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Diabetes, Blutzucker und Insulin

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Was ist Diabetes?

Die Zuckerkrankheit, der Diabetes mellitus, äussert sich in erster Linie durch zu hohe Werte von Zucker im Blut. Ursache sind meist Muskel- oder Fettzellen, die nicht mehr auf das Hormon Insulin reagieren (Typ 2), selten ein Mangel an Insulin (Typ 1). -mehr
 


 

Blutzuckermessung
 

Insulin

Hormon aus den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, regt Muskel-, Fett- und andere Zellen des Körpers dazu an, Traubenzucker (Glukose) aus dem Blut aufzunehmen. Dies senkt den Blutzuckerspiegel. Die Zellen des Gehirns nehmen Zucker auch ohne Insulin auf. In der Leber und in den Muskeln fördert Insulin die Speicherung des Zuckers als Leberstärke (Glykogen). -mehr
 

Blutzucker

Normwert bei Erwachsenen nüchtern 3,6-5,5 mmol/l (Millimol pro Liter) oder 65-100 mg/dl (alte Einheit, teils noch üblich); nach dem Essen bis max. 7,7 mmol/l (140 mg/dl). Diabetesverdacht bei nüchtern 5,5-6,1 oder nach dem Essen 7,8-11,1 mmol/l. Noch höhere Werte bedeuten Diabetes. -mehr
 

Diabetes Typ 2

Häufigste Form, bei rund 4 % der Bevölkerung, Tendenz steigend, früher typisch bei Erwachsenen, heute immer mehr auch bei Jugendlichen. Die Zellen sprechen nicht mehr (genügend) auf Insulin an. Der Körper produziert zum Ausgleich mehr Insulin. Erst wenn das nicht mehr hilft, tritt die Krankheit auf. Ursachen: genetisch, Übergewicht, Bewegungsmangel. Vorbeugung und Behandlung: Sport, gesunde Ernährung, Abnehmen. Medikamente nur falls dies nicht reicht.
 

Diabetes Typ 1

Seltener, bei rund 0,4 % der Bevölkerung, tritt meist schon früh im Leben auf. Das eigene Immunsystem zerstört die Betazellen, die das Insulin produzieren (sollten). Ursachen: genetisch, zu früher Kontakt mit Antigenen aus Kuhmilch oder Getreide (Gluten), Infektion durch Viren, Vergiftung durch faule Kartoffeln usw. Behandlung durch Insulin-Ersatz.
 

Diabetes-Telegramm

Diabetes: Warnung vor zu tiefem Blutzucker
28. Januar 2010 - Diabetiker, die auf Insulin angewiesen sind und ihren Blutzuckerspiegel damit auf zu tiefe Werte senken, leben kürzer als jene mit einem höheren Blutzucker. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Uni Cardiff. Doch die schottischen Forscher warnen Patienten davor, das Insulin nicht mehr zu nehmen. Vielmehr sollten sie mit ihrem Arzt über ihr persönliches Blutzuckerziel reden und versuchen, dieses nicht zu unterschreiten.  [2353]
Quelle: BBC  
 
Nach Rauchstopp: Vorsicht Zucker!
05. Januar 2010 - Raucher haben unter anderem ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko für Diabetes. Rauchstopp lohnt sich, doch Vorsicht: Die Zunahme des Risikos kann sich nach dem Aufhören zunächst auf 70 Prozent mehr als verdoppeln. In den folgenden Jahren sinkt es dann rasch und fällt nach zehn Jahren auf das Niveau einer Person, die nie geraucht hat. Fazit: Aufhören lohnt sich, und danach ist es ratsam, Gewicht und Blutzucker gut im Auge zu behalten.  [2255]
Quelle: Spiegel  
 
Schrittzähler halbiert Risiko für Diabetes
05. Januar 2010 - Ein kleines Gerät, das man sich an den Körper schnallt und das die Schritte zählt, kann das Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, auf die Hälfte reduzieren. Dies gilt für Personen mit bereits erhöhten Blutzuckerspiegeln. Deren Werte sinken dann nach einem Jahr mit Schrittzähler um durchschnittlich 15 Prozent. Für Menschen, die zu Trägheit neigen, erleichtert der Schrittzähler die tägliche Kontrolle, ob man sein Bewegungsziel erreicht hat oder nicht.  [2259]
Quelle: Telegraph  
 

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-Blutstropfen zur Messung des Zuckerspiegels. Foto: aldenchadwick