medikamente gegen Herz-, Kreislauf- und andere Beschwerden. Je mehr von diesen Punkten zutreffen, desto eher sollte man sich überlegen, die Hände vom Steuer zu lassen und auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen, rät Verkehrspsychologe Bernhard Schlag von der Technischen Universität Dresden. [3031]
26. Januar 2012 – Welt
Bei Osteoporose richtig reagieren
Hat der Arzt eine Osteoporose (Knochenschwund) festgestellt, soll man oder frau sich nicht schonen, sondern erst recht Sport treiben, am besten leichtes Krafttraining und Gymnastik. Viel Milch, Fisch, Sojaprodukte und Gemüse zu sich nehmen, um den Körper mit Kalzium und Vitamin D zu versorgen. Nach einer Knochenoperation an der Wirbelsäule ist heute keine Bettruhe mehr nötig. (Quelle: Dachverband Osteologie DVO) [3030]
25. Januar 2012 – Ärztezeitung
Jogging oder Hirnjogging gegen Alzheimer?
Zeit seines Lebens geistig aktiv und auch im vorgerückten Alter körperlich aktiv sein - dies ist offenbar das beste Rezept gegen Alzheimer. Dagegen ist Gehirnjogging, anders als körperliches Jogging, bei Personen mittleren Alters wirkungslos. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über siebzig Senioren in den USA. Als Mass für das Alzheimer-Risiko diente die Menge an Amyloid, einem für Alzheimer typischen Eiweiss im Gehirn. [3029]
24. Januar 2012 – Medpage Today
Gut geschlafen, weniger Appetit
Beim Anblick von Speisen greift ein Mensch umso eher zu, je weniger er geschlafen hat. Das zeigt ein Experiment mit zwölf gesunden Freiwilligen in Schweden. Der durch Schlafmangel erzeugte Appetit ist unabhängig vom Blutzucker und vom Hungergefühl. Fazit: Wer abnehmen will, profitiert von einem gesunden Schlaf. [3028]
23. Januar 2012 – Ärzteblatt
Frauen, die schwanger geworden sind oder die schwanger werden möchten, sollten überhaupt keinen Alkohol trinken. Schon ab einem einzigen Glas pro Tag haben Forscher in Kalifornien Entwicklungsstörungen bei den Babys gefunden. Besonders gefährlich ist Alkohol im ersten Drittel der Schwangerschaft - sogar schon bevor eine Frau überhaupt weiss, dass sie schwanger ist. [3027]
20. Januar 2012 – Medpage Today
Grippemittel: Studien zu positiv
Das neue Grippemittel Tamiflu von Roche macht nur mit Umsatz dank staatlicher Vorsorgekäufe positive Schlagzeilen. Seine Wirkung ist minim: Statt sechs bis sieben Tage dauert eine Grippe noch fünf bis sechs Tage. Dies aber nur, wenn der Arzt Tamiflu sofort nach Auftreten der ersten Symptome verschreibt - was in der Praxis kaum je vorkommt. Eine neue, unabhängige Auswertung von Studien kommt zum Schluss, dass die bisher veröffentlichten zu positiv sind, weil Roche negative Ergebnisse unter Verschluss hält. [3026]
19. Januar 2012 – Ärzteblatt
Separate Freundschaften - besserer Sex
Verheiratete Männer mittleren Alters haben besseren Sex, wenn sie ihre Freunde des öfteren allein treffen und nicht immer nur gemeinsam mit ihrer Partnerin. Zu diesem Schluss kommt eine Studie mit über dreitausend Personen in Chicago. Privatsphäre und Autonomie seien wichtig, um sexuelle Spannung aufrecht zu erhalten, erklären die Forscher: Zu enge Gemeinsamkeit lasse das Risiko für Impotenz ansteigen. [3025]
18. Januar 2012 – Telegraph
Rotwein: Resveratrol-Studien gefälscht
Angeblich soll vor allem die Substanz Resveratrol für die gesunde Wirkung von Rotwein auf Herz und Kreislauf verantwortlich sein. Seit einiger Zeit mehren sich Zweifel an dieser gesunden Wirkung. Jetzt ist der Resveratrol-Forscher Dipak Das von der Universität Connecticut der Fälschung in 145 Fällen überführt worden. Die Moral von der Geschichte: Rotwein mag gut, muss aber nicht gesund sein - schon gar nicht wegen einer einzigen Substanz. [3024]
17. Januar 2012 – Ärztezeitung
Schnelles Gehen senkt Lust auf Schokolade
Schon eine Viertelstunde schnelles Gehen (Walking) genügt, um den Appetit auf Schokolade um die Hälfte zu reduzieren. Das zeigt ein Experiment mit über siebzig jungen, Schokolade liebenden Briten nach zwei Tagen Schoko-Entzug. Wieviel Bewegung nötig ist, um den Appetit auf Dauer tief zu halten, ist nicht untersucht worden. [3023]
16. Januar 2012 – UPI Health News
Einfache Hausmittel gegen Heiserkeit
Die deutsche Ärztezeitung gibt sieben Tipps bei Erkältung mit Halsschmerzen: 1. Wenig sprechen, nicht räuspern. 2. Viel trinken, sehr gut sind Salbei- und Ingwertee. 3. Dampf inhalieren. 4. Wohnluft feucht halten. 5. Höchstens leichter Sport (Wandern, Radwandern, Spazieren). 6. Körperwarme feuchte Halswickel (Quark). 7. Entspannungstechniken, Stressabbau. [3022]
13. Januar 2012 – Ärztezeitung
Lunge: Besser Kiffen statt Rauchen?
Jahrelanges regelmässiges Kiffen von Cannabis (Marihuana, Haschisch) schade der Lunge nicht - ganz im Gegensatz zum Rauchen von Tabak. Das will eine Studie mit über fünftausend jüngeren Personen in den USA herausgefunden haben. Ob der Rauch aus Haschisch harmloser sei als jener aus Tabak, ist damit aber nicht bewiesen: Kiffer konsumieren im Durchschnitt drei Joints pro Monat, Raucher dagegen dreihundert Zigaretten. Seit Paracelsus ist bekannt: Die Menge macht das Gift. Zudem steht Cannabis im Verdacht, dem Gehirn und der Verdauung zu schaden. [3021]
12. Januar 2012 – Ärzteblatt
Aspirin nur zur Behandlung, nicht vorbeugend
Acetylsalicylsäure (Aspirin) ist unbestritten wirksam bei koronarer Herzkrankheit oder nach einem Herzinfarkt, um die Durchblutung des Herzmuskels zu verbessern. Doch gesunde Personen sollten die Finger davon lassen: Um bei ihnen einen einzigen Herzinfarkt zu verhüten, müssten statistisch gesehen 120 Personen sechs Jahre lang behandelt werden. Eine lebensgefährliche innere Blutung entsteht jedoch schon nach der Behandlung von 73 Personen. Der Schaden ist also deutlich grösser als der Nutzen. Zu diesem Schluss kommt die Auswertung von neun klinischen Studien mit insgesamt über hunderttausend Personen. [3020]
11. Januar 2012 – Ärzteblatt
Zwei alkoholfreie Tage pro Woche
Die oft zitierte Empfehlung für Erwachsene, pro Tag ein bis höchstens zwei Glas Alkohol zu trinken, sei zu lasch, findet eine Gesundheitskommission des britischen Parlaments. Sie will deshalb die offizielle Richtlinie verschärfen und den britischen Bürgern zusätzlich zwei alkoholfreie Tage pro Woche empfehlen. [3019]
10. Januar 2012 – Ärztezeitung
Studien mit Schlagseite gefährden Patienten
Klinische Studien über die Wirkung von Medikamenten und Behandlungsmethoden sollten unabhängig davon veröffentlicht werden, ob die Ergebnisse positiv oder negativ sind. Dies sei aber nicht der Fall, warnen Herausgeber des Britischen Ärzteblattes BMJ. Zu oft würden negative Ergebnisse unter Verschluss gehalten. Medikamente und Methoden erscheinen so in einem zu rosigen Licht - zum Schaden der Patienten. [3018]
9. Januar 2012 – Ärzteblatt
Menschen mit einem hohen Spiegel von Vitamin D im Blut leiden weniger als andere an Depressionen. Das zeigt die Auswertung einer Studie mit über zwölftausend Personen in Dallas, Texas. Besonders günstig wirkt Vitamin D bei Menschen, die schon einmal depressiv waren. Genug Sonne auch in der dunklen Jahreszeit kann helfen, den Vitaminpegel zu erhöhen. [3017]
6. Januar 2012 – UPI Health News
Bei Allergie und Asthma kein Alkohol
Menschen mit Allergie und Asthma tun gut daran, alkoholische Getränke zu meiden. Der Grund sind Reizstoffe (Histamine), die bei der Gärung entstehen. Auch Schwefelverbindungen im Wein können Allergien auslösen. Dies teilt die deutsche Gesellschaft der Lungenärzte mit. [3016]
5. Januar 2012 – Ärztezeitung
Wer keinen Wiederbelebungskurs (CPR) besucht hat, soll sich im Notfall auf Herzmassage konzentrieren und nicht beatmen. Das sagt die Britische Herzstiftung in ihren neusten Richtlinien. Denn Beatmung lenke nicht ausgebildete Personen zu sehr von der Herzmassage ab. Aus Ekel oder Angst, etwas falsch zu machen, würden viele Umstehende überhaupt nichts unternehmen. [3015]
4. Januar 2012 – BBC
Multiple Sklerose: Fett- statt Immunkrankheit?
Was zerstört die fettigen Hüllen der Nervenfasern und verursacht so multiple Sklerose? Seit Jahren im Visier ist das Immunsystem: Es soll, ausser Kontrolle geraten, die Nervenhüllen angreifen. Jetzt stellt eine amerikanische Forscherin eine neue Theorie auf: Ein genetisch bedingter Defekt im Fettstoffwechsel erzeugt schadhafte Nervenhüllen. Die Schäden alarmieren das Immunsystem, und die folgende Entzündung zerstört die Nervenhüllen. MS ist bei Frauen häufiger als bei Männern. Der Fettstoffwechsel funktioniert bei Frauen grundlegend anders als bei Männern. Beides spricht für die Fett-Theorie der multiplen Sklerose. Ob sie zu Fortschritten in der Behandlung führt, wird sich zeigen müssen. [3014]
3. Januar 2012 – UPI Health News
Zehntausende Todesfälle wegen Fukushima?
Allein in den USA seien wegen der Reaktorkatastrophe von Fukushima 14'000 Menschen vorzeitig gestorben. Diese Zahl haben zwei amerikanische Strahlenbiologen berechnet. Sie stützen sich auf die gemessenen Werte von radioaktivem Jod 131 im Regenwasser. Die radioaktive Strahlung lag zeitweise um das Hundertfache über dem Normalwert. [3013]
30. Dezember 2011 – UPI Health News
Aus der Nasenmuschel gewonnene Stammzellen wachsen in der Kulturschale zu Haut- und anderen Gewebearten heran. Diese könnten bei Verletzungen im Gesicht als «Ersatzteile» dienen. Die neue Methode, Stammzellen zu gewinnen, ist an der Universität Bielefeld entwickelt worden. Sie ist produktiver als andere Methoden, ethisch unbedenklich und liefert Zellen, die vom Körper nicht abgestossen werden. [3012]
29. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Gedächtnis reicht bis ins zweite Lebensjahr zurück
Acht Jahre alte Kinder können sich an Erlebnisse erinnern, die sie im Alter von zwei Jahren gemacht haben. Das zeigt ein Experiment mit fünfzig Kleinkindern und ihren Eltern in den USA. Sie spielten ein eigens für den Versuch angefertigtes Spiel und wurden sechs Jahre später dazu befragt. Die Hälfte der Eltern und ein Fünftel der Kinder konnten sich an Details aus dem Spiel erinnern. [3011]
28. Dezember 2011 – UPI Health News
Blutdruck-Gen weckt Hoffnung auf Medikament
Ein bestimmtes Gen, das die Salzkonzentration im Blut reguliert, könnte künftig zu einer wirksameren Behandlung gegen Bluthochdruck führen. Profitieren würden jene Patienten, deren Blutdruck - wegen eines Defekts in diesem Gen - trotz salzarmer Diät nicht sinkt. Wie viele davon betroffen sind und wie man ihnen helfen könnte, bleibt vorerst unklar. Denn die neuen Erkenntnisse über das Gen sind erst bei Labormäusen gemacht worden. [3010]
27. Dezember 2011 – Ärztezeitung
Grippeimpfung: Männer morgens, Frauen nachmittags
Männer sollten sich am Morgen gegen Grippe impfen lassen, Frauen am Nachmittag. Dazu raten Forscher der Universität Birmingham. Denn die hormonelle Uhr tickt bei Frauen und Männern verschieden, und sie hat einen grossen Einfluss auf das Immunsystem. Allerdings sind weitere Studien nötig, um diesen noch vorläufigen Befund zu erhärten. [3009]
23. Dezember 2011 – BBC
Die besten Nahrungsmittel gegen Stress
Putenfleisch, Geflügel, Thunfisch, Spinat und anderes Gemüse, Soja, Milch, Lachs und Eier enthalten viel Tryptophan, einen Bestandteil von beruhigenden Substanzen im Gehirn. Vollkornprodukte helfen dem Körper, das Tryptophan besser aufzunehmen. Walnüsse, Lachs und Sardinen enthalten Omega-3-Fette, wichtige Bausteine für Nerven. Diese benötigen auch das Spurenelement Zink, enthalten in Spinat, Lammfleisch und natürlich gehaltenem Rind. Kamillen- und andere Kräutertees beruhigen, entspannen und helfen beim Einschlafen. Die Tipps stammen vom amerikanischen Supermarktguru Phil Lempert. [3008]
22. Dezember 2011 – UPI Health News
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